Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 1. Okt 2017, 18:35

All Night Long

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Der introvertierte Vorzugsschüler Tanaka, der angehende Flugzeug-Mechaniker Saitô und der arbeitslose Draufgänger Suzuki aus wohlhabenden Hause begegnen einander zufällig an einer Bahnkreuzung, an der die drei einander Unbekannten Zeuge werden, wie eine junge Frau von einem Psychopathen erstochen wird. Gemeinsam versuchen die drei daraufhin das Geschehene zu verarbeiten und Suzuki beschließt am Dienstag der Woche darauf eine Party zu veranstalten, zu der alle drei Mädchen mitbringen sollen um gemeinsam von dem schrecklichen Ereignis abgelenkt zu werden. Während Tanaka und Suzuki in den folgenden Tagen beim Versuch scheitern, ein Mädchen kennenzulernen, scheint Saitô das Glück hold zu sein und er lernt eine junge Frau kennen, deren Herz er erobern kann. Am Tag der Party geschieht jedoch ein weiteres Verbrechen und eine Jugendgang vergewaltigt und ermordet Saitô Freundin. Als Saitô daraufhin bei der Party erscheint, beschließen die drei dieses Mal nicht den passiven Part einzunehmen und mit der Waffe von Suzukis Vater in der Hand machen sich die drei auf den Weg um Rache zu üben…

Die nihilistische „All Night Long“-Trilogie gilt – obwohl es mittlerweile bereits mehr Teile gibt – als schwer verdauliche Kost für Zuschauer, die das Extreme suchen und zeichnet sich vor allem durch sein düsteres Bild einer moralisch heruntergekommenen Generation von japanischen Jugendlichen aus, denen so etwas wie Empathie völlig abhanden gekommen ist. In der trostlosen Welt einer japanischen Industriestadt, in dem das Individualität und Bedürfnisse Einzelner keine Rolle mehr zu spielen scheint, erzählt Regisseur Katsuya Mastumura die Geschichte dreier Jugendlicher, die Zeuge eines Verbrechens werden und später selbst losziehen um an einer Jugendgang Selbstjustiz zu üben. Dabei fehlen nicht nur erwachsene Vorbilder und Justiz, sondern offensichtlich auch andere als gewaltvollen Möglichkeiten mit ihren Problemen umzugehen und der Frust und Hass auf die Welt kanalisiert sich ebenfalls in Gewalt, die im Falle von „All Night Long“ in einem blutigen Massaker enden, in dem es keine Gewinner mehr geben kann. Dabei wirkt das Portrait japanischer Jugendlicher auf der Verliererstraße von den Figuren her bzw. das absolute Gegenteil eines „Feel-Good“-Movies“ immer auch sehr sperrig, verstörend und der nüchterne DtV-Look, die langsame Erzählweise, die unklare Sachlage und der unvermittelte Ausbruch der Gewalt im Finale sorgen ebenfalls dafür, dass der Zuschauer den Auftakt von „All Night Long“ wohl nicht so schnell vergessen wird.

All Night Long 2

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Der schüchterne Schüler und Computer-Nerd Shinichi wird über die Sommerferien von einer Jugendgang erpresst und drangsaliert, deren Anführer ein homosexueller Sadist ist, dem Reue und Einfühlungsvermögen völlig fremd sind. Als sich dieser seines aktuellen Lovers entledigt und mit Shinichi ein teuflisches Spiel beginnt um ihn für sich zu gewinnen, sucht Shinichi Hilfe über das Internet und lernt im Chat zwei aufgeweckte Jugendliche kennen, die versuchen dem Jungen in seiner schwierigen Lage zu helfen. Als sich die drei bei Shinichi daraufhin auf eine Limo und Pizza bei Shinichi treffen und auch noch eine Freundin dazu einladen, steht jedoch auf einmal die Gang vor der Tür und entführen die Vier und bringen diese in eine abgelegene Wohnung. Gemeinsam wird gequält und erniedrigt, bis der erniedrigte Shinichi zurückschlägt und auch nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheidet…

