Georgisches Kino im Hamburger B-Movie, März 2016

Länderübergreifendes, allgemeines Forum zum Thema Film

Moderator: jogiwan

Georgisches Kino im Hamburger B-Movie, März 2016

Beitragvon buxtebrawler » 2. Mär 2016, 20:30

Georgisches Kino

Zwischen Orient und Okzident, Asien und Europa, Ost und West, Gestern
und Heute.
Wir öffnen unser Lichtspielhaus den polyphonischen Filmsprachen und
metaphorischen Erzählweisen dieses fernen Landes. Gezeigt werden Werke
aus Zeiten der Zensur sowie aktuelle Produktionen und Dokumentationen.
Junge Positionen aus Tiflis und Hamburg kuratieren im Austausch zwei
Abende an der Schnittstelle zwischen Video, Kunst und Film. Einige
Gäste werden uns beehren, georgischer Wein wird die Abende versüßen.
Der deutsch-kaukasische Verein Lile e.V. lädt herzlichst zu
gemeinsamen Speisen und bewegten Bildern am Ostersonntag ein.
Mit freundlicher Unterstützung von der Filmförderung Hamburg
Schleswig-Holstein.

***

Das Programm:

Special zum Internationalen Frauentag: Dringend gesucht - Anerkennung
nicht vorgesehen
Dienstag, 01. März, 20:00 Uhr

Einige Interviews zu persönlichen Fragen / Randenime interwju pirad
sakitchebse
Donnerstag, 03. März, 20:00 Uhr
Donnerstag, 17. März, 22:00 Uhr

Die langen hellen Tage (Grzeli nateli dgeebi)
Donnerstag, 03. März, 22:00 Uhr
Samstag, 19. März, 20:00 Uhr

Doppel-Screening: Georgische Chronik... & Die Reise nach Sopot
Samstag, 05. März, 20:00 Uhr
Donnerstag, 10. März, 22:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: The Hunger (Begierde)
Samstag, 05. März, 22:00 Uhr

Die Farbe des Granatapfels (Sajat Nova)
Sonntag, 06. März, 19:00 Uhr
Sonntag, 20. März, 21:00 Uhr

Robinsoniada oder mein englischer Großvater / Robinsoniada Anu Tschemi
Ingliseli Papa
Sonntag, 06. März, 21:00 Uhr
Donnerstag, 24. März, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: A Sixth Part of the World
Dienstag, 08. März, 20:00 Uhr

Es war einmal eine Singdrossel (Iko schaschwi mgalobeli)
Donnerstag, 10. März, 20:00 Uhr
Donnerstag, 31. März, 22:00 Uhr

Vetofilm (DE) meets Videoimage (GE) - Screenings
Samstag, 12. März, 19:00 Uhr
Samstag, 12. März, 22:00 Uhr
Sonntag, 13. März, 19:00 Uhr
Sonntag, 13. März, 22:00 Uhr

Arab Filmclub
Sonntag, 13. März, 16:00 Uhr

Doppel-Screening: Zuschauerräume & Montag Abend
Donnerstag, 17. März, 20:00 Uhr

A Fold in My Blanket
Samstag, 19. März, 22:00 Uhr

Midnightmovie: Blood Diner
Samstag, 19. März, 23:59 Uhr

Der Walzer auf der Petschora (Walsi Petschorase)
Sonntag, 20. März, 19:00 Uhr
Samstag, 26. März, 22:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Life in Stills
Dienstag, 22. März, 20:00 Uhr

Madonna
Donnerstag, 24. März, 22:00 Uhr
Sonntag, 27. März, 21:00 Uhr

God of Happiness
Samstag, 26. März, 20:00 Uhr

Osterspecial aghdgomis spets'ialuri
Sonntag, 27. März, 13:00 Uhr

Doppel-Screening: The English Teacher & Kirov Street #8
Sonntag, 27. März, 18:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Schöne blonde Augen
Dienstag, 29. März, 20:00 Uhr

9. April 1989
Donnerstag, 31. März, 20:00 Uhr

***

Die Filme im Einzelnen:

Special zum Internationalen Frauentag: Dringend gesucht - Anerkennung
nicht vorgesehen

