Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon buxtebrawler » 24. Aug 2017, 10:49

Liebe, Sex und Zärtlichkeit – Fragen Sie Dr. Sommer bux:

Die Sünden der ganz jungen Mädchen (3/10)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon sergio petroni » 24. Aug 2017, 13:48

1931 - Es geschah in Amerika (ITA 1972, Luigi Vanzi, 5,5/10)
Im Jahre 1931 geht die Prohibition in den USA ihrem Ende entgegen. Manch Mafiosi sucht nach neuen Einnahmequellen. Pete Di Benedetto (Tony Anthony) hat von einem Geldtransport der besonderen
Art gehört. Natürlich will er die Kohle für sich einsacken. Er tut sich mit dem Mafioso Polese (Adolfo Celi)
zusammen, um den "Überfall" durchzuziehen. Als es danach beim Aufteilen der Beute zu Streitigkeiten kommt,
werden aus den Partnern Feinde. Und Poleses Frau Pearl (Lucretia Love) wird zum Spielball im
Krieg der Beiden.

Da hat das Paar Vanzi/Anthony mal wieder zugeschlagen. Diesmal sieht es äußerlich zwar
nicht nach Western aus, die Story hätte aber auch bequem in den Wilden Westen gepaßt.
Das Cover wirbt mit großen Genrenamen. Richard Conte, Lionel Stander, Corrado Gaipa
und Irene Papas finden Erwähnung. Allesamt haben sie nur sehr kurze Auftritte.
Die Handlung dreht sich in erster Linie um Pete, Pearl and the Pole, so auch ein Alternativtitel.

Die Ausstattung des Films ist okay. In die Dreißigerjahre wird man hauptsächlich durch
Autos und Kleidung zurückversetzt. Ansonsten wurde viel in der Natur gedreht, die ist ja zeitlos (und günstiger).
Recht ruppig geht es auch zur Sache.
Auf die Idee, Geld, eingenäht in den Körper
eines Toten, zu schmuggeln und diesen dann ausgerechnet bei der Beerdigung vor allen
Leuten zu öffnen muß man erst einmal kommen.


Vor allem Pete geizt nicht mit lockeren Sprüchen und sorgte bei mir für das ein oder andere Schmunzeln.
Unfreiwillig komisch wirkten auf mich allerdings die Soloauftritte von Anthony gegen Ende
des Films. Diese erinnerten eher an eine extrovertierte Bühnendarstellung und können
im besten Falle als Selbstironie gewertet werden.
Wegen des Endes nur 5,5/10.
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon karlAbundzu » 25. Aug 2017, 09:53

Tucker & Dale vs. Evil DVD
Parodie auf die Backwood-Slasher.
Die beiden Hillbillys Tucker und Dale auf dem Weg zu ihrer neuen Ferienhütte. Treffen auf College Teens. Der Ärger und die Mißverständnisse sind vorprogrammiert, und es wird blutig.
"Friß Scheiße, schleimige Klabusterbeere."
Ja, sehr humorig, zum Glück ziemlich weit weg von sonstigen Ami-Parodien. Der Film nimmt sein Sujet und seine Charaktere (jedenfalls T&D) durchaus ernst und man verfolgt ihren Weg gerne. Tyler Labine als Dale mochte ich schon in "Reaper" einer Satansserie sehr gern, und Alan Tudyk sieht man ja auch immer wieder gerne, zuletzt in Rogue One.
Die College Students sind halt hohles Slasher-Futter, leider ahnt man bei der Story recht früh worauf es hinausläuft.
Aber er unterhält, bleibt aber oberflächlich und kommt nicht an sowas wie SHAUN OF THE DEAD heran.
Aber für alle Freunde dieser Genres empfehlenswert. Sehr stimmig.


DER FLUCH DER ATZTEKISCHEN MUMIE (Danke, Arkschi) OmU
Eigentlich als Mexiko-Vorbereitung inklusive Spanisch-Stunde hat er doch erst ein dreiviertel Jahr später den Weg in den Player gefunden.
Ja, sehr unterhaltsam. Trotz des unnötig komplizierten Plans des Oberbösewichts (ein wirklich hervorragend chargierenden Schauspieler, dieses Bartgekraule!!!) und kleiner Unlogeleien. Und doch allzu kurzem Auftritt der Mumie, die dafür aber recht anschaulich (Brrrr) war. Aber es gab auch einen Luchadore (nach meinem Aufenthalt in eben diesem wunderschönen Land inklusive einem Besuch bei einem Lucha Libre mag ich das ja noch mehr) El Angel, der wahrscheinlich erfolgloseste verkleidete Superheld ever. Der verliert fast alle Kämpfe. Und holt noch ein Kind in die Höhle des Löwen, um ihn zu retten. Nun gut.
Alles in allem spaßig und ich merkte, dass ich tatsächlich noc hein paar Wörter Spanisch kann.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon Arkadin » 25. Aug 2017, 14:30