Der erste Teil von „All Night Long“ ist ja schon starker Tobak und erzählt von den jugendlichen Verlierern der japanischen Leistungsgesellschaft, aber der zweite Teil setzt in allen Belangen noch ein großes Schäuflein drauf und präsentiert sich dem Zuschauer als herber Schocker voller Gewalt, Sadismus und Erniedrigung. Ich hab „All Night Long 2“ ja vor vielen,vielen Jahren gesehen und konnte mich aber nicht mehr erinnern, dass hier so derart derb zur Sache gegangen wird. Normalerweise kann ich das Wort „menschenverachtend“ ja nicht ausstehen und verwende es daher auch nicht in meinen Texten, aber hier gibt es wirklich keinen anderen Ausdruck mehr für das Dargebotene und „All Night Long 2“ ist ein deprimierender Exploitation-Schocker, der mit seiner Fülle an gestörten Persönlichkeiten auch keine Gefangenen macht. Keine Ahnung, ob es solche Ereignisse in Japan tatsächlich gibt oder gegeben hat, aber die Nüchternheit und die Selbstverständlichkeit, mit der die Mobbing- und Selbstjustiz-Geschichte des vereinsamten Schülers erzählt wird lässt den Zuschauer doch ziemlich sprachlos zurück. Der völlig desillusionierende und dabei sehr funktionale „All Night Long 2“ ist auch mal ein richtiger Schocker und mit seinen Ereignissen auch das Gegenteil von einem Unterhaltungsfilm, der seinem Zuschauer nicht nur einen Schlag in die Magengrube verpasst, sondern auf den am Boden liegenden dann auch noch nachtritt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 2. Okt 2017, 18:31

Mein Leben als Zucchini

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Der Spitzname Zucchini ist eines der wenigen Dinge, die einem neunjährigen Jungen von seiner verstorbenen Mutter bleiben, die ihn aufgrund der Alkoholsucht Zeit seines jungen Lebens vernachlässigt hat. Als er von einem netten Polizisten ins Waisenhaus von Madame Papineau gebracht wird, kann er seine Lage noch nicht ganz verstehen und auch die anderen Waisen sind entweder gemein oder benehmen sich seltsam. Doch die Lage ändert sich, als die junge Camille eines Tages auf der Bildfläche erscheint. Diese hat wie alle anderen Kinder einiges durchgemacht und dennoch nicht den Mut und die Freude am Leben verloren. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt sich Zucchini in einer Gruppe wohl und durch die gemeinsamen Abenteuer wird die illustre Truppe an traumatisierten Kindern auch immer mehr zusammengeschweißt.

Absolut zauberhafter Knetanimations-Streifen aus französisch-schweizerischer Produktion, der die Geschichte des Waisenjungen Zucchini erzählt, der nach dem Tod seiner alkoholkranken Mutter ins Waisenhaus kommt. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Filmen ist das Heim ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Freundschaft und unter anderen Kindern, die ebenfalls schlimme Dinge erleben mussten, blüht auch der introvertierte Junge auf und erlebt erstmals so etwas wie eine glückliche Kindheit. Dabei ist „Mein Leben als Zucchini“ ein wunderbar emotionaler und optimistischer Film, der konsequent aus der Sichtweise des Kindes erzählt wird und dabei auch unbequeme Dinge nicht ausspart. Statt nur heile Welt zu präsentieren kommen die Kinder aus teils zerrütteten Verhältnissen oder noch schlimmer und „Mein Leben als Zucchini“ bleibt als Film dennoch positiv und humorvoll und nimmt dabei seine Figuren auch entsprechend ernst. Auch der Look des Streifens gefällt mir ausnehmend gut und der einzige Kritikpunkt, der mir auf die Schnelle einfallen würde, ist die kurze Laufzeit, die mit 66 Minuten für meinen Geschmack ruhig noch wesentlich länger hätte dauern können. Am Ende hat mich der Streifen mit seiner schönen Message die Hoffnung auf bessere Zeiten nie aufzugeben dann auch noch richtig gepackt und während des Abspanns darf man auch Pipi in den Augen haben, ohne sich groß schämen zu müssen. Ein rundum empfehlenswerter Film und mit der NDW-Disco-Szene hier hätte ich in einem französisch-sprachigen und Oscar-nominierten Film für ein junges Publikum jetzt auch nicht unbedingt gerechnet.

