Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci

Beitragvon italostrikesback » 7. Feb 2016, 08:25

tenebrarum hat geschrieben:
Versuch es mal mit William Friedkins CRUISING, sofern Dich die homosexuelle S/M-Thematik nicht abschreckt.



Zusammen mit der Pate 2 ist Cruising mein Lieblingsfilm mit Al PAchino und die Parallelen zum Ripper in Punkto Atmo und Handlungsort sehe ich genauso. Warum sollte jemand die homosexuelle Thematik abschrecken? :mrgreen:
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon manuel-mandarine » 4. Jan 2017, 00:04

tenebrarum hat geschrieben:
italostrikesback hat geschrieben:THE NEW YORK RIPPER spielt in diesem dreckigen New York der End 70er, Anfang 80er.
Ich stehe da total drauf.
Da fallen für mich auch Filme wie DRESSED TO KILL, TAXI DRIVER, THE WARRIORS ein.
Vielleicht hat jemand ein paar Film Tipps in Bezug auf die Schmuddel New York Atmo?


Versuch es mal mit William Friedkins CRUISING, sofern Dich die homosexuelle S/M-Thematik nicht abschreckt. In Sachen "Schmuddeligkeit" durchaus mit dem Ripper vergleichbar (tatsächlich gibt es in Fulcis Film einige Reminiszenzen an Friedkins Werk). DRESSED TO KILL zählt zu meinen Lieblingsfilmen, von der Atmosphäre her würde ich den aber nicht in diese Reihe einordnen.


weiterhin LAST EXIT BROOKLYN, BULLET und natürlich BASKET CASE, wobei die beiden erstgenannten eher den Zeitgeist der späten 80er widerspiegeln. Aber von der dreckigsten Seite! New York, New York...
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon Pippolino » 4. Jan 2017, 16:31

Fulci litt an Donaldphobie. :lol:
Der New York Ripper fiel bei mir (fast) komplett durch. Alles ist so sinnlos und das Gequacke ging mir auch auf den Geist. Manche Damen sehen recht nett aus, aber das rettet noch keinen Gialli. Mit diesem "Machwerk" und dem Meisterwerk Tenebre endet das Giallo-Zeitalter. Was danach folgte, ist zum fremdschämen.

In diesem Sinne... *Quaaak*
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon manuel-mandarine » 4. Jan 2017, 17:38

Dieser Ansicht kann ich im Grunde auch beipflichten.
Allerdings folgte danach noch "Sleepless" (Non ho sonno, 2001), welcher in meinen Augen den wirklich letzten echten Giallo darstellt. By the way von dem Meisterwerk Tenebre (qualitativ) gar nicht sooo weit entfernt...
Aber das ist nur meine Meinung. :pfeif:
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon mathisvogel » 11. Jan 2017, 21:34

manuel-mandarine hat geschrieben:Allerdings folgte danach noch "Sleepless" (Non ho sonno, 2001), welcher in meinen Augen den wirklich letzten echten Giallo darstellt. By the way von dem Meisterwerk Tenebre (qualitativ) gar nicht sooo weit entfernt...
Aber das ist nur meine Meinung. :pfeif:

Ich mag Sleepless auch sehr gerne, ein guter Film mit toller Musik.
Doch zwischen Der New York Ripper und Sleepless gab es noch ein paar sehenswerte Filmen.
Midnight Ripper / Morirai a Mezzanotte (1986) von Lamberto Bava zum Beispiel war zwar inhaltlich etwas bescheiden aber ziemlich stilvoll.
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon manuel-mandarine » 12. Jan 2017, 02:51

Lieber Mathisvogel, ich muss leider zu meiner Schande sagen, dass ich jenen Film ("Midnight Ripper") noch nicht gesehen hab... Aber ist das auch wirklich wichtig?
Schau, ich bin ein Kind der 90er (also in den 80ern geboren, aber (klar) in den 90ern aufgewachsen....)
Und damals, ich hab mich immer schon sehr für Filme interessiert, gab es einfach ein derart großes Loch zu stopfen... Da waren Leute wie Cronenberg (Naked Lunch killt alles...) oder David Lynch... der kam mit "Eraserhead" um die Ecke... Und danach brachte er ja noch "Lost Highway".... und sein Meisterwerk: "Mulholland Drive"...
Dann war da noch Alan Parker mit "Angel Heard"
Yuzna mit seinem fantastisch dreckigem "Society"
und vor allem: Clive Parker!
"Hellraiser" ist (zumindest in meinen Augen) der beste Film dieser Epoche! Und sollte man diesen (tatsächlich) noch nicht gesehen haben... Dann weißte ja wohin der Hase Morgen läuft... :engel:
Aber klar, es gab viele super Filme in dieser Zeit!
Gialli? da lässt sich dann wieder darüber streiten... Tenebre war eh recht spät dran... aber den Abschluss hat definitiv "Sleepless" geliefert!
Das letzte "große" Masterpiece von unser allen Meister:
Dario Argento
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon buxtebrawler » 12. Jan 2017, 09:45

