Freudschis Amateur-Corner

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

Moderator: jogiwan

Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 12. Dez 2012, 23:47

Hier poste ich Filme aus dem Amateur Sektor aus aller Welt, was sich halt in meiner Sammlung befindet. Da die meisten Filme wohl kaum einer sehen möchte, lohnt sich dafür kein einzelner Thread. Ich habe einiges an Tapes mal gekauft und manches als Rip auf VHS, wenige Teile auf DVD. Natürlich ist vieles grottig und verdient die Bezeichnung Film nicht, aber es waren in erster Linie Fans von Filmen, überwiegend Horrorfilme, die mit wenigen Mitteln und oft auch wenig Talent, aber viel Freizeit einen eigenen Film auf die Beine stellen wollten. Der Aufwand war oft größer als angenommen und auf Anhieb fällt mir nur Olaf Ittenbach ein, dem dieser am besten gelang. Zumindest auf die Effekte bezogen, ist er wohl der deutsche Splatterkönig. Seine Effekte sind legendär, wenngleich auch das Drumherum wie Darsteller, Story etc. eher amüsant ist.

Kaum einen Film kann man wirklich ernst nehmen aus diesem Sektor, aber keiner der "Regisseure" so denke ich, hatte ernsthaft angenommen, man würde sein Werk in die gleiche Kategorie von namhaften Filmemachern stellen. Darum ging es mit Sicherheit nicht, aber mit dem Spaß, mit denen diese an die Arbeit gegangen sind, sollten man das ein oder andere Machwerk genießen können, auch auf die Gefahr hin, Alkoholiker zu werden. Party auf der Leinwand sollte man hier wörtlich nehmen und ein wenig Respekt den Machern gegenüber treten, auch wenn es mir selbst teilweise wirklich schwer fällt. Dennoch sind einige sehr unterhaltsame, wenn auch nicht ernst zunehmende Werke entstanden.

Nun denn, es geht los mit dem ersten Beitrag, ignoriert ihn ruhig. Diesen zu würdigen wäre auch wirklich zu viel verlangt, aber zumindest einmalig mal Erwähnung zu finden, sollte schon mal drin sein.

:vhs:
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 13. Dez 2012, 00:27

ZOMBIE - THE RESURRECTION (1997)

BildBild

Originaltitel: Zombie - The Resurrection
Alternativtitel: Zombies kennen keine Gnade
Herstellungsland: Deutschland 1997
Regie: Holger Breiner / Torsten Lakomy

Darsteller: Oliver van Balen, Tanja Reiter, Franz Horn, Sandra Wendt, Yazid Benfeghoul

Story:
A.D. 2015: Die Weltmächte zerstören sich gegenseitig mittels bakteriologischer Waffen, die auf allen Kontinenten zum Einsatz kommen. Die Bombe der Endlösung mit dem Namen "Final Destroy" sorgt nicht nur für ein riesiges Chaos und Leid unter der Bevölkerung, sondern erweckt auch die Toten, die fortan als Zombies Jagd auf die Überlebenden machen. Immer auf der Suche nach Fleisch, Blut und frischen Eingeweiden hat die Menschheit nun überhaupt keine Chance mehr, denn Zombies kennen keine Gnade!

A.D. 2017: Steve, Joe, Jill und Anne - zwei Regulatoren und zwei gerettete Zivilisten - gelang die Flucht in die Wildnis, außerhalb der von Untoten bevölkerten Städte. Dort fristen sie seitdem ein klägliches Leben in einem alten Flakstützpunkt, in der Hoffnung auf Rettung. Steve beschließt einen der letzten intakten Funktürme aufzusuchen, um vielleicht endlich weitere Überlebende zu kontaktieren. Doch während Steve sich durch die Wildnis kämpft, tauchen plötzlich von überall her bluthungrige Zombies auf. Und während Steve sein Ziel schon fast erreicht hat, kämpfen seine Freunde mit den letzten Reserven an Munition und Ratten um ihr Überleben...

