2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

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2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon ugo-piazza » 18. Mai 2016, 19:46

STUC– Der stählerne Filmclub präsentiert:

2. Wochenende des stählernen Films

Die Definition eines stählernen Films ist schnell getan: Filme, die im Allgemeinen keinerlei Qualitäten besitzen, weder optisch noch inhaltlich; Filme, die weder gut sind noch so schlecht, dass sie dadurch wieder an Reiz gewinnen; Filme, bei denen kein Gag zündet und keine Emotionen geweckt werden; Filme, die so mittelmäßig und langweilig sind, dass sie einfach vor sich hinplätschern; Filme, die solch einen Farbstich haben, dass man glaubt, er habe sich auf ewig in die Netzhaut eingebrannt; Filme, die mehr einer Verweigerung nahekommen – stahlhart eben!
Was macht aber den Reiz dieses Filmstahls aus - noch dazu, dass man sich ihm ein ganzes Wochenende aussetzt? Für die einen ist es ein Durchhaltetest oder eine Mutprobe, für andere ist es ein Gemeinschaftsgefühl – zusammen mit vielen anderen durchleidet man die Filme und geht gemeinsam gestärkt daraus hervor – und wieder andere sehen es als Hinterfragung, was Film überhaupt ist, was Filme auszeichnet und sie zu dem macht, was sie sind.
Letzten Endes muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn den Reiz des Filmstahls ausmacht. Vielleicht wird er das auch erst andiesem illustren und unvergesslichen Wochenende feststellen: Nach dem Erfolg des letzten Jahres brodelt zum zweiten Mal ein Stahlgewitter in den Nürnberger Kinosphären auf und verspricht einen ganz dunklen filmischen Horizont. Die Mischung der Filme ist genauso bunt wie ihr Farbstich, doch der Inhalt trostlos und grau wie das Innere einer verschimmelten Frucht: Aus allen Genres wurden Streifen zusammengetragen und sie werden sowohl digital (von Full HD-Auflösung bis hin zu 240p-Streams) als auch analog (35mm, 16mm und 8mm) präsentiert.
Thematisch wird uns die cinephile Reise zuerst zum Urlaub nach Bangkok führen, nicht ohne vorher den nötigen Aufklärungsunterricht anschaulich erlebt zu haben. „Sneak Steel“ in Form unbeschrifteter Filmrollen und FWU-Lehrknüppel, deren Inhalt nicht einmal den Kuratoren bekannt ist, werden als filmisches Frühstück in den Tag geboten. Die kommende Fußball-EM und ihre Stars werden natürlich ebenso abgehandelt wie die wahren Meisterregisseure des Filmstahls, deren Namen Angst und Schrecken verbreiten. Und zu guter Letzt findet sich auch noch ein Höhepunkt mit der Carte blanche acier von StuC-Stammgast Felix Mende vom Filmclub 813 Köln und dem DDR-Western „Osceola“in einer filmischen Fassung, wie man sie wohl nie gesehen hat: Eine 35mm-Kopie mit zu vielen Filmrollen und unklarem Inhalt, die eventuell. sogar unvollständig ist. Wer glaubt, dass es damit schon geschafft ist, darf sich auf den ein oder anderen inoffiziellen digitalen Stahlspaß in der Nacht freuen, den es zu bestaunen, zu erleben und zu genießengilt.
„Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“ (Friedrich Nietzsche)

Einzelkarte: 5 Euro
Tageskarte für Samstag oder Sonntag: 20 Euro
Dauerkarte: 45 Euro


Fr., 03.06., um 17 Uhr:

Anatomie des Liebesakts
BRD 1970, 92 Min., dt. OV, 35mm, R.: Hermann Schnell, D.: Henriette Gonnermann, Günter Kieslich, Wolfgang Reinhard
Achtung: starker Rotstich!

Fr., 03.06., um 21:15 Uhr:

Nach Bangkok, der Liebe wegen
BRD 1977, 80 Min., dt. OV, 35mm, R.: Alan Payet, D.: Gabriel Duchemin, Élisabeth Buré, Martine Fléty, Charlie Schreiner, Karine Gambier
Achtung: explizit erotisch!