manuel-mandarine hat geschrieben:Dann war da noch Alan Parker mit "Angel Heard"

"Angel Heart" :opa:

manuel-mandarine hat geschrieben:und vor allem: Clive Parker!

Clive Barker :opa:

Musste mal wieder sein ;)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon manuel-mandarine » 15. Jan 2017, 00:25

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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon Adalmar » 15. Jan 2017, 00:29

manuel-mandarine hat geschrieben:Lieber Mathisvogel, ich muss leider zu meiner Schande sagen, dass ich jenen Film ("Midnight Ripper") noch nicht gesehen hab... Aber ist das auch wirklich wichtig?


Ich bin zwar nicht Mathisvogel und "wichtig" ist hier natürlich völlig subjektiv, aber falls man sich für das Giallo-Genre in seiner gesamten Geschichte interessiert, sind die Beiträge von Lamberto Bava aus einer Zeit, als es um das Genre deutlich karger bestellt war als in den goldenen 70ern, schon sehenswert. "Midnight Ripper" wie auch "Das Haus mit dem dunklen Keller".

Dein Filmgeschmack hört sich sehr gut an, was Lynch, Cronenberg, Barker angeht.
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Re: Der New York Ripper - Lucio Fulci (1982)

Beitragvon manuel-mandarine » 17. Jan 2017, 01:04

mittlerweile habe ich mir den mal besorgt (XT-Steelbook, keinerlei Extras...) und angesehn...
Klar, dieser Film hat (leider viel zu selten) eine wundervoll dreckige New-York-Atmo. Die Geschichte ist nett aufgezogen. Aber darüber hinaus?
Sorry, aber dieses Werk hält keinem Vergleich zu größeren Slasher (Gialli erst recht nicht) stand... Dabei ist er quasi ein Hybrid aus beiden. Ich hab mich sehr oft an "Basket Case" erinnert gefühlt, wobei der natürlich noch um einiges besser war! Auch der Folgefilm "Brain Damage" war, was das angeht, finsterer...
Und abseits der New-Yorker-Rotlicht-Atmo hatte der Film doch nicht viel zu bieten, oder?
Aber klar, man hat ihn jetzt mal gesehn...
Übrigens ein herzliches Dankeschön an dich!
Es geht ja hier nicht so viel um Lynch und Cronenberg... Aber das sind definitiv meine liebsten!
Wobei mir auch Stanley Kubrick super gut gefallen hat! Jeder seiner Streifen war ein Meisterwerk. Von "Clockwork Orange" über "Shining" bis "Eyes Wide Shut", alles war perfekt.
Roman Polanski ist auch so einer...
Mit solchen Leuten verglichen wirkt sogar fast ein Argento etwas unsicher...
Dennoch hat er sich natürlich mit Werken wie "Suspiria", "Inferno" und Profondo Rosso/Tenebre (was einem eben persönlich mehr zusagt. Die beiden ersten stehen außer Konkurrenz) seinen Platz im Olymp der größten Regisseure des ausgehenden 20ten Jahrhunderts gesichert.
Ach ja, es geht um den "New York Ripper"
Im Vergleich ein leider eher dürftiges Werk des guten Fulci. War nicht so begeistert. Alles gab es schonmal und auch schonmal besser...
Deshalb: 6-6,5/10 Punkte
für den notorisch nervquakenden Killer, der in, dem uns die erste Filmhälfte vorgegaukeltem Milieu, nichts zu suchen hat! Ein Kerl wie er in einer Gegend wie dieser? Na das hätte ich doch zu gerne gesehen...
Wenn einem der Sinn nach einem richtigen New York Schocker steht, dann: entweder "Maniac" oder "Last Exit Brooklyn" schauen! Empfehlung für beide! Aber nicht für den Ripper... Leider! Fulci bleibt trotzdem ein guter...
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