http://www.ofdb.de/film/1928,Zombie---The-Resurrection

Ein Endzeitfilm um den lang gefürchteten Dritten Weltkrieg, in dem Zombies ihr Unwesen treiben. Schon oft vermarktet, mussten sie schon häufig ihr Unwesen treiben, gegen ihren Willen sicherlich. Hier dürfen sie sich mal wieder austoben, denn man konzentrierte sich sehr auf ihre Fressorgien. Dafür ersparte man sich ein ausgetüfteltes Drehbuch. Die meisten der "Darsteller" liessen sich widerstandslos auf das Gemetzel ein, welches nur teilweise effekttechnisch überzeugen konnte. Jubelschreie diesbezüglich erscheinen unangebracht. Die Zombies sind hier eher herumtorkelnde Kreaturen, die denen der Zuschauer gleichen dürfte, denn ohne einen gehörigen Promillegehalt wird es hier schwierig, dem Geschehen zu folgen.

Der Score (langweiliger Dance und Technomucke) nervt ziemlich und passt auch nicht dazu. Verantwortlich zeichnete sich hierfür Peter Lang. Man hat einen Namen, man hat ein Opfer. Als Locations rangierten hier Wälder, ehemalige Bunker und verlassene Häuser. Also alles, was leicht zu bewerkstelligen ist, will man einen Film ohne großen Aufwand und juristischer Beihilfe drehen. München und Tirol mussten dran glauben.

Was man nicht in Bildern ausdrücken konnte, geschah hier mit Texttafeln. Man hätte hier auch noch sleazige Szenen genießen können, aber trotz Vorhandenseins befriedigen einen Schlabbertitten und -Ärsche wohl kaum, obwohl die dunkelhaarige Darstellerin doch einiges mehr zu bieten hatte. Unpassend sind die Szenen natürlich beide gewesen, als Lückenfüller aber wenigstens eine kleine Abwechslung.

Jedes der Opfer wollte wohl gerne an der Freßorgie teilnehmen, weshalb sich diese trotz gezogener Waffe auch gerne widerstandslos drauf einließen. Evt. ein paar gezielte Bauchschüsse und dann mal abwarten, was passiert. War klar, es erwartete uns ein tierisches hemmungsloses Geschmatze, welches zum Teil aber auch gar nicht mal so schlecht umgesetzt wurde, was die Effekte anging. Dennoch noch zu stümperhaft.

Aber wohl immer noch besser, selbst gefressen zu werden, als dem täglichen Speiseplan folgend, nur Bisamratte und Schlangen vorgesetzt zu bekommen. Die Dialoge sind schon sehr grottig, aber dafür umso unterhaltsamer, weil belustigend. Mir wäre auch nichts besseres eingefallen, hätte ich nur das Bildmaterial vorliegen. Ratzschmatz ist der Film auch schon vorbei und es folgt ein noch unterhaltsames Making of.

Hauptsache die Macher hatten ihren Spass und der Zuschauer nach ein paar Bierchen auch. Schließlich gilt es ja immer, seinen Bierkonsum zu rechtfertigen, hier gebot sich eine prima Gelegenheit, auch zwischen den Feiertagen.Gibt weitaus schlechteres an Amateurfilmen, dieser hier machte trotz allem ein wenig Spaß für zwischendurch#

7/10 in der Amateurliga, 4 Punkte allgemein
Zuletzt geändert von dr. freudstein am 14. Dez 2012, 02:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon jogiwan » 13. Dez 2012, 16:34

dr. freudstein hat geschrieben:Hier poste ich Filme aus dem Amateur Sektor aus aller Welt, was sich halt in meiner Sammlung befindet. Da die meisten Filme wohl kaum einer sehen möchte, lohnt sich dafür kein einzelner Thread.


