Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Klamauk, Satire & jede Menge Gags

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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon dr. freudstein » 29. Aug 2011, 20:59

"Sie nannten ihn Mücke" habe ich sehr oft gesehen und immer noch als angenehm in Erinnerung und würd mir den auch mal kaufen :nick: Ansonsten...viele Filme, einige wohl im Westernbereich wurden nachträglich :? mit einer Klamaukcomedysynchro unterlegt. Warum eigentlich? Sehr viele Filme drifteten einfach zu sehr in billige, alberne Klamaukcomedys ab, was mich schon früh nervte. Da heb ich mein Glas doch lieber auf Loriot und auch Heinz Erhardt, Celentano und Louis de Funes (mit Ausnahmen) würden bei mir mir eher Freude aufrufen, sind aber nicht Italo und auch da muß man die Spreu vom Weizen trennen. Eine Liste würde mir hier weiterhelfen, sofern mich die Erinnerungen nicht im Stich lassen. Na ja mit dem meisten Kram kannste mich jagen, die Zeit ist mir zu schade für.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon DrDjangoMD » 29. Aug 2011, 21:04

Noch allgemein könnte man sagen, dass ich reine Komödien meide, aber Filme anderer Genres mit komödiantischen Aspekten dafür umso mehr liebe. Corbucci (Mercenario hauptsächlich), Leone, die Coen Brüder, Sam Raimi, Peter Jackson und Co. zählen deswegen zu meinen Lieblingsregisseuren, weil sie in ernste Filme sehr viel Spaß hineinbringen. Das ist auch ein Grund warum "Profondo Rosso" mein Lieblings-Argento ist: Er ist von seiner Handlung toternst, aber von seinen Charakteren genaugenommen total witzig. Auch wenn viele eben dies kritisieren, ich habs geliebt.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon Arkadin » 29. Aug 2011, 21:13

DrDjangoMD hat geschrieben:Von Bluff hab ich noch gar nichts gehört :oops: Was ist das tolle daran?


Der ist von 1976. Regie führt Sergio Corbucci und neben Celentano spielt Anthony Quinn die Hauptrolle. Es geht um zwei Trickbetrüger und ist so was in Richtung "Der Clou". Nicht übertrieben, sehr lustig und einfach gute Unterhaltung. Neben den beiden Kerls gibt es noch Capucine und die liebreizende Corinne Cléry zu bewundern. Ich mag den. "Ah... Krätze-Lugi!!!"
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon DrDjangoMD » 29. Aug 2011, 21:20

Arkadin hat geschrieben:
DrDjangoMD hat geschrieben:Von Bluff hab ich noch gar nichts gehört :oops: Was ist das tolle daran?


Der ist von 1976. Regie führt Sergio Corbucci und neben Celentano spielt Anthony Quinn die Hauptrolle. Es geht um zwei Trickbetrüger und ist so was in Richtung "Der Clou". Nicht übertrieben, sehr lustig und einfach gute Unterhaltung. Neben den beiden Kerls gibt es noch Capucine und die liebreizende Corinne Cléry zu bewundern. Ich mag den. "Ah... Krätze-Lugi!!!"


Ahhh, hab ich mir eh fast gedacht, ich kannte ihn nur unter "Der große Bluff". Ich fand ihn doch ein wenig albern aber im großen und ganzen ist er besser weil unterhaltender als einiges was man sonst geboten bekommt. Corbucci ist eben Corbucci und das ist nicht zu leugnen :D
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon Adalmar » 29. Aug 2011, 22:23

Meine einzige Erfahrung in dieser Richtung sind einige Celentano-Filme, z. B. der "Gezähmte Widerspenstige" und "Asso" (durch den ich Traumfrau Edwige kennengelernt habe :knutsch: ) - wie alles, was man in der Kindheit öfters gesehen hat, mochte man das wohl gern, aber anders als bei anderen Kindheits-Klassikern hatte ich hier nie so recht das Bedürfnis, mir die als DVD zuzulegen. Den "Widerspenstigen" habe ich dann aber für meine Eltern noch als DVD besorgt. Manches ist ja ganz lustig, aber z. B. das Basketballspiel ist einfach lächerlich - ich meine, da trägt Celentano so eine ähnliche Flügelmütze, wie Joe Spinell sie in Maniac trägt. Weiß auch nicht, warum mir das jetzt gerade einfällt :? Dann habe ich auch noch mal den Episodenfilm "Ein total versautes Wochenende" gesehen, ehrlich gesagt auch hauptsächlich wegen der Fenech, die da minutenlang in einem durchsichtigen Nachthemd rumläuft, während Lino Banfi aus einer Urne die Asche ihres Großvaters frisst! Warum, weiß ich auch nicht mehr.

Übrigens sehr sehenswert ist "La Pretora" von Lucio Fulci, aber sicher nicht wegen des Humors ...
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon untot » 29. Aug 2011, 22:27

Ich muss mich ja als Spencer/Hill und Celentano Fan outen, hab ne Schwäche für so nen Quatsch! :oops:

Ich hab zwar keinen einzigen Film davon im Regal sehen, aber wenn mal einer am TV läuft guck ich schon ganz gern rein, aber meist wird mir das verboten unter Androhung von schlimmen Strafen! :( :palm:
Könnt ich mir zwar nicht pausenlos geben, aber manchmal kann ich nicht widerstehen! :mrgreen:
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon Jeroen » 30. Aug 2011, 09:27

DrDjangoMD hat geschrieben:Noch allgemein könnte man sagen, dass ich reine Komödien meide, aber Filme anderer Genres mit komödiantischen Aspekten dafür umso mehr liebe.


