Dämonen - Lamberto Bava (1986)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

Moderator: jogiwan

Dämonen - Lamberto Bava (1986)

Beitragvon DrDjangoMD » 13. Aug 2011, 14:08

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Originaltitel: Demoni 2

Alternativtitel: Dance of the Demons 2

Land: Italien

Jahr: 1986

Regie: Lamberto Bava

Darsteller: David Edwin Knight, Nancy Brilli, Coralina Caraldi-Tassoni, Bobby Rhode, Antonio Cantafora, Asia Argento,…

Handlung:
In einem Hochhaus sehen sich mehrere Personengruppen den selben billigen Gruselschinken an. Was aber niemand erwartet ist, dass einer der im Film gezeigten Dämonen plötzlich aus dem Fernseher rauspoppt und die grade ihren Geburtstag feiernde Sally in seinen Bann zieht, weil…Ja…wir bekommen keine Erklärung. Jedenfalls infiziert Sally dann einige andere und so ist das Hochhaus plötzlich voll mit Mordgierigen Bestien, gegen die sich die letzten Überlebenden krampfhaft zu wehren versuchen.

Kritik:
Lamberto Bavas Dämonen ist ein Film, der mies anfängt, während des Geschehens aber immer mehr an Fahrt gewinnt, um schließlich in einem sehr unterhaltenden Gruselschocker zu gipfeln.
Problem Nummer 1 ist das Drehbuch, obwohl es immerhin von Bava, Franco Ferrini und Dario Argento geschrieben wurde. Aber zu viele Köche verderben den Brei, auch wenn sie mit jeweils fünf Hauben ausgezeichnet wurden. Wir bekommen eine Flut von Charakteren, die nicht wenig bis überhaupt nicht eingeleitet werden und teilweise einfach aus dem Film hinausverschwinden. Kein Witz, bei zirka fünf Leuten habe ich keine Ahnung was mit ihnen Geschehen ist bzw. ob sie überlebt haben oder nicht. Die Dialoge sind schwachsinnig, aber aus Achtung vor den hohen Namen, die sich für das Drehbuch verantwortlich zeigen, geb ich dafür mal den deutschen Übersetzern die Schuld. Wo ich aber doch Bava und Co. Tadeln muss, ist dass der Großteil der Handlung absolut keinen Sinn ergibt, es gibt so unglaublich viele offene Fragen, die uns einfach unkommentiert vorgesetzt werden, dass es mit der Zeit ziemlich schwer wird bei der Sache zu bleiben.
Problem Nummer 2 liegt in einigen der Darstellerischen „Leistungen“, die Tommy Wiseau zum Teil wie Humphrey Bogart wirken lassen. Oft ist das erträglich, da viele der besonders miesen Schauspieler früh genug aus dem Geschehen hinausgemordet werden; den absoluten Tiefpunkt, die vollkommene Abwesenheit von Talent bietet Coralina Caraldi-Tassoni als Sally. Ihre Gesichtsausdrücke sind unter Kindergartenlaientheater, ihre Reaktionen so sichtlich auswendig gelernt wie…bei einem Kindergartenlaientheater, noch dazu hat man ihren Charakter so unerträglich nervig geschrieben, so unausstehlich abstoßend als hätte ihn ein Kindergartenkind (sorry, hab wohl meinen unkreativen Tag) erkoren. Als Dämon macht sie auch so ein albernes Gesicht, dass sie einfach lächerlich wirkt, was ich ziemlich schade finde, da die Masken wirklich exquisite ausgefallen sind.
Zum Ausgleich bekommen wir wenigstens ein paar Leute, die eine Bruce-Campbell-hafte Coolness an den Tag legen Bobby Rhodes als Fitnesstrainer, Antonio Cantafora als Vater und David Edwin Knight als George wissen alle wie man mit Dämonen umzuspringen hat und sorgen gegen Ende für ein paar Kick-Ass-Kampfszenen. Auch positiv sind mir aufgefallen Nancy Brilli als Hannah, Georges schwangere Freundin, welche total sympathisch rüberkommt und zum Glück nicht so enden muss wie viele Schwangere in Horrorfilmen, sowie die junge Asia Argento, die ich in Kinderrollen nicht so schlecht finde. (Mit Betonung auf IN KINDERROLLEN)
Die größte Überraschung des Filmes ist aber Lamberto Bava, der seinem Vater wirklich alle Ehre erweise. Beinah jedes Bild ist mittels ergreifender Kameraeinstellungen und surrealer Lichtverhältnisse perfekt durchkonzipiert und verleiht dem Film eine Atmosphäre, die er bei so einem Drehbuch eigentlich gar nicht verdient hätte. Mit seinem Können verwandelt Bava das Treppenhaus, die Garage, den Aufzug und andere gewöhnliche Orte in unwirtliche Höllen, was den Charme dieses achtziger Jahre Streifens ausmacht.
Fazit: Lamberto Bava holt aus einem meiner Meinung nach wirklich miesen Drehbuch alles heraus was geht und gestaltet herrlich gruselige Bilder, die eine Sichtung lohnen, auch wenn der Film sonst in Mittelmäßigkeit dahinsiecht.
6/10