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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 3. Okt 2017, 19:08

The Night Strangler

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Obwohl der Sensationsreporter Kolchak nach den Ereignissen in „The Night Stalker“ seinen Zeitungsjob verloren hat und Las Vegas verlassen musste, lässt er sich nicht entmutigen und versucht in Seattle ein neues Glück. Dort trifft er nicht nur auf seinen alten Verleger, der ihm einen Job bei einer lokalen Zeitung beschafft, sondern er kommt mit einer weiteren Mordserie in Berührung, bei der es nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Spätnachts werden junge Frauen ermordet, denen eine geringe Menge Blut abgezapft und der Hals förmlich zerquetscht wird. Als sich Kolchak mit seinen zweifelhaften Aufdecker-Methoden auf die Story stürzt, macht er sich nicht nur den Polizeichef zum Feind, sondern entdeckt gemeinsam mit dem Archivar der Zeitung, dass es über die Jahrzehnte immer wieder zu seltsamen Serien an immer gleich ablaufenden Morden gekommen ist, die jedoch bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen…

„The Night Strangler“ ist nach „The Night Stalker” der zweite TV-Film mit Darren McGavin als forscher Sensationsjournalist, der durch Witz und Gespür für die richtige Story übernatürlichen Dingen auf die Spur kommt. Dieses Mal ist es nach dem Vampir in Las Vegas ein mysteriöser Mörder, der es auf junge Frauen abgesehen hat, um ihnen eine geringe Menge Blut abzuzapfen. Dabei ist das TV-Werk abermals ein durchaus solider Beitrag, der ein Jahr darauf in Serie ging und präsentiert den schlitzohrigen Journalisten, der den ermittelnden Beamten auch immer einen Schritt voraus ist, weil er das Übernatürliche nicht negiert. Natürlich ist das Tempo etwas gedrosselt und Schmodder darf man sich in der TV-Produktion ebenfalls nicht erwarten, aber „The Night Strangler“ hat Charme und Witz und ist wie sein Vorgänger auch sehr unterhaltsam und spaßig ausgefallen. Zwar wird hier wieder ein sehr fragwürdiges Reporterbild gezeichnet und vielleicht sind ein, zwei Schreiduelle mit dem Verleger und Polizeichef zu viel hineingepackt worden, aber insgesamt macht das schon Laune, sodass ich mir probeweise auch gleich die ganze Serie aus den Siebzigern geordert habe, die es derzeit ja auch ganz günstig zu kaufen gibt. Als Vorläufer von Mystery-Serien wie „Akte X“ und Co. schlägt sich „Der Nachtjäger“ ja bislang überraschend gut und hat neben viel Lokalkolorit und bekannten Gesichtern auch den Charme der Siebziger und eine gute Mischung aus Augenzwinkern, Spannung und gepflegtem Grusel.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 4. Okt 2017, 19:00

All Night Long 3

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Der intellektuell etwas beeinträchtige Kikuo arbeitet in einem Stundenhotel als Reinigungskraft und entwickelt dadurch eine Obsession für menschlichen Abfall aller Art inklusive allerlei Köperausscheidungen. Eines Tages entdeckt er einen Sack voll Abfall von der hübschen Hitomi, die in seiner Nähe wohnt und sammelt fortan ihren Abfall und erfährt dadurch auch nahezu alles über ihr Leben und täglichen Gewohnheiten, während die Angebetete nichts davon ahnt. Als er eines Tages auf der Müllhalde, eine von seinen Arbeitskollegen gequälte Frau entdeckt, nimmt er diese mit nach Hause und behandelt die verletzte Frau ebenfalls wie Abfall, katalogisiert ihren Verfall und tötet diese wenig später und entsorgt ihre Teile. Anstatt so etwas wie Mitgefühl und Reue zu empfinden, fühlt sich Kikuo in seinem Treiben bestätigt und das tote Mädchen war auch nur der erste Schritt, seinem eigentlichen Objekt der Begierde näher zu kommen.