DE/NL, 2014, 65 min, OmU, digital

Regie: Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Mónica Orjeda

Feminist Treasures - For Fights And For Pleasures: Bildwechsel und
B-Movie tanzen gemeinsam aus der Reihe - es gibt keine Ruhe vor dem
Sturm: mit Ausblick auf den internationalen Frauen*kampftag und das
feministische Aprilprogramm "Films Fatales" gibt es einen
Überraschungsabend und folgenden Film:

"Ich hab von Montag bis Sonntag gearbeitet, durchschnittlich 12 bis 14
Stunden. Nur sonntags weniger, bis 18.00 Uhr." Tia H., die aus
Indonesien nach Hamburg gekommen ist, um Deutsch zu studieren, wollte
sich ihren Unterhalt als Hausangestellte verdienen. Nach drei Jahren
klagt sie ihren ausstehenden Lohn beim Arbeitsgericht ein. Ihr
Arbeitgeber sagt aus, dass sie niemals bei ihm gearbeitet hätte. Vor
Gericht muss Tia H. nun beweisen, dass sie gearbeitet hat - fast
unmöglich bei einer Beschäftigung in einem privaten Haushalt. Tia H.
und Rosita P. sind keine Einzelfälle. "Viele Arbeitgeber nutzen die
Situation der Leute aus", stellt Dominique John von der DGB
Beratungsstelle Faire Mobilität fest. Für Arbeiten, die früher
unentgeltlich von Familienangehörigen, meist Frauen, geleistet wurden,
werden nun immer häufiger ausländische Frauen zu Niedriglöhnen
angeworben. Aber immer öfter streiten Hausangestellte für ihre Rechte.
Einige ziehen vor Gericht, weil ihre Arbeitsbedingungen gegen
geltendes Recht verstoßen. Andere gehen in die Öffentlichkeit und
suchen nach politischen Wegen zur Verbesserung ihrer Situation.

mit Gästen

Dienstag, 01. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#24


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Einige Interviews zu persönlichen Fragen / Randenime interwju pirad
sakitchebse

UdSSR/GE, 1978, 95 min, OmU, 35mm

Regie: Lana Ghoghoberidze
Kamera: Nugsar Erkomanischwili
Musik: Gija Kantscheli
Darsteller: Sofiko Tschiaureli (Sofiko, die Journalistin), Gija
Badridse (Artschil), Katewan Orachelaschwili (die Mutter), Shanri
Lolaschwili (Irakli, der Fotograf), Salome Kantscheli (Maro), Ketewan
Botschorischwili (Keto), Nuza Aleken-Mes'chischwili (Eka), Lewan
Abaschidse (Sandro), Nana Dshordshadse (eine ledige Frau)

"Eine vierzigjährige Journalistin, verantwortlich für Leserbriefe,
geht ganz in ihrer Arbeit für die Zeitung auf. Während sie den
Ratsuchenden Hilfe, Trost und Neuorientierung zu vermitteln vermag,
bemerkt sie die Krise in ihrer Ehe fast zu spät. Feinfühlig
inszeniert, mit Charme und Humor zeichnet der Film ein
aufschlussreiches Bild des sowjetischen Alltags und zugleich ein
eindrucksvolles Frauenporträt." (Lexikon des int. Films)
Zur Filmemacherin:
Lana Gogoberidse wurde 1928 als Tochter überzeugter Kommunisten in
Tiflis geboren, doch die Eltern gerieten Ende der 30er Jahre in die
stalinistische "Säuberungs"-Welle und wurden deportiert. Nach einem
Literaturstudium erhielt sie ihre Filmausbildung am WGIK in Moskau.
1962 drehte sie ihren ersten Langspielfilm. Neben der eigenen
Regiearbeitet widmete sie sich ab 1974 der Ausbildung des
Filmnachwuchses in Tiflis. 1988 gehörte sie zu den Gründerinnen des
Verbands «Kino Women International» und wurde dessen erste Präsidentin.

