Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

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Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon McBrewer » 30. Mär 2015, 01:43

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Originaltitel: Rita nel West
Alternativtitel: Crazy Westerners, Little Rita nel West, Rita of the West, Blaue Bohnen für ein Halleluja
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Ferdinando Baldi
Darsteller: Rita Pavone, Terence Hill, Lucio Dalla, Teddy Reno, Nina Larker, Pinuccio Ardia, Gordon Mitchell, Kirk Morris, Fernando Sancho

"Texas-Joe (Terence Hill) und seine Partnerin Little Jane kämpfen mit allen Tricks, originellen Gags und Blauen Bohnen gegen eine Horde Banditen mit ihrem Anführer Pancho, die sich auf Goldraub spezialisiert haben, welches hauptsächlich den Indianern gehört. Deren Boß "Gereizter Büffel" ist von den beiden begeistert, zumal sie die namhaften, ebenfalls goldinteressierten Herren Django und Ringo mit viel Können ins Jenseits befördern...." (quelle: ofdb.de)

http://www.ofdb.de/film/9136,Blaue-Bohnen-f%C3%BCr-ein-Halleluja
http://www.imdb.com/title/tt0062205/
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon McBrewer » 30. Mär 2015, 03:04

Bei diesem Film müssen (Italo-)Western Freunde ganz stark sein :hirn:
Blaue Bohnen für ein Halleluja ist wirklich schon harter Tobak...ABER (!!!) wenn man weiß, worauf man sich einlässt, kann man durchaus seinen Spaß haben. So wie ich. Ich hatte fast 10 Jahre den film nun im DVD Regal hin & her geschoben und dann doch tatsächlich in (m)einer nüchternen (!) Phase eingeworfen. Und schon gleich, nachdem die erste Kutsche überfallen wurde, trällert die kleine, jungenhafte Rita Pavone los. Da sist also ein kunterbuntes Western-Musical ?! Da fliegen die Bohnen tief und Scheuklappenfrei kann man hier dann doch seinen Spaß haben. Und es wird oft gesungen & cheografisch-toll getanzt: in der Prärie, im Saloon, um den Marterpfahl. Puristen dürften da die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber Handwerklich ist dem Film nichts vor zu werfen. Das hat der Ferdinando schon ordentlich hin bekommen. Und auch die Songs gehen Schlager-like ins Ohr, ohne das gleich der Schädel weg fliegt. Rita teilt sich den Gesang oft mit hörbaren Lucio Dalla. Als weiteres augenzwinkerndes Highlight dürfte dann Gleich noch Gordon Mitchell als Indianer-Büffelhäuptling abgefeiert werden. Mario Girotti agiert wie erwartet, relativ cool & tough, wie schon in dem zuvor entstandenen "Gott vergibt - Django nie!".

Fazit: der Film ist wirklich besser als sein ihm vorauseilender Ruf, hat einige kuriose Szene, eingängige Lieder (bin ich eigentlich der Einzige,der bei dem Song "Ma che te ne fai" - "Mach den Pi**el" verstanden hat :? :palm: ) und ganz sicher Einzigartig im Italo-Western Universum
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon McBrewer » 16. Dez 2016, 14:20

McBrewer hat geschrieben: (bin ich eigentlich der Einzige,der bei dem Song "Ma che te ne fai" - "Mach den Pi**el" verstanden hat :? :palm: )


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


:hirn: :mrgreen:
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon jogiwan » 16. Dez 2016, 14:34

ganz klar: "Mach den Pimmel frei" (0:25) :pfeif:

Jetzt weiß ich auch, welchen Western ich als nächstes gucken mag! :nick:
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon McBrewer » 16. Dez 2016, 14:36

jogiwan hat geschrieben:ganz klar: "Mach den Pimmel frei" :pfeif:

Jetzt weiß ich auch, welchen Western ich als nächstes gucke! :nick:


:thup: :prost: :popcorn:

Der könnte MAMA MIA! glatt den Rang ablaufen :nick:
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon jogiwan » 11. Jan 2017, 07:31

Eingefleischte Westernfans gelten ja gemeinhin nicht gerade als besonders selbstreflektiert, kritikfähig und/oder sonderlich humorvoll und so ist es auch wenig verwunderlich, dass Ferdinando Baldi mit seiner „In-your-Face“-Western-Parodie und dem beschwingten Cowgirl-Musical aus dem Jahr 1967 nicht den Geschmack der breiten Masse getroffen hat und sich hier in diesem Thread bislang auch nur aufgeschlossene Menschen zu dem Teil äußern. Dabei ist die Idee zu dem Streifen ja recht witzig und Herr Baldi lässt auch wenig aus um herkömmliche Westernszenarien ganz ordentlich auf den Kopf zu stellen. Das beginnt bei der antimaterialistischen Geschichte als Aufhänger bzw. der androgynen Hauptfigur, die im krassen Widerspruch zu den sonstigen und schweigsamen Paradehelden des Genres steht und gipfelt in der Figur des Djangos, der hier mitsamt seinem Sarg, blutigen Händen und Friedhofsszene ganz ordentlich durch den Kakao gezogen wird. Dazwischen wird eifrig geschossen, geträllert und getanzt bis die Wände des Saloons wackeln und jeder Schenkel vor dem Bildschirm am Wippen ist. Die zahlreichen Songs fand ich ja schwungvoll, eingängig und hübsch umgesetzt, auch wenn die Texte auf der deutschen DVD leider nicht übersetzt wurden und man daher nur erahnen kann, was italienisch gesungene und auf Deutsch klingende Zeilen wie „Mach den Pimmel frei“ wohl tatsächlich bedeuten sollen. Rita Pavone und Lucio Dalla haben jedenfalls sichtlich Spaß an der ganzen Sache, während Mario Girotti a.k.a Terence Hill erst im letzten Drittel auftaucht und seine Rolle als blauäugiger Herzensbrecher im Grunde auch eher zu vernachlässigen ist. Dazwischen schauen auch noch Gordon Mitchell, Kirk Morris und Fernando Sancho vorbei und spielen Rollen, die ihnen nur teils auf den Leib geschrieben worden sind und ebenfalls von einer großen Portion Humor zeugen. Insgesamt schon eine lustige und kuriose Sache für Menschen mit Humor und auch den Platz auf der Liste der ungewöhnlichsten Filme aller Zeiten, hat sich „Little Rita nel West“ meines Erachtens redlich verdient.
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon McBrewer » 11. Jan 2017, 19:03

Er hat es tatsächlich getan :shock:
@ :jogi: , ich bin so stolz auf Dich :verbeug: :thup: :prost:
Aber insgeheim wusste ich, das Du an dem Film gefallen finden würdest (oder zumindest hatte ich es gehofft)
Nun hoffe ich , das auch die anderen Open mind Filmwestern Freunde eine (sachliche) Filmkritik dazu kund tun... :popcorn:
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Re: Blaue Bohnen für ein Halleluja - Ferdinando Baldi (1967)

Beitragvon jogiwan » 11. Jan 2017, 19:18

McBrewer hat geschrieben:Er hat es tatsächlich getan :shock:
@ :jogi: , ich bin so stolz auf Dich :verbeug: :thup: :prost:
Aber insgeheim wusste ich, das Du an dem Film gefallen finden würdest (oder zumindest hatte ich es gehofft)


Wie sollte mir so etwas auch nicht gefallen? Ich kenn ja noch nicht so viele Western, aber die Sache mit Django (Klamotten, Sarg, Knarre, Friedhofszene) kam mir gleich sehr, sehr bekannt vor. Gibts eigentlich auch noch andere Filme und FIguren, die hier in "Blaue Bohnen für ein Hallelujah" persifliert werden? Die Figur des Ringo mit seinem Poncho vielleicht? Oder auch die Szene mit den jubelnden Mexikanern und den Kartenspielern? :?
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