Kong Skull Island - Och, ich mochte den. Klar, kein Meisterwerk. Viel zu viel CGI (wobei ich mich frage, ob die schlechten Hintergründe, wenn jemand offensichtlich im Studio vor einem Green Screen steht, nicht eine Hommage an die Studioaufnahmen des Originals Jahre sein sollen?) und Figuren, die ausser cool sein, One-Liner absondern und bedeutsam in der Gegend rumstehen, nicht wirklich viel zu tun haben. Aber: Ordentliche Monster-Action, gute und sehr kurzweilige Unterhaltung und eben angenehmer Popcorn-Mainstream. Kann man sich gut mal geben, wenn man auf Krawall aus ist. Und die schöne Post-Credits-Szene fand ich sehr gelungen: "Kong is not the only King". Jetzt habe ich richtig Bock nochmal den US-"Godzilla" zu sehen und freue mich auf das MonsterVerse.

Noch zwei Anmerkungen: 1. Meine Güte sah John Goodman schlecht aus! Der ist ja nur noch die Hälfte von sich selbst und sieht richtig krank aus. Da mache ich mir Sorgen. 2. Die Musik (also der Score) hat mir eigentlich ganz gut gefallen und mich hat es gewundert, dass der - nachdem er in der ersten Hälfte sehr präsent und einfallsreich ist - in der zweiten Hälfte beliebiger und unscheinbarer wurde.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon ugo-piazza » 28. Aug 2017, 20:35

Österreichischer TV-Abend gestern:

Vom "Tatort" hab ich leider die erste Stunde verpasst, was bei Bibi Fellner natürlich unverzeihlich ist. Aber Ebola-Alarm in der Steiermark nenne ich mal einen interessanten Ansatz.


Die Elfriede-Ott-Entführung kannte ich ja auch noch gar nicht. Der Film konnte mich aber rasch für sich gewinnen und wusste auch bis zum Ende zu begeistern. Zu kritisieren bleibt allerdings, dass in einem Film, der in Graz angesiedelt ist, keine Politessen vorkommen, die ganze Straßenzüge mit Strafzetteln zupflastern. Und für den Fall, dass ich mal ins Spital müsst, werde ich mir vorher schon mal die Schwestern anschauen. :pfeif:


Danach sah ich auch noch "Böses Erwachen", eine TV-Produktion, die ein wenig auf den "Fremden im Zug" zurückgreift, wenn Ehefrau und Geliebte eines notorischen Frauenhelden sich gegenseitig falsche Alibis verschaffen, die sie bezüglich eines erfolgreichen und eines nicht ganz so erfolgreichen Tötungsdeliktes benötigen. Ganz nett, hätte aber nicht unbedingt zu nächtlicher Zeit laufen müssen. Die Nina Proll sollte man aber im Auge behalten.

https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6ses_Erwachen_(2009)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon sergio petroni » 28. Aug 2017, 20:50

ugo-piazza hat geschrieben:Zu kritisieren bleibt allerdings, dass in einem Film, der in Graz angesiedelt ist, kein jogiwan vorkommt..

:pfeif:
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon McBrewer » 28. Aug 2017, 23:27

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AUSNAHMEZUSTAND
Regisseur: Edward Zwick
Originaltitel: The Siege

Beim stöbern in auf dem Dachboden verstau(b)ten Kartons gefundene VHS-Kassette ohne Cover, hatte mich die neugier gepackt, wie dieser (Action-?)Film gut 20 Jahre nach meiner letzten Sichtung im Kino so wirkt.
Nun mittlerweile, wie wir alle wissen, war 9/11 geschehen & hat die Fiction knallhart eingeholt & ich war erstaunt, wie weit dieser Film von 1998 schon kommende Ereignisse vorausahnte (Terroranschlag, Internierungslager, Folter).
Denzel Washington routiniert als good-guy, Bruce Willis als zähneknirschender General bestens besetzt.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon karlAbundzu » 29. Aug 2017, 06:58

ORSON WELLES - TRAGISCHES GENIE
einstündige Arte Doku des Regie- und Schauspieler-Tausendsassa von 2014
Nichts Neues erzählt, aber schön montiert und interesant erzählt. Höhepunkte: Ausschnitte aus Interviews mit dem Meister selbst.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon Arkadin » 29. Aug 2017, 09:40

karlAbundzu hat geschrieben:ORSON WELLES - TRAGISCHES GENIE
einstündige Arte Doku des Regie- und Schauspieler-Tausendsassa von 2014
Nichts Neues erzählt, aber schön montiert und interesant erzählt. Höhepunkte: Ausschnitte aus Interviews mit dem Meister selbst.


