KommKino Nürnberg

Länderübergreifendes, allgemeines Forum zum Thema Film

Moderator: jogiwan

KommKino Nürnberg

Beitragvon ugo-piazza » 8. Dez 2016, 21:01

In Memoriam Ted V. Mikels:

Astro Zombies

USA 1968, 91 Min., OV, 16mm
R.: Ted V. Mikels
D.: Wendell Corey, Tom Pace, John Carradine, Joan Patrick, Tura Satana
08. Dezember - 21:15 Uhr
„In einem nicht näher lokalisierten Labor beschäftigen sich Forscher damit, menschliche Gehirne durch Eingriffe von außen zu steuern. Geheimnisvolle Morde deuten darauf hin, dass es einem der Forscher, der aus dem Team ausgeschieden ist und auf eigene Faust arbeitet, gelungen ist, die Experimente „erfolgreich“ abzuschließen. Rivalisierende Gruppen versuchen, sowohl das Ergebnis als auch die legalen und illegalen Forscher in ihren Machtbereich zu bringen.“ (Filmdienst)

Die katholischen und evangelischen Filmkritiker waren sich in diesem Fall sehr einig: „bis zur Lächerlichkeit primitiver, schludriger Horrorfilm“ (katholischer Filmdienst) „Bis zur Lächerlichkeit primitiv ausgedacht und technisch geschludert. Für Freunde von Science-Fiction-Grusel eine Zumutung!“ (evangelischer Filmbeobachter) Dennoch erzielte das mit Russ-Meyer-Star Tura Satana besetzte Filmchen recht gute Einspielergebnisse. Mikels versuchte viele Jahre später mit drei Fortsetzungen (2002, 2010 und 2012) noch mal an diesen Erfolg anzuknüpfen.

Zum Gedenken an Ted V. Mikels:

Am 16. Oktober 2016 verstarb bedauerlicherweise Ted V. Mikels, einer der großen Kultregisseure des sogenannten Trashfilms. Von der heute oft abschätzigen Verwendung dieses
Begriffs distanzieren wir uns ausdrücklich. Selbst der ehrwürdigen „New York Times“ war Mikels‘ Tod einen ausführlichen Nachruf wert. Da ist es für das KommKino natürlich Pflicht, eine Auswahl seiner unterhaltsamsten Filme zu zeigen – vorwiegend im originalen 16mm- oder 35mm-Kinoformat.

Mit Mikrobudgets und in ihrer jeweiligen Funktion oft völlig unerfahrenen Beteiligten drehte Mikels zwischen 1963 und 2012 eine ganze Reihe von Streifen, vor allemim Horror- und Actiongenre. Er mauserte sich zum nach Ed Wood wohl bekanntesten Regisseur von dem, was man Trashfilme oder Baddies nennt: Streifen, die nach konventionellen Kriterien so schlecht ausfallen, dass sie schon wieder gut und sehr unterhaltsam sind. Noch eins verbindet ihn mit Wood: Wie es sich für wirklich für gute Trashfilme gehört, sind die Werke von Mikels bei aller unfreiwilligen Komik mit viel Engagement und Herzblut gemacht. Das macht sie dann auch erheblich interessanter als viele glatt gebügelte Kommerzprodukte aus Hollywood. Und auch wenn Mikels als Regisseur kaum ernstgenommen wurde, hinterließ er deutliche Spuren in der populären Kultur: Er beeinflusste eine sehr erfolgreiche TV-Serie mit späteren hochbudgetierte Kino-Ablegern und er inspirierte sogar Quentin Tarantino.


