Santini's Pensione Paula

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

Moderator: jogiwan

Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 18. Mai 2012, 22:52

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Killer stellen sich nicht vor
(Frankreich / 1980 / Jacques Deray)

Michel Gerfaut (Alain Delon) leistet einem (vermeintlichen) Unfallopfer erste Hilfe, und gerät dadurch in das tödliche Visier von Waffenhändlern, der Rüstungsindustrie, dem Geheimdienst und der Politik.

Gerfaut, der einfach nur sein bisheriges, ruhiges Leben behalten möchte, bleibt keine Wahl.

Sein Überlebensinstinkt läßt ihn vom Gejagten zum Jäger und ebenso skrupellos wie seine Gegenspieler werden...

Geht es um qualitativ hochwertige, unterkühlte, pessimistische, harte Thriller, sind die Franzosen seit jeher unschlagbar.
Und Alain Delon ist natürlich, vollkommen zu Recht, eine Galionsfigur dieser Filmgattung.

"Trois Hommes a abattre" ist packend, mitreißend und hart - ohne dabei auf Effekthascherei setzen zu müßen.

Unterstützung aus Italien bekommt Alain Delon in Form von Dalila Di Lazzaro.
Diese wiederum hatte eine ihrer besten Rollen in dem sehr sehenswerten, und wie ich finde, völlig unterschätzten Blutiger Zahltag.

Das Ende von "Killer stellen sich nicht vor" ist ein (wenn auch passender) Schlag in die Magengrube...

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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 23. Mai 2012, 02:29

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Herstellungsland: Italien / 1994

Regie: Al Passeri

Originaltitel: Plankton

Darsteller: Clay Rogers, Sharon Twomey, Michael Bon, Loren de Palma, Ann Wolf u. A.

Story:

Fünf junge Menschen, zwei Männer und drei Damen, steuern vor Miami mit ihrem Schlauchboot auf's offene Meer hinaus und verlieren in einem Gewittersturm die Orientierung. Glückliche Zuflucht finden sie auf einem luxeriös ausgestatteten Forschungsschiff, das scheinbar menschenleer auf der See dahintreibt und in seinem Labor im Inneren ein monströses Geheimnis birgt: Als sich die ahnungslosen Schiffbrüchigen auf dem Boot einzurichten beginnen, nehmen sauerstoffatmende Urzeit-Horrorfische mit großem Appetit auf warmes Fleisch die Jagd auf sie auf...

So bad it's (nearly!) good!

Das kann man sowohl als Warnung oder auch als Empfehlung verstehen.

Al Passeri ( = Massimiliano Cerchi) hat keine Zeit für eine Einleitung oder Vorstellung der Charaktere - das ist auch gut so, denn beides wäre vertane Zeit.

Natürlich laufen die Mädels die ganze Zeit spärlich bekleidet bzw. halb nackt durch die Gegend, und natürlich ist das Verhalten der Protagonisten in höchstem Maße unlogisch, und daher umso unterhaltsamer.

Eine wirklich bedrohliche Atmosphäre kommt eher selten auf, Gore gibt es kaum, dafür lacht das Trash-Herz, insbesondere, wenn im letzten Drittel die Äktschen richtig los geht und uns einige Mutations- und Ekel-Effekte präsentiert werden.

Als gelungenen running Gag gibt es noch einen Board-Computer, der seinen zynischen, sexistischen Kommentar zum Besten gibt.

Ansprüche (sofern ihr überhaupt welche habt :? :kicher: ) runterschrauben und einen herrlichen B-movie Trash genießen.

Gehört in jede Sammlung!

Ihr seid gewarnt!

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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon McBrewer » 23. Mai 2012, 09:03

:shock: :shock: :shock: :shock: :shock:
WAS aber ist bloß auf den anderen, zensierten Fotos Screenshots zu sehen sein :? ???

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:kicher:
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon jogiwan » 23. Mai 2012, 09:05

:shock: du meine Güte - jetzt erst gesehen... :hirn:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 30. Mai 2012, 20:12

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Romy Schneider - Eine Frau in drei Noten

(Dokumentarfilm von Frederick Baker und Sandra Fasolt, Österreich 2008)

"Das Leben der außergewöhnlichen Schauspielerin war kurz, aber ereignisreich. Sie war Österreichs Sissi und Frankreichs Femme fatale. Sie ging beruflich und privat bis an ihre Grenzen. Romy Schneider wurde zum Mythos. Dieser Film zeigt die Unterschiede und Parallelen zwischen Film und Realität, zwischen dem Mythos Romy und der Privatperson Rosemarie Albach. Er analysiert ihre geheimnisvolle Aura nach Kopf, Herz und Basis wie die Noten eines Parfums."

