My dear killer - Tonino Valerii (1971)

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My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon jogiwan » 31. Jul 2010, 20:37

My dear killer - Tonino Valerii (1971)

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Originaltitel: mio caro assassino

Alternativtitel: time to kill, darling / Sumario sangriento de la pequeña Stefania

Herstellungsland: Italien / Spanien, 1971

Regie: Tonino Valerii

Darsteller: George Hilton, Salvo Randone, William Berger, Manuel Zarzo, Patty Shepard, u.a.

Story:

Inspektor Luca Peretti ist ratlos. Ein Mann wird von einem Bagger geköpft, der Fahrer kurze Zeit später scheinbar durch Selbstmord erhängt aufgefunden. Im Laufe der Ermittlungen müssen weitere Menschen auf teilweise grauenvolle Art und Weise sterben. Was hat die Entführung eines jungen Mädchens und eine zweifelhafte Organisation mit dem Fall zu tun?
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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon dr. freudstein » 2. Sep 2010, 07:58

Um meine Englischkenntnisse aufzufrischen, habe ich mir diesen Sprachkurs reingezogen. Der Film kommt nämlich in englisch mit deutschen Untertiteln daher. Die Einleitung mal für Japaner...
Um meine Englischkenntnisse aufzufrischen, habe ich mir diesen Sprachkurs reingezogen. Der Film kommt nämlich in englisch mit deutschen Untertiteln daher.
Der Film war aber ansonsten ganz gut anzuschauen und auch etwas kontrovers, weil die Geschichte um ein ermordertes Mädchen handelt. Ein heute immer noch herrschendes Tabuthema, wenn es um Kindermorde geht.
Das Mädchen war aber sehr raffiniert und hat ein Hinweis auf ihren Mörder gegeben, dieser musste aber erstmal entschlüsselt werden.
Der Kindermord zog natürlich weitere Morde mit sich und einige klassische Elemente eines bestimmten Filmgenre sind hier vorhanden wie Telefone (durch die häufige Verwendung dieser Requisiten begründete sich auch der Erfolg der Telekom), schwarze Handschuhe, subjektive Kamera, viele Morde, blutig dargestellt und ein psychisch gestörter Mörder (sorry, Mörder/in. so ist es politisch korrekt und nicht spoilerlastig).
Ich kann zwar noch immer nicht besser englisch, aber meine Videothek ist um einen gut gemachten Giallo ergänzt worden. Kein Überflieger, aber auch nicht überflüssig.
7/10
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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon untot » 22. Feb 2011, 16:17

Gut das ich mir den Film nicht in Englisch gekauft hab, wo er doch kurz nach der VÖ in deutscher Sprache erschienen ist, was die sich manchmal denken bei sowas?! :x
Ich mag diesen Film richtig gerne, denn der kommt überraschend blutig daher...
Schon der Anfang mit dem Bagger ist genial, auch sonst sind die Morde relativ originell, ich sag nur Kreissägenaufsatz.
Die Story ist überraschend komplex und führt einen das ein oder andere Mal ganz schön aufs Glatteis, denn hier verhalten sich verdammt viele der Beteiligten irgendwie seltsam.
Hier haben Verbrechen der Vergangenheit mit den Morden der Gegenwart zu tun, das finde ich spannend.
Auch die Tatsache, das es um ein Kind geht, verleiht dem Ganzen nochmal zusätzlich etwas Ekelhaftes!
Klar hat der Streifen nicht die Klasse der ganz großen Filme des Genres, besitzt aber trotzdem seinen ganz eigenen Charakter und ist für mich deswegen auch ne kleine Perle.

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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon Arkadin » 22. Feb 2011, 16:57

untot hat geschrieben:Hier haben Verbrechen der Vergangenheit mit den Morden der Gegenwart zu tun, das finde ich spannend.


Das kommt ja gerade bei Giallos nicht ganz so oft vor. :lol: ;)

Ich fand den so la-la. Ganz okay, aber nichts Großes. Habe ihm 'ne 5/10 gegeben.
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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon untot » 22. Feb 2011, 17:35

Arkadin hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Hier haben Verbrechen der Vergangenheit mit den Morden der Gegenwart zu tun, das finde ich spannend.