Ich widerspreche dir ja nur ungern Herzchen, aber wie kommst du auf die Idee, dass sich für solche Filme kein einzelner Fred lohnt bzw., dass du der Einzige bist, der sich für Amateur-Kram interessiert? :???:
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 13. Dez 2012, 16:54

Na, das ging doch schon aus dem Diskussionsfred hervor. Hab da mal durchgeschaut und es gab nur wenige Interessenten. Nun, es folgen ja auch noch Filme vom Schnaas, Rose und Co. zwangsläufig. Jedenfalls fand ich ein eigenes FTB dafür besser, als die mit den anderen Filmen zu mischen. Ich nehme aber auch an, das bei den Home Made/Amateuren, was ich da so hab ich wohl auch der einzige bin, der das kennt. Die Ittenbach Filme werden natürlich mit eigenem FF zusätzlich vorgestellt.
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 13. Dez 2012, 17:50

AMOKLAUF

Bild

So halb im Dämmerzustand geschaut. Naja Buttgereit konnte das besser. Der Kahrmann (Lindenstraße) hat hier auch nur einen kurzen und sehr unbedeutenden Auftritt. Insgesamt sehr dialogarm, die Bilder sollen die Worte sprechen.
Der Preis ist heiß im Fernsehen, einen langweiligen angepaßten Job, da kann man schon mal durchdrehen.

Mir war schon klar, worum es hier ging. Um die kalte seelenlose Welt, die einen depressiv macht und nur noch Filme können einen ein wenig aus der Einsamkeit entzaubern. Doch nur für einen Moment, und ohne es zu merken, stürzt man immer tiefer in die Phantasiewelt des Fernsehens/Films.

Mir hat das leider nicht so gut gefallen, wirkte eher schlaffördernd. Atmosphäre fehlte meines Erachtens. Wirkte zwar alles ziemlich trist, depressiv, aber der richtige Funken sprang leider nicht über. Ansonsten für diesen Stoff brauchte es kein hohes Budget, mit Talent und Fingergefühl hätte man da schon was draus zaubern können. Ich denke mal, die Ansätze sind da, aber es wurde nicht befriedigend übermittelt.

2/10
Zuletzt geändert von dr. freudstein am 14. Dez 2012, 02:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon buxtebrawler » 13. Dez 2012, 21:09

dr. freudstein hat geschrieben:Ein Endzeitfilm um den lang gefürchteten Dritten Weltkrieg, in dem Zombies ihr Unwesen treiben. Schon oft vermarktet, mussten sie schon häufig ihr Unwesen treiben, gegen ihren Willen sicherlich. Hier dürfen sie sich mal wieder austoben, denn man konzentrierte sich sehr auf ihre Fressorgien. Dafür ersparte man sich ein ausgetüffeltes Drehbuch. Die meisten der "Darsteller" liessen sich widerstandslos auf das Gemetzel ein, welches nur teilweise effekttechnisch überzeugen konnte. Jubelschreie diesbezüglich erscheinen unangebracht. Die Zombies sind hier eher herumtorkelnde Kreaturen, die denen der Zuschauer gleichen dürfte, denn ohne einen gehörigen Promillegehalt wird es hier schwierig, dem Geschehen zu folgen.

Der Score (nervende Dance und Technomucke) nervt ziemlich und passt auch nicht dazu. Verantwortlich zeichnete sich hierfür Peter Lang. Man hat einen Namen, man hat ein Opfer. Als Locations rangierten hier Wälder, ehemalige Bunker und verlassene Häuser. Also alles, was leicht zu bewerkstelligen ist, will man einen Film ohne großen Aufwand und juristischer Beihilfe drehen. München und Tirol mussten dran glauben.

Was man nicht in Bildern ausdrücken konnte, geschah hier mit Texttafeln. Man hätte hier auch noch sleazige Szenen genießen können, aber trotz Vorhandenseins befriedigen einen Schlabbertitten und -Ärsche wohl kaum, obwohl die dunkelhaarige Darstellerin doch einiges mehr zu bieten hatte. Unpassend sind die Szenen natürlich beide gewesen, als Lückenfüller aber wenigstens eine kleine Abwechslung.

Jedes der Opfer wollte wohl gerne an der Freßorgie teilnehmen, weshalb sich diese trotz gezogener Waffe auch gerne widerstandslos drauf einließen. Evt. ein paar gezielte Bauchschüsse und dann mal abwarten, was passiert. War klar, es erwartete uns ein tierisches hemmungsloses Geschmatze, welches zum Teil aber auch gar nicht mal so schlecht umgesetzt wurde, was die Effekte anging. Dennoch noch zu stümperhaft.