Sehr gelungene und interessante Doku.

Besonders gefreut hat mich das Wiedersehen mit Helmut Berger und Fabio Testi! :nick:
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 1. Jun 2012, 01:26

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(Spanien 2005, Luis de la Madrid)

"Die Mädchen eines strengen Internats leiden unter einer tyrannischen Nonne (Cristina Piaget). In einer unheilschwangeren Nacht verschwindet die Nonne spurlos. Das Internat wird kurz darauf geschlossen. Siebzehn Jahre später: Inzwischen leben die Frauen überall auf der Welt verteilt. Eines Tages wird eine von ihnen, brutal ermordet, aufgefunden. Etwas ist zurückgekehrt...und es will Rache."


Irgendwo in der Schnittmenge aus „The Ring“ und Teenie-Horror à la „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ angesiedelt, ist THE NUN weder sonderlich innovativ noch intelligent, bietet jedoch gelungene Genre-Unterhaltung und weiß 90 Minuten lang solide zu unterhalten.

Guter Durchschnitt aus Espana, bei dem jedoch vermutlich noch mehr möglich gewesen wäre.
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 10. Jun 2012, 15:50

Um mein Gedächtnis mal wieder aufzufrischen:
Der Mann ohne Gedächtnis

Senta Berger und Portofino - niemand braucht mehr, um glücklich zu sein.

Ich war dann auch gleich so frei, das Gedächtnis von Senta Berger ebenfalls zu bemühen. ;)

Senta Berger zu "Der Mann ohne Gedächtnis": "Klick."
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 14. Jun 2012, 15:05

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Dark Places
(In a Dark Place)
Luxemburg 2006, Donato Rotunno

"Mit einer öffentlichen Schulanstellung hat es nicht geklappt, jetzt tritt Anna (Leelee Sobieski) ihren neuen Arbeitsplatz als Privatlehrerin in einem herrschaftlichen Haus an – malerisch und unheimlich gelegen und umgeben von einem schneebedeckten Park samt tiefem Teich. Nur zwei Schüler muss sie unterrichten: den zehnjährigen Miles und seine jüngere Schwester Flora, die den Tod ihrer Eltern und den von Anna's Vorgängerin, Ms. Jessel, zu verkraften haben. Und dann ist da noch die zugeknöpfte Haushälterin Ms. Grose (Tara Fitzgerald), deren anfänglich distanziertes Verhalten bald in zärtliche Zuneigung umschlägt (nachdem sie Anna nackt im Bad gesehen hat). Und eine liebende Verbündete kann die neue Gouvernante in dem riesigen Anwesen mit den knarrenden Korridoren und finsteren Ecken gut gebrauchen. Denn seltsame Geräusche und Halluzinationen beginnen die junge Frau schon ab der ersten Nacht zu quälen und zermürben langsam ihren Verstand."

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Dieser subtile Gruselthriller mit Mystery- & Drama-Elementen hat mich gut unterhalten und das "Kopfkino" noch ein Weilchen weiterlaufen lassen. ;)

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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 19. Jun 2012, 00:02

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(Großbritannien, Schweden, Spanien 2006 / Clive Gordon)

"Der deutsche Backpacker Chris handelt sich in Afrika mächtig Ärger ein: Ohnehin schon völlig abgebrannt, behalten die Behörden auch noch seinen Pass ein. Um das Land dennoch schleunigst verlassen zu können, schleicht er sich als blinder Passagier auf ein Containerschiff mit Ziel Marseille. Doch eine lockere Urlaubsreise wird die Überfahrt für den jungen Abenteurer ganz gewiss nicht. Auf der rostigen "The Gull" herrscht ein rauer Ton und Captain Brookes führt seine verkommene Mannschaft aus menschlichem Abschaum mit starker Hand. Nachdem Chris Anwesenheit bald entdeckt ist, versucht der junge Mann mit harter Arbeit und möglichst wenigen Worten der gewalttätigen Crew aus dem Weg zu gehen, vor allem den bohrenden, von Wahnsinn getrübten Blicken des Captain. Doch die Gesetze auf hoher See dulden keine Außenseiter. Viel zu kostbar und grauenvoll ist das Geheimnis, das die Mannschaft kollektiv in den gigantischen Frachträumen hütet. Umso mehr Chris Zeuge der Ereignisse an Bord wird, umso brenzliger gerät seine Situation..."

Eine authentische Höllenfahrt inspiriert von einer wahren Begebenheit.

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CARGO kommt angenehm eigenständig um die Ecke und stellt sicher keinen 08/15 Thriller da.

Beginnend wie ein Abenteuerfilm, wird das Ganze dann zu einem Psychothriller mit dramatischem Finale, wobei die Betonung auf Drama liegt.