Die beste Welles-Doku, die ich kenne ist "The One Man Band". die ist grandios. Die ARTE-Doku werde ich mir aber auch mal geben.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitragvon Arkadin » 29. Aug 2017, 10:02

Die City Cobra - Nur weil ich auf genau diesen Film tierisch Bock hatte, habe ich mir gleich die ganze Stallone-Box aus UK (für schmales Geld) geholt. Ich weiß noch, dass ich den damals im Kino gesehen hatte, aber Schwarzeneggers "Konkurrenz-Produkt" DER CITY HAI viel besser fand. Generell fand ich damals Arnold sehr viel besser als Stallone. Mittlerweile haben beide bei mir den gleichen Platz im Actionhelden-Pantheon. Arnie weil er konsequent Arnie ist und Stallone für so wunderschöne Altersfilme wie "Rocky Balboa" und "Creed". DIE CITY COBRA ist 80er Pur. Alles supercool, ewig lange Szenen, die man auch gut als Musikvideos nutzen kann und politisch komplett unkorrekt. Stallone inszeniert sich als Überheld dessen Nummernschild "Awesome 50" lautet. Scheinbar war Stallone zu der Zeit auch ein ziemlich ekliger Typ mit einem bis zum Zerplatzen aufgeblasenen Ego. Das kommt hier auch gut rüber. Ursprünglich sollte der Film zwei Stunden gehen, wurde dann aber um einiges Gore entschärft und auf handliche 90 Minuten runtergedampft. Schade, denn ich hätte gerne mehr von dem breitbeinig-großeierigen Cobretti gesehen. und ich war wirklich überrascht, dass die Nielsen früher mal richtig gutaussehend war. Dachte sich der Sly damals auch. Tja... Insgesamt eine unterhaltsame Angelegenheit, die an vielen Stellen die Grenze zur Parodie mit mächtigen Schritten überschreitet. Der Sly hat auch das Drehbuch geschrieben (und angeblich auch Regie geführt) und da merkt man wieder, was er wirklich gut kann: So kleine beiläufige Dialoge und Neckereien, die für die Handlung zwar total unwichtig sind, aber die Beziehungen der Charaktere zueinander definieren und tatsächlich sehr authentisch wirken. Was man vom Rest des Filmes nicht behaupten kann. "You are the sickness - I am the cure!".

Kabinett des Schreckens - Als ich vom Tode Tobe Hoopers erfahren habe, habe ich vorgestern gleich sein "The Funhouse" reinglegt. Bei der ersten Sichtung vor vielen, vielen Jahren fand ich den nicht so dolle. Und tatsächlich braucht der fast eine Stunde, bevor er so richtig in Gang kommt. Für jemanden, der ungeduldig auf Blut und Innerereien wartet eine Qual. Und auch wenn es dann rund geht, hält sich Hooper sehr zurück. Weiß man dies alles und ist mittlerweile in einem Alter, in der die Sturm-und-Drangphase schon viele Monde zurückliegt, kann man sich wunderbar in den Film fallen lassen und seine Qualitäten genießen. Im Grunde ist "Funhouse" ja eine TCM-Variation. Vollständig mit überschaubaren Personenkreis und einer merkwürdigen Familie. Stilistisch trennen beide Film aber Welten. Hooper hat hier eine wunderbar morbide Rummelplatz-Atmosphäre geschaffen, ein Auge für kleine Details und wenn es dann in der Geisterbahn (Funhouse) zur Sache geht, schwelgt der Film in rot-grün-blauen Farben, die an Meister wie Bava und Argento denken lassen. Dazu kommt die erlesene Scope-Fotografie. Und worin Hooper nun wirklich brillant ist: Diese kranke, bedrohliche Stimmung zu kreieren, die hier nicht so unbehauen wie in TCM wirkt, aber immer noch da ist. Toller Film mit einigen Schwächen (die vier Protagonisten sind nicht so wirklich sympathisch und stellen sich reichlich blöd an; die Story um den kleinen Bruder reicht für einen guten Auftakt-Gag, ist danach aber ziemlich sinnlos), die man aber gerne verzeiht. Hooper war schon wirklich ein Guter.
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