The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi (1975)

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The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi (1975)

Beitragvon Onkel Joe » 13. Dez 2009, 10:34

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Originaltitel: L´Assassino è Costretto ad Uccidere Ancora

Herstellungsland: Italien / Frankreich / 1975

Regie: Luigi Cozzi

Darsteller: George Hilton, Antoine Saint-John, Femi Benussi, Cristina Galbó, Eduardo Fajardo, Carla Mancini, Sydne Rome u. A.

Story:

Um an Geld zu kommen plant Giorgio Mainardi (George Hilton) seine Frau (Teresa Velázquez) zu ermorden. Um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen erpresst Mainardi einen Killer (Antoine Saint-John), den er bei seiner Tat beobachtet hat, ihn zu verraten, sollte er nicht seine Frau töten. Er willigt ein. Doch nachdem der Killer seinen Auftrag ausgeführt und die Leiche in den Kofferraum seines Autos versteckt hat, wird der Wagen gestohlen. Er nimmt die Verfolgung auf.


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Re: The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi

Beitragvon Onkel Joe » 19. Okt 2010, 22:01

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Einer meiner Favorites aus diesem Genre, zwar einfach gestrick das ganze aber toll umgesetzt.
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Re: The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi

Beitragvon Arkadin » 20. Okt 2010, 08:05

Toller Film. Im weitem Abstand das Beste, was Cozzi jemals gemacht hat.
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Re: The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi

Beitragvon jogiwan » 13. Mär 2011, 11:01

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In der gleichen Nacht, in der Norma (Tere Veázquez) von ihrem untreuen Ehemann Giorgio (George Hilton) die Scheidung möchte und ihm androht, sämtliche Konten zu sperren, beobachtet dieser auf dem Weg zu seiner Freundin einen Profikiller (Antoine Saint-John), der gerade eine Leiche samt roten VW-Käfer im Hafen entsorgt. Giorgio spricht diesen an und nötigt ihn zu einem grausigen Deal: während der schmierige Geschäftsmann auf einer Party feiert, soll der Killer die wohlhabende Ehefrau ermorden und das Ganze anschließend wie eine Entführung aussehen lassen. Dafür verspricht Giorgio dem finster dreinblickenden Mann nicht nur Stillschweigen vor der Polizei, sondern auch noch 20.000 Dollar zusätzlich.

Als Norma eines Abends vom Theater nach Hause kommt, klingelt der Killer an der Türe und gibt sich als Geschäftspartner ihres Mannes aus und erdrosselt diese mit einem Telefonkabel. Doch der Plan geht schief, als der Killer einen entscheidenden Fehler begeht und das Auto samt steckendem Zündschlüssel und Leiche im Kofferraum von dem junge Pärchen Laura (Cristina Galbó) und Luca (Alessio Orano) kurzerhand für einen Trip ans Meer „ausgeborgt“ wird. Diese ahnen jedoch weder von der brisanten Fracht im Kofferraum, noch von dem brutalen Auftragskiller, der sich bereits auf ihrer Spur befindet und auch dazu bereit ist, noch weitere Morde zu verüben. Und während die jungen Leute geradewegs in ihr Verderben fahren, gerät auch Giorgio immer mehr ins Visier der Polizei.

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Hört man den Namen Luigi Cozzi, denkt der aufgeschlossene Fan als erstes an trashige Werke wie „Astaron – die Brut des Schreckens“, „Star Crash“ oder auch „Paganini Horror“, wobei vor allem letzter ja trotz Achtziger-Optik und humoristischer Momente auf wenig Gegenliebe stößt. Dass es Herr Cozzi aber auch wesentlich besser kann, hat er aber nicht nur mit seinen zahlreichen Drehbüchern, sonder 1975 auch mit seinem Beitrag zum Giallo-Genre unter dem Titel „Il Ragno“ bzw. „L#Assassino é Costretto ad Uccidere Ancora“ bewiesen, der nicht nur überraschend stimmig, düster und stylish daherkommt, sondern auch noch mit Stars wie George Hilton, Femi Benussi und Cristina Galbo´ punkten kann.

Die Geschichte ist ja eigentlich rasch erzählt und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es um die Ermordung der wohlhabenenden Ehefrau, und beim Zweiten um die Verfolgung der Teenies, bei der sich der Zuschauer nie sicher sein kann, was, wann und ob geschehen wird. Dabei holt Luigi Cozzi bei „The Killer must kill again“ das Maximum aus seiner Geschichte heraus und zaubert einen spannenden Streifen, der sich auch hinter den großen Vorbildern seines Mentors Dario Argento (dem mit den Initialen am Feuerzeug des Killers Tribut gezollt wird) auch gar nicht verstecken braucht.