Der dritte Teil der „All Night Long“-Serie präsentiert nach dem nihilistischen Erstling und dem völlig abgehobenen und eigentlich völlig jenseitigen zweiten Teil abermals die ganze Bandbreite an Verlierern der japanischen Leistungsgesellschaft und portraitiert das Treiben eines geistig beeinträchtigten Junge, der als Putzkraft in einem Stundenhotel arbeitet und eine recht ungesunde Obsession für Haushaltsabfälle und junge Frauen entwickelt. Dabei ist der Streifen mit der Überzeichnung japanischer Gesellschaftsphänomenen nicht nur thematisch wieder völlig neben der Spur, sondern auch von den Bildern her sehr ekelhaft ausgefallen, sodass der dritte Teil auch eher nur noch für Zuschauer geeignet ist, die sich generell für die asiatische Sicko-Richtung interessieren und akzeptieren können, dass hier das volle Programm aufgeboten wird, an dem sich die FSK so normalerweise stößt. Wie der deprimierende Erstling und der völlig durchgeknallten, zweiten Teil ist auch der dritte Aufguss für den Zuschauer kein angenehmes Unterfangen und in Katsuya Matsumuras Streifen ist auch ausnahmslos keine Figur vorhanden, die nicht irgendeinen an der Klatsche hat und/oder Dinge tut, die irgendwann zwangsläufig zu einem sehr ungesunden Ende führen müssen. Das Fehlen jeglicher Identifikationsfiguren, der erneut sehr nüchterne Erzähltstil und frauenverachtende Grundton haben dann auch die Wirkung, dass man das ganze Treiben zum Glück auch eher distanziert verfolgen und entspannt auf die ekelhaften Ideen warten kann, die der Streifen im Verlauf der 83 Minuten auch zuhauf bietet.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 5. Okt 2017, 18:28

Penda's Fen

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Stephen wächst als Sohn eines Pastors und einer liebevollen Mutter heran, steht kurz vor seinem achtzehnten Geburtstag, liebt die sakrale Musik von Sir Edwards und seinen Glauben, der sich eigentlich auch durch nichts erschüttern lässt. Doch wenig später versetzen eine Reihe von seltsamen Ereignissen die Gefühlswelt den eigentlich introvertierten Jungen in helle Aufregung: im Traum erscheint ihm ein Engel, in der Nacht sitzt auf einmal ein Dämon an seinem Bett, er hat homoerotische Träume mit seinem Klassenkameraden und seltsame Visionen voll folkloristischen Horrors. Als er an seinem Geburtstag auch noch erfährt, dass er von seinen Eltern adoptiert wurde, bricht für Stephen eine Welt zusammen und statt verbissen weiter an das zu glauben, was ihm früher wichtig war, beginnt er losgelöst von den selbst auferlegten Zwängen seinen eigenen Weg und Bestimmung im Leben zu finden.

Alan Clarkes „Penda’s Fen“ ist eigentlich für die BBC im Rahmen einer Reihe aus TV-Filmen entstanden, die sich mit politischen und gesellschaftlichen Strömungen ihrer Zeit beschäftigen. In „Penda’s Fen“ geht es ebenfalls um Themen wie Glauben, „Coming-of-Age“, regionale Mythen und die religiöse Vergangenheit Großbritanniens mitsamt seinen Naturreligionen und Mythen. Dabei ist Alan Clarkes Streifen nüchtern und sperrig, aber nicht uninteressant erzählt und die Ereignisse aus dem Leben des Schülers im Jahr 1974 sind immer wieder von traumartigen Visionen und surrealistischen Momenten unterbrochen, die den Film wieder in eine durchaus spannende Genre-Richtung a la „Wicker Man“ rücken. Dennoch erzählt „Penda’s Fen“ weniger eine durchgehende Geschichte, als fragmentarische Ereignisse aus dem Leben eines jungen Mannes, der seinen eigenen Weg sucht und ist auch auf ein Publikum zugeschnitten, dass sich im besten Falle für die beinhalteten Themen wie Glaube und Religion interessiert und denen historische Figuren wie „King Penda“ und religiöse Begrifflichkeiten wie Manichäismus ebenfalls bekannt sind. Das war zumindest bei mir nicht der Fall und als Nicht-Brite wird man sich mit einigen Ereignissen in dem Streifen auch eher schwer tun um diese richtig deuten zu können. Inhaltlich angesprochen hat mich Alan Clarkes gesellschaftliche Bestandsaufnahme über religilöse Befindlichkeiten aus dem Jahr 1974 dann aus besagten Gründen auch nicht so wirklich, auch wenn er in anderen Bereichen eigentlich durchaus interssant wäre.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 6. Okt 2017, 18:24