Aber wohl immer noch besser, selbst gefressen zu werden, als dem täglichen Speiseplan folgend, nur Bisamratte und Schlangen vorgesetzt zu bekommen. Die Dialoge sind schon sehr grottig, aber dafür umso unterhaltsamer, weil belustigend. Mir wäre auch nichts besseres eingefallen, hätte ich nur das Bildmaterial vorliegen. Ratzschmatz ist der Film auch schon vorbei und es folgt ein noch unterhaltsames Making of.

Hauptsache die Macher hatten ihren Spass und der Zuschauer nach ein paar Bierchen auch. Schließlich gilt es ja immer, seinen Bierkonsum zu rechtfertigen, hier gebot sich eine prima Gelegenheit, auch zwischen den Feiertagen.Gibt weitaus schlechteres an Amateurfilmen, dieser hier machte trotz allem ein wenig Spaß für zwischendurch#

7/10 in der Amateurliga, 4 Punkte allgemein


Danke für die Filmvorstellung und die humorvolle, differenzierte Kritik! :thup:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 14. Dez 2012, 02:08

RIVERPLAY

Bild

So muss man einen Film präsentieren, wenn man nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung hat. Ab in die "Wildnis" und auf den Fähigkeiten der Darsteller/Innen" vertrauen und in diesem Fall überzeugen zwar nicht alle, aber wenigstens die Hauptakteure. Schade fand ich lediglich, das man die Täter schon zu Anfang präsentierte, das nahm den ganzen die Spannung. Ansonsten präsentierte man uns aber ein Psychodrama, wobei Norbert und Walter im Besonderen hervor stachen. Eher blutleer gehalten, Effektmeister Olaf konnte sich hier diesbezüglich nur geringfügig austoben, setzte er hier mehr auf psychologischer Ebene, die mich vollends überzeugte.

Der zunächst noch beschwichtigende und zurückhaltende Arzt drehte final vollends auf, was man ihm anfangs noch nicht zutraute. Sicherlich sind die Leistungen nicht an denen anderer bekannter Namen messbar, für die Amateurliga dennoch überragend. Bin da auch kein Kenner von und weniger als ein Laie, aber als vergnüglicher Sichter von Filmen war ich positiv überrascht. Sehr beklemmender Film, der zu keiner Zeit übertrieb, sondern sich auf die des möglichen Machen beschränkte, dieses aber voll auskostete und dies macht einen Amateurfilmer meines Erachtens aus. Weniger ist mehr.

Waren sicherlich viele enttäuscht angesichts seiner vorangegangen Splatterorgien, so ging der Splattermeister einen neuen Weg und zauberte mit einem minimalistisch anmutenden Werk seinen Möglichkeiten gebend ein filmisches Vergnügen, welches sich mehr auf das Machbare konzentrierend, aber seine Wirkung nicht verfehlende beklemmende Filmchen. Dieses lebte mehr von den Darstellerleistungen als von technischen und effektmäßigen Spielereien, die den Großteil an Budget verschlangen, die jedoch sonst zu Lasten einer Story und Darstellerleistungen gingen.

Die vorherigen Werke wie BLACK PAST, BURNING MOON und der zu seinen besten zählenden Machwerkes PREMUTOS bestachen weniger durch Story und Darsteller, sondern vielmehr durch seine effektiven Spielereien. Hier ist es eher andersrum und das zeigt das Talent des Jungfilmers auf, der bereit war, etwas anderes zu probieren und dies gelang meines Erachtens bestens. Yazid Benfeghoul war in den 90ern mein Hauptlieferant für VHS Tapes und zeichnete sich durch persönliches Miteinander aus. Hier hatte er nur eine geringfügige Rolle, dennoch für den weiteren Verlauf tragende Rolle, wie einem nach und nach immer mehr bewusst wurde.

Stück für Stück baut sich ein zum Finale steigerndes Psychoinferno auf, welches sich mit einfachen Mitteln bewerkstelligen ließ, jedoch nicht ohne Talent und Feingefühl des Regisseurs.