Tipp: Wenn man sich den Film kaufen will, sollte man erstens wissen, dass „Dämonen (1)“ im Original der zweite Teil ist und daher auch unter „Demoni 2“ oder „Dance of the Demons 2“ erhältlich ist. Des weiteren musste ich feststellen, dass XT-Video teilweise die Hüllen vertauscht hat und sich bei ihrer Veröffentlichung „Dämonen“ nicht in der „Dance of the Demons 2“ sondern in der „Dance of the Demons“ Hülle findet. Ob sie diesen Fehler bei allen DVDs oder nur bei meiner gemacht haben, kann ich allerdings nicht sagen. Der Kauf ist also beschwerlich, lohnt sich aber meiner Meinung nach.
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon DrDjangoMD » 13. Aug 2011, 16:47

Arkadin hat geschrieben:
DrDjangoMD hat geschrieben:In der Schlussszene kamen dann plötzlich andere Sprecher für die beiden Hauptiguren (keine Ahnung wieso, geschnitten war es nicht, dann wärs in Originalton gewesen)


Ich meine mich zu Erinnern, dass in der alten deutschen VHS-Fassung das komplette Ende gefehlt hätte.


Hab das Gespräch mal hierher verlagert....Also: Die mir vorliegende neuste Fassung von XT wird dann wohl aus den diversesten früheren Fassungen zusammengeschnipselt worden sein, denn sie enthält, ich glaube zwei Szenen, die im Originalton vorhanden sind, unter anderem den Cameo-Auftritt von Lamberto Bava, was mich anfangs zu der Vermutung gebracht hat, dass ALLE geschnittenen Szenen im Originalton sind, aber dann werden wohl sowohl diese alsauch der nachsynchronisierte Schluss einfach aus zwei verschiedenen Fassungen genommen worden sein, damit diese hier möglichst lang und vollständig wird :opa:
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon Blap » 26. Sep 2011, 22:21

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Grosse Hartbox von XT, Cover A (Das Bild zeigt meinen kleinen Bruder, ist er nicht ein knuffiges Kerlchen?)