Das kommt ja gerade bei Giallos nicht ganz so oft vor. :lol: ;)


:lol: :lol: , so abba nicht, :mrgreen: , was ich sagen wollte ist, das ich das HIER ganz besonders gut gemacht finde! 8-)
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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon Blap » 22. Feb 2011, 18:10

Ein älterer Ultrakurzkommentar:


My dear Killer

Ein Mann wird von einem Bagger enthauptet. Der Baggerführer ist zunächst flüchtig, doch bereits kurze Zeit später findet man ihn tot auf. Inspector Luca Peretti (George Hilton) erkennt im Laufe seiner Ermittlungen Zusammenhänge mit einer Kindesentführung. Diese nahm einen tödlichen Ausgang, konnte bisher ebenfalls nicht aufgeklärt werden...

Ein netter Giallo aus den frühen Siebzigern. Regie, Kamera, Schnitt, alles im grünen Bereich. Der Soundtrack stammt von Meister Morricone, erwartungsgemäß schmeichelt er den Ohren. Die DVD von X-NK ist bildtechnisch mittelprächtig, der Ton liegt in englisch mit deutschen Zwangsuntertiteln vor. Inzwischen gibt es eine Neuauflage mit dem Titel "Time to kill, Darling!". Die Neuauflage soll bildtechnisch nicht besser sein, enthält aber eine deutsche Synchro und den italienischen Originalton. Für mich kein Grund für einen Neukauf, denn die englische Tonspur ist recht ordentlich.

Für Freunde gepflegter Giallo-Unterhaltung eine runde Sache!

7,5/10

***

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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon DrDjangoMD » 26. Aug 2011, 22:23

Handlung:
„Blut fordert Blut“, schrieb der große Willi schon in seinem „Macbeth“ und nach diesem Prinzip geht auch der Killer des Abends vor. Um seinen ersten Mord geheim zu halten schaltet er einfach die aus, die von seiner Identität wissen könnten. Da Tote Zeugen nicht mehr reden hat es der auf den Fall angesetzte Inspektor (George Hilton) dementsprechend schwer.

Kritik:
Tonino Valerii, mir bislang aus einigen halbwegs gelungenen Italowestern bekannt (bis auf „Blutiges Blei“, der war makellos, genau wie "Der Tod ritt dienstags") schuf hier eine Giallo-Perle die in abgerundeter Vollkommenheit glänzt. Spannend bis zuletzt, gefilmt mit einem begabten Team hinter der Kamera und einem traumhaften Team von Schauspielern davor.
Technisch gesehen orientiert sich dieser Genrebeitrag fast schon mehr an einem altmodischen Krimi als an einem Thriller. Protagonist ist kein vom Killer gejagter Zeuge, sondern ein Ermittler, dessen Interesse im Fall anfangs rein beruflich zu erklären ist, auch wenn er sich im Laufe der Handlung immer mehr hineinsteigert. Gespielt wird der gute Mann von Georgi-Boy Hilton. Anfangs fürchtete ich schon, dass der auf zwielichtige Liebhaber oder trickreiche Revolverhelden spezialisierte Hilton mit der Rolle eines einfachen Inspektors, wie es in der Kinogeschichte schon Tausende gab, unterfordert sein wird. Ich wurde eines Besseren belehrt: Er wirkt sehr sympathisch, einfühlsam und klug, mit messerscharfen Verstand und beachtlicher Beobachtungsgabe ausgestattet. Umso mehr Schmutz er ans Licht bringt, umso besessener scheint er davon zu sein, den Killer zu stellen. Wir merken bald, dass sein Interesse im Fall mit der Zeit aus dem Feld des Beruflichen herauswächst und es ihm als Person ein großes Anliegen ist, dass der Mörder gefasst wird.
Nach einer Stunde zeigen sich zwei andere Lieblinge von mir, William Berger und Piero Lulli, die während ihrer leider recht kurzen Auftritte das ihrige tun.
Die Art wie der Film aufgebaut ist, scheint auch von Krimis beeinflusst worden zu sein. Es beginnt mit einem Mord, die Polizei wird eingeschaltet und während der Killer noch ein paar andere Leutchen ins Himmelreich befördert, folgt die Polizei Hinweisen und versucht Licht in den Fall zu bringen, bis es am Ende in einer schönen Old-School-Auflösung gipfelt, bei der alle Verdächtigen in einem Salon versammelt sind und der Inspektor infolge einer langen Rede den Mörder mit seinen Taten konfrontiert. Es ist ein altes Schema, aber es funktioniert, die Spannung setzt mit der ersten Minute ein und endet mit der letzten. Besonders der Showdown ließ mich verkrampft auf meinem Stuhl den Atem anhalten.
Was sich aber von den Klassikern der Kriminalverfilmungen entfernt ist die Darstellung der Morde, welche äußerst kreativ und blutig in Szene gesetzt wurden, nach bester Giallo-Manier; und die eine oder andere unbekleidete Schönheit bekommen wir auch vorgesetzt.
Die Stimmung ist schön düster, der grausige Plot mit dem toten Mädchen lässt automatisch eine deprimierende Atmosphäre aufkommen. Der Killer wird als mächtiges Monster dargestellt, dem man nicht so einfach entkommen kann, und das ist auch gut so, denn es steigert die Spannung ungemein und lässt den tapferen kleinen Schnüffler noch mehr als strahlenden Protagonisten-Helden erscheinen.
Kurz noch zu einer Szene, die mir besonders am Herzen liegt: „DJANGO“ WIRD ALS FILM IM FILM GEZEIGT!!! Und noch besser, die böse böse Person, die ihn als „grausigen Western“ bezeichnet, büßt dieses Sakrileg unverzüglich danach mit ihrem Leben. Dies war auch gut so, denn sie wirkte ANFANGS sehr nett und ich hoffte, dass sie den Film überlebt, aber als sie diese verwerfliche Aussage über diesen göttlichen Film tätigte, konnte ich ihren Tod locker hinnehmen.
Fazit: Technisch einwandfreier, bis zum Ende unheimlich spannender Krimi mit George Hilton, in dem eine Szene aus „Django“ gezeigt wird…Kann man nach mehr fragen? (9/10)
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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon kinski » 23. Jan 2012, 23:00

