Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

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Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon Arkadin » 11. Aug 2010, 09:22

buxtebrawler hat geschrieben:@Arkadin: Oha. 4/10 ist für mich eigentlich klar unterdurchschnittlich und damit i.d.R. nicht sehenswert. Was eindeutige Schwächen hat, aber trotzdem solide (und damit überdurchschnittlich) unterhält, ist für mich eigentlich eine 6/10. Bist du da evtl. etwas streng?


Wie im anderen Faden schon gesagt, da hat ja jeder sein eigenes System.
Wenn ein Film einfach fürchterlich schlecht gemacht ist, dann kriegt er auch eine schlechte Note. Jetzt kann es ja sein, dass er aber gerade deshalb ganz vorzüglich unterhält. Das steht dann aber auf einem anderen Blatt.

Bei mir sieht's so aus:

1 = Der Film ist eine persönliche Beleidigung
2 = Schlecht, ohne bereits den Tatbestand der Körperverletzung zu erfüllen.
3 = Nicht gut, aber mit lichten Momenten
4 = Unterdurchschnittlich, aber guckbar
5 = Solider Durchschnitt, okay
6 = Über dem Durchschnitt, kann man gut gucken
7 = Guter Film
8 = Sehr guter Film
9 = Mir kommt's gleich... (schon verdammt nah dran am Meisterwerk, aber irgendwas fehlt noch)
10 = Jetzt, JAAAAAAAA!!!!!!!!! (Meisterwerk! Nirwana! Shangri-La!)

1er vergebe ich fast noch nie vergeben müssen (Gott sei Dank!), 10er kommen schon mal vor, aber selten. Die 10 möchte ich einfach nicht so inflationär einsetzen, sondern für wirklich besondere Filme aufheben.

Mich würde mal interessieren, wie ihr zu Euren Bewertungen kommt. Das würde mir helfen manche extrem hohen Noten richtig einzuordnen.
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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon jogiwan » 11. Aug 2010, 09:57

Das Benoten folgt bei mir nach vollkommen subjektiven Gesichtspunkten, was natürlich bedeutet, dass Gialli sowieso mindestens eine Benotung im oberem Spektrum erhalten und auch trashige Sachen mit entsprechenden Unterhaltungswert immer ganz gut wegkommen. Aber Bewertungen von Fans für Fans in Freak-Foren sind ja immer nur Richtwerte mit keinerlei Anspruch auf eine objektive Richtigkeit. Daher vergebe ich für Sachen wie "Eyeball" oder "Karate, Küsse, blonde Katzen" auch schon mal 11 von 10 Punkten wenn´s sein muss... :) Da eine einheitliche und für alle Beteiligten zufriedenstellende Wertetabelle zu finden ist ja auch unmöglich, da ja jeder Film von jeden Zuseher unterschiedlich aufgenommen wird und zumindest bei mir auch andere Einflüsse in der Benotung des Filmes wiederfinden. Ich tendiere aber generell dazu, Filme im Gesamten eher gut zu bewerten.
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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon Reinifilm » 11. Aug 2010, 10:24

Treffender kann man es kaum sagen... allerdings sollte "0" auch enthalten sein. :D
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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon jogiwan » 11. Aug 2010, 10:46

Reinifilm hat geschrieben:Treffender kann man es kaum sagen... allerdings sollte "0" auch enthalten sein. :D


@ reini: welcher Streifen würde denn bei dir eine 0/10 oder 1/10 erhalten?
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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon Blap » 11. Aug 2010, 11:00

10 - Absolute Meisterwerke. Die besten, schönsten, bewegensten Filme aller Zeiten. Diese Bewertung vergebe ich nur sehr selten.

9
- Überragende Qualität. Grandiose Filmkunst. Eine wahre Perle.

8
- Sehr gut. Sticht deutlich aus der Masse heraus.

7
- Gut. Zwar kein Meisterwerk, aber ein guter, sehr sehenswerter Film. Eventuelle Schwächen sind eher unerheblich.

6 - Obere Mittelklasse. Es gibt zwar einige Kritikpunkte, aber positive Aspekte überwiegen.

5 - Mittelklasse. Hier wird es schon zähflüssiger. Es gibt aber noch genügend Lichtblicke, die den Film vor dem Absturz bewahren.

4 - Es sind gute Ansätze zu erkennen, unterste Mittelklasse

3 - Schlecht. Immerhin bietet der Film zumindest minimal gelungene Szenen.