Reihe Ruggero Deodato:

Mondo Cannibale 2 - Der Vogelmensch

OT: Ultimo mondo cannibale, I 1977, 88 Min., dF, 35mm
R.: Ruggero Deodato
D.: Massimo Foschi, Ivan Rassimov, Me Me Lai, Sheik Razak Shikur, Judy Rosly
10. Dezember - 21:15 Uhr
Robert Harper und seine Begleiter machen auf dem Flug nach Manila einen Zwischenstopp auf der Insel Mindanao. Der kleine Flughafen, den sie ansteuern, finden sie in Folge eines Kampfes völlig verwüstet und verlassen vor. Die Situation spitzt sich zu, als ein Kannibalenstamm sie findet, der Harpers Begleiter tötet und ihn gefangen nimmt. In einen Käfig gesperrt, da sie durch das Flugzeug glauben, er sei ein Vogelmensch, kennt Harper nur noch den Gedanken an Flucht...

Ruggero Deodatos erster Ausflug in den Kannibalenfilm liefert zugleich den vielleicht bemerkenswertesten Beitrag zum Genre: von einigen Unbeholfenheiten abgesehen eine wortkarge, hypnotisch bebilderte Rückkehr in die Wiege der Menschheit, die dem modernen Zivilisationsmenschen längst zum unverständlichen Feindesland geworden ist. Je mehr Harper seiner Schutzvorrichtungen und Apparate beraubt wird, je mehr er sich auf die wenigen unveräußerlichen Merkmale seiner selbst – seinen Körper, seinen Geist und seine Instinkte – zurückziehen muss, desto augenfälliger tritt seine Selbstentfremdung zutage, die ihm seine Bestrebungen, sich über seine barbarischen Wurzeln zu
erheben, eingebracht haben. Eine nachgerade meditative Parabel über die dünne Zivilisationsdecke, in die der Mensch sich gehüllt hat, und die verdrängte Bestie, die nach wie vor darunter lauert und mit wenigen Handgriffen wieder freigesetzt werden kann. (Adam Kesher/www.ofdb.de)

Neben dem ebenfalls von Ruggero Deodato inszenierten „Cannibal Holocaust“ gilt „Mondo Cannibale, 2. Teil – Der Vogelmensch“ (der übrigens inhaltlich völlig eigenständig ist, die Kenntnis des schwächeren ersten „Mondo Cannibale“-Films ist also nicht nötig) als ambitioniertester und gelungenster italienischer Kannibalenfilm. Ein blutiger, schonungslos harter Trip in die Tiefen des Dschungels, zu barbarischen Ritualen und menschlichen Abgründen.Im Jahr 1967 fürchtet die NASA einen russischen Spion in den eigenen Reihen, der die Apollo-Mission auf den Mond gefährden soll. Matt Johnson und Owen Williams werden, getarnt als Filmemacher, von der CIA in die NASA eingeschleust. Doch während ihrer geheimen Mission entdecken sie ein schreckliches Geheimnis, das die amerikanische Regierung um jeden Preis verheimlichen will.

Reihe Ruggero Deodato:

Der Schlitzer

OT: La casa sperduta nel parco, I 1980, 92 Min., dF, digital
R.: Ruggero Deodato
D.: David Hess, Giovanni Lombardo Radice, Annie Belle, Christian Borromeo,
Lorraine De Selle
10. Dezember - 23:30 Uhr
Der Automechaniker Jack vergewaltigt eine Frau und erwürgt sie anschließend. Als er am nächsten Abend mit seinem Kollegen Ricky auf die Piste gehen will, erscheint ein junges Paar in seiner Werkstatt, das die beiden als Dank für die Autoreparatur zu einer Party einlädt. Während Ricky die versnobte Partygesellschaft mit einem Striptease amüsiert, verliert Jack sein komplettes Vermögen beim Poker und die Lage eskaliert …
„Ambitionierte und radikale Klassenkampf-Allegorie im blutigen Gewand eines rücksichtslosen Exploiters. Deodatos Sleazethriller hat nichts von seiner rohen, versauten Kraft eingebüßt; nicht zuletzt natürlich auch wegen David Hess, der hier eine seiner drei unvergesslichen Widerling-Performances vom Stapel lässt.“
(julio sacchi/www.moviepilot.de)


Reihe Ruggero Deodato:

Ballad in Blood

I 2016, 93 Min., eng. OV, digital
R.: Ruggero Deodato
D.: Roger Garth, Ernesto Mahieux, Carlotta Morelli, Gabriele Rossi, Noemi Smorra

In Anwesenheit des Regisseurs Ruggero Deodato!
11. Dezember - 21:15 Uhr
In der Nacht nach Halloween gibt es für Duke, Jacopo und seine Freundin Lenka, eine tschechische Erasmus-Studentin, ein böses Erwachen: Ihre gemeinsame britische Freundin Elizabeth finden sie tot im Wohnzimmer, ohne dass sich einer der drei erinnern kann, was passiert ist. Zu lösen versuchen sie dieses Rätsel über Handyvideos der Toten, die den Verlauf der letzten Nacht und derenÜberschreitungen und das Abdriften in den Wahnsinn zeigen ...
Basierend auf der Ermordung der Studentin Meredith Kercher in Perugia 2007, kredenzt uns nach 23 Jahren Pause vom Regiestuhl Ruggero Deodato wieder einen echten harten Genrefilm, mit dem er auf leichtfüßige und träumerische Weise und mit vielen skurrilen Einfällen an seine alten Werke anknüpft. Musikalisch unterstützt wurde er dabei von Goblin- und Dario-Argento-Legende Claudio Simonetti.


Reihe Ruggero Deodato:

Eiskalte Typen auf heißen Öfen

OT: Uomini si nasce, poliziotto si muore, I 1976, 100 Min., dF, 35mm
R.: Ruggero Deodato
D.: Marc Porel, Ray Lovelock, Adolfo Celi, Franco Citti, Silvia Dionisio
11. Dezember - 23:15 Uhr
Alfredo und Antonio sind Polizisten und gleichzeitig Mitglieder einer Spezialeinheit. Sie haben ihre eigene Art und Weise mit den Verbrechern umzugehen und das geht in den meisten Fällen tödlich für die Unholde aus. Ihr ärgster Widersacher ist der Mafiaboss Roberto „Bibi“ Pasquini, der nach einem tödlichen Anschlag auf einen ihrer Kollegen in ihr Fadenkreuz rückt. Immer näher kommen sie an den Mafioso heran und hinterlassen dabei eine Spur von Blut, Gewalt und einer Menge Toter. (www.wicked-vision.com)

„Deodatos herausragender Beitrag zum italienischen Polizeifilm ist das seltene Beispiel eines puren Genre-Rohdiamanten. Erst wenn man die Oberfläche abschleift, entfaltet der Edelstein seinen strahlenden Glanz.“ (SAILOR RIPLEY/www.buio-omega.de)
„Hier wird einfach alles grotesk überspitzt und bis ins Extrem gesteigert. Damit hat der gute Ruggero vielleicht den logischen Schlusspunkt hinter das Genre gesetzt, indem er durchexerziert, was passiert, wenn den Rachegelüsten des kleinen Bürgers von der Straße und seinem Ruf nach dem Aufräumer mit der harten Hand wirklich Rechnung getragen würde. Fred und Tony unterscheiden sich von dem Abschaum, den sie jagen nur noch durch ihre Polizeimarke. Als absurder Reißer großartig, als Reflexion über die Mechanismen des (italienischen) Polizeifilms brillant.“ (www.filmtipps.at)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon karlAbundzu » 9. Dez 2016, 09:08

Mutig: Eine Deoda - Reihe.
Toll: Premiere des neuen Deodatos!
Geil: Astro Zombies
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon ugo-piazza » 24. Dez 2016, 00:08

Ein Festival, especially made for Jogi:


Dirty Pictures & Italo-Cinema präsentieren:

„Die gnadenlose Welt des Italowestern“

8 bleigeladene Filme in glorreichem 35mm

24.03.-26.03.2017 im KommKino Nürnberg

Anfang des Jahres 2012 machten sich fünf Liebhaber des Italowestern erstmals auf den Beutezug in die weite Welt der 35mm-Kopien. Auf der Suche nach Titeln, welche in Deutschland nur im Kino ausgewertet worden sind, konnten einige verschollen geglaubte Italowestern „wiederentdeckt“ und teils durch freundliche Zusammenarbeit mit Anbietern auf dem DVD-Sektor sogar wieder einer breiten Masse zugänglich gemacht werden. Durch den weiteren Zuwachs an Supportern konnte der Bestand im Laufe von beinahe fünf Jahren kräftig erweitert werden. Mittlerweile befinden sich neben einigen Raritäten auch viele Klassiker des Italowestern im Dirty-Pictures-Archiv.

