Ein, wie ich finde, sehr sehenswerter Film.
Der natürlich auch schon in feucht-fröhlicher Runde zusammen mit den Jungs aus der Nachbarschaft geguckt wurde.
Nach meiner ersten Sichtung des Werkes in 2006, schrieb ich mal:
Kurz gesagt: Mir hat der Film gut gefallen.
INTRO:
Ein junges Paar vergnügt sich in frivoler Weise auf einer Wiese & wird dabei von einem (onanierendem!) Spanner beobachtet. Unser Killer hält nichts von vorehelichem Vergnügen – und auch nichts von Spannern – weswegen er die 3 kurzerhand ins Jenseits befördert.
Der emittelnde Inspektor ist sich von vornherein sicher, dass das Töten weitergehen wird. Der Killer entfernt seinen Opfern Körperteile die er durch Prothesen ersetzt. Die Leichen werden präpariert von ihm. Z. B. benutzt er Angelhaken & Sehne um seinen Opfern ein Lächeln ins Gesicht „zu zaubern“…
Zur gleichen Zeit beginnt der Inspektor eine Affäre mit einer jungen Studentin, die von einem Unbekanntem bedroht wird. Und auch der Chefinspektor – der an einem Gehirntumor leidet & sich immer mehr in Fieberträumen verliert - scheint nach & nach immer mehr über den Killer zu wissen…
Alles in Allem ist EYES OF CRYSTAL ein düsterer, kalter Horrorthriller mit einer überzeugenden Atmosphäre, guten Darstellern & einer Story die sich sehen lassen kann.
Der Film arbeitet mit modernen Stilmitteln, Verfolgungsjagden im typisch hecktischen „MTV-Style“ usw.
Der Film ist also nicht retro & es hat auch niemand versucht einen 70iger Jahre Sergio Martino Film „neu aufzulegen“. Hier gibt es also keine roten Telefone oder knallgelben Bademäntel.
Allerdings hat der Film Szenen, die mit dem klassischen 70iger Jahre Giallo "kokettieren" bzw. ihn zitieren – und das im positiven Sinne.
Stilisierte Kamerafahrten über Mordwerkzeuge & ausgestopfte Tiere; eine Person geht einen langen Flur entlang – war da nicht plötzlich irgendwas im Spiegel zu sehen…; Flashbacks in die Kindheit & natürlich: Puppen!
Ich mag Filme in denen Puppen eine Rolle spielen.
Diese, sagen wir mal einfach „altmodischen“, typschen Giallo-Versatzstücke sind gekonnt in den Film mit eingeflossen – und wissen zu gefallen.
Schön, dass man so was mal wieder aus dem Süden Europas zu sehen bekommt.
Des Weiteren gibt es ein Wiedersehen mit Genre-Veteran Simon Andreu.