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Neben der durchaus spannenden Handlung, dem gewöhnungsbedürftigen „Giallo-Wohnzimmer“ und den tollen Darstellern, möchte ich an dieser Stelle zwei Szenen erwähnen, die Cozzi samt Cutter sehr gelungen montiert hat. So präsentiert er einerseits die Ermordung der Ehefrau in Kombination mit Bildern des feiernden und lachenden Gatten, sowie später auch eine Liebesszene zwischen Femi Benussi und Alessio Orano in Kombi mit der Vergewaltigung von Cristina Galbó durch den namenlosen Killer. Beide Szenen wirken durch ihre Unterschiedlichkeit der vermittelten Gefühle umso verstörender und sorgen dafür, dass „The Killer must kill again“ länger im Bewusstsein des Zusehers bleibt.

Auch bei den Darstellern ist eigentlich alles richtig gemacht worden. Dem namenlosen Killer Antoine Saint-John („The Beyond“) möchte man wohl wirklich nicht im Dunkeln begegnen, auch wenn der französische Schauspieler im wahren Leben alles andere als furchteinflößend sein soll. George Hilton gibt wieder einmal seine Paraderolle als schmieriger Ehe- und Geschäftsmann ab und Femi Benussi darf den Streifen als naive und etwas verwirrte Blondine bereichern. Highlight ist aber neuerlich die spanische Schauspielerin Cristina Galbo („Das Geheimnis der grünen Stecknadel“, „Das Versteck“) als sympathische Laura, die einiges über sich ergehen lassen muss und sich viel zu früh aus eigenem Willen von der großen Leinwand zurückzog um nach dem Selbstmord ihres Gatten Peter Lee Lawrence als Flamenco-Lehrerin zu arbeiten.

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„The Killer must kill again“ ist ein interessanter Streifen von dem bekennenden Sci-Fi-Fan Luigi Cozzi, der von Beginn an mit den üblichen Regeln des Giallo-Genres bricht und dennoch äußerst spannend ausgefallen ist. Ein Streifen, der leider im deutschsprachigen Raum niemals veröffentlicht wurde und daher auf der Landkarte zahlreicher Italo-Fans auch bis heute ein Schattendasein fristet. Das ist eigentlich mehr als schade, da „The Killer must kill again“ ein durchaus sehenswertes Filmchen darstellt, das inhaltlich so rein gar nichts mit sympathischen Plagiatswerken a la „Astaron“ oder „Star Crash“ zu tun hat. In „L’Assassino é Costretto ad Uccidere Ancora“ bekommt der Zuschauer einen handfesten und spannenden Thriller mit durchaus drastischen Momenten und absolut tollem Cast präsentiert, den man als Italo-philer Filmfreund schon gesehen haben sollte.

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Re: The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi

Beitragvon DrDjangoMD » 18. Nov 2012, 14:25

Handlung:
Selten hatte ein Triebmörder so viel Pech: Kaum trennt sich Mr. Killer (Antoine Saint-John) per Seebestattung von seinem letzten Opfer, wird er von Giorgio Mainardi (George Hilton) gestellt. Dieser denkt aber nicht im Traum daran ihn der Polizei auszuliefern, sondern überredet ihn, die Gattin aus der Welt zu räumen. Mr. Killer tut wie ihm geheißen, doch kaum hat er Mrs. Mainardi (Tere Velázquez) gemordet und in den Kofferraum eines Autos verfrachtet, wird ihm dieses von einem jugendlichen Pärchen (Cristina Galbó und Alessio Orano) gestohlen. Die beiden planen ein romantisches Wochenende am Strand zu verbringen und ahnen weder etwas von der Leiche im Kofferraum, noch von dem Täter, der ihnen auf den Fersen ist…

