Mein Leben als Zucchini - Claude Barras (2016)

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Mein Leben als Zucchini - Claude Barras (2016)

Beitragvon jogiwan » 22. Feb 2017, 19:25

Mein Leben als Zucchini

Bild

Originaltitel: Ma vie de Courgette

Herstellungsland: Frankreich, Schweiz / 2016

Regie: Claude Barras

Darsteller: -

Story:

Der Spitzname Zucchini ist eines der wenigen Dinge, die einem neunjährigen Jungen von seiner verstorbenen Mutter bleiben, die ihn aufgrund der Alkoholsucht Zeit seines jungen Lebens vernachlässigt hat. Als er von einem netten Polizisten ins Waisenhaus von Madame Papineau gebracht wird, kann er seine Lage noch nicht ganz verstehen und auch die anderen Waisen sind entweder gemein oder benehmen sich seltsam. Doch die Lage ändert sich, als die junge Camille eines Tages auf der Bildfläche erscheint. Diese hat wie alle anderen Kinder einiges durchgemacht und dennoch nicht den Mut und die Freude am Leben verloren. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt sich Zucchini in einer Gruppe wohl und durch die gemeinsamen Abenteuer wird die illustre Truppe an traumatisierten Kindern auch immer mehr zusammengeschweißt.
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Re: Mein Leben als Zucchini - Claude Barras (2016)

Beitragvon jogiwan » 2. Okt 2017, 07:30

Absolut zauberhafter Knetanimations-Streifen aus französisch-schweizerischer Produktion, der die Geschichte des Waisenjungen Zucchini erzählt, der nach dem Tod seiner alkoholkranken Mutter ins Waisenhaus kommt. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Filmen ist das Heim ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Freundschaft und unter anderen Kindern, die ebenfalls schlimme Dinge erleben mussten, blüht auch der introvertierte Junge auf und erlebt erstmals so etwas wie eine glückliche Kindheit. Dabei ist „Mein Leben als Zucchini“ ein wunderbar emotionaler und optimistischer Film, der konsequent aus der Sichtweise des Kindes erzählt wird und dabei auch unbequeme Dinge nicht ausspart. Statt nur heile Welt zu präsentieren kommen die Kinder aus teils zerrütteten Verhältnissen oder noch schlimmer und „Mein Leben als Zucchini“ bleibt als Film dennoch positiv und humorvoll und nimmt dabei seine Figuren auch entsprechend ernst. Auch der Look des Streifens gefällt mir ausnehmend gut und der einzige Kritikpunkt, der mir auf die Schnelle einfallen würde, ist die kurze Laufzeit, die mit 66 Minuten für meinen Geschmack ruhig noch wesentlich länger hätte dauern können. Am Ende hat mich der Streifen mit seiner schönen Message die Hoffnung auf bessere Zeiten nie aufzugeben dann auch noch richtig gepackt und während des Abspanns darf man auch Pipi in den Augen haben, ohne sich groß schämen zu müssen. Ein rundum empfehlenswerter Film und mit der NDW-Disco-Szene hier hätte ich in einem französisch-sprachigen und Oscar-nominierten Film für ein junges Publikum jetzt auch nicht unbedingt gerechnet.

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Re: Mein Leben als Zucchini - Claude Barras (2016)

Beitragvon Arkadin » 2. Okt 2017, 16:49

Vor dem hatte ich wegen des Themas echt Angst. Meine liebe Frau hat den aber kürzlich gesehen und gemeint, der ist ziemlich klasse und nicht so schlimm, wie befürchtet. Vielleicht gucke ich den dann auch mal...
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Re: Mein Leben als Zucchini - Claude Barras (2016)

Beitragvon jogiwan » 2. Okt 2017, 16:57

Arkadin hat geschrieben:Vor dem hatte ich wegen des Themas echt Angst. Meine liebe Frau hat den aber kürzlich gesehen und gemeint, der ist ziemlich klasse und nicht so schlimm, wie befürchtet. Vielleicht gucke ich den dann auch mal...


Einmal musste ich schon kurz schlucken, aber der positive Grundton überwiegt auch rasch über alle dunklen Schatten aus der Vergangenheit.
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Re: Mein Leben als Zucchini - Claude Barras (2016)

Beitragvon jogiwan » 29. Jan 2018, 08:05

jogiwan hat geschrieben:Absolut zauberhafter Knetanimations-Streifen aus französisch-schweizerischer Produktion, der die Geschichte des Waisenjungen Zucchini erzählt, der nach dem Tod seiner alkoholkranken Mutter ins Waisenhaus kommt. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Filmen ist das Heim ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Freundschaft und unter anderen Kindern, die ebenfalls schlimme Dinge erleben mussten, blüht auch der introvertierte Junge auf und erlebt erstmals so etwas wie eine glückliche Kindheit. Dabei ist „Mein Leben als Zucchini“ ein wunderbar emotionaler und optimistischer Film, der konsequent aus der Sichtweise des Kindes erzählt wird und dabei auch unbequeme Dinge nicht ausspart. Statt nur heile Welt zu präsentieren kommen die Kinder aus teils zerrütteten Verhältnissen oder noch schlimmer und „Mein Leben als Zucchini“ bleibt als Film dennoch positiv und humorvoll und nimmt dabei seine Figuren auch entsprechend ernst. Auch der Look des Streifens gefällt mir ausnehmend gut und der einzige Kritikpunkt, der mir auf die Schnelle einfallen würde, ist die kurze Laufzeit, die mit 66 Minuten für meinen Geschmack ruhig noch wesentlich länger hätte dauern können. Am Ende hat mich der Streifen mit seiner schönen Message die Hoffnung auf bessere Zeiten nie aufzugeben dann auch noch richtig gepackt und während des Abspanns darf man auch Pipi in den Augen haben, ohne sich groß schämen zu müssen. Ein rundum empfehlenswerter Film und mit der NDW-Disco-Szene hier hätte ich in einem französisch-sprachigen und Oscar-nominierten Film für ein junges Publikum jetzt auch nicht unbedingt gerechnet.


Auch hier bestätigt die Zweitsichtung innerhalb kurzer Zeit die sehr positiven Eindrücke. :nick:
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