TROPISCHE SINNLICHKEIT – HOMMAGE AN ARMANDO BÓ..

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TROPISCHE SINNLICHKEIT – HOMMAGE AN ARMANDO BÓ..

Beitragvon Onkel Joe » 31. Jul 2017, 14:49

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TROPISCHE SINNLICHKEIT – HOMMAGE AN ARMANDO BÓ UND ISABEL SARLI
Das Kino von Armando Bó ist ein ekstatisch schwelgender Wachtraum des Kinematographen in seiner sinnlichsten Stimmung: „Implodierende Seelen neben explodierenden Figuren in einem Kaleidoskop lateinamerikanischer Befindlichkeiten“ (Hans Schifferle, epd Film, 12/2015).

1914 in Buenos Aires geboren, begann Bó seine Karriere als Schauspieler und unabhängiger Produzent. Zwischen 1954 und seinem frühen Tod 1981 inszenierte er 30 Spielfilme. Unsere Hommage – die umfangreichste jemals außerhalb Argentiniens – bietet mit 10 Spielfilmen, allesamt in 35mm-Unikatskopien, davon 7 als Deutschlandpremiere und eigens untertitelt, einen umfassenden Einblick in Bós Œuvre, indem auch zwei politische Komödien und ein Fußballfilm zu sehen sind sowie eine Dokumentation über die immensen Eingriffe der Zensur in seine Filme. Die Hommage widmen wir auch der wunderbaren Isabel „La Coca“ Sarli, Bós Lebensgefährtin und Muse. Hauptdarstellerin der meisten seiner Spielfilme, war sie die bekannteste Schauspielerin Südamerikas der 1960er und 1970er Jahre, ein Sex-Symbol vergleichbar Brigitte Bardot oder Elizabeth Taylor. Für den Filmemacher Rodolfo Kuhn waren “in der passiven Nacktheit und quasi Schamhaftigkeit Isabel Sarlis unsere Widersprüche enthalten, unsere Feierlichkeit und unsere Rhetorik”.
Die Filme werden von fachkundigen Einführungen begleitet und Gabriela Trujillo, Expertin für südamerikanischen Avantgardefilm, wird u.a. den subversiv-experimentellen Charakter von Bós Spielfilmen in ihrem Kurzvortrag am Samstag, 19.8., um 22.30 Uhr beleuchten.
Wir hoffen auf zahlreiche Gleichgesinnte bei der Feier des Kinos von Armando Bó und Isabel Sarli!

Gary Vanisian, Filmkollektiv Frankfurt e.V.
Andreas Beilharz und Christoph Draxtra, Hofbauer-Kommando

PROGRAMM:

Freitag, 18.8.
17 Uhr CARNE SOBRE CARNE (2008) Dokumentation (Festsaal)
19 Uhr EMBRUJADA (1969-76) (Festsaal)
22.30 Uhr TROPISCHE SINNLICHKEIT (= Lujuria tropical, 1964) (Kino im Deutschen Filmmuseum)

Samstag, 19.8.
14 Uhr LA MUJER DEL ZAPATERO (1965) (Festsaal)
16 Uhr DESNUDA EN LA ARENA (1969) (Festsaal)
18.30 Uhr EL TRUENO ENTRE LAS HOJAS (1958) (Festsaal)
22.30 Uhr Kurzvortrag (20min, in Engl.) von Gabriela Trujillo
anschließend: FIEBRE (1972) (Kino im Deutschen Filmmuseum)

Sonntag, 20.8. Festsaal im Studierendenhaus:
14 Uhr PELOTA DE CUERO (1963)
16 Uhr LA SENORA DEL INTENDENTE (1967)
19 Uhr FUEGO (1968)
21 Uhr NAKED (= La tentación desnuda, 1966)

PREISE UND INFOS
Einzelkarte Festsaal: 5 €
Einzelkarte Kino im Deutschen Filmmuseum: 7 € / 5 € (es gelten die regulären Preise und Vergünstigungen des Dt. Filmmuseums)
Dauerkarte: 35 € (Gilt nicht für die Vorstellungen im Filmmuseum!)
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Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: TROPISCHE SINNLICHKEIT – HOMMAGE AN ARMANDO BÓ..

Beitragvon Kampfgigant » 21. Aug 2017, 01:50

Also von den Filme von ARMANDO BÓ UND ISABEL SARLI hatte ich bisher noch nichts gesehen (wie vermutlich die meisten hierzulande), und bin erst durch den Flyer für das Festival hierauf aufmerksam geworden.
Und natürlich habe ich mir auch ein paar davon angeschaut:

- Freitag
19:00 Uhr: Embrujada (1969)
Eine Frau lebt mit Ihrem reichen Mann in einem Anwesen in der Nähe des Dschungels. Sie ist sehr frustiert, dass Ihr Mann Ihren Kinderwunsch wegen Impotenz nicht erfüllen kann. Für zusätzlichen Ärger sorgt ein gewalttätiger Sex-Dämon der immer wieder Ihren Weg kreuzt, und nicht sonderlich gut auf die Männer zu sprechen ist, welche das Problem mit dem Kinderwunsch lösen könnten.
Eine unterhaltsame Mischung aus Sexploitation und schwarzer Magie. Hat mir gefallen.

22:30 Tropische Sinnlichkeit (1964)
Es geht um eine Frau die in ein Küstendorf kommt. Es kommt dann zu einigen Verwicklungen und Komplikationen die dazu dienen das einzulösen was der Titel verspricht.
Er ist schön gefilmt, und kurzweilig anzusehen.

Samstag
18:30 Uhr: Die grüne Peitsche (1958)
Ein Grossgrundbesitzer behandelt die Arbeiter wie Sklaven, und verständlicherweise mündet das Ganze irgendwann in einen Aufstand.
Für die damalige Zeit eine recht aufwendige Produktion, und ausserdem der erste Film aus Südamerika, welche eine weibliche Nacktszene zu bieten hatte.
War jetzt aber nicht so mein Ding, irgendwie zu ernst für meinen Geschmack.

22:30 Uhr: Fiebre (1972)
Es geht um die Witwe eines Pferdezüchters, die nicht nur Ihren Freund sondern auch eines Ihrer Rennpferde sehr mag.
Toller Sexploitationfilm. Hat mir von den Filmen die ich auf dem Festival gesehen habe, am besten gefallen.

Sonntag
21:00 Uhr Naked (1966)
Eine Frau strandet auf einer abgelegenen Insel. Dort befinden sich nur ein Farmer und seine vier Angestellten. Da
die Angestellten nicht so gutmütig sind, wie Ihr Chef, eskaliert die Lage natürlich recht bald.
War recht unterhaltsam gemacht.

War ein schönes Festival. Ein ganz grosses Lob an die Veranstalter !
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