Fr., 03.06., um 23:30 Uhr:

Heißer Sex in Bangkok
CH 1974, 78 Min., dt. OV, digital, R.: Erwin C. Dietrich, D.: Michel Jacot, Claude Martin, Roman Huber, Heinz Kopitz

Sa., 04.06., um 12:30 Uhr:

Sneak Steel
90 Min., 35mm

Sa., 03.06., um 14:30 Uhr:

König Fußball Double Feature: Libero & Ohne Ball und ohne Netz
BRD 1973, 26 Min. dt. OV., 8mm, R.: Wigbert Wicker, D.: Franz Beckenbauer, Harald Leipnitz, Klaus Löwitsch, Beatrice Kessler, Walter Born
A 1982, 90 Min., dt. OV, digital, R.: Franz Antel, D.: Felix Dvorak, Horst Ebersberg, Andrea Engel, Evelyn Engleder, Gudrun Golob

Sa., 04.06., um 17 Uhr:

Natascha - Zügellos, wild, obszön
OT: Plaisirs jouissances, F 1986, 80 Min., dF, 35mm, R.: Andrea Bianchi, D.: Marina Hedman, Melissa Bonsardo, Gabriel Pontello, Jacky Arnal, Barbara Rosenthal
Achtung: explizit erotisch!

Sa., 04.06., um 21:15 Uhr:

Schreie in der Nacht
BRD / I 1969, 85 Min., dt. OV, 35mm, R.:Antonio Margheriti, D.: Joachim Fuchsberger, Marianne Koch, Helga Anders, Dominique Boschero, Luciano Pigozzi
Achtung: starker Rotstich!

Sa., 04.06., um 23:30 Uhr:

F. J. Gottlieb Double Feature
180 Min., dt. OV, digital

So., 05.06., um 12:30 Uhr:

FWU-Stahl
90 Min., dt. OV., 16mm

So., 05.06., um 14:30 Uhr:

Heiße Schenkel
OT: Les cuisses en chaleur, F 1977, 80 Min., dF, 35mm, R.: Jean-Claude Roy, D.: Stéphane Saratoga, Corinne Lemoine, Bernard Musson, Ellen Earl, Roger Trapp
Achtung: explizit erotisch!

So., 05.06., um 16:15 Uhr:

Osceola – A Very Special Edition
DDR / B / C 1971, ? Min., dt. OV, 35mm, R.: Konrad Petzold, James Winburn, D.: Gojko Mitic, Horst Schulze, Iurie Darie, Karin Ugowski, Kati Bus
Achtung: unklarer Inhalt einzelner Filmrollen!

So., 05.06., um 21:15 Uhr:

Carte blanche acier à Felix Mende vom Filmclub 813 Köln
35mm

So., 05.06., um 23:30 Uhr:

STUC-Retrospektive: Der apokryphe Thomas Gottschalk
400 Min., dt. OV, digital
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon Reinifilm » 19. Mai 2016, 06:52

Öhm... in welchen Kino den? :?
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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon Onkel Joe » 19. Mai 2016, 07:49

Reinifilm hat geschrieben:Öhm... in welchen Kino den? :?


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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon Dr. Monkula » 19. Mai 2016, 12:08

Was ist denn: "STUC-Retrospektive: Der apokryphe Thomas Gottschalk" ???
und 400 min. So. 23:30 h ! WOW
(so ein Best-Of.....wie dieses "Kinski-Tape" ? oder was ???)

Ansonsten, wieder nette Streifen dabei ! wünschte ich könnte dabei seinen, aber leider keine Zeit :(
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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon buxtebrawler » 19. Mai 2016, 12:27

Dr. Monkula hat geschrieben:Was ist denn: "STUC-Retrospektive: Der apokryphe Thomas Gottschalk" ???
und 400 min. So. 23:30 h ! WOW
(so ein Best-Of.....wie dieses "Kinski-Tape" ? oder was ???)


Das habe ich mich auch gefragt :-?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon ugo-piazza » 19. Mai 2016, 12:47

buxtebrawler hat geschrieben:
Dr. Monkula hat geschrieben:Was ist denn: "STUC-Retrospektive: Der apokryphe Thomas Gottschalk" ???
und 400 min. So. 23:30 h ! WOW
(so ein Best-Of.....wie dieses "Kinski-Tape" ? oder was ???)


Das habe ich mich auch gefragt :-?


