Karl or Karla goes to Cinema

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Moderator: jogiwan

Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 13. Nov 2017, 12:06

9.11.17, 19 Uhr, Cinespace Bremen
THOR - TAG DER ENTSCHEIDUNG (2017) 2D
R: Taika Waititi, D: Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Mark Ruffalo, Anthony Hopkins, Cate Blanchett, Idris Elba, Tessa Thompson, Jeff Goldblum, Karl Urban, Clancy Brown; M: Mark Mothersbaugh
Thor ist auf der Suche nach Steinen, erfährt vom Bevorstehenden Ragnarök, sucht Vattern, trifft Loki, und bekämpft mit Hulk und einer Walküre seine Schwester, die schwarze Hexe, genannt Hela.
Zu erst dache ich, nun gut, mit der actionlastigen Serie um den eher schlichten Helden Thor geht es jetzt im erfolgreichen GotG-Modus weiter. Und das stimmt, und dann auch wieder nicht.
Die Story im Pseudo-Mystischen-Sci-Fi-Mix könnte auch von einer billigen Rip Off Firma gemcht worden sein, aber wir haben hier Unterschiede: Der Cast, das Timing, und die Attitude des Films.
Ebenso wie GofG ist hier die Mischung aus Action und Humor, aber dann doch eben wieder anders: Geht es bei Guardians um knuffige Charaktere, die immer und immer wieder in Situationen sind, die drüber sind, so auch die Action ist immer ein bißchen ehr als vorstellbar, ebenso der Humor und die Entwicklung, das führt zu so einem "Mund offen"-Dauer Gefühl. Beim neuen Thor nimmt man sich ein wenig zurück, die meisten Charaktere sind ja auch schon etabliert, in anderen Zusammenhängen, die anderen müssen dazu passen. Ausser Jeff Goldblms Mastermind und seine Welt sind Guardiaskompatibel, ist aber sozusagen ja auch so weit im Weltenraum, also schon fast in der Guardianswelt.
Es ist nicht unbedingt selbstironisch, doch hat man immer das Gefühl, dass die Story nicht so ganz ernst genommen wird, die Spieler wissen, in welch einem eigentlich Trashkuddelmuddel sind. Und das Timing der Szenen und des Spiels ist hervorragend, so hat man hier eher einen grinsigen Humor, toll.
Die Story im Pseudo-Mystischen-Sci-Fi-Mix könnte auch von einer billigen Rip Off Firma gemacht worden sein, aber wir haben hier Unterschiede: Der Cast, das Timing, und die Attitude des Films.
Und der Cast ist natürlich eine Bank: Ruffalo, Chris Hemsworth darf mal mehr zeigen, Hiddleston, Urban spielt schön schmierig und zerrissen, Goldblum ist GROSS, einzig Cate Blanchett war mir zu eindimensional (sah meine Begleitung allerdings anders) Eine schöne Szene gab es mit Luke Hemsworth, Sam Neill und Matt Damon!
Zur Musik: Devo Mark Mothersbaugh mischt hier 80er Synthie und moderne Musik, gewürzt mit Songs. Die einen erinnert das an Captain Future, die anderen an Daft Punk, je nach Alter.
Einer der genutzten Songs ist der abgeriffte Immigrant Song von LedZep, her passt er sehr gut, geht es doch um den Auszug der Nordischen auf der Suche einer neuen Heimat, es gibt einen Hammer of Gods. Und bei dem Titel gibt es auch eine Verbindung zu den Bildern, die dann an einige Immigrationen erinnern: Moses Auszug mit den Ägyptern ebenso wie aktuelle Bevölkerungsbewegungen. Und das in so einem Film zu bringen ohne das es einem aufstößt: Respekt!
(Und die Fallhöhe: Die eigene Welt vernichten, um sein erstaunlich kleines Volk zu retten, oha)

Das erinnert mich daran, dass ich den Überraschungserfolg des Regisseurs Taika Waititi 5 Zimmer Küche Sarg immer noch nicht gesehen hab....
Fazit: Überraschend gute Komödie in der Marvel Welt.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon jogiwan » 13. Nov 2017, 12:08

karlAbundzu hat geschrieben:Das erinnert mich daran, dass ich den Überraschungserfolg des Regisseurs Taika Waititi 5 Zimmer Küche Sarg immer noch nicht gesehen hab....