Dämonen (Italien 1986, Originaltitel: Demoni 2)

Fiese Fratzen im Hightech-Hochhaus

Sally (Coralina Cataldi-Tassoni) hat die Bude voll, mit Freunden will sie ihren Geburtstag feiern. Als sich ein unangehmer Besucher per Telefon ankündigt, zieht sich die junge Frau zunächst in ein anderes Zimmer zurück, verfolgt im Fernsehen eine Dokumentation über Dämonen. Plötzlich geschieht das Unfassbare, aus der Glotze tritt ein fürchterlicher Dämon in die reale Welt hinüber, fällt das Geburtstagskind an. Wenig später ist Sally selbst zu einem blutrünstigen Dämon mutiert, fällt geifernd über ihre Geburtstagsgesellschaft her. Schnell gleicht die Wohnung einem Schlachthaus, fast alle Gäste verwandeln sich in grausige Geschöpfe, wogen wie eine Welle des Todes durch das moderne Hochhaus in dem Sally lebt(e). Nun erweist sich der Segen des komfortablen Wohnes als unbarmherziger Fluch, der Ausfall der computergesteuerten Anlage sorgt für eine völlige Abriegelung des Gebäudes, sämtliche Ein- und Ausgänge nicht mehr passierbar, stabile Türen und Panzerglas machen jeden Fluchtversuch zunichte. Auch George (David Edwin Knight) und seine hochschwangere Frau Hanna (Nancy Brilli) leben in dem neuen Wohnkomplex, gibt es für das glückliche Paar eine Chance auf Rettung aus dieser Hölle auf Erden...???

Mit dem Vorgänger "Dämonen 2" (Demoni, 1985) gelang Lamberto Bava ein sehr unterhaltsamer Horrorstreifen, in dem sich die Höllenbrut in einem Kino an den anwesenden Gästen verlustierte (lasst euch nicht von den deutschen Titeln verwirren, "Dämonen" ist der zweite Teil, "Dämonen 2" der Vorgänger). Der Zweitling kocht die Story ohne neue Einfälle auf, die Handlung wanderte kurzerhand von einem Lichtspielhaus in ein Hochhaus, verlegte die Vorfälle von Berlin nach München. Daran stört mich zunächst nichts, bewährte Zutaten dürfen von mir aus gern immer wieder zum Einsatz kommen. Dennoch fällt der zweite Teil spürbar ab, kann nur ansatzweise an die stimmige sehr Atmosphäre des vorherigen Films anknüpfen.

An Humor mangelt es nicht, egal ob dieser aus heutiger Sicht oft eher unfreiwillig als gewollt anmutet. Meine Lieblinge: Zunächst der großmäuige Fitnesstrainer, der seine Schützlinge ständig anmault und allerlei debilen Unfug absondert. Als er wild mit einer langen Hantelstange auf Panzerglas einprügelt, sich aber kein Erfolg einstellen mag, wirft er eben einen Blumenkübel aus Keramik gegen die Tür, der selbstverständlich sofort und ohne jegliche Wirkung zerschellt. Was sich nicht allzu lustig liest muss man wirklich gesehen haben, live und in Farbe strapazieren solche Szenen nachhaltig das alte Zwerchfell. Mein zweiter Liebling ist der bekloppte Typ, der in Begleitung drei anderer Fratzen wie ein Berserker mit seiner Karre durch die Stadt rast. Ab und an sehen wir die hektische "Reisegruppe", die aber "irgendwie" nie ihr Ziel erreicht, obschon der Heizer alles aus seiner Kiste rausholt. Naja, kurz vor dem Finale kracht es, die Gestalten scheiden per Unfall aus. Das ist so dreist und sinnlos, man kann dem grotesken Treiben nur mit Humor begegnen. Ich beschränke mich auf zwei Beispiele, die Sause gibt jedoch viele, viele mehr her, jeder geneigte Zuschauer wird seine ganz persönlichen Höhepunkte finden. Die Effekte und Metzeleien untermauern die gute Laune, sind aber nicht immer solide ausgeführt. Wer genau hinsieht, kann problemlos diverse Schlampereien beim Make-Up der Dämonen erkennen. Was solls, dafür gibt es einen putzigen "Mini-Dämon", der dem Körper eines zuvor infizierten Bengels entsteigt, sich im Anschluss einen unterhaltsamen, hirntoten Zweikampf mit der schwangeren Hanna liefert. Für einige Brüller sorgt auch der Kampf in der Tiefgarage, wo sich die verzweifelten Hausbewohner unter Anleitung des glatzköpfigen Fitnesstrainers, der wild geifernden und erbarmungslos anstürmenden Horde des Todes stellen.