Wir möchten dies nun zum Anlass nehmen, unser „Jubiläum“ im ehrwürdigen Nürnberger KommKino ausgiebig zu zelebrieren.
An gleich drei Tagen zeigen wir insgesamt acht auserwählte Italowestern. Von der raren Kinofassung Enzo Castellaris „Die Satansbrut des Colonel Blake“ bis zum Giulio-Petroni-Genreklassiker „Von Mann zu Mann“ sollte die Filmauswahl das Herz jedes Genrefans höher schlagen lassen.

Alles selbstverständlich Original von 35mm!

Abgerundet wird das Programm durch zahlreiche Kinotrailer, fachkundige Einführungen, Verlosungsauktionen und natürlich durch Fachsimpelei unter eingefleischten Genrefans ;)

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen, wenn der Italowestern wieder die große Leinwand erobert.

Die Filme:

DIE SATANSBRUT DES COLONEL BLAKE
SETTE WINCHESTER PER UN MASSACRO
I 1967 – DF – 93 Min. – 35mm
Regie Enzo G. Castellari (als E.G. Rowland)
Buch Enzo G. Castellari, Tito Carpi
Kamera Aldo Pennelli – Musik Francesco De Masi
Mit Edd Byrnes, Guy Madison, Thomas Moore, Louise Barret u. a.

Texas 1867: Der fanatische Südstaaten-Colonel Thomas Blake geht seinem blutigen Handwerk auch nach dem Ende des Bürgerkriegs unbeirrt nach. Mit seiner Bande brutaler Outlaws überfällt und tötet er jeden, dem er begegnet. Da taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der behauptet, das Versteck der Armeekasse zu kennen. Er und Blake schließen einen Pakt, doch auch seine Männer bestehen auf die Beute …

Die erste offizielle Regiearbeit von Enzo G. Castellari, der dem Italowestern mit KEOMA ein spätes Denkmal setzte. Wir zeigen die lange verschollene und in Vergessenheit geratene originale Kinosynchronisation.

»In schöner Landschaft gefilmt, mit klugen Pausen zum Spannungsaufbau versehen, gehört der recht gute Film zu den ehrenvollsten Exemplaren seines Genres, die in letzter Zeit gedreht wurden.«
(Il Resto di Carlino, 1968)


PISTOLEROS
ALL` OMBRA DI UNA COLT
I/ESP 1965 – DF – 82 Min. – 35mm
Regie Giovanni Grimaldi
Buch Giovanni Grimaldi, Maria Del Carmen Martinez Roman
Kamera Stelvio Massi – Musik Nico Fidenco
Mit Stephen Forsyth, Aldo Sambrell, Anne Sherman, Conrado San Marin u. a.

»Des Pistolenhelden Steves Kampf um Heim und Herd und Heimchen. Buntes Mexiko-Spektakel nach der Schwarz-Weiß-Devise ‚Pistolen knallen – Gangster fallen‘.« (Evangelischer Film-Beobachter)

»Unterhaltsamer, harter Frühwestern von Komödienregisseur Grimaldi« (Ulrich P. Bruckner, Für ein paar Leichen mehr)


RANCHEROS
LA DILIGENCIA DE LOS CONDENADOS
I/ESP 1970 – Farbe – 90 Min. – 35mm
Regie Juan Bosch (als John Wood)
Buch Luciano Martino, Ignacio F. Iquino, Juliana de la Fuente (als Jakie Kelly)
Kamera Luciano Trasatti – Musik Enrique Escobar (als Henry Soteh)
Mit Richard Harrison, Fernando Sancho, Erika Blanc, Bruno Corazzari u. a.

