Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Euer Filmtagebuch, Kommentare zu Filmen, Reviews

Moderator: jogiwan

Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon Reinifilm » 23. Jan 2016, 01:45

purgatorio hat geschrieben:Eine Dokumentation des schlechten Geschmacks. Mich hast du als Leser gewonnen :lol: 8-)

Freut mich. :thup: 8-)
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon Reinifilm » 23. Jan 2016, 01:52

Kurzreview 003 - Zardoz (Regie: John Boorman)

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Gesichtetes Medium: Blu-Ray

Kurze Zusammenfassung:

Irgend etwas ist in der Zukunft schiefgelaufen - James Bond schießt zwar immer noch Leute über den Haufen, trägt aber dabei rote Windeln. Außerdem kotzt er nicht auf Waffen, sondern steht auf ausgekotzte Waffen. Diese kommen direkt aus dem Mund eines riesigen fliegenden Steinkopfes, der ihnen als verehrenswerte Gottheit erscheint. Als James Bond jedoch Anweisungen erhält, nicht mehr alle abzuknallen, sondern es auch mal mit Sklaverei zu versuchen, rebelliert er innerlich und versteckt sich in dem fliegenden Kopf.
Nach Landung desselbigen findet er sich in einer Gesellschaft wieder, die nicht altert, nicht stirbt und seit Jahrhunderten keinen Sex mehr hatte. Da ist die Ankunft eines schießwütigen testosterongesteuerten Windelträgers der Gattung Grunz natürlich genau das Richtige...

Wertung:

Heilige Scheiße - da erwartet man einen zünftigen Endzeithobel und kriegt stattdessen einen Streifen, der dauerhaft das eigene Gehirn püriert. Natürlich kann man "Zardoz" auch als eine kreative Variante von Huxleys "Schöne neue Welt" sehen, in der sich die Werkzeuge der Unterdrücker gegen... Hey, BRÜSTE! Und FARBEN! Juchheee!!!
Was woll Sean Connery und Charlotte Rampling heute zu dem Streifen sagen? Zumindest erster wirkt in "Zardoz" auch recht stoned...
Scheiß auf die mittelmäßige IMDb-Wertung, der Film ist ein ziemlicher Knaller - "Zardoz" wirkt als hätte Alejandro Jodorowsky einen Film nicht unter Einfluss von hartem Mescal, sondern Prosecco mit Brausepulver gedreht. Empfehlung! 09/10

Bonusscreenshot:

Bild
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon Reinifilm » 4. Mär 2016, 15:52

Kurzreview 004 - Olympus has fallen (Regie: Antoine Fuqua)

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Gesichtetes Medium: Blu-Ray

Kurze Zusammenfassung:

Gerzdf Gerard gibt diesmal nicht den Butler, sondern den Bodyguard. Und während bei Kevin Costner die Schutzperson kommt, geht sie hier ab - und zwar direkt in einen Abgrund. Dummerweise handelte es sich hierbei um die Gattin des Präsidentin der USA. Und da der Präsident sich scheinbar nicht lieber mit Praktikantinnen vergnügt, wird Mike Banning (so Butlers Filmname) nicht befördert, sondern aus dem Job herausgeschmissen. Logisch, dass er da als treuer US-Amerikaner wieder was gut machen will.
Seine Chance bekommt er, als das Weiße Haus von einer gnadenlosen schwerbewaffneten Meute eingenommen wird. Dahinter verbirgt sich nicht etwa Donald Trump und sein Wahlkampfteam, sondern ein Haufen gewaltbereiter Nordkoreaner (was eigentlich vollkommen nebensächlich ist, könnten genau so gut Chinesen sein... oder Vietnamesen... oder japanische Schulmädchen, die sich mit Eierlikörsahne einsprühen... letztere Variante hätte die arg konventionelle Handlung wenigstens etwas aufgelockert).
Besagte Hool-Truppe hat allerdings übersehen, dass sich Mike Banning auch noch im Weißen Haus befindet und so beginnt für Bannings Die Hardeste Mission seines Leben...

Wertung:

Bumm, bumm, bumm, bumm, "Olympus has fallen" ist ganz schön dumm. Denn nicht nur die Story ist (höflich gesagt) ziemlich oldschool, der Hurra-Patriotismus geht einem irgendwann mächtig auf dem Senkel. Immerhin wird das Dilemma Nixkönner-Koreaner erobern Chef-Home von krass Über-Amis recht geschickt gelöst - möglich ist das solchen unterbelichteten Schimpansen nur mit Hilfe
einer geklauten Superwaffe der Amis.. und wo die die herhaben? Jo mei, ich finde oft auch komisches Zeuch beim Aufräumen...)

Immerhin lässt es Regisseur Antoine Fuqua krachen, und das so richtig. Es wird nicht nur fast alles in die Luft gejagt, sondern es geht auch recht ruppig zur Sache, inklusive einem überraschend hohem Bodycount.
Fazit: Man kriegt bei "Olympus has fallen" tatsächlich das, was auf dem Cover zu sehen ist - ungehemmte Patrioten-Action mit viel Knallwumms.
Kann man gucken, tut nicht weh... 07/10

Anmerkung: Dieses Nicht-Konzept ist übrigens sogar so erfolgreich, dass nächste Woche ein zweiter Teil ins Kino kommt. Dieser heißt dann nicht "Canon has fallen" oder "Pentax has fallen", sondern wohl mit Rücksicht auf die aktuelle Griechenlandkrise "London has fallen". Hoffentlich hat sich Lorielle dabei nichts gebrochen...