Kritik:
Ich ging mit großer Vorfreude an diesen Film heran, die nicht nur daraus resultierte, dass es sich bei „The killer must kill again“ um einen Giallo von Luigi Cozzi handelt (und ich gespannt war, wie sich der Trashkünstler in dem Gebiet wohl tut) sondern auch daraus, dass auf der Besetzungsliste sowohl die Namen George Hilton als auch Eduardo Fajardo auftauchten. Ich sah die beiden nie in einem gemeinsamen Film und war deswegen schon besonders gespannt. Der einzige Wehrmutstropfen war die Furcht, dass man Fajardo wohl wieder auf eine Kleinstrolle reduzieren würde, die wenig macht und bald den Löffel abgibt, wie es außerhalb des Italowesterns in späteren Jahren ja leider oft das Schicksal dieses großen Mimen war.
…Doch was ist das??? Er ist an einem Tatort und verhört Verdächtige? Soll das etwa bedeuten, dass…JA!!! EDUARDO FAJARDO SPIELT DEN COMMISSARIO!!! Hurra, welch Freudentag, wie cool ist das denn?! Ich kann gar nicht ausdrücken wie schön es für mich war zu sehen wie Eduardo (mit coolen Oberlippenbart) mal die Ermittlungen leiten darf und George Hilton so richtig in die Mangel nimmt. Seinen größten Auftritt hat er in der letzten Szene, wenn er einen beruflichen Erfolg zu verbuchen hat und bewusst lässig den Täter stellt – ganz großes Lob an wer auch immer für die Besetzung zuständig war!
Im visuellen Bereich leistet Luigi Cozzi samt Kameramann und Cutter Wunder. Er experimentierte sichtlich mit Kameraeinstellungen, Schnitttechnik und einigen visuellen Tricks herum. Zugegebenermaßen kann das manchmal ein wenig in die Hose gehen (so empfand ich es beispielsweise als ein bisschen albern, als das Bild plötzlich einfror und sich eine Irisblende halb zu schließen begann) aber meistens sorgen Cozzis einmalige Einstellungen und gewagte Schnitte für besonders spannende Sequenzen. Die Kamera kann konstant eine unheimliche bedrohliche Stimmung aufbauen, jede Minute erwarten wir, dass irgendetwas Furchtbares geschieht und einzelne Momente werden mittels Parallelcutting besonders eindrucksvoll gestaltet. So schneidet Cozzi in die Szene, in welcher Hilton mit seiner Gattin schläft, Einstellungen aus der Szene, in welcher er dem Mörder aufträgt eben diese zu töten. Als es schließlich soweit ist und Velázquez‘ Rolle das Zeitliche segnen muss, zeigt uns Cozzi gleichzeitig wie ihr teuflischer Gatte auf einer Party gerade die Zeit seines Lebens hat. Und schlussendlich als der Killer Cristina Galbós Charakter vergewaltigt, zeigt uns Cozzi mittels Parallelcutting wie sich ihr Freund gerade mit Femi Benussi vergnügt.
Besonders letztgenannte Szene wirkt unsagbar verstörend, auf der einen Seite ist dies auf die Schnitttechnik Cozzis zurückzuführen und auf der anderen darauf, dass uns das bedauernswerte Opfer, Cristina Galbó, so sympathisch ist. In der ersten Hälfte des Filmes, als wir nichts über sie wissen außer, dass sie mit ihrem Freund gerne Autos klaut, war mir zwar mehr oder weniger egal was mit ihr geschieht, aber schon bald wächst einem die junge Frau mit dem konstant traurigen Blick so ans Herz, dass man wirklich nicht will, dass ihr irgendetwas Böses wiederfährt. Dies macht den Film zu einem atemberaubenden Erlebnis, denn im gesamten letzten Drittel befindet sie sich konstant auf Messers Schneide. Nett war es aber auch, dass sie mit der Zeit quasi zur Protagonistin wurde und auch ein paar Sachen machen durfte, die sich nicht auf eine Opferrolle beschränken.
Die anderen darstellerischen Leistungen reichen von hervorragend bis solide: George Hilton ist gewohnt super und darf hier – war er sonst entweder als Held oder als zwielichtige Figur unterwegs – mal von Anfang an den Mistkerl raushängen lassen. Tere Velázquez gibt ihm eine liebende verständnisvolle intelligente attraktive Gattin, die er umbringen lassen möchte, bloß damit er seine diversen Affären nicht aufgeben muss und diesen schmierigen Fiesling spielt Hilton ziemlich gut.
Antoine Saint-John hat wegen seinem markanten Gesicht eigentlich schon gewonnen, liefert aber auch eine brauchbare Performance. Lässig, unheimlich und skrupellos vollführt er seine Verbrechen, wirkt dabei aber nie vollkommen unmenschlich und kann einem, wenn er bei der Ausführung seines Mordes allzu arg vom Pech verfolgt wird, fast schon leidtun. Alessio Orano spielt solide, nicht mehr und nicht weniger. Er macht seine Arbeit gut, aber ich werde seine Figur wohl schon bald vergessen haben. Diese nervt mich nicht so, dass ich ihr den Tod wünschen würde, aber sollte dieser eintreffen würde ich um ihn sicherlich keine Träne vergießen. Ähnliches lässt sich auch über Femi Benussis Rolle als Protagonistin jedes Blondinenwitzes der jemals gemacht wurde sagen: Ich will sicher nicht, dass man sie aus dem Film herausmordet, aber wenn’s eintreffen würde, wäre es auch zu verkraften. Allerdings macht es Spaß anzusehen, mit welcher Inbrunst und Hingabe Femi diesen uninteressanten eindimensionalen Charakter anlegt. Ihre Rolle ist nicht das Gelbe vom Ei, aber ihre Darstellung macht jede Menge Freude.
Abschließend sollte noch betont werden, dass dieser Film keine Sekunde langweilig ist: Entweder vermitteln die gekonnten Kameraeinstellungen und einzelne Musiktöne gelungen eine bedrohliche Atmosphäre oder die Kopräsenz vom Christina Galbó und dem Killer verpasst uns eine Gänsehaut oder Eduardo Fajardo ist da und macht Spaß. Selbst in Szenen die unter Umständen langweilig sein könnten, bringt Cozzi irgendein Element herein, was bei Laune hält. Wenn zum Beispiel Hilton und der Killer ihren Plan besprechen, besprechen sie nicht einfach ihren Plan, sie besprechen ihren Plan während sie einer Eiskunstläuferin zusehen. Warum sehen sie einer Eiskunstläuferin zu, während sie ihren Plan besprechen? Keine Ahnung aber es hält die Zuseher auf jeden Fall bei Laune.
Fazit: Total subjektiv gesehen wird der Film durch die Tatsache, dass Eduardo Fajardo den Ermittler spielt zu dem besten Steffen-losen Film aller Zeiten… Und ein wenig objektiver gesehen hat der Film aufgrund der erstaunlich atmosphärischen Inszenierung von Seiten Luigi Cozzis und der Sorge um Cristina Galbós Charakter auch einiges zu bieten und wird zu einem nervenaufreibenden Erlebnis vom Anfang bis zum Ende. 9/10
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Re: The Killer Must Kill Again - Luigi Cozzi

