Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

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Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon jogiwan » 31. Jul 2010, 18:04

Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Bild

Originaltitel: Non si sevizia un paperino

Herstellungsland: Italien, 1972

Regie: Lucio Fulci

Darsteller: Florinda Bolkan, Barbara Bouchet, Tomas Milian, Irene Papas, Marc Porel, u.a.

Story:

Ein 12jähriger Junge verschwindet aus einem kleinen Dorf auf Sizilien. Als er kurze Zeit später tot aufgefunden wird, scheint man in dem voyeuristischen Dorftrottel schnell einen Schuldigen gefunden zu haben. Wenig später werden jedoch zwei weitere Buben ermordet, worauf diesmal die leicht pädophile Dorfhure ins Visier der Polizei genommen wird. Aber auch eine unheimliche Voodoo-Hexe zählt zu den potentiell Verdächtigten... (Quelle: ofdb]
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon Blap » 11. Okt 2010, 09:05

Kurzkommentar von 2009:


Don't torture a Duckling

Ein kleines Dorf auf Sizilien. Als ein pubertärer Bengel verschwindet kommt Unruhe in die Dorfgemeinschaft. Bald erhält der Vater eine Lösegeldforderung per Telefon. Bei der Übergabe des Geldes wird der vermeintliche Täter von der Polizei gestellt. Es handelt sich um den allseits bekannten Dorftottel, der die Ermittler kurz nach seiner Festnahme in den Wald führt. Dort findet man die verscharrte Leiche des Jungen, der Festgenommene leugnet die Tat jedoch mit Nachdruck, er habe den Jungen tot aufgefunden und anschliessend vergraben. Scheinbar ist der Bursche tatsächlich unschuldig, denn ein weiterer Junge wird getötet aufgefunden. Die Polizei geht verschiedenen Spuren nach, doch die Ermittlungen schreiten nur schleppend voran. Der Journalist Andrea Martelli (Tomas Milian) stösst bei seinen Nachforschungen auf die attraktive Patrizia (Barbara Bouchet), gegen die sich gewisse Verdachtsmomente ergeben. Der Arm des Gesetzes macht inzwischen Jagd auf Maciara (Florinda Bolkan), die nach ihrer Festnahme die Morde gesteht. Das Töten findet jedoch kein Ende, stattdessen beschwören die unklaren Umstände einen Akt grausamer Selbstjustiz herauf. Der oder die Täterin bleibt weiterhin unerkannt, bis Martelli zufällig auf einen Hinweis stösst...

Der von mir sehr geschätzte Lucio Fulci wird oft auf seine Zombie- und Horrorfilme reduziert, mit denen Ende der siebziger Jahre sein Bekanntheitsgrad rapide zunahm. Dabei hat der Regisseur noch weitaus mehr zu bieten -obwohl ich die Phase ab "Woodoo" natürlich sehr liebe- war er doch z.B. auch in den Bereichen Giallo und Italowestern unterwegs, selbst Komödien gehen auf sein Konto. "Don't torture a Duckling" (Non si sevizia un paperino (1972)) ist ein Giallo der mit den typischen Elementen des Genres recht freizügig umgeht. So sind hier nicht scharfe Bräute die Opfer, in diesem Fall müssen Knaben vor ihren Schöpfer treten. Der Film ist herrlich fotographiert, die Landschaft kommt immer wieder zum Zuge, wunderschön! Das Erzähltempo ist angenehm gewählt, die Handlung schreitet konsequent voran, verfällt dabei weder in Trance noch in unangenehme Hektik. Die Besetzung ist ebenfalls erste Sahe. Schauspielerisch setzt Florinda Bolkan hier ein dickes Ausrufezeichen. Barbara Bouchet sieht wieder umwerfend heiss aus, der Zuschauer kommt angenehmerweise in den Genuss ihrer Reize. Tomas Milian -der zu meinen absoluten Lieblingen gehört- wird hier leider kaum gefordert und hat zu wenig Präsenz. Er spielt seine Rolle mit lockerer Routine, mehr nicht. Damit bin ich auch beim einzigen wirklich nennenswerten Schwachpunkt von "Don't torture a Duckling" angekommen. Fulci hätte Bouchet und Milian weiter in den Vordergrund stellen sollen, hier wurde eindeutig einiges an Potential verschenkt.