Reißerischer Titel und ziemlich langweilige Filmbeschreibung … und irgendwie wird man mit beidem aufs Glatteis geführt. „Time to kill, Darling!“ ist ein verhältnismäßig ruhiger Giallo, der zwar die genre-üblichen Standards aufweist, insgesamt jedoch mehr durch Atmosphäre als durch Gemetzel überzeugt. Eine geschickt entwickelte Story die sich kontinuierlich aufbaut und Hauptdarsteller George Hilton mal wieder viel Raum lässt, um sich zu präsentieren. Überhaupt kann Hilton mich in seinen Giallo-Filmen wesentlich mehr überzeugen als in seinen zahlreichen Italowestern.
Freunde des harten Giallo werden „Time to kill, Darling!“ vielleicht langweilig finden, für mich persönlich hat der Streifen jedoch genau die richtige Mischung aus Spannung und Gemeuchel.

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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon Theoretiker » 22. Mär 2014, 16:00

Ich fand den etwas zäh, aber die Morde sind kreativ und ein bisschen nackte Haut gibt es auch. :mrgreen:

Solide - 5,5/10
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Re: My dear killer - Tonino Valerii (1971)

Beitragvon buxtebrawler » 18. Nov 2014, 17:52

Nachdem der italienische Regisseur Tonino Valerii („Mein Name ist Nobody“) 1970 für das Erotik-Melodram „Das Mädchen Julius“ erstmals das Italo-Western-Genre verlassen hatte, betrat er mit seinem nächsten Film „My Dear Killer“ alias „Time to Kill, Darling!“ ein Jahr später das Territorium des Giallos.

Ein Privatdetektiv wird von einer Baggerschaufel enthauptet, was Inspektor Peretti (George Hilton, „Der Killer von Wien“) auf den Plan ruft. Dieser muss jedoch feststellen, dass der Fahrer des Baggers bei seinem Eintreffen ebenfalls tot ist. Selbstmord durch Erhängen? Mitnichten, wie Peretti feststellt, es sollte lediglich danach aussehen. Die Mordserie führt zum Moroni-Fall, den der Inspektor neu aufrollt: Stefania Moroni (Lara Wendel, „Tenebrae“) wurde vor einigen Jahren gekidnappt, bei der Lösegeldübergabe auch ihr Vater entführt. Beide wurden schließlich tot aufgefunden. Der Mörder belässt es nicht bei den bisherigen Opfern und hat es auf jeden abgesehen, der Peretti Hinweise zu seiner Identität geben könnte…