Die Schauspieler passen gut ins Bild. Eine Betrachtung der wichtigsten Mitwirkenden kann ich mir an dieser Stelle mit gutem Gewissen ersparen, dazu sind die Damen und Herren dann doch zu sehr belanglose Metzelmasse, die nahezu vollständig austauschbar bleibt. Asia Argento -damals noch eine brave Göre- ist in einer Nebenrolle zu sehen, Papi war schliesslich Produzent. Wer sich noch an die achtziger Jahre erinnern kann, bekommt die volle Breitseite der damaligen Mode und Musik auf die Augen und Ohren. Inzwischen liegt dieses Jahrzehnt bereits lange genug zurück, um die peinliche Berührtheit durch ein wohliges Nostalgiefeeling zu ersetzen. Lamberto Bava konnte nie ganz aus dem übermächtigen Schatten seines Vaters treten, Mario Bava war zweifellos einer der herausragenden Filmemacher überhaupt. Meiner Meinung nach erreichte Lamberto in der Tat nie das Genie seines Vaters, aber dennoch hat er einige sehr liebenswerte Filme inszeniert. Ist der ewige Vergleich mit dem "Übervater" nicht sowieso unfair, sollte man darüber hinaus nicht berücksichtigen, dass Lamberto erst gegen Ende/nach der Blütezeit des italienischen Genrekinos zum Regisseur aufstieg? Meine Zuneigung ist Lamberto Bava sicher, daran ändert auch der im Vergleich zum Erstling deutlich abfallende "Demoni 2" nichts. Der Streifen sollte Freunde abgedrehter "80er-Jahre-Unterhaltung" zufriedenstellen, ich sehe gern über die zahlreichen Unzulänglichkeiten weg.

Dragon hatte den Flick bereits vor einigen Jahren auf DVD veröffentlicht, damals unter dem Titel "Dance of the Demons 2". Aus dem Hause XT kam vor ein paar Monaten eine neue Ausgabe, typisch für das Label sind die zahlreichen Verpackungsvarianten, kleine und grosse Hartboxen mit unterschiedlichen Covermotiven wurden auf den Markt geworfen, weitere werden mit ziemlicher Sicherheit nachgelegt. Ich musste -einem inneren Zwang folgend- zur oben abgebildeten Version greifen, denn dieses Motiv zierte bereits das Tape aus den achtziger Jahren, ich stand damals immer wieder minutenlang fasziniert vor dem Regal in meiner Stammvideothek. Glücklicherweise sind die "Leihzeiten" lange her, heute wird gierig und lüstern gesammelt, aber ich komme vom Thema ab... Die Scheibe bietet ein brauchbares Bild, die deutsche Synchronisation fehlt an wenigen Stellen, dort kommen Untertitel zum Einsatz. Gegen Ende wurden die Dialogen zwischen Hanna und George mit einer nachträglichen Synchro ausgestattet, die leider nach Amateuren tönt. Perfekt ist die Scheibe also keinesfalls, sie sollte den Filmfreund erfreuen, dem Technikfetischisten wird sie nicht gefallen.

Unterhaltsamer Unfug. Deutlich schwächer als der Vorgänger, gleichwohl eine schmackhafte Nachspeise.