Beitragvon Salvatore Baccaro » 4. Mai 2015, 15:18

Es sind Luigi-Cozzi-Wochen in meinem Kopf…

Auf dem letzten Forentreffen in Nürnberg hat mich unser Foren-Santini regelrecht schwärmerisch an Luigi Cozzis einzigen Giallo L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA erinnert, den ich zwar vor vielen Jahren schon einmal gesehen, anschließend aber weitgehend aus dem Gedächtnis verloren hatte. Unbedingt solle ich ihn mir noch einmal anschauen, sagte er rauchend zu mir, am besten in der US-amerikanischen Fassung von Mondo Macabro, die einen aufschlussreichen Audiokommentar Cozzis höchstpersönlich beinhalte. Nun endlich, weit über ein halbes Jahr später, habe ich die Zeit – oder die Zeit mich - gefunden, der Empfehlung nachzugehen.

Mein allgemeiner Eindruck: L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA ist nicht nur ein vorzüglicher Thriller, der sich vor den meisten bekannteren italienischen Gialli der 70er Jahre wahrlich nicht zu verstecken braucht, sondern, zumindest für mich, vor allem ein hintersinniges Spiel mit Kinogeschichte(n), Genreversatzstücken und mehr als einer Metaebene. Diese schichtet Cozzi jedoch nicht übereinander, sondern stellt sie gleichberechtigt nebeneinander, sodass in mir das Gefühl entsteht, L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA sei nicht nur ein einziger Film, dem man von einem Punkt A über einen Punkt B zu einem Schlusspunkt C folgen kann, vielmehr ein Sammelbecken parallel angeordneter, unterschiedlichster Filmfragmente, die sich zwar nicht immer zu einem homogenen Ganzen vereinigen, dafür aber permanent gegenseitig kommentieren und reflektieren, was Cozzis Werk einen ganz eigenen und eigenwilligen Reiz verleiht. Was ich mit diesen kryptischen Sätzen nun eigentlich meine, möchte ich anhand von vier, fünf Szenen exemplarisch vorführen:

1. Der reine Zufall ist es, der unsere beiden negativen Helden, den von George Hilton gespielten, aufgrund seines Reichtums völlig übersättigten Giorgio, und den von Antoine Saint-John, oder, wie er sich im Vorspannen nennen lässt, Michel Antoine verkörperten, namenlosen Frauenschlächter zusammen bringt. Giorgio hat einen Streit mit seiner Gattin Laura, die seine ständigen amourösen Affären nicht länger hinnehmen will, und ihm droht, den ihn finanziell nährenden Geldhahn zuzudrehen bzw. ihn als Alleinerbe aus ihrem Testament zu streichen, solle er nicht in Zukunft die Finger von fremden Frauen lassen. Daraufhin fährt Giorgio in tiefster Nacht zu einem entlegenen Hafenbecken, um seine Geliebte von dort aus per Telefonzelle anzurufen. Sie ist nicht da, bloß ihre Mutter, doch dafür spielt sich vor seinen Augen, kaum dass er zurück in seinem Wagen sitzt, ein Schauspiel ganz anderer Art ab. Wenige Meter entfernt ist nämlich ein Mann dabei, ein weiteres Fahrzeug langsam über den Pier zu schieben. Darin: eine frische Frauenleiche. Giorgio beobachtet mit ausgeschalteten Scheinwerfern, unbemerkt vom Killer. Während das Auto Stück für Stück vom Hafenwasser verzehrt wird, zündet der sich eine Zigarette an, sozusagen als Nikotinzufuhr nach erfolgreich absolviertem Akt. Bis hierhin ist eine unsichtbare Leinwand zwischen Giorgio und dem Serienmörder, dessen Namen wir in den folgenden neunzig Minuten nicht erfahren werden, verlaufen. Giorgio repräsentiert das stumm und tatenlos zuschauende Publikum wie es symptomatisch für jede Kinovorstellung ist. Seine Blicke und unsere Blicke sind nahezu identisch, weil auf die gleichen Vorgänge gerichtet und gleichermaßen irritiert und fasziniert von der Leichenbeseitigungsaktion. Dass Antoine Saint-Johns Fahrzeugversenken außerdem eine überdeutliche Reminiszenz an Hitchcocks PSYCHO darstellt, hilft Cozzi nur dabei, das, was Giorgio durch seine Windschutzscheibe sieht, wie einen eigenständigen Film erscheinen zu lassen, eine Mitternachtsvorstellung, in die der untreue Ehemann rein zufällig hineingestolpert ist. Interessant wird es, als Giorgio sich aber nicht länger mit der Rolle des teilnahmslosen Rezipienten begnügen möchte. Hierfür knipste er seine Scheinwerfer an. Der Killer wird frontal angestrahlt, erstarrt in der Geste, mit der er eigentlich seine Kippe hatte entzünden wollen, blickt wie ein aufgestörtes Kaninchen in Richtung von Giorgio, der inzwischen ausgestiegen ist und langsam auf ihn zukommt. Ein bisschen wirkt er wie eine Filmfigur, die von einer Sekunde zur nächsten begriffen hat, dass sie der Fixpunkt unzähliger Blicke ist. Giorgio bleibt vor ihm stehen, nimmt ihm das Feuerzeug aus der Hand, steckt die Zigarette für ihn in Brand. Scheinbar hat er keine Angst, dass der Killer mit ihm ebenfalls kurzen Prozess machen könne. Er ist selbstbewusst, sichtlich potent, fühlt sich überlegen, als habe er seinen Zuschauersessel nie verlassen.

2. Was folgt, ist in gewisser Hitchcocks STRANGER ON A TRAIN, nur mit leicht umgekehrten Vorzeichen. Während dort ein Handel zwischen zwei Männern geschlossen wird, wonach der eine jeweils den Mord begehen soll, den der andere gerne begehen würde, aber nicht kann, da der Verdacht sofort auf ihn fallen würde, behält in L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA weiterhin Giorgio das Heft in der Hand, und verfährt mit dem namenlosen Killer wie mit einer Marionette. Unausgesprochen und doch spürbar ist seine Botschaft an ihn: sollte er nicht seine stetig lästiger werdende Gattin beseitigen, würde er ihn der Polizei ausliefern. Außerdem, schwingt im Subtext mit, tue er ihm mit diesem Auftrag doch einen Gefallen, immerhin habe der Triebtäter damit eine weitere junge Frau, die er mit seinem phallischen Messer traktieren könne. Die erste längere Unterhaltung der Beiden findet in recht merkwürdiger Kulisse statt. Offenbar haben sie sich direkt vom Hafenareal aus in eine im Übrigen nahezu menschenleere Eiskunstlaufhalle zurückgezogen, wo sie den Darbietungen einer Tänzerin zuschauen, und dabei die Einzelheiten ihres geplanten Verbrechens besprechen. Erneut lässt Cozzi diese Szene von einer unsichtbaren Leinwand in zwei Bestandteile zerlegen. Der erste besteht aus Giorgio und dem Killer, die im Zuschauerraum sitzen, sich unterhalten, und beiläufig den Ereignissen auf dem Platz unter ihnen beiwohnen. Diese wiederum werden in befremdender Zusammenhangslosigkeit in das mörderische Gespräch geschnitten und zeigen die bereits erwähnte Eiskunstläuferin zu tänzelnder Orchestermusik wie sie eine Pirouette nach der andern dreht. Wie Cozzi im Audiokommentar anmerkt, haben er und sein Team auf diese Szene viel Mühe angewandt, beispielweise mit einer Steady Cam gearbeitet, um in einer Fahrtaufnahme einzig den Füßen der Läuferin folgen zu können. Photographiert werden Giorgio und der Killer einmal, im Vordergrund sitzend, von hinten, während vor ihnen, d.h. für uns im Hintergrund, die Eislaufbahn zu sehen ist. Auch das erinnert wohl nicht zufällig an eine Kinosituation. So wie Giorgio zuvor einen Film, nämlich ein PSYCHO-Remake, betrachtet hat, so betrachten Giorgio und der Killer nun eine abgefilmte Eislaufszene, vielleicht fürs Sportfernsehen oder für einen Spielfilm, der von ehrgeizigen, verliebten Eiskunstläuferinnen handelt. Cozzi unterstreicht damit, dass sich beide, Giorgio und der Killer, inzwischen auf ein und derselben Ebene befinden. Durch sein Eingreifen hat Giorgio den Lustmörder, wenn man so will, aus seinem Filmuniversum befreit und in sein Lager rübergezogen, dem eines allmächtigen Zuschauers, der, sofern er möchte, sich allein mit dem Zuschauen zufrieden geben, genauso gut aber auch in die Handlung eingreifen kann, um sie in seinem Sinne zu beeinflussen.

