Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon buxtebrawler » 17. Feb 2010, 14:14

jogiwan hat geschrieben:Ach Menno... dabei wollte ich ja mal DVD-technisch ein bissl kürzer treten... :D


Wer bei Cronenberg spart, spart am falschen Ende. Bild

Was "Die Brut" betrifft: Der OFDb-Shop hat noch diese Fassung im Angebot, bei der nichts von R-Rated steht...?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 18. Feb 2010, 10:48

Evil Inside / Scourge (Jonas Quastel, 2008)

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Ein unheimlicher Parasit aus der Hölle entkommt bei einem Kirchenbrand aus seinem Gefängnis und befällt wahllos Leute in einer kleinen Stadt. Da der Körper des Wirtes nach sechs Stunden zerfällt muss der Parasit immer weitere Opfer finden. Nur ein ehemaliger Knacki und seine Freundin kommen auf die Spur des unheimlichen Wesens, während die Polizei natürlich immer die Falschen verdächtigt...

Ein bisschen "The Hidden" hier, ein wenig "Der Blob" da und dann noch jede Menge von "Dreamcatcher" und fertig ist der zusammengeklaute Parasiten-Trash-Horrorfilm mit allen Klischee-Zutaten aus 100 Jahren Film. "Evil Inside" ist dabei ungefähr so innovativ wie die 8. Staffel von DSDS und kann wohl nur bei ordentlich heruntergefahrener Erwartungshaltung unterhalten. So richtig Freude wollte sich jedenfalls bei mir auch aufgrund der billigen CGI-Effekte nicht einstellen. Sehr, sehr mittelmässig: 5/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 23. Feb 2010, 11:08

Meine Ausbeute der letzten Tage:

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Calvaire - Tortur des Wahnsinns

Ein Schlagersänger gerät auf seinem Weg zu einer Weihnachtsgala in die Fänge eines wahnsinnigen Pensionsbesitzers und seltsamen Dorfbewohnern...

Holla! Hübsch surrealistischer Over-the-Top-Horrorstreifen, der durch seine ungewöhnliche Atmosphäre besticht und teils trostlose Bilder und tolle Darsteller zu bieten hat. Die Geschichte ist ja schon sehr speziell. Sicher kein Film für die breite Masse, aber ich fand den einfach geil! Zählt sicher zu den spezielleren und interessanteren Horrorstreifen der letzten Zeit! 8/10

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96 Hours / Taken

Liam Neeson rettet seine Tochter aus den Händen der albanischen Menschenhändler-Mafia. Dabei rockt er das Haus und halb Paris geht zu Bruch. Ich bin ja kein Action-Spezi, aber "96 Hours" ist wirklich sehr kurzweilig und spannend ausgefallen. Ich fands auch super, dass die Gewalt zwar schon brutal, aber nicht so übertrieben splattrig daherkommt. Die Story ist natürlich hanebüchen hoch drei, aber wer kommt bei dem Tempo schon groß zum nachdenken. Kawummige 8 von 10 Punkten!

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Jumper

Ein Junge entdeckt, dass er sich an jeden beliebigen Ort der Welt teleportieren kann und lebst daraufhin in Saus und Braus. Leider zieht er damit auch die Aufmerksamkeit einer seltsamen Organisation auf sich, die es sich zum Ziel gemacht hat, diese sogenannten "Jumper" auszurotten. Als auch seine Familie und Freundin ins Visier dieser Organisation geraten, muss er sich einem Kampf stellen...

Bäh, bäh, bäh! Seelenlose Mainstream-Kacke, die sich nur auf Effekte verlässt und neben einem unsympathischen Darsteller nur massig CGI und eine dünne Story zu bieten hat. Dauert gefühlte 3 h und macht zu keiner Sekunde Spass! In meinen Augen einfach nur neuzeitlicher Filmmüll für Super-Anspruchslose: 3/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 24. Feb 2010, 09:17

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Hush

Ein junger Mann ist des nächstens mit Auto und Freundin unterwegs um Plakate an Raststätten aufzuhängen. Die Stimmung ist jedoch alles andere als gut und es kommt zwischen den jungen Menschen mehrmals zum Streit. Kurze Zeit später glaubt der Mann an einer Baustelle auf der Ladefläche eines LKWs eine gefesselte Frau gesehen zu haben und verständigt von einer Raststätte die Polizei. Wenig später verschwindet aber auf die Freundin spurlos und der Mann sieht nur noch die Rücklichter des selben Lasters, den er auch schon zuvor gesehen hat...

Netter Thriller aus England mit einem Antihelden als Hauptdarsteller, der am Anfang ziemlich antriebslos daherkommt und am Ende über sich hinauswachsen muss. Solide Mischung aus "Hitcher" und "The Vanishing", das gegen Ende jedoch ein paar holprige Schlaglöcher im Drehbuch zu bieten hat. Trotzdem ist "Hush" nach einem ruhigeren Auftakt ziemlich spannend und bietet hübsches Terror-Kino der gemässigteren Sorte, das man durchaus gucken kann. Für Zwischendurch schwer okay: 7/10
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 25. Feb 2010, 10:14

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Dark Floors - the Lordi Motion Picture

Ben macht sich große Sorgen umd seine autistische Tochter Sarah, die in einem Spital zur Kontrolle aufgenommen wurde. Weil er mit der Behandlung nicht zufrieden ist, möchte er Sarah in ein anderes Krankenhaus verlegen lassen. Wenig später bleibt er samt Tochter und ein paar anderen Personen im Lift stecken und als sich die Türe wieder öffnet, scheint der illustre Trupp in einer Art Parallel-Dimension gelandet zu sein. Doch diese ist alles andere als freundlich und schon bald werden sie in den dunklen Gängen von grausigen Kreaturen angegriffen...