6,5/10 (oberste Mittelklasse)

Lieblingszitat:

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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon sid.vicious » 7. Nov 2011, 11:46

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Alternativer Titel: Dance of the Demons 2
Originaltitel: Demoni 2
Land / Jahr: Italien / 1986
Regie: Lamberto Bava
Produktion: Ferdinando Caputo, Dario Argento
Drehbuch: Dario Argento, Lamberto Bava, Franco Ferrini, Dardano Sacchetti
Kamera: Gianlorenzo Battaglia
Schnitt: Piero Bozza, Franco Fraticelli
Spezialeffekte: Danilo Bollettini
Budget: ca. 1.500.000 $
Musik: Simon Boswell
Länge: ca. 85 Minuten
Darsteller: David Edwin Knight, Nancy Brilli, Coralina Cataldi Tassoni, Bobby Rhodes, Asia Argento, Virginia Bryant, Anita Bartolucci, Antonio Cantafora, Luisa Passega, Davide Marotta, Marco Vivio, Michele Mirabella, Lorenzo Gioielli, Lino Salemme, Maria Chiara Sasso


In einem Hochhaus verfolgen die meisten der Bewohner eine Sendung, in der es um Dämonen geht. Einem Dämon gelingt es, aus dem Fernseher in die Realität zu kommen und für ein Blutbad zu sorgen.

Die Fortsetzung des Dämonen Erstlings, wurde sinnigerweise in Deutschland, mit dem Titel „Dämonen 1“ firmiert. Wer sich auch immer diesen Schwachsinn ausgedacht hat, es haperte der Person genauso an der Logik, wie es vereinzelnd, in den Dämonen-Filmen der Fall ist. Ein Hochhaus wird von Dämonen befallen und Keiner weiß warum und weshalb. Egal, zum Nachdenken ist Lamberto Bavas Film eh nicht produziert worden, denn hier liegt das Augenmerk einzig auf: Effekte und Unterhaltung. Beides wird ausreichend geboten und in Anbetracht des Produktionsjahres, kann man die präsentierten Effekte auch als sehr gut bezeichnen. Welche Absicht, Lamberto Bava mit einer Fortsetzung des Dämonen-Themas hatte, ist allerdings schwierig zu erkennen und lässt die deutliche Annahme, kommerzieller Gründe erkennen.

Der Film ist im Prinzip ein Remake, seines Vorgängers, innerhalb anderer Kulissen. Nicht nur das: Lamberto Bava lässt auch gern einiges aus bekannten Blockbustern einfließen. Hier sind die Gremlins genauso zu erwähnen, wie auch Scotts Alien. Weiterhin drückt Lamberto Bava, dem zum Helden mutierenden George, einen Ash-Stempel auf. Dieses wird nach Hören der deutschen Synchronstimme, von Bruce Campbell noch verdeutlicht.

Eine düstere Atmosphäre oder ein Mitfiebern mit den Hauptdarstellern, ist wie im Vorgänger nicht gegeben. Der Film läuft so dahin ohne für den Zuschauer, einen Bezug zu den Hauptdarsteller aufbauen zu können. Hier sei zusätzlich erwähnt, dass diese Hauptdarsteller nicht gerade Auszeichnungsreif sind, da deren Spiel vereinzelnd sehr schwach und Laienhaft wirkt. Trotzdem hat man eine gewisse Freude sich den Film anzusehen, da im Prinzip auch eine Menge passiert- zumindest was Action und Effekte anbelangt. Was die Dämonen und ihre Herkunft anbelangt, so ist man am Ende des Films, genauso schlau wie zu Beginn.

Fazit: Der Sohn von Mario Bava hat niemals das Zeug zu einem guten Regisseur gehabt und kann nur froh sein, dass Dario Argento ihm ab und an unter die Arme griff. Dämonen 2, ist einer seiner besseren Filme, wenn man mit einer nicht allzu großen Erwartungshaltung, an diesen heran geht.


6,5/10
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon jogiwan » 7. Nov 2011, 11:53

sid.vicious hat geschrieben:Fazit: Der Sohn von Mario Bava hat niemals das Zeug zu einem guten Regisseur gehabt und kann nur froh sein, dass Dario Argento ihm ab und an unter die Arme griff.