A Garden without Birds

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Eine Gruppe von aufgeschlossenen Pärchen trifft sich in einem Nobelhotel um dort eine Orgie zu feiern. Nach einer kurzen Begrüßung von zwei Pärchen in der luxuriösen Lobby geht es auch rasch auf ein etwas weniger hübsches Zimmer, wo sich bereits ein weiteres Pärchen in Sado-Maso-Outfit auf die anderen vier Besucher wartet. Neben viel Vorfreude auf das Geschehen gibt es Alkohol, viel Gekicher und eine besondere Droge, die den sechs Teilnehmern der Sexparty besonderen Lustgewinn versprechen soll. Doch die Droge hat auf die Party-Besucher eine gegenteilige Wirkung und im Rausch ergeht man sich statt dem erwarteten Lustgewinn in einer kollektiven Wahnvorstellung, die für alle Beteiligten in Selbstverstümmelung und Mord endet.

„A Garden without Birds“ ist ein knapp zwanzigminütiger Kurzfilm von Akiro Nobi, der in der Tradition japanischer „Direct-to-Video-Sickos“ Sex und Gewalt entsprechend miteinander kombiniert um den Zuschauer auch entsprechende Schauwerte zu bieten. Doch anstatt auch eine Geschichte zu erzählen oder die Figuren zu beschreiben, wird hier eigentlich nicht lange gefackelt und auch hauptsächlich gesplättert, wobei mit Schwarzweiß-Bildern, Bildverfremdungen, klassischer Musikuntermalung, Flashbacks und sonstigen Spielereien versucht wird, dem Ganzen so etwas wie einen künstlerischen Anspruch zu verleihen. Um „A Garden without Birds“ so etwas wie einen künstlerischen Wert zuzugestehen, muss man aber schon sehr viel Wohlwollen aufbringen und den meisten Zuschauern wird es dann auch um die „kranken“ Ideen gehen, die der Streifen hauptsächlich bietet. Sonderlich gelungen ist Nobis Streifen meines Erachtens aber nicht und auch bei den Effekten hat sich wie bei der Erstellung der deutschsprachigen DVD niemand mit Ruhm bekleckert. Die Synchro ist äußerst schwach, die Covergestaltung unterirdisch, Untertitel zum japanischen Original keine vorhanden und auch darstellerisch und inhaltlich bietet das Werk, dass mit einem Fuß wohl schon in der „Guina Pig“-Ecke steht, abseits von Schmodder kaum Spannendes zu entdecken. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Scheibe seit Jahren verramscht und dennoch noch immer erhältlich ist. Bei EUR 3,90 kann man schon mal einen Blick riskieren und zwanzig Minuten wertvolle Lebenszeit investieren - allzu viel sollte man sich dennoch nicht erwarten.

Diamond Moon

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Eine junge, etwas naive und dennoch lebensfrohe Prostituierte wandelt durch die Straßen und Plätze einer Vorstadt und träumt von einem besseren Leben, wahlweise als Geliebte eines arabischen Prinzen oder als Sängerin auf den großen Bühnen der Welt. Bis es aber soweit ist, unterhält sie ihren Lebenswandel, in dem sie ihre Kunden bestiehlt und sich mit den Brieftaschen und sonstigen Diebesgut aus dem Staub macht. Eines Tages lernt sie einen Straßenkünstler kennen und aus dem zufälligen Treffen entwickelt sich so etwas wie eine Freundschaft, ehe die Straßennutte von ihrer kriminellen Vergangenheit eingeholt wird und all die gemeinsamen Träume jäh und auf drastische Weise beendet werden.