»Der gefährliche Kriminelle Anthony Stevens (Bruno Corazzari) sitzt aufgrund einer Mordanklage im Gefängnis. Es gibt für das Verbrechen nur einen einzigen Augenzeugen, dessen Ankunft per Postkutsche erwartet wird. Der mit Stevens befreundete Ramón (Fernando Sancho) versucht, Stevens Hals zu retten …, auch vor Morden schrecken sie nicht zurück.«
(http://www.wikipedia.org)

Der Spanier Juan Bosch („Exorcismo“, „Die heiße Nacht der Killer“) setzte seinen ersten Italowestern wie ein Kammerspiel in Szene. Der überwiegende Teil der Handlung spielt in der beklemmenden Atmosphäre einer Poststation. Eine ungewöhnliche Variante des Westerns, welche in ähnlicher Form erst kürzlich von Quentin Tarantino wieder aufgegriffen wurde. Die deutsche Version von „Rancheros“ galt lange als verschollen, bis kürzlich eine 35mm-Kopie aufgetaucht ist. Wahrscheinlich handelt es sich um die einzige und letzte erhaltene Kopie.


SCHWEINEHUNDE BETEN NICHT
I VIGLIACCHI NON PREGANO
I/ESP 1968 – DF – 101 Min. – 35mm
Regie Mario Siciliano
Buch Mario Siciliano, Ernesto Gastaldi, Duilio Chianetta
Kamera Gino Santini – Musik Gianni Marchetti, Manuel Parada
Mit Gianno Garko, Ivan Rassimov, Elisa Montès, Roberto Miali u. a.

»Eine Yankee-Patrouille nähert sich in unzüchtiger Absicht der Butze des Confed-Veteranen Bryan Clarke (Gianni Garko): Zwar ist der Bürgerkrieg vorbei, doch am Ende des ungebetenen Besuchs ist Clarkes Verlobte (Susanne Martinkova) tot, und er selbst leidet unter akuter Bleivergiftung. Ein Fremder, Daniel (Ivan Rassimov), ebenfalls durch den Krieg entwurzelt, rettet Bryan das Leben, der aufgrund der Sonderbehandlung durch die Yankees auch noch eine amtliche Amnesie davongetragen hat. Bryan revanchiert sich, indem er Daniels kleinen Bruder Robert (Roberto Miali) aus den Händen einer Bande Deserteure freischießt. Von nun an geht’s zu dritt weiter ...«
(http://www.film-maniax.de)

»Interessanter und sehenswerter Italo-Western mit einige starken Momenten und wirklich gelungenen optischen Spielereien mit Licht und Schatten, die ich Siciliano wohl von allen Regisseuren am wenigsten zugetraut hätte. […] was halt (wieder mal) begeistert, ist Garko als durchgedrehter Schurke, den er ähnlich gut wie in SARTANA spielt. Ivan Rassimov, anstatt als Django-Notnagel mal in einer ernstzunehmenden Rolle, macht auch eine gute Figur.«
(Anti-Hero@Dirtypictures)


EINE KUGEL FÜR MACGREGOR
SETTE DONNE PER I MACGREGOR
I/ESP 1967 – DF – 91 Min. – 35mm
Regie Franco Giraldi
Buch Fernando Di Leo, Enzo Dell’Aquila, Paolo Levi, José María Rodríguez
Kamera Alejandro Ulloa – Musik Ennio Morricone
Mit David Bailey, Agata Flori, Leo Anchòriz, George Rigaud u. a.