Auch wenn ich Komödien generell keineswegs meide, sehe ich das vor allem im Italo-Bereich ähnlich. Die reinen Komödien bewegen sich meist leider irgendwo zwischen saudämlich und gehirnamputiert, so dass ich mich beim Ansehen schon fast persönlich beleidigt fühle, dass man mir soetwas auftischt. Mit Grausen denke ich an die Flotten Teens ... ich meine, ich habe die Eis am Steil Filme gesehen und die sind teilweise auch schlimm, aber gegen die Teens-Filme ist das hohe Kunst und gegen Alvaro Vitali ist Zachi Noy ein großer Charakterdarsteller.

Dass ich Spencer/Hill mag, dürfte bekannt sein. Auch hier gibt es neben Licht leider einiges an Schatten, aber insbesondere die Barboni-Filme sind allesamt gelungen. Sergio Corbucci hingegen mag ein guter Regisseur gewesen, aber seine Spencer/Hill-Filme sind schwach.

Am besten sind in der Tat die Genrefilme mit komödiantischen Aspekten. Einfach deswegen, weil es sich dabei um richtige Filme mit eine Handlung und Charakteren handelt und nicht nur um eine Anhäufung dümmlichster Sketche. Hier fallen mir wiederum zuerst die Barboni-Western ein. Also Rechte und linke Hand, Vier Fäuste,der Hill-Western Verflucht, verdammt und Halleluja (Die Engel essen Bohnen hole ich hoffentlich bald nach). Zwei Supertypen räumen auf von Fernando di Leo hat mir auch sehr gefallen, auch wenn die deutsche Synchro den vorhandenen Humor unnötig zu verstärken versucht und dabei bisweilen ins depperte abdriftet.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon Nello Pazzafini » 30. Aug 2011, 12:39

uh, das ist ein weites weites feld welches ja auch noch deutsch (durch die synchro) beeinflusst wurde. da müsst ich jetzt weit ausholen wozu mir die zeit fehlt.
manchmal hab ich einfach bock abzuschalten und klamauk und schwachsinn zu sehen. Mir gehts auch um den Lifestyle aus den speziell 70ern, um die meist italienischen Ärsche & Titten, um die Fressen die ständig eine aufs Maul kriegen, um die einfach grandiose italienische Lebensart, also da ist sehr viel drin welches ein desinteressierte vielleicht gar nicht sieht. Natürlich gibts da extrem schwachsinniges, kein thema, wo sich auch mir die haare aufstellen. Aber Tony Marroni, Jungs, das ist Wahnsinn!!!! Vor allem die ersteren sind einfach einmalig! Da ist viel drin obwohl ja auch deutsch enstellt.
Was mich auch immer wieder verwundert ist dieser "Tuntenwitz", das haben die damals ja geliebt, heutzutage wahrscheinlich politisch höchst unkorrekt. Oder diese Stotterer und Lispler, gibt eigentlich keinen Film ohne. Und immer wieder diese alten Geilspechte, irgendwie persiflieren sich die Italos da ja selbst.
Unterm Strich ist mir der italienische Klamauk um ein vielfaches lieber als der deutsche. Der ist teilweise so verklemmt und bieder das ich sofort ins Reich der Träume sinke.....
Wichtig auch alles zu seiner Zeit zu gucken, immer geht das nicht. Für die vielen Totalverweigerer sicher auch von Bedeutung sich die besseren reinzuziehen, da sind schon Perlen dabei, aber ich lese auch raus das viele mit den vertrottelten Synchros nichts anfangen können, die können es natürlich dann vollkommen bleiben lassen......
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon dr. freudstein » 30. Aug 2011, 13:20

Ich fand ja ASPHALT GLATZE ganz gut. Damals mit 8/10 bewertet, lieg ich jetzt im Nachhinein doch eher bei 6,5 aber das entscheide ich erst bei einer Neusichtung. Da war der Klamauk nicht völlig überzogen, die haben sich da aber auch selbst auf die Schippe genommen. Richtig, wie Nello meinte, es wurden oft Minderheiten, Andersdenkende und -fühlende sowie menschliche Schwächen durch den Kakao gezogen, das wäre heut nicht mehr so denkbar.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon Adalmar » 30. Aug 2011, 16:49

Nello Pazzafini hat geschrieben:Oder diese Stotterer und Lispler, gibt eigentlich keinen Film ohne.


Ehrlich gesagt: Ganz schlimm finde ich so was. Für mich ein Armutszeugnis, wenn über so was Lacher generiert werden müssen. Das gilt auch für entsprechende Stellen bei den von mir sonst sehr verehrten Monty Python (auch wenn die "Chleudert den Purchen tchu Poden"-Sprüche immer noch sehr beliebt sind).
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