Hui, das ist aber schon sehr hart formuliert... :?
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon Blap » 7. Nov 2011, 14:17

Ich teile diese Ansicht nicht. Lamberto hat einige sehr unterhaltsame Filme inszeniert. Vor allem muss man die Zeitpunkte der Entstehung beachten, bekanntlich ging es mit dem Genrekino aus dem Stiefel damals bereits zur Neige (was nicht bedeutet, ich würde die Streifen aus dieser Phase nicht lieben).

Allerdings gefällt mir der erste "Dämonen" deutlich besser, auch wenn der zweite Aufguß das beste Plakat aller Zeiten aufbietet. Mein kleiner Bruder ist sooo knuffig.
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon DrDjangoMD » 7. Nov 2011, 14:46

jogiwan hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:Fazit: Der Sohn von Mario Bava hat niemals das Zeug zu einem guten Regisseur gehabt und kann nur froh sein, dass Dario Argento ihm ab und an unter die Arme griff.


Hui, das ist aber schon sehr hart formuliert... :?


Ja, ich finde auch, dass der gute Lamberto vielleicht als Drehbuchautor eine Niete ist (aber die Scripten sind ja bei unserm Dariochen auch nicht immer so rosig) aber als Regisseur taugt er schon einiges. Wie sein Vater schuf er visuell Grandioses und das sollte ihm durchaus angerechnet werden. Er kann zwar nicht den Status seines Alten erreichen aber genauso gut könnte man sagen, dass Peter Fonda kein Henry Fonda ist (Moment mal...ich mag Peter sogar lieber...aber du weißt warauf ich hinaus will :D ) Wobei ich dir beipflichten muss, dass ich "Dämonen 2" (den ersten Teil) besser fand als diesen hier.
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon buxtebrawler » 7. Nov 2011, 14:51

Naja, etwas wirklich Gutes hab ich von Lamberto Bava bisher noch nicht gesehen und es gibt - von diesem Film einmal abgesehen, dessen Sichtung unmittelbar bevorsteht - auch kaum etwas in seiner Filmographie, was mich reizen würde.

Dafür hat er aber als Second-Unit-Regisseur an einigen Klassikern mitgearbeitet:

Tenebrae (1982) ... first assistant director
Feuertanz - Horror Infernal (1980) ... assistant director
Nackt und zerfleischt (1980) ... assistant director
Shock (1977) ... assistant director
Mondo Cannibale 2 - Der Vogelmensch (1977) ... assistant director

Quelle: OFDb
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon dr. freudstein » 7. Nov 2011, 15:05

Bux, ich bitte dich, z.B. DIE GRUFT ist sehr sehenswert :opa: Mecker nicht immer so rum :nixda:

Aber einen Argento oder Papa Bava kann man sowieso nicht toppen, generell sollte man imho keinen Regisseur an einem anderen messen. Ich vergleiche ja auch keinen Picasso mit einem Rembrandt oder so. Ein Regisseur ist ja auch ein Künstler und sollte eigentlich individuell sein. Fähig ist Lambertschi auf jeden Fall, wenn auch nicht mit überragenden Qualitäten.

Lamberto hat sicher nicht Filmgeschichte geschrieben, aber durchaus einige gute Filme hingelegt. BLASTFIGHTER fand ich auch ganz gut. Allerdings hab ich noch einiges aufzuholen, was seine Filmographie betrifft :oops:
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Re: Dämonen - Lamberto Bava

Beitragvon untot » 7. Nov 2011, 15:05

Was?? :o
Es gibt sogar ziemlich viel Gutes von Bava jr. !!
"A Blade In The Dark" ist genial, "Midnight Killer", "Das unheimliche Auge" klasse, auch seine Beiden Dämonen-Filme mag ich, wenn auch Teil 1 um einiges lieber, "Die Gruft" hat auch was und "Back From Hell"....

Mich würde mal interessieren, ob das Urteil über Lamberto auch ohne seinen Vater so schlecht ausfallen würde? :?
Ich jedenfalls mag den Mann sehr.
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