3. Ein weiteres Gespräch folgt, offenbar eine Nacht später. Giorgio hat seinen Plan vervollkommnet: er wird außer Haus sein, auf einer Party bei Freunden, Laura allein im Haus bleiben, in das der Killer sich unter einem Vorwand Zutritt verschaffen und sie sodann meucheln soll. Diesmal werden die letzten Details in einem echten Kinosaal erörtert. Schon wieder sitzen Giorgio und sein Handlanger nebeneinander, schon wieder haben sie eine Leinwand vor sich, nunmehr eine gut sichtbare. Was wird auf ihr gezeigt? Cozzi erklärt im Audiokommentar, er habe zunächst nur die Aufnahmen von George Hilton und Antoine Saint-John geschossen, später erst die Gegenschüsse eingefügt, die offenbaren, was auf der Leinwand vor sich geht. Es habe ein augenzwinkernder Scherz sein sollen, mehr für sich als für sein Publikum, denn das Werk, das dort angeblich auf Giorgios Gesicht und dem des Killers flimmert, hatte im Jahre 1975 – und wohl selbst heute noch – sicherlich bloß eine Handvoll Kinoverrückter gesehen. Es handelt sich um Cozzis Debutfilm, IL TUNNEL SOTTO IL MONDO, entstanden 1969 und bis heute nirgendwo offiziell veröffentlicht, ein Hobbyprojekt, eigenfinanziert, mit Freunden und Bekannten als Schauspieler und Kameraleute, inszeniert, geschrieben und geschnitten von einem gerade mal knapp zwanzigjährigen Luigi, der zu diesem Zeitpunkt vor Kreativität nahezu zu platzen gedroht haben muss. Auf der Leinwand ist Alberto Moro zu sehen, der in IL TUNNEL SOTTO IL MONDO mehrere schlicht unbeschreibliche Figuren verkörpert, eben jener Alberto Moro, der sich für L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA um die Montage kümmert. Neben solchen Insider-Späßen hat das Auftauchen von IL TUNNEL SOTTO IL MONDO in Cozzis erstem kommerziell vertriebenen Spielfilm freilich noch die eine oder andere weiterführende Bedeutungsebene. Zum einen möchte Cozzi auf seine Herkunft hinweisen. Er scheint seinem Debut viel Wert beizumessen, wenn er es noch etwa fünf Jahre später in seinen Zweitling integriert. Ähn-lich wie wenn Jean Rollin in LÈVRES DE SANG eine Kinoszene unterbringt, in der gerade sein Frühwerk LES FRISSONS DES VAMPIRES gezeigt wird, deutet Cozzi auf eine individuelle Traditionslinie hin, wirft einen vielleicht nostalgischen Blick zurück, verschweigt seine Anfänge nicht. Andererseits hat die Verwendung von Material aus IL TUNNEL SOTTO IL MONDO in L’ASSASSINATO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA aber auch den Beigeschmack eines Abschieds. Cozzi wendet mit diesem Film, einer Genreproduktion, die vorrangig nicht künstlerisch, sondern unter Aspekten der Unterhaltungsindustrie rezipiert werden wird, seiner Avantgarde-Herkunft in gewisser Weise vollends den Rücken zu. Sicherlich blitzen Cozzis Avantgarde-Sensibilitäten auch in vorliegendem Film immer wieder auf – gerade die erfrischend wagemutige Kameraarbeit und der oftmals assoziative Schnitt sind klare Verweise darauf, dass er nicht bereit ist, alles zu vergessen, was IL TUNNEL SOTTO IL MONDO so groß und so unverständlich gemacht hat -, klar ist dennoch: L’ASSASSINATO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA ist ein primär narrativer Film, der eine Geschichte erzählen möchte, und seine ästhetischen Parolen erst an zweiter Stelle platziert. Schon Cozzis nächsten beiden Werke, die Sexkomödie LA PORTIERA NUDA sowie das Liebesdrama DEDICATO A UNA STELLA, werden dann so gut wie gar nichts mehr von dem Geist atmen, der IL TUNNEL SOTTO IL MONDO durchweht hat. Seine späteren Trash-Epen wie STARCRASH oder PAGANINI HORROR sind zwar durchaus wieder subversiv, doch das nun freilich auf ganz andere Art und Weise.