»Sieben Schottenbrüder und sieben rothaarige Irentöchter im Kampf gegen einen von Zahnschmerzen gequälten Räuberhauptmann und seine Bande. Erheiternde, komisch-ironische Westernkomödie. (Sequel von DIE 7 PISTOLEN DES MCGREGOR).«
(Lexikon des Internationalen Films)

EINE KUGEL FÜR MACGREGOR ist ein aufwendig inszenierter Italowestern aus der Blütezeit des Genres. Typische Brutalitäten stehen im hervorragenden Einklang mit komödiantischen Elementen. Die Filmmusik stammt von niemand geringerem als dem diesjährigen Oscar® Preisträger Ennio Morricone. In Deutschland wurde der Film lediglich 1968 im Kino aufgeführt. Wir zeigen eine der letzten erhaltenen 35mm-Kopien. Die deutsche Synchronisation sorgt für zusätzliche Stimmung.


DER LAGE TAG DER RACHE
I LUNGHI GIORNI DELLA VENDETTA
I/ESP/F 1967 – DF – 105 Min. – 35mm
Regie Florestano Vancini
Buch Fernando Di Leo, Augusto Caminito
Kamera Francisco Marin – Musik Armando Trovaioli
Mit Giuliano Gemma, Francisco Rabal, Nieves Navarro, Gabriella Giorgelli u. a.

»Ted Barnett (Giuliano Gemma) bricht nach 3 Jahren Zwangsarbeit aus dem Straflager aus; er sinnt auf Rache an den Männern, die ihn unschuldig für den Mord seines Vaters hinter Gitter brachten.«
(Italo-West-Fan@Dirtypictures)

»[…] ich finde hier passt alles, einer der schönsten Rache-Western überhaupt, tolle Locations, grandioser Gemma, sexy Nieves Navarro, genialer Score von Armando Trovaioli (ebenfalls Top Ten) und und und... […]«
(Loco Burro@Dirtypictures)


DER MANN, DER KAM, UM ZU TÖTEN
L’UOMO DALLA PISTOLA D’ORO
I/ESP 1966 – DF – 85 Min. – 35mm
Regie Alfonso Balcázar
Buch Alfonso Balcázar, Giovanni Simonelli, José Antonio de la Loma
Kamera Mario Capriotti, Stelvio Massi – Musik Angelo Francesco, Lavagnino
Mit Carl Möhner, Luis Dávila, Fernando Sancho, Gloria Milland u. a.

»Für Doc Malvin (Carl Möhner), genannt ›Die magische Hand‹, läuft’s zur Zeit relativ beschissen: Abgestiegen vom bekannten Chirurgen zum saufenden Berufsspieler, legt er in Notwehr einen jungen Heißsporn um, der ihn der Falschspielerei bezichtigt. Prompt werden zehn Riesen Kopfgeld ausgesetzt, die den knallharten Kopfgeldjäger Slade (Luis Dávila) auf den Plan rufen. […]
Alles in allem haben wir es mit einem straff und ohne nennenswerte Durchhänger inszenierten Durchschnittswestern zu tun, der sogar gut unterhält. Unter den Darstellern möchte ich vor allem vor Umberto Raho den Hut ziehen, der für meinen Geschmack allerdings eindeutig zu wenig Screentime bekommt: Auch die Figur des schmierigen Bürgermeisters hätte eine etwas detailliertere Zeichnung verdient. Fernando Sancho bietet eine solide Performance als Sado-Operetten-Mex. Gute Kameraarbeit und Atmo sowie eine recht raue, humorlose Gangart runden die Schose ab.«
(http://www.film-maniax.de)

Wir zeigen die seltene und beinahe in Vergessenheit geratene Kinosynchronisation.


VON MANN ZU MANN
DA UOMO A UOMO
I/ESP 1967 – DF – 116 Min. – 35mm
Regie Giulio Petroni
Buch Luciano Vincenzoni
Kamera Carlo Carlini – Musik Ennio Morricone
Mit John Phillip Law. Lee Van Cleef, Mario Brega, Luigi Pistilli, u. a.