Insgesamt ist "Don't torture a Duckling" ein guter bis sehr Giallo, der vom üblichen Strickmuster ein wenig abweicht. Der ganze grosse Wurf ist der Film nicht, für Fans aber ohne Zweifel eine klare Pflichtveranstaltung, auch Einsteiger können hier durchaus ein Auge riskieren. Das es bisher keine deutsche Auswertung des Filmes gibt, habe ich auf die US DVD von Blue Underground zurückgegriffen. Die gebotene Qualität ist sehr ansprechend, leider gibt es nur ein paar Texttafeln als Bonus. Der moderate Preis entschädigt aber locker für die dünne Ausstattung, letztlich kommt es ja sowieso auf den Film an sich an!

Gut bis sehr gut = 7,5/10

***

Nachtrag: Vermutlich eine etwas zu geringe Bewertung. Der Film ist eine Perle, braucht ein wenig Zeit um zu reifen. Muss man gesehen haben!!!
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon DrDjangoMD » 4. Mär 2012, 10:22

Handlung:
In einem kleinen süditalienischen Dorf wird ein Junge ermordet aufgefunden. Die Polizei verhaftet den lokalen Sonderling (jedes gute Dorf hat so einen), doch als weitere Kinder umgebracht werden wissen sie, dass der wahre Mörder immer noch auf freiem Fuß ist…

Kritik:
Fulci beweist mit diesem ungewöhnlichen Giallo einmal mehr, dass er ein Meister des Stimmungsaufbaus ist. Schon von der ersten Sekunde an konfrontiert er uns mit allerlei unheimlichen Zeugs, wie beispielsweise Kinderstimmen im Soundtrack (dieser übrigens von Riz Ortolani), dem Ausgraben eines Babyskelettes oder den leidend aussehenden betenden Burschen in der Kirche. Dies zieht einen sofort voller Spannung, obwohl die eigentliche Handlung noch nicht mal eingesetzt hat, mitten in den Film hinein.
Ähnlich kunstvoll ist auch der Rest des Filmes umgesetzt. Der Streifen strotzt nur so vor einprägsamen Szenen, durch die richtigen Einstellungen, die richtige Musikuntermalung und den richtigen Schnitt erzeugt Fulci unentwegt sowohl Spannung als auch Bedrückung. Besonders auffallend sind dabei seine Landschaftsaufnahmen, die erstaunlich gut ein Bild einer kleinräumigen, verarmten, ländlich orientierten süditalienischen Dorfgemeinschaft erzeugen, so dass der Zuseher eine Ahnung davon bekommt, wie die Figuren in der Geschichte zu verstehen sind, was ihr Umfeld und ihr Denkschema ist.
Mit dem kontroversen Thema der Kindermorde geht Fulci erstaunlich zielführend um: Der Film ist nicht ganz so ein bedrückender Downer wie beispielsweise „The Child – Die Stadt wird zum Alptraum“, da die Opfer ausnahmslos nervige Satansbraten sind, andererseits geht er nicht so pietätlos mit dem Thema um wie beispielsweise „Beware! Children at Play“ und zeigt durchaus den Ernst und die Tragik der Lage. Bei den Sterbeszenen der Kinder kommt zudem nicht die Effekthascherei zu Tage, die sowohl die späteren Werke Fulcis als auch zwei spätere Szenen in diesem Film beherrscht. Meist werden die Jungen off Screen getötet und der eine, der vor der Kamera das Zeitliche segnet wird zu mindest unblutig erwürgt.
Sobald Erwachsene ins Gras beißen wird aber keinesfalls mit roter Farbe gespart. Dies wirkt dann besonders hart, denn wenn die erste Hälfte relativ unblutig verlaufen ist, kommt es nicht nur ekelerregend sondern auch überraschend rüber, wenn die von einem Kettchen gestreifte Florinda Bolkan plötzlich nur noch blutige Fetzen anstelle eines Bauches hat oder wenn ein von einer Klippe stürzender Mann vor dem Aufprall noch ein paar Mal in Nahaufnahme mit den Felsen zusammenstößt.
Da der Rest des Filmes jedoch so ruhig und voll und ganz auf Stimmung setzend daherkommt, bleibt er im Großen und Ganzen seriös und gerät nie in Gefahr als pures Unterhaltungskino verstanden zu werden.
Das einzige, was kritisiert werden könnte, ist das Fehlen einer klaren Hauptperson. Es gibt keine Figur, die sich durch eindeutig mehr Leinwandpräsenz oder einen eindeutig entwickelteren Charakter hervortut. Tomas Milian ist zwar in einer Art Heldenrolle, doch er muss sich die Screentime mit so vielen anderen Figuren teilen, dass er nie eindeutig in den Vordergrund tritt. Doch was oberflächlich als Schwäche erscheint, könnte eine Stärke des Filmes sein: Anstelle eines Helden bekommen wir nämlich eine Vielzahl potentieller Helden. Neben Milians Reporter wären dies Barbara Bouchets Charakter (die übrigens das Kunststück vollbringt trotz ihrer Rolle als versnobte Kinderschänderin sympathisch zu erscheinen), Don Dorfpfarrer, Kommissar Vollbart sowie zwei Polizisten unter dessen Befehl. Dadurch bietet sich uns die Möglichkeit die Sichtweise vieler kleiner Protagonisten auf die Geschehnisse zu erfahren und dies ist bei so einer traurigen Prämisse wie Kindermorden ungemein hilfreich. Wir beschränken uns nicht darauf, was ein total außenstehender Reporter über die furchtbaren Ereignisse zu sagen hat, sondern bekommen auch mit wie sie von ermittelten Beamten und unmittelbar Beteiligten Dorfbewohnern aufgenommen werden. Durch diese Vielzahl von Herangehensweisen können wir uns als Zuseher die Figur aussuchen, deren Meinung wir am ehesten nachvollziehen und dies ist wesentlich besser, als wenn uns Fulci bei solch unmenschlichen Mordfällen die Meinung EINES Helden aufzwingen würde.
Die Darsteller machen ihre Sache auch extrem gut. Barbara Bouchet schafft es wie erwähnt trotz der Laster, die ihr das Drehbuch aufzwang, eine positive Figur zu bleiben mit der wir gegen Ende ungestört mitfiebern können, Tomas Milian hat zwar nicht zu Chance zu zeigen, was in ihm steckt, doch er ist immerhin Tomas Milian, macht seine Sache also gut und Florinda Bolkan als die lokale Woodoo-Hexe spielt sowieso alle an die Wand. Sie wirkt unheimlich, kann aber unser Mitleid erregen und bekommt vom Drehbuch Gelegenheit zu einigen schönen Over-Acting-Momenten, auf die sie sich mit sichtlicher Freude einlässt.
Fazit: Um das kontroverse Thema von Kindermorden filmisch umzusetzen, baut Fulci sehr viel auf Stimmung und Atmosphäre, charakterisiert sehr genau den Ort der Handlung und die Mentalität seiner Bewohner und bietet uns eine Vielzahl an potentiellen Protagonisten, die uns durch den Film helfen. 10/10 :thup:
Zuletzt geändert von DrDjangoMD am 4. Mär 2012, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon buxtebrawler » 4. Mär 2012, 15:59