4. L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA erhebt zum Programm, was er in seinen ersten fünfzehn Minuten bloß angedeutet hat. Der Film bricht entzwei, gebiert zwei eigenständige Filme, die einzig der zunächst gleichlautende Anfang zusammenhält. Giorgio und der Killer werden sich nach ihrem gemeinsamen Kinoausflug nie wieder von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Der Killer überfällt Laura – mit, wie Cozzi im Audiokommentar anmerkt, einer wunderschönen Hommage an Tourneurs CAT PEOPLE -, erdrosselt sie, schafft ihren Leichnam in den Kofferraum seines Wagens. Erneut tritt der Zufall hinzu und vereitelt die klugen Pläne unserer Helden. Nachdem der Killer in Giorgios Haus zurückkehrt ist, um letzte Spuren zu beseitigen, kommt ein drogenseliges Liebespärchen des Wegs, stellt fest, dass sein Fahrzeug nicht abgeschlossen ist und kidnappt es mitsamt Lauras Leiche, die ohne das Wissen ihrer Entführer allmählich im Kofferraum erkaltet. Kühl und nüchtern wie man es von ihm gewohnt ist handelt der Killer, als er das Fehlen seines Wagens bemerkt: er stiehlt kurzerhand den nächstbesten und nimmt die Verfolgung auf. Dies wäre der erste Film: ein Hippie-Pärchen wird, ohne es auch nur zu ahnen, von einem rücksichtslosen Schlächter gehetzt, man ist auf dem Weg zu einem entlegenen Strand, ein verlassenes Haus wird zum Schauplatz von Mord und Totschlag. Der zweite Film klingt so: da der Killer, wohl ebenfalls ohne es zu wissen, ausgerechnet Giorgios Auto als Verfolgungsfahrzeug ausgewählt hat, steht dieser plötzlich im Mittelpunkt von ausgiebigen Polizeiermittlungen. Ein Kommissar erklärt ihm, dass da, seiner Meinung nach, irgendwas nicht stimmen kann. Giorgios Frau scheint verschleppt worden zu sein, doch weshalb haben deren Entführer auch noch Giorgios Wagen mitgehen lassen? Während nun also der Killer alles daran setzt, Lauras Leiche habhaft zu werden, sitzt Giorgio mehr und mehr auf einem elektrischen Stuhl bzw. im Fangradius einer sich zuziehenden Schlinge. Das eine ist ein reinrassiger Thriller, ein Slasher beinahe schon, mit sachtem Spukhauskolorit und viel atmosphärischen Szenen, die nur dazu da sind, eine unbequeme Stimmung aufziehen zu lassen. Das andere ist ein reinrassiger Kriminal- oder Polizeifilm, bei dem der Zuschauer den Ermittlungsarbeiten der italienischen Polizei darin voraus ist, dass er genau weiß, wer der Drahtzieher der Verbrechen ist und welche Schlüsse gezogen werden müssen, um ihn überführen zu können.

