Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschmacks

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Moderator: jogiwan

Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 19. Jun 2011, 01:54

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Die Rache der Camorra

Inhalt:
Don Gaetano kontrolliert als Mitglied der Camorra ein Straßenviertel in Neapel. Nicola Belizzi, der hier seine Jugend verbracht hat, kehrt nach seinem Jurastudium in das Viertel der Diebe und Asozialen zurück. Er wird Mitglied der Camorra. Dadurch kann er sich seinen Traum Rechtsanwalt zu werden erfüllen. Doch gerät er durch seinen Gerechtigkeitssinn immer wieder mit dem mit brutaler Gewalt herrschenden Camorra-Chef aneinander.

Fazit:
Ein duchweg stimmiger Film, bei dem man nicht zu viel Action erwarten darf, denn er stimmt einen eher nachdenklich.
Die Handlung wurde hier ins Neapel des ausgehenden 19. Jarhunderts verlegt, ich finde das keineswegs schlecht, wird einem doch hier die Armut und das Elend der Leute noch viel deutlicher vor Augen geführt.
Erzählt wird hier die Geschichte einer ungewöhnlichen Männerfreundschaft, es geht um Ehre, Gewissen und natürlich um die Regeln der Camorra.
Der Film ist mit Claudia Cardinale, Franco Nero und Fabio Testi hochkarätig besetzt, trotz seiner Spielzeit von 126 Minuten kommt keinen Augenblick Langeweile auf, im Gegenteil, es war fesselnd bis zur letzten Minute.
Der Schluß ist richtig überraschend und nochmal ein richtiger Schwinger in die Magengrube.

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 19. Jun 2011, 02:30

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Schock

Inhalt:
England hat sein erstes Raumschiff erfolgreich gestartet. Doch die Rückkehr steht unter keinem guten Stern. Zuerst verlier die Bodenkontrolle für kurze Zeit den Kontakt zum Raumschiff, dann stell sich nach der Landung heraus, dass von den 3 Besatzungsmitgliedern einer überlebt hat; und bei ihm zeigen sich Anzeigen von körperlichen wie auch geistige Schäden. Obwohl er unter strikter Überwachung steht, schafft es seine Frau, ihn aus dem Krankenhaus zu schmuggeln - und lässt damit eine der grössten Bedrohungen für die Menschheit frei. Eine unbekannte ausserirdische Lebensform, die sich von menschlichem Fleisch ernährt, lebt parasitär in dem überlebenden Astronauten - immer darauf aus zu wachsen und sich auszubreiten...

Fazit:
Mit "Schock" begannen die Hammer Studios ihre überaus erfolgreiche Horror Erfolgsgeschichte!
Dieser Klassiker kommt mir vor wie eine Mischung aus "Planet Saturn lässt schön grüßen" und "Der Blob", nur das der hier schon vorher da war.
Ein intelligent gemachter Science-Fiction Film, der mit schönen alten Effekten und einer glaubwürdigen Geschichte glänzen kann, richtig gute Unterhaltung und wer auf Hammer Filme steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen.
Es wurden übrigens danach noch zwei Fortsetzungen gedreht.

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 20. Jun 2011, 23:55

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Das Amulett des Todes

ENDLICH hatte ich das Vergnügen und bin in den Genuss dieses Films gekommen, welch ein Fest!!
Über die Besetzung brauche ich nix sagen, die ist ein Traum, der Film an sich ist eher ruhig inzeniert, aber dennoch spannend.
Horst Frank's Rolle hätte ruhig etwas umfangreicher ausfallen können, dafür gabs Hauer satt, sogar nacksch beim Sex, echt lecker der Rutger, so jung und knackig, ähm, was wollte ich jetzt eigentlich schreiben, jetzt hab ich den Faden verloren. :oops:
Ach ja, zuerst hat sich unser Rutger nicht gerade sehr geschickt verhalten, man muß schon etwas ausgeschlafener sein um Gangstern ihre Beute abzuluchsen!
So sind die ihm natürlich recht bald auf die Schliche gekommen, aber gut, dann wäre er ja ungeschoren davongekommen und der Film wäre überflüssig gewesen.
Trotzdem, wer über die kleinen Ungereimtheiten hinwegsehen kann, der wird hier jedenfalls voll und ganz auf seine Kosten kommen, so wie ich, ich find den richtig klasse!!

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 21. Jun 2011, 02:36

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Die ehrenwerte Gesellschaft

Inhalt:
Die junge, ambitionierte Lehrerin Elena wird in ein abgelegenes Dorf in den sizilianischen Bergen versetzt. Jeder Mann, der sich für sie interessiert, wird mit einer Rose im Mund tot aufgefunden. Elena versucht, der Bedrohung auf die Spur zu kommen. Erst spät erkennt sie, dass sie benutzt wurde ...

Fazit:
Für mich ist das mehr ein Politthriller als ein Giallo.
Franco Nero hier ganz ungewohnt in der Rolle eines Mitläufers ohne Courage, das passt so gar nicht zu ihm.
Trotzdem recht spannende Handlung, zuerst ist man am rätseln, was die seltsam arrangierten Morde zu bedeuten haben mögen, erst nach und nach enthüllt sich dem Zuschauer, wie alles zusammenhängt und wer die Fäden zieht. Jennifer O'Neill ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern spielt ihre Rolle der resoluten eigenwilligen Lehrerin meisterhaft.
Was mich begeistert hat war der Drehort, sowas Schönes hab ich selten gesehen, falls jemand weiß, wo der Film entstanden ist, bitte ich um Nachricht.
Kein Oberhammer, aber ein solider Thriller, der wirklich einer Sichtung bedarf und einer guten DVD-VÖ!!