DrDjangoMD hat geschrieben:Tomas Milian hat zwar nicht zu Change zu zeigen, was in ihm steckt, (...)


"die Chance" :opa:

Danke für deine Kritik, Doc2. Würde diesen Film auch gern einmal sehen. Hat man evtl. mal irgendetwas hinsichtlich einer deutschen Auswertung verlautbaren gehört?

Und kamen nun eigentlich niedliche, kleine Entlein vor? :kicher:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon DrDjangoMD » 4. Mär 2012, 17:00

buxtebrawler hat geschrieben:"die Chance" :opa:

Danke vielmals, ist ausgebessert.

buxtebrawler hat geschrieben:Hat man evtl. mal irgendetwas hinsichtlich einer deutschen Auswertung verlautbaren gehört?

Nicht das ich wüsste, aber ich denke allzu lange kann es nicht mehr dauern, betrachtet man die Filmographie Fulcis, so scheinen die Labels ja ganz wild darauf zu sein, seine Werke zu veröffentlichen (was gut ist). Der Film hat zwar keinen deutschen Titel, aber er lief meines Wissens in deutschen Kinos, weswegen es wohl auch eine entsprechende Tonspur geben wird. Wann und ob dieses Juwel endlich veröffentlicht wird kann ich jedoch nicht sagen.

buxtebrawler hat geschrieben:Und kamen nun eigentlich niedliche, kleine Entlein vor? :kicher:

Überraschenderweise kam Donald Duck vor!!! Ich fürchtete nämlich, dass der Titel nur eine Metapher ist, dass die Kinder als Entlein bezeichnet werden oder so. Mit diesen Irrglauben sah ich dem Film 1,25 Stunden zu und dann plötzlich eine HALBE STUNDE VOR SCHLUSS, kommt eine Donald Duck Puppe vor...und sie wurde sogar gefoltert!
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon buxtebrawler » 4. Mär 2012, 17:57

