Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon reggie » 25. Aug 2012, 14:25

Hauptfrage , Härte = Quallität? NEIN!!!

Braindead ist ein Harter Film mit tollen Darstellern und einer guten Story, sehr professionell umgesetzt.
Violent Shit 3 zb. nochmal ne stufe Härter, dafür eigentlich null Story, ein Wald und wiesen Splatter eben. Voll schlecht, der Regieseur hat null tallent. Da nützt auch die Härte nichts ;)

Für mich muss ein Film nicht hart sein um zu gefallen ;)
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon Onkel Joe » 25. Aug 2012, 14:27

Angefangen hat das Italo Kino für mich mit Fulci und etlichen 131§ Italo-Granaten aus den 80er aber das blieb ja nicht dabei.Das Interesse war groß und alles mußte beliebäugelt werden und nun ist von der Komödie bis zum Zombie alles in meinen Regalen zu finden.Das heutige Zielpublikum(zu 90%) ist ein anderes, es wird gequält, gefoltert und vergewaltigt.Passiert dies in einem Genrefilm ist er schon KULT !!!
Sind die kosten für die DVD oder Blu-ray noch so hoch, es wird gekauft.Sprichst du die meisten von den Jungs an kommt nur MÜLL aus dem Mund gefallen.Braindead kennen die noch und vielleicht noch ein paar Fulcis aber sonst ist doch alles für diese Jungs:"KINDERGARTEN"

Da wird im Film minuten lang auf eine Frau eingeschlagen aber diese Jungs grinsen sich dabei einen ab und können es gar nicht erwarten bis ihr noch, wie sagen solche Leute:Jedes Loch gestopft wird !!

Das ist KRANK aber das Problem hat überhand angenommen und nun gibts keinen Weg zurück.

Wir haben Jason und Co. abgefeiert aber immer die Distanz zu solchem Zeugs gewahrt.Heute denken doch die meisten was da z.b. im TV läuft ist das ware Leben.Dazu kommt das Internet das dem ganzen noch den Rest gibt und schon können wir nicht mal mehr ins Kino weil irgendein Spinner meint er sei der Joker und alles an Leben auslöscht was Ihm in den Weg kommt.

Dann haben wir noch solche Filme wie z.b. Leben und Tod einer Porno Bande oder Bunny Game und statt zu sagen NO WAY wird darüber erstmal diskutiert ob das nun Kunst ist oder ein Verbrechen.

DA GIBT ES NICHTS ZU DISKUTIEREN, DIESE ART VON FILMEN SIND DER LETZTE DRECK !!!!

Die Zeiten haben sich einfach verändert, das Kino hat sich verändert, die Menschen haben sich verändert.

Ich für meinen Teil sage immer:Jeder wie er möchte, ich bleibe aber auf meiner Seite der Kunst.
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon reggie » 25. Aug 2012, 14:34

Das war aber auch schon damals in diversen kreisen so das alles was hart war abgefeiert wurde.
Weshalb sonst wurde sowas wie Violent Shit kult :shock:
Oder hatte Bad Taste ein solch phänomenalen Kinoerfolg als er sehr verspätet bei uns ins Kino gekommen ist ;)


Hier noch ein Video das hier gut rein passt:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon Adalmar » 25. Aug 2012, 15:29

Viele Beiträge hier gehen mir schon etwas zu eingleisig in die Richtung, dass Filme angeblich immer härter, primitiver, gewalttätiger ... werden. Man sollte z. B. bedenken, dass die Horrorfilme der 80er alles in allem deutlich gewalttätiger waren als die der 90er (Scream, Ich weiß ... usw.) Der Begriff "Torture Porn" wird m. E. auch immer etwas leichtsinnig verwendet. Die "Saw"-Filme (die immer so bezeichnet werden, obwohl es im Grunde um etwas ganz anderes als Folter geht) sind m. E. bei weitem nicht so dumm und primitiv, wie oft geschrieben. Zumindest finde ich sie deutlich intelligenter und die Geschichte durchdachter, als wenn da immer nur ein Jason durch den Wald stapft und ein Teenie-Mädchen nach dem anderen zerhackt. Außerdem gibt es nach wie vor das Gruselgenre aus Japan und Korea sowie auch mit Filmen wie Paranormal Activity.

Onkel Joe hat geschrieben:Dann haben wir noch solche Filme wie z.b. Leben und Tod einer Porno Bande oder Bunny Game und statt zu sagen NO WAY wird darüber erstmal diskutiert ob das nun Kunst ist oder ein Verbrechen.

DA GIBT ES NICHTS ZU DISKUTIEREN, DIESE ART VON FILMEN SIND DER LETZTE DRECK !!!!