„Diamond Moon“ ist als Bonus-Film auf der DVD von „A Garden without Birds“ und ist ein ebenfalls zwanzigminütiger Kurzfilm von Regisseur Akira Nobi, der im Vergleich zum Hauptfilm aber etwas mehr Handlung und dafür wesentlich weniger Blut und Beuschel zu bieten hat. Die tragische Geschichte einer Prostituierten mit ihren Träumen wird in nüchternen Bildern eingefangen und offensichtlich hat man einen Großteil der Geschichte auch in bester „Guerilla“-Tradition auf den Straßen und Plätzen der Vorstadt gedreht. Erwartungsgemäß bleibt das Verhalten der jungen Nutte nicht ohne Folgen und als sie sich mit Yakuza-Geld und Drogenkoffer aus dem Staub macht, dauert es nicht lange, bis sie die bitteren Konsequenzen ihres unbedachten Handels tragen muss. Neben dem bitteren Ende von „Diamond Moon“, der an einen amerikanischen Horror-Klassiker erinnert, gibt es auch wieder optische Spielereien und die Musik von Eric Satie, die den Low-Budget-Splatter wohl so etwas wie einen Funken Rest-Anspruch verleihen soll. Die Synchro ist abermals billig und offensichtlich fand man es auch nicht notwendig, ein paar Texteinblendungen zu untertiteln, was natürlich ebenfalls ärgerlich ist. Insgesamt fand ich „Diamond Moon“ zwar etwas besser als „A Garden without Birds“, aber sonderlich aufregend oder gar ein Must-See ist weder der eine, noch der andere Kurzfilm.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 7. Okt 2017, 18:58

Evil Face

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Seit Tanya, die Tochter von Ivan Rassimov (!) bei einem Feuerunfall entstellt wurde, bei dem auch der anerkannte Wissenschaftler sein Leben ließ, arbeitet der ehemalige Laborgehilfe Nichinsky weiter in dessen abgelegenen Schloss an der Transplantations-Forschung um den Körper und das Gesicht seiner Gattin zu retten. Als das junge Brautpaar Alex und Masha in der Nähe des Schlosses auf ihrer Hochzeitsreise verunglücken und aufgenommen werden, erfahren sie von der ebenfalls anwesenden Schriftstellerin Katja, dass im Lauf der letzten Monate immer wieder junge Frauen verschwunden sind und sie selbst auf der Suche nach ihrer Schwester ist. Tatsächlich benutzt Nichinksy die jungen Frauen um den Körper seiner Ehefrau in einem geheimen Labor zu rekonstruieren und da diese ein neues Gesicht benötigt, kommt die hübsche Mascha auch gerade zum richtigen Zeitpunkt…

Mit „Evil Face“ serviert uns Regisseur Sergio Garrone seine eigene Version von Georges Franjus „Augen ohne Gesicht“, dessen sattsam bekannte Geschichte in ein eher kostengünstig erscheinendes Gothic-Horror-Szenario verlegt wird, dass mit dem humpelnden Diener auch noch an „Die Stunde der grausamen Leichen“ erinnert. Die Geschichte, irgendwo zwischen historischen Kostümfilm, Beziehungs-Drama, Mad-Scientist und Spaghetti-Schmodder inszeniert, wird aber stets recht holprig erzählt und allenfalls der Rassimov-Gag zu Beginn zaubert ein Lächeln auf das Gesicht der Italo-Fans. Die erste Stunde dümpelt auch eher beschaulich vor sich hin und die zahlreichen Figuren laufen durch immer dieselben Gänge und Zimmer, während die unterschiedlichen Handlungsfäden nicht so recht zusammenfinden wollen. Mit Ruhm hat sich bei dem Horror-Schnellschuss in italienisch-türkischer Koproduktion jedenfalls niemand bekleckert und augenscheinlich hat man den sehr lustlos erscheinenden Kinski auch noch in den Laborszenen gedoubelt, sodass dieser auch nur von hinten oder mit Mundschutz zu sehen ist. Im letzten Drittel wird dann zwar doch noch geschmoddert, aber auch das und das eher böse Ende kann den Film nicht mehr vor der Beliebigkeit retten und insgesamt betrachtet gibt es einfach viel bessere Filme aus der Ecke, als dieser eher kostengünstig und eher unterdurchschnittlich erscheinende Horrorstreifen aus der Plagiatsecke, der wohl niemanden zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 8. Okt 2017, 19:15