"Was ist im Laderaum?"

und

"Was geschah in Kabine Nr. 9?"

sind die beiden großen Fragen des Films.

Zumindest die Antwort auf Frage Nr. 1 kann sich der Zuschauer wahrscheinlich relativ schnell selber beantworten.
Sofern sich der Zuschauer nicht auf die "falsche Fährte" locken läßt, zu glauben er sähe einen Horrorthriller. ;)

In seiner Gesamtheit hat mich CARGO mit seiner durchgehenden Spannung und der interessant erzählten Geschichte gut unterhalten.
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Re: Santini's Pensione Paula

Beitragvon Santini » 24. Jun 2012, 00:32

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Originaltitel: Desiderio sfrenato del piacere

Alternativtitel: Valentine - von allen geliebt / Hard-Car - Das Lustobjekt

Herstellungsland: Italien / 1990

Regie: Giovanni Amadei

Darsteller: Valentine Demy, Alex Berger, Carmen Di Pietro, Cristina Rinaldi u. A.

Story:

Eine junge Frau beobachtet zufällig den Mord an einem Unbekannten in dem Büro ihres Liebhabers. Von nun an ist sie auf der Flucht, verfolgt von einem Geländewagen, der ihr nach dem Leben trachtet. Verzweifelt versucht die Frau ihrem Schicksal zu entgehen und erlebt eine Welt voller Erniedrigung und Angst. Nach einer Vergewaltigung nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand – die Gejagte wird zum Jäger!

"Die spätere Porno Darstellerin Valentine Demy in einem überragendem Roadmovie, voller Spannung und erotischer, sexueller Höhepunkte!"

Die Handlung läßt sich auch kürzer zusammenfassen:

Valentine fährt durch die Gegend und nimmt (fast!) jede sich bietende Gelegenheit für ein Schäferstündchen wahr. 8-)

Da Valentine recht viel mit dem Auto unterwegs ist, hat man sich im Covertext wohl zur Bezeichnung "Roadmovie" hinreißen lassen ;) :

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Neben andauernder Autofahrerei gerät Valentine auch in manch haarige Situation:

So wird Valentine das Opfer einer versuchten Vergewaltigung auf der Damentoilette.
Der Vergewaltiger überwältigt Valentine und reißt ihr zunächst ein Büschel Haare aus dem Intimbereich als "Souvenir" aus, dass er dann erst ihr und anschließend sich selbst unter die Nase hält:

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Doch Hilfe naht.
Die resolute Klofrau schlägt den Kerl mit Hilfe ihres Putzlappens in die Flucht:

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Werte Klofrau beruhigt dann auch Valentine mit den pädagogisch wertvollen Worten: "Sowas ist hier schon mal passiert."

Und was tut man Frau nach so einem Übergriff natürlich?
Richtig:

Valentine verpaßt sich erst mal eine Intimrasur - damit sich niemand mehr ein "Souvenir" von ihr nehmen kann:

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Und damit sind wir auch schon wieder bei unserem Lehrauftrag angelangt:
Im Jahre 1990 waren Intimrasuren noch nicht so weit verbreitet wie heute - schön war's damals. ;)

Ja, solch Szenen, wie die oben beschriebene sind es, die den Zuschauer bei "Liebe auf Asphalt" ähm...bei der Stange halten. :kicher:

Ausgiebige Duschszenen mit Valentine, das Klischee vom immer heißen Zimmermädchen und lesbische Liebe sind weitere Raffinessen des Drehbuchs.

Der Sounddreck besteht zum Großteill aus uninspiriertem Synthie-Gedudel, bietet jedoch auch zwei oder drei nette sleazy easy listening Tracks auf.

Valentine Demy (Jahrgang 1963) drehte, unter Anderem, mit Größen wie Tinto Brass und Joe D'Amato, wechselte später ins H/C-Fach, Titel wie "Rosetten in Ketten" oder "Zorro - spitz wie sein Degen" (Mario Bianchi) sollten in keiner Sammlung fehlen, und ist bis heute in vielen Filmproduktionen, dem italienischen TV und Liveshows zu sehen:

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www.youtube.com Video From : www.youtube.com




Der Schwerpunkt liegt bei diesem "Erotik-Thriller" ganz klar auf Erotik - und weniger auf Thriller.

Fazit: Recht belanglose, typische Softcore Fleischbeschau mit "Pseudo" Thriller-Sideplot, einer attraktiven, sehenswerten Valentine Demy, und einigen kleinen, netten Ideen.
Dass es sich hierbei um ein Remake von Sergio Leone's "Für eine handvoll Schamhaar" handeln soll, dürfte lediglich ein Gerücht sein. :lol:


Weitere Screenshots:

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