Also bitte ... So hat man sich doch zur Entstehungszeit von Dawn of the Dead sicher ebenfalls geäußert :engel:

Die beiden Filme kenne ich nicht, wobei mich Bunny Game auch nicht unbedingt interessiert. Aber auch Filme extremen Inhalts können sehr interessant sein, wenn man eine gewisse Intention dahinter wahrnimmt, wie z. B. "Naked Blood" (Megyaku: Akuma no Yorokobi) von Hisayasu Sato (ist jetzt das erste Beispiel, das mir gerade einfällt).
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon jogiwan » 25. Aug 2012, 15:35

"Leben und Tod einer Pornobande***" ist immer noch ein sehr guter und sehr kontroverser und schockierender Film! "Bunny Game" kenn ich nicht und spricht mich von der Thematik her auch nicht an... Aber beide Filme in einem Zusammenhang zu stellen ist wohl wie "High Tension" mit "Chaos" zu vergleichen... :angst:

Buttgereit hat mal gesagt, dass jede Gesellschaft die Filme bekommt, die sie verdient! Ich seh das genauso! :)


*** verwechselt du den vielleicht mit "A Serbian Film"? :?
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon horror1966 » 25. Aug 2012, 16:43


*** verwechselt du den vielleicht mit "A Serbian Film"? :?



Dem ich übrigens die volle Punktzahl gegeben habe. Das tat ich aber keinesfalls wel ich den Film geil fand, sondern einfach aufgrund der Tatsache, das meiner Meinung nach eine schockierende und furchtbare Thematik absolut kompromisslos umgesetzt wurde.
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon Onkel Joe » 25. Aug 2012, 16:50

jogiwan hat geschrieben:*** verwechselt du den vielleicht mit "A Serbian Film"? :?


Ja Pardon, habe ich verwechselt ist natürlich A Serbian Film.
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon Onkel Joe » 25. Aug 2012, 17:01

Adalmar hat geschrieben:Also bitte ... So hat man sich doch zur Entstehungszeit von Dawn of the Dead sicher ebenfalls geäußert :engel:


Biste sicher, ich denke das war den leuten in bezug auf Splatter vielleicht zu heftig aber es gab keine Vergewaltigen oder dergleichen zu sehen.Wer sich an Gewalt aufgeilt und auf der Börse rumflitzt und nichts anderes Kauft als nur so nen Schrott, der gehört einfach auf dauer überwacht.Da es momentan aber ein große Anzahl Menschen(Weltweit) gibt die genau diesen Scheiss kaufen werden solche Filme weiterhin gedreht.
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon horror1966 » 25. Aug 2012, 17:11

Lieber Onkel, ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, das du im Bezug auf solche Filme ein wenig engstirnig reagierst (so kommt es jedenfalls rüber). Ich bin der Meinung, das man hier doch etwas differenzieren sollte und nicht alle über einen Kamm scheren sollte, die sich auch solch extrem kontroverse Werke anschauen. Die von dir genannten Leute, die sich wirklich an so etwas aufgeilen (gibt leider zu viele) verurteile ich ebenso wie du. Ich finde es jedoch keinesfalls verwerflich, wenn man diverse Themen auch mal schonungslos und krass in Szene setzt. Das Leben ist nun einmal grausam und es gibt genügend perverse Typen auf der Welt, die anderen Menschen die unglaublichsten Dinge antun. Ein Film wie beispielsweise "A Serbian Film" bringt dies realistisch auf die Leinwand und das hat mir zum Beispiel an diesem Film gefallen. Kaufen würde ich mir die DVD aber nicht, da es sich um keinen Film handelt, den man mehrmals sehen muss.

Hier gibt es natürlich wieder genügend Leute, die nur wegen dem expliziten Härtegrad zugeschlagen haben und sich ständig an den derben Passagen "erfreuen". Die interessiert doch die eigentliche Thematik und die Einblicke in die Abgründe menschlicher Seelen einen Dreck, denen geht es schlicht und ergreifend nur um die Befriedigung ihres unstillbaren Hungers nach immer mehr Härte.
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Re: Wieviel Blut muss fließen? Härte = Qualität?

Beitragvon jogiwan » 25. Aug 2012, 17:17

Ich lese ja gerade das Buch "Killing for Culture" und da geht es um u.a. um Tabubrüche von Filmen wie "Snuff", "Last House on Dead End Street", die Vermarktung von "Cannibal Holocaust" und Mondo-Filmen bis hin zu "Gesichter des Todes" und noch viel schlimmere Dinge. Und das aus einem Zeitraum 1965 bis frühe Neunziger. Daher würde ich jetzt auch nicht sagen, dass heutzutage die schlimmeren Sachen gezeigt werden. Heutzutage haben solche Filme dank Internet einfach nur eine breitere Wahrnehmung.

Bei Aussagen wie "das ist krank, die gehören überwacht" stellen sich mir alle Haare auf. So eine Pauschalierung, vermeintliche Überlegenheit und Ablehnung ist gerade in einem Forum, dass u.a. auch dem Horrofilm huldigt auch eher unangebracht. Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt gibts ja gerade in Italo-Filmen aus den Siebzigern mehr als zuhauf!
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