P.S.: Leider war ich noch am überlegen, was sich zwecks schlechter Sprüche auf "Olympus has fallen" reimen könnte - jetzt habe ich 'nen echt fiesen Ohrwurm.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon ugo-piazza » 4. Mär 2016, 17:22

Reinifilm hat geschrieben:
P.S.: Leider war ich noch am überlegen, was sich zwecks schlechter Sprüche auf "Olympus has fallen" reimen könnte - jetzt habe ich 'nen echt fiesen Ohrwurm.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


:troest:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon Reinifilm » 17. Mär 2016, 12:35

Kurzreview 005 - The Demolisher (Regie: Gabriel Carrer)

Bild

Gesichtetes Medium: Limited FuturePak Blu-ray-Disc inkl. Soundtrack-CD (man gönnt sich ja sonst nichts)

Kurze Zusammenfassung:

Eimer uffm Kopp und losjekloppt - "The Demolisher" ist auf Rachefeldzug!
Er knüppelt oft und gern, hat Hackepeter auf dem Speiseplan. Zuhause sitzt die Frau im Rolli, das findet er nicht so tolli...
OK, Schluss mit den schlechten Reimen. Das war es eigentlich schon fast mit der Handlung, ohne zu spoilern. Echt jetzt.

Wertung:

Schauen wir uns stattdessen doch mal die Lobhudeleien auf "The Demolisher" an:
"In der Tradition der schmutzigen Grindhouse-Klassiker der 80er Jahre, irgendwo zwischen EXTERMINATOR und MANIAC...", "Der 'PUNISHER' für eine neue Generation", "Eine perfekte Hommage an John Carpenter und Michael Mann", "Reminiszenz an Nicolas Winding Refn" usw.

Carpenter? Mann? Der Nicolas mit dem komischen Nachnamen? Hey, da will man vom Demolisher doch glatt ein Kind haben... Leider würde dies jedoch am ersten Schultag in der Waldorf-Schule "Schnarchbacke" als Namen tanzen dürfen. ...boah... der Streifen geht jetzt mal gar nicht. Vor allem geht er nicht voran. Die Intention ist klar - man nimmt eine kühle Asthetik, einen treibenden Soundtrack und pointiert gesetzte Gewaltausbrüche und eifert so den großen Vorbildern nach.
Allerdings ist es echt beeindruckend, dass der Film es dennoch schafft bei einer Laufzeit von ca. 80 Minuten so schnarchelendlangweilig zu wirken, es gibt Landschildkröten die dynamischer sind. Eine Ursache hierfür dürfte auch die sprunghafte Erzählweise sein - soll wohl KunschtTM darstellen, killt aber jede Dynamik und ist außerdem für eine Story, die auf einen Bierdeckel passt (auf dem Rand wohlgemerkt), das komplett falsche Stilmittel. Hinzu kommen dann auch noch kratergroße Logiklöcher, die beim Zuschauer für gehässiges Gekicher sorgen und gerne damit mal die geplante Dramatik einer Szene killen.

Ach ja, geredet wird in dem Streifen ungefähr so viel wie bei einem Taubstummentreffen.

Um mal die Fäkalsymbolik zu bemühen: Wer "The Guest" kacke fand (ich gehöre gottlob nicht dazu), für den dürfte "The Demolisher" die überfüllte Latrinengrube mit Elefantendünnschiss sein. Ganz ehrlich - hätte ich den auf unserem Filmstammtisch gezeigt, hätte Onkel Joe den gesamten Fernseher brüllend durch das (geschlossene) Fenster befördert. Ein Film, bei dem sogar ich mich mit Gedanken wie "Ich könnte auch Hemden bügeln... oder die Fenster putzen" ertappte. Die Lobhudeleiheinis müssen echt 'nen anderen Streifen gesehen haben, der Punisher für die alte Generation sollte denen mal ein Besuch abstatten...

Fazit: "Demolutscher statt "Demolisher" - den Film retten vorm Totalverriss nur noch die gute Kamera, der tolle Soundtrack und die akzeptablen Darstellerinnen und Darsteller, der Rest ist echt für die Tonne bzw. für die Schublade mit den chemiefreien Schlafmitteln. Wir raten ab! 05/10
Zuletzt geändert von Reinifilm am 17. Mär 2016, 16:08, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon jogiwan » 17. Mär 2016, 12:38

When he finds you, run! :rambo:
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon buxtebrawler » 17. Mär 2016, 12:58

Reinifilm hat geschrieben:Carpenter? Mann? Der Nicolas mit dem komischen Nachnamen? Hey, da will man vom Demolisher doch glatt ein Kind haben...


:D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon sergio petroni » 17. Mär 2016, 14:56

Reinifilm hat geschrieben: Ganz ehrlich - hätte ich den auf unserem Filmstammtisch gezeigt, hätte Onkel Joe den gesamten Fernseher brüllend durch das (geschlossene) Fenster befördert.


Das holt der dann spätestens bei "Kartoffelsalat" nach! :kicher:
Bei der Beschreibung ist 5/10 ja noch recht gnädig von Dir.
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon Onkel Joe » 17. Mär 2016, 15:30

Ich mach dann aus dieser Glotze eine feinen Frankfurter Kartoffelsalat!
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Re: Der Giallo-Klub Bockenheim berichtet - exklusiv für Sie!

Beitragvon Reinifilm » 17. Mär 2016, 15:48

Onkel Joe hat geschrieben:Ich mach dann aus dieser Glotze eine feinen Frankfurter Kartoffelsalat!


:mrgreen:
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