Die Filme von Taika Waititi sind ausnahmslos alle schwer empfehlenswert! :nick:

Kann man sich den "Thor"-Film auch angucken, wenn man die Vorgänger nicht kennt?
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 13. Nov 2017, 12:26

Klar, ich konnte mich an die Handlungen vorher auch nicht so genau erinnern. Ein zwei Insider kommen besser und die Beziehung zwischen Thor und Loki findet natürlich eine Fortsetzung.
Aber insgesamt läßt sich der sehr gut als Solo goutieren.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 13. Nov 2017, 12:41

12.11.2017, 20:45 Cinema Bremen
Weird Xperience präsentiert:
PERFECT BLUE (1997)
R: Satoshi Kon, deutsche Stimmen: Solveig Duda, Carin C. Tietze, Claus Brockmeyer, Philipp Brammer; M: Masahiro Ikumi
Ein Anime bei WX. Die Geschichte einer Popsängerin im J-Pop, die sich entscheidet, Schauspielerin zu werden. Die Grenze zwischen Spiel, Realität und immer mehr werdenden Wahnvorstellungen verschwimmen und entladen sich in Gewalt und Mord.
Ziemlich heftiger und ungewöhnlicher Zeichentrickfilm, der sich oberflächlich mit dem Thema "eiskalte Unterhaltungsindustrie" beschäftigt. EIgentlich geht es aber um Identität, Entscheidungsfindung, freier Wille und Anerkennung durch Fremde.
Das alles ist ziemlich bunt und natürlich mit J-Pop aufgepeppt, aber dann auch blutig, düster und mit verzerrenden Gräuschen.
Ein ganz schöner Ritt, der einen verwirrt, irritiert, dann wieder spannend mitnimmt. Hier wird sehr vieles richtig gemacht!
Beim Wiedersehen achtet man ja auch auf nebensächliches: Wie verschieden je nach Realität Mimas Zimmer ist. Wie Naturkatastrophen mit Klimaschädliche Verhalten in Verbindung gebracht wird, im Hintergrund der Radiosprecher. Der Zeitkolorit in Sachen Laptop, Internet und so.
Weil ich mich seit damals (erstsichtung) mehr mit dem Giallo beschäftigte, fielen mir dann tatsächlich einige Paralellen auf, weniger die allseits postulierten Hitchcock - Anleihen (irgendwo ist der hoch in der Rangliste der Hitchockfilme, die nicht von Hitchcock sind).
Unbedingte Empfehlung!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon jogiwan » 13. Nov 2017, 12:45

Die Filme von Satoshi Kon sind ausnahmslos alle schwer empfehlenswert! :nick:
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 20. Nov 2017, 11:23

17.11.2017, 14 Uhr Cinemaxx Bremen
JUSTICE LEAGUE (2017) 2D
R: Zack Snyder, D: Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Gal Gadot, Ezra Miller, Jason Momoa, Ray Fisher, Jeremy Irons, Diane Lane, Connie Nielsen , J. K. Simmons, Ciarán Hinds, Amber Heard, Joe Morton, Jesse Eisenberg; M: Danny Elfman
Story:
Superman ist tot, mächtige Würfel (Würfel sind immer wieder hip: bei Marvel die Infinity Steine, Hellraisers Dimensionswürfel, der Zauberwürfel...) spüren, dass die Erde ein wenig schutzlos ist und Steppenwolf (Get your Motor runnin') taucht auf, um die Erde nach seinem Gusto umzuformen. Das hat er vor Äonen schon versucht, aber eine Zusammenarbeit von Amazonen, Atlantern, olypischen Göttern und Green Laterns haben ihn unterjocht.
So eine Einheit wiederherzustellen scheint angesichts der zerstrittenen Zustände der Welt eher unwahrscheinlich, daher versucht es Batman mit einem kleinen Team von Superhelden: er, Wonder Woman, The Flash, Aquaman und Cyborg.
Sie revatilisieren Superman, der ist aber erst eher stinkig, und dann geht es gegen Steppenwolf.