2
- Sehr schlecht. Hier wurde fast alles falsch gemacht.

1 - Eine Beleidigung für den Zuschauer.

***

Dabei ist zu beachten, dass diese Skala lediglich eine Art "Krücke" darstellt, die den jeweiligen Kurzkommentar abrunden soll. Sie soll keinesfalls eine ansatzweise objektive Bewertung sein. Wer würde es wagen sich anzumaßen, Kunst objektiv bewerten zu können? Wenn ich mich nicht für einen Wert entscheiden kann, greife ich zur "halben Note", also z.B. 6,5/10. "Mathematisch identische" Bewertungen, können trotzdem einen sehr unterschiedlichen Wert für mich haben. Wenn ich z.B. einen Paul Naschy Film mit 7/10 bewerte, wird mir dieser meist trotzdem weitaus mehr am Herzen liegen, als irgendein aktueller Streifen der 7/10 bekommt. Daher füge ich manchmal den Verweis auf den "Wohlfühlfaktor" hinzu, der auch bei einem "7/10 Film" weitaus höher sein kann.

Zwar bereitet es mir Bauchschmerzen Filme in ein Zahlenraster zu pressen, doch letztlich halte ich dieses als Abrundung für sinnvoll.
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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon jogiwan » 11. Aug 2010, 13:51

bösen Gerüchte zufolge gibt es ja einen Foren-User, der nur bis 4 zählen kann und deswegen selbst anerkannten Klassikern schlechte Wertungen zukommen lässt...

:?
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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon buxtebrawler » 11. Aug 2010, 14:22

Ich gebe Blap vollkommen Recht. Natürlich ist es schwierig, Kunst in solche Schemata zu pressen. Trotzdem finde ich, dass sich im Spielfilm-Bereich diese Zehner-Skala bewährt hat, aber natürlich stets mit Vorsicht zu genießen ist. Letztlich ist sie immer das Resultat aus bemühter Objektivität und gnadenloser Subjektivität.

Bei mir sieht's wie folgt aus:

10 - Absolutes Meisterwerk, das mich ganz tief berührt hat. Eine i.d.R. vollkommen subjektive Punktevergabe für Filme, die für mich ganz persönlich von enormer Bedeutung sind. Nur drei Spielfilme haben von mir diese Note erhalten: "Es", "Zwei glorreiche Halunken" und "Das Ding aus einer anderen Welt" (Carpenter). Erstgenannter hat sich mit Bonuspunkten formidabel ganz nach oben gekämpft.

9 - Einer der besten Filme aller Zeiten. Ein sehr guter Film, der zudem das gewisse Etwas hat, das ihn zu einem sehr bedeutsamen Ereignis für mich gemacht hat, das ihn über die "eigentliche" Höchstnote "Sehr gut" hinausgehievt hat oder schlicht in verstärktem Maße wegweisend war. Beispiele: "The Texas Chainsaw Massacre", "Einer flog über das Kuckucksnest", "Die Fliege" (Remake), "The Beyond", "Der Eissturm", "Scarface".

8 - Einfach ein sehr guter Film, an dem es verschwindend wenig bis gar nichts zu kritiseren gibt. Beispiele: "Alien", "The Big Lebowski", "Halloween", "Hellraiser" etc. pp. Wird relativ häufig von mir vergeben.

7 - Ein guter Film mit einigen unübersehbaren Schwächen, die das Sehvergnügen aber nicht allzu stark mindern, es aber nur mit Bonuspunkten in die oberste Liga befördern könnten. Oder aber wenig eigenständig, gute "Ware von der Stange". Zuviele, um Beispiele herauspicken zu wollen.

6 - Ein überdurchschnittlicher Film mit starken Schwächen. Beispiele: "Die brennenden Augen von Schloss Bartimore", "Poltergeist II", "The 4th Floor", "Donnie Darko".

5 - Glatter Durchschnitt. Nicht richtig schlecht, aber auch alles Andere als gut. Beispiele: "Sleepaway Camp", "30 Days Of Night", "Großangriff der Zombies", "Die Mörderbestien".

4 - Unterdurchschnittlich. Nicht empfehlenswert, höchstens unter Trash-Gesichtspunkten. Beispiele: "13 Geister", "Gothika". "Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen", "Rückkehr der Zombies".