„Sein Gestank lässt mir sogar die Blumen verwelken!“

Bereits der Prolog erschreckt mit der Köpfung durch die Baggerschaufel, Maestro Morricone schuf eine unheimliche Titelmelodie mit Kindergesang – so beginnt „My Dear Killer“ düster und vielversprechend. Den ernsten Tonfall unterbricht ein kauziger Zeuge, der „Umsonst-Mann“ Luigi, mit einer komödiantischen Einlage. Bereits früh wird deutlich, dass es sich um einen Giallo nach dem klassischen Whodunit?-Prinzip handelt, der jedoch viel mehr von einem Kriminalfilm als von einem Psycho-Thriller oder Horror-Giallo hat: Die Ermittlungsarbeit übernimmt hier tatsächlich ein Polizeiinspektor und nicht etwa ein gehetztes Opfer oder ein selbst verdächtig gewordener Ausländer. Und eben diesen Peretti versucht Valerii als äußerst gewissenhaften, von seiner Arbeit getriebenen Mann zu charakterisieren, z.B. indem er ihm durch seine Frau am Abendbrottisch den Vorwurf machen lässt, dass er zu wenig Zeit für sie habe. Wenn sie dabei von einer schwarzbehandschuhten Gestalt beobachtet werden, befindet man sich indes wieder ganz im Genre-Sujet.

Dieses wird auch nicht verlassen, wenn der Mörder aus Point-of-View-Perspektive gezeigt bzw. eben nicht gezeigt wird, es zu weiteren Toten kommt, die Gelegenheit für weibliche Nacktheit nicht ungenutzt bleibt und eine Kinderzeichnung einer entscheidenden Bedeutung beikommt. Diese zeigt nämlich ein ganz bestimmtes Haus, wie Peretti im Gespräch mit Stefanias attraktiver Lehrerin (Patty Shepard, „Die Nacht der Vampire“) in Erfahrung bringt. Und nachdem diese zunächst lediglich für einen False Scare herhalten musste, fällt sie schließlich der wohl verstörendsten Szene des Films zum Opfer: In ihre Wohnung (aus deren Fenster sie schwarze Handschuhe hängen hat!?) bittet sie den Mörder in einer unheimlich spannenden Sequenz dummerweise freundlich herein, um anschließend brutal mit einer tragbaren Kreissäge (die ich zunächst für eine Schleifmaschine hielt…) brutal dahingemordet zu werden. Dieser Gewaltexzess bedeutet den Höhepunkt des Films in Sachen expliziter Gewaltdarstellung, ansonsten gibt sich „My Dear Killer“ diesbzgl. eher zurückhaltend und konzentriert sich auf die Ermittlungen und seine Vielzahl an Charakteren.

So erfährt der Zuschauer beispielsweise, dass Stefanias Mutter vor Trauer den Verstand verloren hat, bevor Valerii eine Rückblende zur Entführung montiert. Zurück in der Gegenwart deutet die Handlung in Person eines mit Stefania befreundet gewesenen Malers das Thema des pädophilen Kindesmissbrauchs nur allzu deutlich an, wenn ein nacktes Kind durch seine Wohnung huscht und er äußert, es handele sich lediglich um ein Modell. Damit hat „My Dear Killer“ zweifelsohne seinen Hauptverdächtigen. Dass dieser auch noch seine Deko-Ministatuen verschwinden lässt, die jedoch wieder aus dem Wasser gefischt werden, wirkt zudem alles andere als entlastend. Leider hat die dialoglastige Krimihandlung mittlerweile arg an Thrill, Dramatik und Spannung eingebüßt und wenn Peretti dann schlussendlich nach Agatha-Christie-Manier sämtliche noch lebenden Verdächtigen um sich versammelt und den Mörder überführt, ist es ausgerechnet der am wenigsten Verdächtige, so dass man sich als Skeptiker eher zweitklassiger Gialli durchaus etwas veräppelt vorkommen kann – vor allem, wenn die Tätersuche psychologisch weitestgehend uninteressant bleibt.

Letztendlich ist der prima besetzte, gut ausgestattete und mit einem wie nicht anders zu erwarten hörenswerten Morricone-Soundtrack versehene Film sicherlich keine Zeitverschwendung, hat einige sehr erinnerungswürdige Momente zu bieten und ist handwerklich alles andere als schlecht gemacht. Leider hapert es an der Handlung und für ein dankbares Style-over-Substance-Erlebnis sticht er dann doch nicht genug heraus, wirkt bisweilen eher etwas britisch-altbacken als delirierend-italienisch. Ich würde „My Dear Killer“ im leicht gehobenen Durchschnitt ansiedeln und muss konstatieren, an Valeriis Western sowie eingangs erwähntem Melodram mehr Freude gehabt zu haben.

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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