5. Weitere Filme sind eingestreut wie kleine Papierfetzen, die in L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA herumflattern, als hätten sie kein Zuhause. Beispielweise lässt Luca, der männliche Teil unseres Freizeitrevoluzzerpärchens, seine Liebste Laura für eine Weile allein im unbefugterweise betretenen Strandhaus zurück, um Einkäufe in der nächsten Stadt zu erledigen. Dabei stößt er auf eine Blondine, deren Wagen am Straßenrand liegengeblieben ist, und die ihn deshalb bittet, ihn ein Stück mitzunehmen. Lange dauert die Fahrt nicht, schon hat man ein stilles Plätzchen gefunden, und beginnt, sich gegenseitig die Körper zu ergründen. Es wirkt, als sei Luca geradewegs in einen beliebigen Softporno hineingeschlittert, dessen Gesetzmäßigkeiten stärker sind als seine eigene, bis hierhin eigentlich recht glaubhaft gewirkt habende Liebe zu Laura. Ähnlich zu werten sind die zahlreichen Filmzitate und Querverweise auf die Kinohistorie, die Cozzi in L’ASSASSINO È COSTRETTO Ad UCCIDERE ANCORA oftmals derart subtil unterbringt, dass auf die meisten mich erst sein Audiokommentar gestoßen hat. Hitchcock und Tourneur wurden oben schon erwähnt, die höchst interessante Weise wie Cozzi die Huldigung seiner Idole mit zweckorientierten Notlösungen verbindet, soll außerdem an einem weiteren kurzen Beispiel verdeutlicht werden. Luca und Laura sowie später der ihnen nachstellende Killer passieren allesamt mit ihren Fahrzeugen eine Mautstation in Strandnähe. Beide Szenen sind auf die gleiche Art inszeniert: die Kamera befindet sich ein Stück entfernt, schaut von hinten auf die Autohecks. Jedes Mal, wenn der jeweilige Wagen anhält, zieht sich ihre Blende zusammen, sodass das Leinwandbildschirm bis auf ein kleines Löchlein in seiner Mitte komplett schwarz wird, ein Effekt, den man Mitte der 70er höchstens noch aus Stummfilmen oder dezidiert avantgardistisch auftretenden Werken kennt. Während dieser ein paar Sekunden andauernden Lochblende scheint der Film zwar förmlich stillzustehen, dennoch vernehmen wir deutlich die Gespräche, die Luca/Laura bzw. der Killer mit dem jeweiligen Mautstationsbeamten führen: erstere erkundigen sich nach dem schnellsten Weg zum Meer, letzterer möchte wissen, ob ein bestimmtes Auto mit bestimmten In-sassen vorbeigekommen ist. Kaum hat die Unterhaltung ihr Ende gefunden, öffnet sich die Blende wieder, und die Fahrt kann weitergehen. Im Audiokommentar berichtet Cozzi, dass ihm für diese Szene keiner der Schauspieler mehr zur Verfügung gestanden habe, die er gebraucht hätte, um sie konventionell realisieren zu können. Somit sei er auf die Idee verfallen, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: zum einen habe ihn die Lochblendenidee davon entbunden, zu zeigen, wer denn nun wirklich in den Fahrzeugen sitze, zum andern habe sie ihm die Möglichkeit geliefert, eine kleine Hommage an den von ihm hochgeschätzten Francois Truffaut anzubringen, der ja ebenfalls, am bekanntesten wohl in LES QUATRES CENT COUPS, gerne mit solchen vermeintlich antiquierten optischen Spielereien arbeitete.

Vielleicht kann man ein solches Vorgehen als symptomatisch für den Moment in Cozzis Filmographie erklären, den L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA markiert. Cozzi hat sich noch nicht gänzlich von seiner künstlerisch ungestümen Jugendzeit gelöst. Wie auch IL TUNNEL SOTTO IL MONDO ist vorliegender Film einer, dessen Interesse der Anatomie von Vorgängen gilt. Cozzi seziert, analysiert, dekonstruiert, nutzt jede Gelegenheit, in Großaufnahmen oder sprunghaften Schnitten Dinge vorzuführen, die nicht unbedingt die Geschichte tragen, sondern eine Wahrheit hinter der Geschichte entschleiern. Zugleich sind Cozzis kreative Impulse jedoch eindeutig mit dieser Geschichte verknüpft. Sie stehen nicht, wie noch in IL TUNNEL SOTTO IL MONDO, für sich, sind kein bloßer Selbstzweck, sondern unterstützen ein durchdachtes Drehbuch, dessen Anforderungen sie letztlich gerecht werden müssen. Möglicherweise ist es dieses Herumstehen auf einer Schnittstelle zwischen Experimental- und Spielfilm, was ich an L’ASSASSINO È COSTRETTO AD UCCIDERE ANCORA am spannendsten finde. Man kann regelrecht zusehen wie der Film einmal in die eine, dann wieder in die andere Richtung umschlägt. Dass er außerdem bestens als nervenaufreibender Thriller funktioniert, macht es nur noch besser. Auf jeden Fall bin ich mehr als froh, Santinis Rat befolgt zu haben. Danke dafür!
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Salvatore Baccaro
 
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