3 - Ein durch und durch misslungener Film, der aber noch über vereinzelte gute Szenen verfügt. Eigentlich aber handwerklich schlecht oder von der Story her totaler Murks und unsympathisch. Beispiele: "Amazonas - Gefangen in der Hölle des Dschungels", "House IV", "Ilsa - Die Tigerin", "Kindergarten-Cop".

2 - Schrott in jeder Hinsicht, total wertlos. Ziehe ich nur sehr selten. Beispiele: "Antropophagus 2000", "Diamonds of Kilimanjaro", "Mundo Verde".

1 - Hassenswert, bodenlose Unverschämtheit, Sondermüll, die viel zitierte allerschlimmste "Beleididung für den Zuschauer". Ziehe ich fast nie und ist rein subjektiv, wenn mich etwas einfach total auf die Palme gebracht hat. Beispiel: "Delta Force 3".

Für besondere Szenen oder Einfälle, einen besonderen "Wohlfühlfaktor" oder allgemein objektiv betrachtet nicht unbedingt Punktewürdiges, aber subjektiv bei mir positive Gefühle Auslösendes gibt's von mir dann auch gern mal einen Bonuspunkt. Ein Slasher z.B. einfach dafür, dass er ein Slasher ist. 8-) Das funktioniert aber auch nach unten und kann sich auch summieren...

Schwer fällt mir die Beurteilung von Trash. Vielleicht sollte man die handwerklichen und storytechnischen Qualitäten des Films auf der einen Seite und den Unterhaltungsfaktor auf der anderen getrennt voneinander bewerten, beide Punkte zusammenzählen und durch 2 Teilen...

So Mittelbewertungen wie z.B. 6,5 werden bei mir grundsätzlich mathematisch korrekt aufgerundet. :geek:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon buxtebrawler » 11. Aug 2010, 14:24

jogiwan hat geschrieben:bösen Gerüchte zufolge gibt es ja einen Foren-User, der nur bis 4 zählen kann und deswegen selbst anerkannten Klassikern schlechte Wertungen zukommen lässt...

:?


Ich find's eine bodenlose Unverschämtheit von dir, unser überaus verdientes Forenmitglied Arkadin auf diese Weise öffentlich zu diskreditieren.

:lol: :D ;)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon jogiwan » 11. Aug 2010, 14:37

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Re: Notenvergaben - wann ist 'ne 4/10 'ne 4/10?

Beitragvon Lobbykiller » 12. Aug 2010, 11:16

Einige lassen ja eher Luft nach oben, vergeben selten die Höchstnote. Ich lass eher Luft nach unten.

Das 5er-System, das ich verwende, ist im Endeffekt das gleiche wie das 10er und doch ist es anders:

5/5 = Top Notch Groover, Milestone
4,5/5 = Sehr Groove (wäre umgerechnet eigentlich 9/10, entspricht aber in etwa eher den gefühlten 7-8/10, die andere verteilen)
4/5 = Groove (wäre 8/10, entspricht aber eher 6-7/10)
3,5/5 = Grooved einigermaßen, aber schon mit Mängeln ausgestattet (5-6/10)
3/5 = Geht grad noch (4-5/10)
2,5/5 = Kaum (3-4/10)

Hier setze ich dann die Grenze für Genrefilme. Eigentlich hat nahezu jeder Genrefilm aus der Zeit von 1958-1983 noch genügend Pulp & Groove-Elemente, um mindestens noch 2,5/5 zu erreichen.

Was dann darunter kommt, vergebe ich nur für Nicht-Genrefilme oder vor allem Filme mit absolut ekelhafter Bildästhetik oder unfunkigen Sounds, darunter fällt viel von dem, was nach 1983 produziert wurde und vor allem, was in den Nuller Jahren rauskam, insbesondere teutonischer Neo-Rotz. 2-0/5 vergebe ich demnach nur für Filme, die ich mir gar nicht erst anschaue (da genügt oft tatsächlich nur eine Bildeinstellung).

:mrgreen:

Von manchen dieser Filme kriegt man ja zwangsläufig mehr von mit, durch Ausschnitte und desgleichen. Ein Paradebeispiel für 0/5 ist für mich KEINOHRHASEN. Kaum ein Streifen gibt die heutige teutonische Ätz-Mentalität so exakt rüber wie der Streifen. Kaum ein Streifen hat einen größeren Fresse-Zum-Reinschlagen-Count.

:mrgreen:
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