Zack Snyder hat mich ja schon einige Male verärgert aus dem Kino entlassen, dummerweise verfilmt er oft irgendwas, was ich schauen muss. Aus persönlichen Gründen (tragisches Geschehen im Umfeld) trat er von der Postproduktion zurück und Joss Whedon, den ich ja sehr schätze, übernahm. Wer da nun was und wieviel (nach-)drehte, ist solange Spekulation, solange sich die beiden nicht konkret dazu äußern und eigentlich ja auch egal zur Bewertung des Films.
Es geht gut und rasant los, Affleck als alternder Batman gefällt immer mehr, Gal Gadot als Wonder Woman ist spitze, und auch Aquaman, Flash und Cyborg machen ihre Sachen gut. Und um die fünf geht es lange Zeit hauptsächlich, deren Origin (ausser der von Batman und WW), und wie sie zusammenkommen. Erzählerisch ist das manchmal ein wenig schlicht, wenn WW zum Beispiel einfach so im Rückblick die alte GEschichte erzählt, aber gut. Die Chemie scheint zu stimmen, so das der eingefügte Humor immer sehr stimmig und gut getimet ist.
Des Weiteren muss ich wohl mit Spoiler arbeiten, es beschwerte sich jemand, den ich mit einer Information kam, bei der ich dachte, das wär klar.
Leider ändert sich das mit dem Wiedererweckens Supermans: der Ton ändert sich, der Humor funktioniert nicht mehr, die Story ist oft unmotiviert und der Stählerne zu mächtig, so dass die anderen eher zu so Lakaien werden. Ich weiß nicht, ob es an dem Schauspieler liegt, an dem Charakter Superman im Film, an der Regie oder am Buch, wahrscheinlich an allem. Nervig auch wieder der Supie-Familien-Teil, der nicht nur lahm inszeniert wurde, die Rollen sehr unglaubwürdig sind und bis auf DIane Lane auch schlecht besetzt.

Erstaunlich auch die sehr unauffällige Musik Danny Elfmans, den ich ja sonst sehr schätze inklusive nicht so gelungenes Einsetzen von Rocksongs.
Insgesamt bis zu dem Knackpunkt ein interessantes DC-Spektakel bis eben zu diesem Punkt. Schade.

PS: Anders als bei 300 gibt es hier erfreuliche politische Anmerkungen. Und das auf einem Missing Heroes Plakat Superman zwischen David Bowie und Prince abgebildet war, zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 11. Dez 2017, 16:40