Human Cobras

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Tony Garden hat vor vielen Jahren New York in Richtung Europa verlassen, da er sich mit der Mafia angelegt hat und einem Auftragskiller nur knapp entkommen konnte. Als er von seiner Schwägerin Leslie ein Telegramm erhält, dass sein Bruder in der Stadt ermordet wurde, setzt er sich dennoch ins nächste Flugzeug nach New York um vor Ort die Schuldigen zu finden. Doch die Drogenmafia scheint mit dem Fall nichts zu tun zu haben und alle potentiellen Zeugen werden aus dem Weg geräumt, bevor sie Tony entscheidende Hinweise auf die Auftraggeber geben können. Später deuten alle Indizien nach Nairobi zu dem Geschäftsmann George, mit dem Tonys Bruder auch eine tiefe Freundschaft verband. Gemeinsam mit Leslie macht sich Tony auf den Weg nach Afrika und schon bald deuten sonderbare Ereignisse und auch weitere Morde darauf hin, dass Tony der Wahrheit dicht auf der Spur ist.

„Human Cobras“ zählt ja eher zu den unbekannteren Filmen aus der Italo-Ecke und entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber als solide Mischung aus Gangster-Drama und Giallo, der vor allem auch durch seinen Cast und seine Drehorte punkten kann. So gibt es in der ersten halben Stunde jede Menge Street-Locations in New York inklusive Ausflug in die 42nd Street, ehe die Handlung für den Rest des Streifens kurzerhand nach Afrika verlegt wird. Die Geschichte und die Figuren sind zwar anfangs etwas sperrig, aber im Laufe der Zeit durchaus spannend und handeln von einem umtriebigen Mann, der den Mord an seinen Bruder aufklären möchte und sich dabei in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstrickt. Ich fand den Streifen jedenfalls sehr spannend gemacht, auch wenn man hier und da aus der Geschichte, den Figuren und den Locations sicher mehr hätte herausholen können. George Ardissons Charakter eignet sich meines Erachtens nicht ganz ideal als Identifikationsfigur für das Publikum und auch die Auflösung erinnert ebenfalls etwas zu sehr an etliche Filme aus der Ecke und dieser Entstehungszeit Anfang der Siebziger. Doch das ist wieder einmal Meckern auf hohem Niveau und wer so wie ich vom gelben Virus infiziert ist, wird auch an Bitto Albertinis Werk seine Freude haben und es bleibt zu hoffen, dass dieser durchaus gelungene und unterschätzte Streifen auch irgendwann einmal in würdiger Qualität und richtigen Bildformat unter die Leute gebracht wird.

Bodycount

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Ruggero Deodatos „Body Count“ habe ich ja vor vielen Jahren schon einmal gesehen und nicht als besonders gelungen in Erinnerung und auch die erneute Sichtung offenbart doch einige sehr deutliche Mängel in dem auf den amerikanischen Slasher-Mark zugeschnittenen Werk. So gibt sich der Streifen mit seinem Handlungsort und Figuren sehr eindeutig als „Freitag der 13.“-Klon zu erkennen, wobei hier versucht wird, die ganze Sache auch noch in eine übernatürliche Ecke zu rücken. Das funzt dank des zusammengeschusterten Drehbuchs jedoch nur bedingt und auch der titelgebende Bodycount ist nur dadurch gegeben, dass sich die Protagonisten im Film wieder einmal bereitwillig ihrem Mörder in die Hände begeben und sämtliche Warnsignale und Vernunft in ihrer Situation vollkommen außer Acht lassen. Außerdem habe ich schon lange keinen Film mehr gesehen, der so zahlreiche Anschlussfehler beinhaltet, sodass man als Zuschauer ständig das Gefühl hat, dass irgendwie Szenen übersprungen wurden. Die Auflösung ist ebenfalls keine große Überraschung und trotz des illustren Cast wie Mimsy Farmer, David Hess, Ivan Rassimov und John Steiner will sich keine so rechte Freude einstellen. Als kleines Achtziger-Kuriosum aus der Italo-Ecke eignet sich „Body Count – Mathematik des Schreckens“ ja allemal und irgendwie ist es schon auch unterhaltsam zu sehen, was hier alles an die Wand gefahren wird, aber von den routinierten Herrschaften vor und hinter der Kamera würde man sich ehrlich gesagt aber eigentlich schon wesentlich mehr erwarten.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 9. Okt 2017, 18:43