6/10 allgemein
8/10 im Amateursektor
Zuletzt geändert von dr. freudstein am 15. Dez 2012, 02:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 14. Dez 2012, 02:27

buxtebrawler hat geschrieben:
Danke für die Filmvorstellung und die humorvolle, differenzierte Kritik! :thup:


Danke schön. Aber was heißt humorvoll, dies waren lediglich meine Eindrücke :| :kicher:
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 14. Dez 2012, 02:57

Bild

Originaltitel: Kettensägen Zombies

Herstellungsland: Deutschland 1999

Regie: Andreas Pape, Oliver Kellisch

Darsteller: Boris Hansmann, Oliver Kellisch, Andreas Pape, Andree Götze, Christian Bätge

Story:
Eine Gruppe junger Metalfreaks macht sich auf, um an einem schönen Wochenende zu campen. Einer der Jungs verletzt sich an der Hand und sein Blut tropft auf eine begrabene Leiche. Durch das Blut erweckt, macht sich der Untote auf den Weg, alle Lebenden zu vernichten. Sein erstes Opfer ist ein ahnungsloser Waldarbeiter...dessen Kettensäge wird zu einem Werkzeug der Hölle. Schon bald ertönt nur noch Geschrei, Gewimmer und... das Geräusch der SÄGE.

http://www.ofdb.de/film/88917,Kettens%C3%A4gen-Zombies

Kurz was von RAMMSTEIN, ansonsten nur ein Album einer Metalcore Kombo als OST und zwar durchgehend, war schon schwer verdaulich. Auch sonst boten sich hier keinerlei Ideen. Die "Darsteller" kamen wohl vornehmlich aus dem Metalbereich, wie sich anhand von KREATOR und SLAYER T-Shirts erfahren ließ, waren diese allerdings alle eher dem Milchbubi Bereich zuzuordnen angesichts ihrer Kurzhaar"frisuren". Wenigstens waren diese allesamt mit "scharfen" Knarren ausgestattet, die diese auch unwillkürlich zum Einsatz brachten. Klar, jeder hat ne Knarre im Auto oder sonstwie bei sich, um sich zu verteidigen, logisch :roll:

Sonst bekommt man hier keine Abwechslung geboten, es ging hier erstlinig darum, ein paar Arm ab oder Unterkörper ab Effekte darzustellen. Ideen sucht man hier vergebens. Selbst das "Making of" ließ einen das letzte vergebliche Suchen nach Spaß zu vermiesen.

Generell wohl nur ein Spaßprojekt, aber der Spaß blieb hier deutlich auf der Strecke. Zum Glück war der Hauptfilm nur von kurzer Dauer, denn länger hätte ich auch nicht durch gehalten.

0/10 Amateursektor
0/10 Film allgemein
Auf 250 Stück limitiert, doch wer war noch Käufer. 249 können nicht so bekloppt gewesen sein oder etwa doch :shock:
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Re: Freudschis Amateur-Corner

Beitragvon dr. freudstein » 15. Dez 2012, 02:24

MUTATION

Bild

Durchaus wurde hier schon ein höherer Anspruch gelegt als die übrigen Home Made/Amateur Produktionen und es ging nicht alleine um das selbstzweckhafte zur Schaustellung von möglichst blutigen, splatterhaften Effekten. Es wurde sich schon um eine tiefergründige Story bemüht. Jedoch ging vieles verloren durch computeranimierte Verfremdungen, die dem Ganzen eine eher störende Wirkung gaben. Für mich zumindest zu viel des Gutens. Spielt aber doch alles in einer anderen Liga als so manch anderes Machwerk aus dem Bereich.

Was machbar war, kostete man auch voll aus, aber der Gesamteindruck war doch eher ein lahmendes, zu Langeweile rührendes Gesamtwerk. Der Weg war geebnet für anspruchsvollere Kost, aber man musste sich noch für auf dem Weg liegende Abzweigungen entscheiden und erkennen, das ein holpriger Nebenweg nicht dem eines asphaltierten Hauptweges gleich zu setzen ist. Mit mehr Gespür für Feingefühl und Verbesserungen im technischen Bereich befindet man sich aber auf dem richtigen Weg. An Story, Ausführungen, Effekten etc. muss aber noch hart gearbeitet werden, um sich in höhere Gefilden katapulieren zu können.

Wegen Respekt und grundtechnischer Bemühungen vergebe ich
4/10 incl. Amateurbonus.
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