Da isser nun, der erste abendfüllende Film der finnischen Horror-Fun-Metal-Truppe Lordi, die mit ihrer Performance im Jahre 2006 den seriösen Song-Contest ordentlich aufgemischt haben. Herausgekommen ist ein ziemlich zwiespältiges Werk, dass zwar eine grandiose Optik, aber auch eine ziemlich durchschnittliches Drehbuch vorzuweisen hat. Die Geschichte ist ein Mix aus "Silent Hill", Lars von Triers "Geister" und "Night of the living Dead" mit jeder Menge klischeebelandener Charaktere. Die Monster von Lordi kommen in dem blutarmen Film auch viel zu selten zum Einsatz. Das größte Manko ist aber der etwas bratzige Schluss, der wohl niemand vom Hocker reisst und allerlei offene Fragen zurücklässt. Kein wirklich schlechter Film, aber man hätte doch vieles besser machen können. Optik top - Story schon eher Flop! Trotzdem 6/10 Punkte
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon Onkel Joe » 2. Mai 2010, 19:43

Sach mal, warum gehts den hier net weiter :?:
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 3. Mai 2010, 10:02

@ onkel: du hast recht, ich sollte mich da mal wieder mehr bemühen... :|
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon buxtebrawler » 3. Mai 2010, 11:14

Würde mich auch freuen, kenne die Zeitproblematik allerdings auch selbst viel zu gut. :(
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 5. Mai 2010, 10:51

Nackt über Leichen/Perversion Story

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Der junge Arzt George (Jean Sorel) ist mit seiner todkranken Frau Susan (Marisa Mell) und der Leitung eines Krankenhauses eigentlich ziemlich ausgelastet und tröstet sich trotzdem mit einer hübschen Fotografin Jane (Elsa Martinelli). Kurze Zeit später ist die Susan tot und der George gerät durch eine hohe Lebensversicherung in Verdacht, das Ableben seiner Gattin zu seinen Gunsten beschleunigt zu haben. Als auch noch eine Stripperin namens Monika auftaucht, die der verstorbenen Frau zum verwechseln ähnlich sieht, läuft alles aus dem Ruder und George landet in der Todeszelle...

Lucio Fulcis erster Ausflug ins Giallo-Genre aus dem Jahre 1969 ist auch gleich ein voller Erfolg. Der Film startet zwar etwas gemächlich und auch die Auflösung erfolgt viel zu früh, dennoch ist "Perversion Story" ein wunderbarer Film und imho auch der Streifen, in dem Fulci beweist, dass er künstlerisch wirklich etwas auf dem Kasten hatte. San Francisco ist als Location wunderbar gewählt und auch sehr schön in Szene gesetzt. Der Cast ist formidabel und glänzt mit Jean Sorel und Alberto de Mendoza, sowie einer freizügigen Marisa Mell. Die Mucke von Riz Ortolani ist mir eine Spur zu jazzig, passt aber dennoch wunderbar zu den schönen Bildern. Wäre das Ende nicht etwas an den Haaren herbeigezogen, "Nackt über Leichen" würde in meiner persönlcihen Fulci-Top 3 landen. So gibts "nur" einen Platz in den Top 10 und gerne 8 von 10 Punkten.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 6. Mai 2010, 07:02

Sie tötete in Extase

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Dr. Johnson (Fred Williams) forscht mit menschlichen Embryonen und Tier-Hormonen um der Menschheit neue Heilungschancen zu ermöglichen. Bei der restlichen Ärzteschaft kommen seine frankenstein´schen Versuche aber leider gar nicht gut an und der ambitionierte Arzt wird bei der Präsentation seiner Arbeit übelst beschimpft, mit einem Berufsverbot belegt und aus der Ärztekammer ausgeschlossen. Ohne Aussicht auf einen Kassenvertrag setzt dieses dem sensiblen Forscher so zu, dass er daraufhin in einen Wahn verfällt und sich mit einem Rasiermesser die Pulsadern aufschlitzt. Seine Witwe (Soledad Miranda) wird daraufhin zum Racheengel und tötet die verantwortlichen vier Ärzte, wobei ihr ihre hübsche Erscheinung äußerst zugute kommt...

Viele wissen ja nicht, dass Jess Franco bei seinem Output von knapp 200 Filmen ja auch richtige Perlen dabei hatte. Seine frühen Werke und auch "Vampyros Lesbos" sind ja eigentlich ganz gelungene, wenn auch kreislaufschonende Werke. Nach meiner gestrigen Sichtung von "sie tötete in Ekstase" hab ich ja jetzt auch glatt einen neuen Liebling in meinem persönlichen Franco-Universum. Soledad Miranda ist nicht nur äußerst hübsch anszusehen, sondern mischt mit Messer, Schere und aufblasbaren Kissen die Ärztekammer ja so richtig auf. Die Handlung des Films ist natürlich haarsträubend hoch drei und nach dem fulminanten und stylischen Auftakt lässt der Streifen auch etwas nach, aber dank dem dauergrinsenden Horst Tappert, dem schmissigen Soundtrack und der ein oder anderen fiesen Idee macht der Streifen wirklich gute Laune. Hübsch, obskur und stylisch: 8/10 Punkten
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