Adieu Bulle - Pierre Granier-Deferre (1975)

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Adieu Bulle - Pierre Granier-Deferre (1975)

Beitragvon sergio petroni » 28. Feb 2018, 12:56

ADIEU BULLE

Bild

Originaltitel: Adieu Poulet

Alternativtitel: The French Detective

Herstellungsland-/jahr: FRA 1975

Regie: Pierre Granier-Deferre

Darsteller: Lino Ventura, Patrick Dewaere, Victor Lanoux, Julie Guiomar, Pierre Tornade,
Francoise Brion, Claude Rich, Michel Peyrelon, ...

Story: Der französische Politiker Lardette (Victor Lanoux) geht bei der Durchsetzung seiner Ziele sogar über Leichen. Als im Zusammenhang mit den anstehenden Kommunalwahlen ein Mord passiert, hat Kommissar Verjeat (Lino Ventura) gleich den Verdacht, dass er in Lardettes Umfeld ermitteln muss. Beide Seiten kämpfen mit Mitteln, die nicht immer legal sind...
(quelle: moviepilot.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Adieu Bulle - Pierre Granier-Deferre (1975)

Beitragvon sergio petroni » 28. Feb 2018, 13:17

Kommissar Verjeat (Lino Ventura) und Inspektor Lefevre (Patrick Dewaere) ermitteln
im Fall eines erschossenen Polizisten. Der Verstorbene konnte noch den Namen seines Killers
von sich geben. Die Tat geschah eher zufällig und impulsiv im Zusammenhang mit einer
Plakatklebeaktion für den Politiker Lardatte. Dieser sieht sich den gnadenlosen Ermittlungen
Verjeats ausgesetzt und fürchtet um seine weiße Weste im Wahlkampf.
So kommt es nicht von ungefähr, daß Verjeat befördert und nach Montpellier versetzt
werden soll. Doch Verjeat wehrt sich mit Händen und Füßen gegen seine Versetzung
und will den Polizistenmörder um jeden Preis zur Strecke bringen.

Der erfahrene Pierre Granier-Deferre inszenierte einen reinrassigen Polizeithriller,
der Charakterkopf Lino Ventura auf den Leib geschneidert ist. Kommissar Verjeat ist
oftmals schnell mit der Pistole zur Hand, legt unkonventionelle Ermittlungsmethoden
an den Tag und hegt ein gesundes Mißtrauen gegenüber Obrigkeiten.
Seine Leute allerdings stehen bedingungslos zu ihm. Auch als es ihm an den Kragen
zu gehen scheint. Hierbei sticht Patrick Dewaere (der mit 35 Jahren Selbstmord beging)
als Lefevre hervor, der die junge Hälfte des Buddy-Duos gibt.

Die Story ist recht straight, die Stärken des Films liegen eher bei den Darstellern und
dem oftmals aufblitzenden schwarzen Humor. So wird der Tod eines im Puff
verstorbenen Freiers als "Verkehrsunfall" abgehandelt. Die Politikerschelte ist offensichtlich
und wird als Vehikel für die Story leider etwas zu pauschal eingesetzt.
Dafür ist die Musik von Philippe Sarde sehr hörenswert. Mal jazzig, mal mit dissonanten
Klavierakkorden, die an Goblin erinnern.
Und vor allem das Ende ist der Bringer!
6,5/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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