10.12.17, 20:45 Uhr, Cinema Bremen, Weird Xperience präsentiert. in Anwesenheit der Regisseurin Jlia Ostertag
DARK CIRCUS (2016)
R: Julia Ostertag, D: Angela Maria Romacker, Namjira As-Sefid, Florian Gysin, Annika Strauss, Nikolai Arnold, Louis Fleischauer, Vanessa Baden, Carole Jachtmann, Iris Lange, Haik Liebreich; M: Vortex
Trotz des widrigen Wetters versammelten sich doch einige am späten Sonntag, neue Gesichter, bekannte Gesichter, nette Gesichter, ins Kino, um in ANwesenheit der Regisseurin Dark Circus zu schauen.
EIne junge Frau, die ihre Stelle verliert und sich mehr und mehr von ihren Feundinnen entfernt, kommt in einen Circle von Fetisch/SM-Liebhabern angeführt von einer mysteriösen Frau. Nach und nach verliert sie sich dort und findet sich neu wieder.
Ein Film über die Selbstfindung, Selbstbefreiung sexueller und psychischer Art, einer Frau.
Low Budget gedreht, mit Schauspielerinnen (die einzige mir bekannte ist die independent german Scream Queen Annika Strauss), echten Perfrmance Künstlern und Leuten aus der Szene. Und das funktioniert erstaunlich gut, einzig der Dandy der Tod kommt ein wenig gestelzt daher, und hat glaube ich auch nr Zitate aus der Literatur aufzusagen.
Besinders stark ist der Film bei den Zeremonien und Fetischszenen, da zeichnen sich die erfahrenen Performance Künstler (Bondage, S/M, Body Art Rituals (so mit Haken durch den Körper und aufgehängt...), als alles echt, aus.
Auch die Musik ist stark, hauptsächlich Stiglegges Vortex, angerichert mit Gothic Industrial Songs. Auch die Ausstattng mit den Masken und veränderten Puppen ist detailreich und fantasievoll. Klar, s sind dann immer wieder die Kult-Kklischees, aber immer mit Fantasie neu verbunden. Neben dem Gefälle beim Spiel (und Sprechen) schleichen sich ein paar Längen ein, aber das ist bei einer nicht geförderten deutschen Produktion nicht ungewöhnlich.
Insgesamt ein mutiger Film. Auch mal wieder einer, der eindeutig Stellung bezieht, und nicht irgendwie offen bleibt.

Julia Ostertag stellte sich auch als auskunftfrudige Frau heraus, die sich sehr über das rege Q & A vom erlesenen Bremer Publikum freute.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 21. Dez 2017, 17:49

14.12.17, 20:15, Atlantis
MORD IM ORIENT EXPRESS (2017)
R: Kenneth Branagh, D: Kenneth Branagh, Penélope Cruz, Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Josh Gad, Derek Jacobi, Leslie Odom Jr., Michelle Pfeiffer, Daisy Ridley, Lucy Boynton, Sergei Polunin, Olivia Colman, Tom Bateman, Marwan Kenzari, Manuel Garcia-Rulfo; M: Patrick Doyle
Zur Story um den Mord an dem schmierigen wahrscheinlichn Kindesentführer - und mörder im berühmten gestoppten Zug muss man ja nichts mehr sagen, der Plot ist ja durch die 74er Verfilmung.
Ebenso wie Sidney Lumet versammelt Branagh hier ein Staraufgebot. Aber anders als bei Lumet gibt es bei Branagh nur einen Mensch im Mittelpunkt: Kenneth Branagh, die anderen sind auch dabei, Stichwortgeber und haben höchstens ein zwei Szenen, in denen sie glänzen dürfen. Dazu wird aus einem verschmitzten Whodunit hier ein philosophischer, moralischer Krimi.
Angereichert wird der Christie-Stoff mit Bibelzitaten und Shakespeare und aus dem schrfsinnigen, weltgewandten, überheblichen Lebeman Poirot wird ein von Zwängen getriebener, neurotischer, arroganter, an sich selber Zweifelnder.
und das ist eine Poirot - Seite, die durchaus auch bei Christie vorkommt, so aber noch nicht verfilmt wurde.
Die Belgier-Franzosen-Verwechslng wird durch eine falsche Aussprache seines Vornamens ersetzt.
So sehr das nach Egotrip aussieht, passt das doch sehr gut. Branagh spielt das intensiv, die Bilder im verwehten Zug und auch draussen sind toll, und der Film bleibt spannend, auch wenn man die Auflösung kennt. Doch auch hier ein großer Unterschied zu Lumet. Poirot holt am Ende noch die große Moralkeule, verbunden mit Todessehnsucht und Zynismus. Und das ist so anders als sonst bei Poirot, das die Neuverfilmung allein dadurch seine Berechtigung hat.
Guter Stoff.
Und am Ende gibt es noch einen Hinweis auf den nächsten Branagh-Poirot, wieder ein vielgeschauter Klassiker.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon karlAbundzu » 1. Jan 2018, 19:19