DrDjangoMD hat geschrieben:Nicht das ich wüsste, aber ich denke allzu lange kann es nicht mehr dauern, betrachtet man die Filmographie Fulcis, so scheinen die Labels ja ganz wild darauf zu sein, seine Werke zu veröffentlichen (was gut ist). Der Film hat zwar keinen deutschen Titel, aber er lief meines Wissens in deutschen Kinos, weswegen es wohl auch eine entsprechende Tonspur geben wird. Wann und ob dieses Juwel endlich veröffentlicht wird kann ich jedoch nicht sagen.


Hoffen wir das Beste! Labels, es wird Zeit!

DrDjangoMD hat geschrieben:Überraschenderweise kam Donald Duck vor!!! Ich fürchtete nämlich, dass der Titel nur eine Metapher ist, dass die Kinder als Entlein bezeichnet werden oder so. Mit diesen Irrglauben sah ich dem Film 1,25 Stunden zu und dann plötzlich eine HALBE STUNDE VOR SCHLUSS, kommt eine Donald Duck Puppe vor...und sie wurde sogar gefoltert!


Na, ein Glück! :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon Adalmar » 5. Mär 2012, 12:35

"Paperino" ist auch die offizielle italienische Namengebung für Donald Duck (vollständig "Paolo Paperino").
http://it.wikipedia.org/wiki/Paperino

Insofern kann der englische Titel auch etwas irreführend sein oder man wollte Markenrechtsstreitigkeiten aus dem Weg gehen.
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon dr. freudstein » 1. Mär 2014, 23:52

Bild

Zweitsichtung und meine Meinung hat sich stark geändert. Gebe gleich 1,5 Punkte mehr. Eine starke Story und wie für Fulci üblich, wieder sehr harte Effekte. Da wird z.B eine Frau mit Ketten geschlagen und voll auf die klaffenden Wunden gehalten. Wo andere ihre Kamera nur kurz drauf halten, lässt Fulci die Kamera viel länger drauf. Oder der Mann (seinen Beruf nenne ich hier nicht wegen Spoiler), der den Berg runter stürzt. Minutenlang sehen wir seinen Fall. Das alleine könnte einen Gewaltvoyeur schon befriedigen, aber unser Lucio lässt sein Gesicht immer wieder gegen den Abhang klatschen und als der Mann aufschlägt, ist sein Gesicht völlig zermatscht. Wie die meisten wohl kannte ich lange Zeit vom Onkel Fulci nur seine 80er Werke. Aber ich hätte nie gedacht, das der Meister schon in den frühen 70ern derartige Gewaltorgien vom Stapel liess und es gibt nur wenige, die da mit ihm mitgehalten haben. Dennoch ist hier ein sehr atmosphärischer Giallo entstanden mit einer sehr guten Story. Doch es wird hier nicht nur mit Gewaltszenen provoziert, es werden Kinder gezeigt, die rauchen und dann noch eine nackte Frau, die einen 12jährigen Buben aufgeilt. Ebenso bedrückend auch, das hier Kinder die Mordopfer sind. Schade, das ich englisch schlecht verstehe, aber man kann sich ja durch deutsch geschriebenes im Netz ein wenig informieren. Wäre herrlich, wenn der Film deutsch synchronisiert wird oder wenigstens deutsche Untertitel. Im Großen und Ganzen aber hab ich das meiste mitbekommen, es sind eben nur eine Fragen im Detail offen. Alleine schon wegen Frau Bolkan, Herr Milian oder Frau Bouchet eine lohnenswerte Anschaffung, vor allem aber für Gialloliebhaber und Fulci Komplettisten.

8,5/10
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon Captain Blitz » 2. Mär 2014, 13:13

Ich habe die Scheibe von Blue Underground von einem Freunde (Danke, Markus) geschenkt bekommen, aber für mich wäre es eine lohnenswerte Anschaffung, wenn den Film mal ein Label mit deutscher Synchro bringen würde. ;)
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Re: Don't torture a duckling - Lucio Fulci (1972)

Beitragvon Die Kroete » 5. Mär 2014, 22:27

Warum werden hier eigentlich manche italienische Filme, von denen es keine deutsche Synchro gibt, nicht mit deren Original-Titel vorgestellt?

Gibt es dafür nachvollziehbare Gründe?
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