Lady Dracula – Jean Rollin (1982)

Moderator: jogiwan

Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon Die Kroete » 18. Mai 2013, 13:54

ugo-piazza hat geschrieben:...Und das ist bei mir dann auch immer eine Stimmungsfrage. An Tagen wie heute (warm und sonnig) kann ich Rollin überhaupt nicht schauen. Rollin ist etwas für das Nachtprogramm im Herbst/Winter, wenn der Wind ums Haus heult.


Die Sichtung von Lady Dracula, oder auch um ein anderes Beispiel zu nennen: Sumpf der lebenden Toten, würde ich jetzt nicht vom Wetter oder der Jahreszeit abhängig machen wollen. Die kann man eigentlich immer gucken, wenn einem danach ist! :thup:

Es gibt allerdings auch eine Menge anderer Filme von Rollin, unabhängig vom Kalendertag oder derTageszeit, die man sich gar nicht anschauen brauch. :angst:
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Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon buxtebrawler » 18. Mai 2013, 16:44

Adalmar hat geschrieben:Ziemlich paradox, an die Darstellung eines übernatürlichen Phänomens naturalistische Maßstäbe anzulegen ...

Demnach wäre so gut wie jeder Vampirfilm ähnlich "schlecht durchdacht", die Vampire sehen ja auch meistens noch ganz frisch aus. Hier darf man sich eben nicht vom Titelelement "... Living Dead ..." verwirren lassen und womöglich einen Zombiestreifen mit verschimmelten Kadavern erwarten.


Nee, Vampire gammeln bei ihrer Vampirwerdung ja nicht schon zwei Monate im Sarg vor sich hin.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon jogiwan » 18. Mai 2013, 16:57

ich hab den erst einmal gesehen und da fand ich den ehrlich gesagt auch nicht so prickelnd - "Pestizide" a.k.a. "Foltermühle der gefangenen Frauen" find ich da z.B. um Welten besser.
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Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon Adalmar » 18. Mai 2013, 20:41

buxtebrawler hat geschrieben:Nee, Vampire gammeln bei ihrer Vampirwerdung ja nicht schon zwei Monate im Sarg vor sich hin.


Wenn man im Kontext eines phantastischen Films akzeptiert, dass eine Tote wieder lebendig wird, kann man m. E. auch akzeptieren, dass ihr Erscheinungsbild wie zu Lebzeiten wiederhergestellt ist. Es ist nicht logischer, lebendige Tote rumlaufen zu lassen, deren dargestellte körperliche Verwesung aktive Lebensfunktionen gar nicht zuließe, wie man es in vielen Zombiefilmen sieht.
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Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon buxtebrawler » 19. Mai 2013, 12:00

Adalmar hat geschrieben:Wenn man im Kontext eines phantastischen Films akzeptiert, dass eine Tote wieder lebendig wird, kann man m. E. auch akzeptieren, dass ihr Erscheinungsbild wie zu Lebzeiten wiederhergestellt ist. Es ist nicht logischer, lebendige Tote rumlaufen zu lassen, deren dargestellte körperliche Verwesung aktive Lebensfunktionen gar nicht zuließe, wie man es in vielen Zombiefilmen sieht.


In den meisten Zombiefilmen wird aber immerhin deutlich gemacht, dass viele Lebensfunktionen schon ziemlich im Arsch sind. Da wird geschlurft, gekeucht und um das Bindegewebe ist es meist auch nicht mehr sonderlich gut bestellt.

Stell dir doch mal vor, Catherine hätte nach ihrer Wiedererweckung tatsächlich wie 'ne modrige Leiche ausgesehen und hätte durch ihren Blutkonsum erst nach und nach zu ihrem ehemaligen Äußeren zurückgefunden. Was hätte man daraus für einen spannenden Film machen können! Eine tot aussehende Zombievampirin, die durch die Gegend schleicht, Menschen erschreckt und sich auf der Suche nach ihrer Freundin verstecken muss etc. Und ihre Freundin wäre dann ob des Anblicks Christines entsetzt und hin und her gerissen gewesen zwischen ihrer Zuneigung und dem abstoßenden Äußeren. Aber dafür hätte man eben viel mehr tun müssen als Rollin offensichtlich bereit war.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon Adalmar » 19. Mai 2013, 17:58

buxtebrawler hat geschrieben:Stell dir doch mal vor, Catherine hätte nach ihrer Wiedererweckung tatsächlich wie 'ne modrige Leiche ausgesehen und hätte durch ihren Blutkonsum erst nach und nach zu ihrem ehemaligen Äußeren zurückgefunden. Was hätte man daraus für einen spannenden Film machen können! Eine tot aussehende Zombievampirin, die durch die Gegend schleicht, Menschen erschreckt und sich auf der Suche nach ihrer Freundin verstecken muss etc. Und ihre Freundin wäre dann ob des Anblicks Christines entsetzt und hin und her gerissen gewesen zwischen ihrer Zuneigung und dem abstoßenden Äußeren.


Das klingt in der Tat interessant und wäre sicher eine gute Filmidee; trotzdem bin ich dagegen, Rollin einfach zu unterstellen, er wäre dafür zu doof oder zu faul gewesen. Es wäre ja auch von der Stimmung her ein ganz anderer Film geworden, wenn sich Catherine die ganze Zeit hätte verstecken müssen usw. Er wollte wohl eher eine verführerische femme fatale.
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Re: Lady Dracula – Jean Rollin

Beitragvon jogiwan » 1. Aug 2017, 08:00

schnittberichte.com hat geschrieben:Lady Dracula kommt von Wicked-Vision Media - Jean Rollins beschlagnahmter Horrorfilm im Mediabook

Lady Dracula (Original: La Morte vivante, 1982) von Jean Rollin kam ungekürzt in Deutschland auf VHS heraus und landete 1984 auf dem Index. Zwei Jahre später erfolgte die Beschlagnahme, im Laufe der Jahre erfolgten noch vier weitere. Später gab es auch ungeschnittene DVDs, 2012 wurde in den USA die erste Blu-ray veröffentlicht. Am 25. August 2017 bringt Wicked-Vision Media den Film als Nr. 5 ihrer Jean Rollin Collection in zwei Mediabooks (je 666 Stück) mit Blu-ray und DVD heraus. Wie bei den anderen Teilen der Reihe wurde auch hier wieder extra ein neuer 2K Scan vom Originalnegativ erstellt und eine Farbkorrektur durchgeführt.


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quelle: schnittberichte.com
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