Der dunkle Kristall

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„Der Dunkle Kristall“ ist gestern erstmalig bei mir im Player gelandet und obwohl die fantasievolle Ausstattung des Films natürlich jenseits jeglicher Kritik steht, muss ich doch ein paar Punkte anmerken, die mir als erwachsener Erst-Seher negativ aufgefallen sind und die bei einem Projekt mit fünfjähriger Realisierungsdauer doch etwas verwundern. Da wäre einerseits die etwas zu bekannt erscheinende Fantasy-Geschichte, die stets etwas zu sehr an „Herr der Ringe“ erinnert und wenig originell ausgefallen ist. Dann leider auch die beiden Hauptfiguren, bei denen man sich vom Figuren-Design her anscheinend am wenigsten Mühe gegeben hat und die im Vergleich zu den restlichen Figuren mit am wenigsten Ausdruck und Leben versehen zu sein scheinen. Etwas weniger Kitsch und Pathos und mehr Augenmerk auf die eigentlichen Hauptfiguren, statt den überzeichneten Bösewichten hätte „Der Dunkle Kristall“ wohl auch gut getan, aber ansonsten fand ich das Werk von Jim Henson und Frank Oz eigentlich sehr ansprechend und vor allem sehr, sehr hübsch anzusehen. Tricktechnisch wird ja allerhand aufgefahren und am besten lässt man sich nicht lange von der vorhersehbaren Handlung und ihrem Verlauf irritieren und taucht einfach ein in die vor Kreativität überbordende Flora und Fauna einer von Jim Henson und Jim Oz erdachten Fantasy-Welt, die hier ein hübsches, unterhaltsames und teils auch naiv-kitschiges Märchen für ein eher erwachsenes Publikum geschaffen haben.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitragvon jogiwan » 10. Okt 2017, 19:32

Die Reise ins Labyrinth

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Bei „Die Reise ins Labyrinth“ kann ich im Großen und Ganzen das wiederholen, was ich gestern bereits zu „Der dunkle Kristall“ geschrieben haben und neben den wunderbaren Bildern und üppigen Ausstattung bietet der Streifen leider nur eine ziemlich lahme Geschichte um die ausschweifenden Ideen der Macher noch auf halbwegs stimmige Weise miteinander zu verbinden. Ein bisschen „Zauberer von Oz“, ein wenig „Alice im Wunderland“, ein junges Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, dazu ein paar Songs von David Bowie und die hübsch designten Puppen - fertig ist der märchenhafte „Coming-of-Age“-Fantasie-Film, der trotzdem nicht so richtig zünden möchte. Klar sind die Settings wirklich wunderbar und zeugen von großer Kreativität und Einfallsreichtum, aber man setzt von Beginn an auf erhöhtes Tempo und Reizüberflutung, sodass kaum einer dieser einzelnen Szenen wirklich punkten kann und die Handlung wird mit inhaltlichen Wiederholungen stetig auf immer schnellere Weise vorangetrieben, ohne auf einen dramaturgischen Spannungsbogen und den eigentlichen Kern der Geschichte zu achten. Die Wandlung von Sarah zum etwas selbstbewussteren Teenager, die sich dennoch noch nicht ganz von ihrer unbeschwerten Kindheit verabschieden möchte, wird nicht wirklich spannend erzählt und irgendwie bekommt der Streifen bis zum lahmen Ende nicht die Kurve zwischen turbulenten Puppentheater und etwas ernsthafteren Tönen für ein etwas herangewachsenes Publikum. Jim Henson war zwar ein kreativer Mensch, aber meines Erachtens leider kein sonderlich guter Geschichtenerzähler und so ist auch „Die Reise ins Labyrinth“ trotz aller guten Voraussetzungen letzten Endes nur ein mittelprächtiges Vergnügen.
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