»Eine Bande übler Banditen überfällt einen Goldtransport, der auf der Farm der Familie Meceita Rast eingelegt hat. Bei der Gelegenheit rottet der Haufen auch gleich die gesamte Familie aus, lediglich der kleine Bill (John Phillip Law) überlebt das Massaker und muss die Mordtat mit ansehen. Viele Jahre später: Der Bub ist zum Mann gereift und Rachegelüste gären in seiner Brust – die Zeit des Erwachsenwerdens hat er sich mit der Übung an allerlei Schießeisen und Bleispritzen sinnhaltig verkürzt […].«
(Diabolik@Dirtypictures)

»Bereits in seinem ersten Western zeigt Giulio Petroni sein ganzes Talent mit einer eiskalten Rachegeschichte [...]. Dieser außergewöhnliche Western [...] gehört zu den Besten seines Genres.«
(Ulrich P. Bruckner, Für ein paar Leichen mehr)

Timetable:

Freitag 24.03.2017

21:15 Uhr Die Satansbrut des Colonel Blake
23:30 Uhr Pistoleros

Samstag 25.03.2017

13:30 Uhr Rancheros
16:00 Uhr Schweinehunde beten nicht
20:45 Uhr Eine Kugel für MacGregor
23:00 Uhr Der lange Tag der Rache

Sonntag 26.03.2017

13:30 Uhr Der Mann der kam um zu töten
16:00 Uhr Von Mann zu Mann


Ticketinfos:

Dauerkarte: 30 € (ermäßigter Eintritt für Archivteilhaber 20 €)
Einzelkarten: 6 € pro Film

Reservierung:
Reservierung[at]kommkino.de

Ort:
Filmfabrik – Kino im Komm e. V.
Königstr. 93
90402 Nürnberg


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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon jogiwan » 24. Dez 2016, 11:50

na hoffentlich gibts vor den Filmen keine Trailer - die mögen Westernfans ja offensichtlich nicht. ;)
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon Grinder » 28. Dez 2016, 14:05

jogiwan hat geschrieben:na hoffentlich gibts vor den Filmen keine Trailer - die mögen Westernfans ja offensichtlich nicht. ;)


Doch...mindestens 3 Stück pro Block...also 12 insgesamt :mrgreen:
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon Arkadin » 29. Dez 2016, 11:57

ugo-piazza hat geschrieben:Dirty Pictures & Italo-Cinema präsentieren:


Ach was. Haben die sich jetzt wieder in die Arme geschlossen?
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon Grinder » 20. Mär 2017, 11:24

Kommt hier aus dem Forum auch jemand zu dem Western Wochenende?
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon karlAbundzu » 20. Mär 2017, 12:12

Sehr schönes Programm, wird bei mir leider nix,
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon andeh » 24. Mär 2017, 10:12

Arkadin hat geschrieben:Ach was. Haben die sich jetzt wieder in die Arme geschlossen?


Mir wären keine Differenzen auf der Vergangenheit bekannt?! :prost:
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Re: KommKino Nürnberg

Beitragvon Reinifilm » 8. Apr 2017, 09:33

Freunde - holt die Taschentücher raus, ich präsentiere meine erste Kooperation mit dem KommKino:

Schmier-Double-Feature

Zwei erotische Delikatessen im originalen 35-mm-Kinoformat erwarten das geneigte Publikum an diesem Abend. Der erste Streifen kam zu einer Zeit in die deutschen Kinos, als Hardcore-Pornografie hierzulande noch streng verboten war. Dementsprechend geht es relativ züchtig, aber ungemein charmant und witzig zu.

Anschließend wird es explizit. Der zweite Film zeigt Sex in allen heißen Details.

Liebesmarkt in Dänemark + ein Überraschungsfilm

Dänemark 1970, 78 Min., R: Günter Vaessen, Benno Bellenbaum, D: Sybil Danning, Siegfried Zügel

Datum: Montag, 24. April 2017 - 21:15 Uhr

Eintritt:
6 Euro

(ob der zweite Film wirklich so explizit ist, steht noch nicht fest... das Ding ist so selten dass wir keinerlei Infos zu dem Streifen finden konnten...)
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