Wohl eher ein Worst of... :mrgreen:

(Ich meine, mich zu erinnern, dass u.a. "Eine Frau namens Harry" spekuliert wurde)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon Adalmar » 20. Mai 2016, 13:15

ugo-piazza hat geschrieben:STUC– Der stählerne Filmclub präsentiert:

2. Wochenende des stählernen Films

Die Definition eines stählernen Films ist schnell getan: Filme, die im Allgemeinen keinerlei Qualitäten besitzen, weder optisch noch inhaltlich; Filme, die weder gut sind noch so schlecht, dass sie dadurch wieder an Reiz gewinnen; Filme, bei denen kein Gag zündet und keine Emotionen geweckt werden; Filme, die so mittelmäßig und langweilig sind, dass sie einfach vor sich hinplätschern; Filme, die solch einen Farbstich haben, dass man glaubt, er habe sich auf ewig in die Netzhaut eingebrannt; Filme, die mehr einer Verweigerung nahekommen – stahlhart eben!


Auf Margheritis "Schreie in der Nacht" trifft das aber m. E. nicht im Entferntesten zu.
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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon Onkel Joe » 20. Mai 2016, 13:20

Adalmar hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:STUC– Der stählerne Filmclub präsentiert:

2. Wochenende des stählernen Films

Die Definition eines stählernen Films ist schnell getan: Filme, die im Allgemeinen keinerlei Qualitäten besitzen, weder optisch noch inhaltlich; Filme, die weder gut sind noch so schlecht, dass sie dadurch wieder an Reiz gewinnen; Filme, bei denen kein Gag zündet und keine Emotionen geweckt werden; Filme, die so mittelmäßig und langweilig sind, dass sie einfach vor sich hinplätschern; Filme, die solch einen Farbstich haben, dass man glaubt, er habe sich auf ewig in die Netzhaut eingebrannt; Filme, die mehr einer Verweigerung nahekommen – stahlhart eben!


Auf Margheritis "Schreie in der Nacht" trifft das aber m. E. nicht im Entferntesten zu.


An der Kopie hatte ich mal die Hände drauf aber das Teil ist so Rot, da habe ich sie doch lieber wieder in die Freiheit(Komm-Kino) entlassen. "Filme die so mittelmäßig und langweilig sind, dass sie einfach vor sich hinplätschern" und das kam noch erschwerend dazu, der Film setzt so gar keine Höhepunkte und alle Darsteller wirken wie auf schlechten Medikamenten. Kein Highlight und nicht wirklich etwas für ein Deliria Treffen.
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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon ugo-piazza » 20. Mai 2016, 15:05

Onkel Joe hat geschrieben:
Adalmar hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:STUC– Der stählerne Filmclub präsentiert:

2. Wochenende des stählernen Films

Die Definition eines stählernen Films ist schnell getan: Filme, die im Allgemeinen keinerlei Qualitäten besitzen, weder optisch noch inhaltlich; Filme, die weder gut sind noch so schlecht, dass sie dadurch wieder an Reiz gewinnen; Filme, bei denen kein Gag zündet und keine Emotionen geweckt werden; Filme, die so mittelmäßig und langweilig sind, dass sie einfach vor sich hinplätschern; Filme, die solch einen Farbstich haben, dass man glaubt, er habe sich auf ewig in die Netzhaut eingebrannt; Filme, die mehr einer Verweigerung nahekommen – stahlhart eben!


Auf Margheritis "Schreie in der Nacht" trifft das aber m. E. nicht im Entferntesten zu.


An der Kopie hatte ich mal die Hände drauf aber das Teil ist so Rot, da habe ich sie doch lieber wieder in die Freiheit(Komm-Kino) entlassen. "Filme die so mittelmäßig und langweilig sind, dass sie einfach vor sich hinplätschern" und das kam noch erschwerend dazu, der Film setzt so gar keine Höhepunkte und alle Darsteller wirken wie auf schlechten Medikamenten. Kein Highlight und nicht wirklich etwas für ein Deliria Treffen.


Im Text wird ja auch "starker Rotstich" beschrieben.

Ergo: Definition erfüllt, denn
Filme, die solch einen Farbstich haben, dass man glaubt, er habe sich auf ewig in die Netzhaut eingebrannt
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: 2. Wochenende des stählernen Films - Nürnberg 3.-5.6.2016

Beitragvon Adalmar » 21. Mai 2016, 09:43

Das hat ja nichts mit dem Film an sich zu tun, im Gegensatz zu den anderen Kriterien.
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