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon Blap » 21. Jun 2011, 14:29

untot hat geschrieben:Schock

Es wurden übrigens danach noch zwei Fortsetzungen gedreht.


Die erheblich besser geraten sind! "Feinde aus dem Nichts" ist so stark, dass selbst Oberpfeife Brian Donlevy den Film nicht versauen kann. "Feinde..." gehört IMHO zu den besten Filmen der fünfziger Jahre!

...und "Das grüne Blut der Dämonen" ist ein knuffiges Filmchen, welches endlich einen brauchbaren Quatermass Darsteller im Gepäch hat (Andrew Keir).
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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 21. Jun 2011, 18:15

Ich kenn beide Filme noch nicht, aber das wird sich hoffentlich bald ändern... :mrgreen:
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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 23. Jun 2011, 01:00

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The Last Supper

Jude, Pete, Paulie, Marc und Luke sind liberale, miteinander befreundete Studenten, die keiner Fliege etwas zuleide tun würden. Doch dann wird Mark von dem faschistoiden Geschwätz des Truck-Fahrers Zachary so in Rage gebracht, dass er diesen kurzerhand ersticht. Nachdem die Gruppe den anfänglichen Schock überwunden hat, kommt das Quintett zu dem Schluß, dass die Welt ohne solche Menschen besser dran ist. Also beschließen sie, fortan mit weiteren politisch Radikalen genauso zu verfahren. Und so laden sie nacheinander einen Religionsfanatiker, eine Abtreibungsgegnerin und eine Bücherverbrennerin zu deren letzten Abendessen in ihr Haus ein...


Ganz nette Unterhaltung, ohne besonderen Tiefgang aber trotzdem gut anzuschaun.

Am Anfang dachte man noch, ok, die hatten irgendwo recht, das änderte sich aber zum Schluß hin immer mehr und man fand die dann doch nicht mehr ganz so moralisch überlegen die Bande.
Und wie alle, die moralisch nicht korrekt handeln in diesem Film, ereilt dann auch unsere aufgeblasenen, selbsternannten Weltverbesserer ihr wohlverdientes Schicksal, ist doch nur gerecht!
Ron Perlman, zu sehen stimmt mich immer froh, nur leider ein viel zu kurzer Auftritt, wie so oft!!!

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 23. Jun 2011, 01:22

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Hinterholz 8

Herbert Krcal und seine Frau Margit träumen den Traum vom Eigenheim. Am liebsten tun sie das in der "Blauen Lagune", einem Fertigteilhaus-Park im Süden Wiens, wohin sie regelmäßig mit ihrem Sohn Philipp pilgern. Ebenso regelmäßig müssen sie die bittere Wahrheit erkennen, daß sie sich das jeweils besichtigte Traumhaus eigentlich nicht leisten können. Schnell wird eine Lösung gefunden: Man kauft ein günstiges, baufälliges Haus - und renoviert. So kann man schließlich viel Geld sparen...

"Geschenkt ist noch zu teuer" auf österreichisch ist natürlich schon ob seines schwarzen Humors und seinem Sarkasmus um längen besser als das was da aus den USA kam.
Die Geschichte ist schnell erzählt, Paar kauft Haus, alles was schief gehen kann, geht auch schief, Haus eine Ruine, Bank kündigt Kredit, Mann verliert Arbeit, Frau läuft weg, Mann sitzt da mit nichts außer nem Arsch voll Schulden und rastet total aus.
Hier wird es aber so erzählt, das es manchmal schon fast weh tut und einem das Lachen regelrecht im Hals stecken bleibt, immer wenn man denkt, jetzt ist der Tiefpunkt erreicht, kommt der nächste Hammer!
Eine bitterböse Komödie, die einen fast selbst mit zur Verzweiflung treibt.
Mit vielen bekannten Gesichtern! Sehr empfehlenswert!

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 24. Jun 2011, 01:51

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Inhalt:
Versicherungsangestellter Franz Blum beteiligt sich an einem Banküberfall und landet für fünf Jahre im Gefängnis. Als er sieht, wie Student Bielich von Schläger Kuul misshandelt wird, greift er ein und wird zusammengeschlagen. Blum beginnt die Hackordnung zu durchschauen, mischt nach und nach mit. Er steigt in der Hierarchie auf, lässt andere für sich arbeiten. Blum gewinnt die Wahl zum Präsidenten des Gefangenensportvereins und setzt Kuul matt. Er hetzt Bielich, der sich aufgelehnt hatte, beim Sport zu Tode. Blum wird vorzeitig entlassen.

Fazit:
"Die Verrohung des Franz Blum", dieser Titel sagt eigentlich schon alles aus, nicht das der Film übermäßig brutal wäre, um körperliche Gewalt handelt es sich hier weniger, sondern um die psychische.
Als Franz Blum im Knast ankommt ist er ein ruhiger zurückhaltender Mann, mit einem Gewissen, nach vier Jahren Knast, ist er schlimmer als alle anderen und wird deswegen auch noch wegen guter Führung entlassen und vom Gefängnisdirektor mit folgenden Worte verabschiedet: "Diese 4 Jahre haben wirklich einen ganz anderen Menschen aus ihnen gemacht!" wie zynisch!

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Re: Untot's "Kinoleum", oder die Gruft des schlechten Geschm

Beitragvon untot » 25. Jun 2011, 23:50

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Schreie in der Nacht

Marianne Koch, ich hätte nie gedacht, die gute Frau mal in einer solchen Rolle bewundern zu dürfen, echt ungewohnt, aber hat was.
Auch Fuchsberger mal nicht als strahlenden Helden zu sehen ist erfrischend.
Ganz nette gut konstruierte Gruselstory mit einigen kleinen raffinierten Wendungen und mit vielen bekannten Gesichtern, rundum kurzweilige Unterhaltung!

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