26.12.17, große Schauburg, 20:30
Star Wars - der oder die letzten Jedi (2017) OmU 2D
R: Riaan Johnson, D: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Adam Driver, Mark Hamill, Carrie Fisher, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Gwendoline Christie, Kelly Marie Tran, Benicio del Toro, Laura Dern, Lupita Nyong’o, Joonas Suotamo, Anthony Daniels, Jimmy Vee, Tim Rose/Tom Kane, Mike Quinn, Billie Lourd, Mark Lewis Jones, Frank Oz; M: John Williams
Ach, was soll man zur Story sagen: Die Revolution schrumpft, die Bösen wollen sie sämtlich ausradieren.
Der Film macht Spaß: Weltraumschlachten, Fansevice, gute Darsteller, rasante Regie und keine allzu schlichte schwarzweiß Malerei.
Und, für mich sehr auffällig, in der Handlng verwoben ebenso eine Story über den SW-Mythos, dessen ernsthafter fast religiöser Charakter bei einigen Fans ja zweifelhaft ist, hier werden Zitate angedacht, dann zurückgenommen und eine der Hauptstellen ist Kylo Rens Aussage, dass alles alte erst Mal ausradiert werden muss, um etwas Neues zu beginnen. Und eben kein neuer Luke, Han, Darth, Imperator oder sonstwie. Sehr nachdenkenswert hier der eigentlich neue Böse.
Und das ist von Adam Driver auch sehr gut gespielt, ebenso Daisy Ridley und Carrie Fisher stechen ein bißchen hervor, haben aber auch die spannendsten Parts. Das ist ein wenig schade für John Boyega, der im Teil vorher ja am interessantesten war. Hier verdeutlicht er eher das Lernprinzip des Versagens und folgt ein wenig zu simpel den Vorschlägen Poes. Aber sein Spiel mit Kelly Marie Tran ist auch sehr sehr schön. Von beiden.
Klar gibt es ein paar Szenen, die drüber sind: Carie Fisher Flug durchs Nichts zB. Und diese neuen Tribbles, Meerschweinchen mit Flügeln fand ich tatsächlich unpassend animiert, sie waren wie aus einem Pixar reinkopiert. Die Rolle Benicio del Toros, der das auch wieder hervorragend macht, erschloss sich mir nicht ganz (Ich hoffe, da kommt nächstes Mal mehr) und bei der immer wieder guten Laura Dern dachte ich die ganze Zeit, s wie die nicht eingeführt wurde, ich hätte letztes Mal was verpasst. Aber das ist vielleicht der nächste Solo-Star-Wars, Holdos Beziehung zu Prinzessin Leia und ihre berühmte Schlacht. Fänd ich gut.
Was noch: Domhnall Gleeson war schön schmierig, es gab einzelne YEAH-Szenen. Dazu Grabenkämpfe, die an die beiden Weltkriege gemahnten, so wie in den alten SW die Luftkämpfe, die Figuren sind durchweg differenzierter. Es ist tolles SciFi-Fantasy mit Wissen, um seinen eigenen Mythos. Passt.

PS: Das Frank Oz immer noch mitun kann und darf, ist prima.
Zuletzt geändert von karlAbundzu am 2. Jan 2018, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema

Beitragvon Arkadin » 2. Jan 2018, 00:45

karlAbundzu hat geschrieben:Das ist ein wenig schade für Oscar Isaac, der im Teil vorher ja am interessantesten war. Hier verdeutlicht er eher das Lernprinzip des Versagens und folgt ein wenig zu simpel den Vorschlägen Poes.


Jetzt bin ich verwirrt...
Früher war mehr Lametta
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