Donnerstag, 03. März, 20:00 Uhr
Donnerstag, 17. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... mm=03/16#8


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Die langen hellen Tage (Grzeli nateli dgeebi)

DE/F/GE, 2013, 102 min, OmU, DCP

Regie: Nana Ekvtimishvili & Simon Groß

Vor der Kulisse des postsowjetischen Georgiens beschreibt der Film mit
virtuoser Erzählkraft, starken Bildern des Kameramanns Oleg Mutu und
musikalischem Rhythmus die prägenden Veränderungen im Leben zweier
Mädchen im Teenageralter. Die besten Freundinnen Eka und Natia werden
zu jungen Frauen während der langen, hellen Sommertage 1992 in der
Stadt Tiflis. Sie leben in einer Welt, in der eine geschenkte Pistole
als ein Zeichen der Zuneigung verstanden wird, ein Heiratsantrag mehr
wie eine Entfu?hrung wirkt und in der Liebe und Lebensgefahr nicht
weit voneinander entfernt sind. Inmitten einer vom Bu?rgerkrieg
gebeutelten patriarchalischen Gesellschaft, in der selbst die eigenen
Eltern als Vorbild kläglich versagen, wissen sie sich zu behaupten und
schließlich die Kette der Gewalt ganz ohne fremde Hilfe zu durchbrechen.

Donnerstag, 03. März, 22:00 Uhr
Samstag, 19. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#14


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Doppel-Screening: Georgische Chronik... & Die Reise nach Sopot

147 min


Georgische Chronik des XIX. Jahrhunderts / XIX. Saukunis Kartuli Qronika
GE 1978/79, 66 Min., OmU, 35 mm, s/w, Regie: Alexandre Rechwiaschwili,
Kamera: Guram Schengelaja
Erzählt wird die Geschichte eines Studenten aus Petersburg, der in
seine Heimat Georgien zurückkehrt. Alle Hoffnungen der Dörfler ruhen
auf ihm, als er zur lokalen Regierungsbehörde geht und die
Eigentumsrechte an den umliegenden Wäldern für das Dorf beantragt. Auf
den Ämtern lässt man ihn jedoch warten und warten. Nach einem Überfall
ward er nicht mehr gesehen...

Die Reise nach Sopot / Mogsauroba Sopotschi
UdSSR/GE 1980, 28 Min., OmfrzU, 35 mm, Regie: Nana Djordjadse
Djordjadses Diplomfilm über zwei Außenseiter wurde über Jahre von der
sowjetischen Zensur verboten. 1987 wurde er beim Filmfestival
Oberhausen uraufgeführt und gewann den Großen Preis. Der Film
versucht, die innere Welt dieser Menschen offenzulegen und von ihren
Interessen und Hoffnungen zu erzählen.

Samstag, 05. März, 20:00 Uhr
Donnerstag, 10. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#11


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Q-Movie Bar präsentiert: The Hunger (Begierde)

UK, 1983, 93 min, OmU, digital

Regie: Tony Scott
Darsteller: David Bowie, Susan Sarandon, Catherine Deneuve

Begierde handelt von einer Vampirin namens Miriam, die sich von dem
Blut ihrer Anhänger ernährt. Als Gegenleistung sind diese unsterblich
- zumindest so lange Miriam es so will. Als John, ihr momentaner
Liebhaber, anfängt zu altern, bittet er die Wissenschaftlerin Dr.
Sarah Roberts um Hilfe. Die will seine Geschichte zunächst nicht
glauben, wird dann aber ebenfalls in den Bann der Vampirin gezogen.

danach: Bar mit leckeren Cocktails

R.I.P. David Bowie!

Samstag, 05. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#25


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Die Farbe des Granatapfels (Sajat Nova)

UdSSR, 1969, 73 min, OmeU, DCP, Sprache: Armenisch

Regie: Sergei Paradjanov
Musik: Tigran Mansurjan

(Restored by Cineteca di Bologna/L'Immagine Ritrovata laboratory and
The Film Foundation's World Cinema Project, in association with the
National Cinema Centre of Armenia and Gosfilmofond of Russia.
Restoration funded by the Material World Charitable Foundation)
"Ob ich lebe oder nicht", schrieb der Dichter Sajat Nova, "mein Lied
wird die Menge doch erwecken."
Sajat Nova (1712-1795) werden viele hundert Lieder zugeschrieben - ein
großer Teil davon wird in den Ländern des Kaukasusgebiets auch heute
noch gesungen. Paradjanov erzählt das Leben des armenischen Barden und
Geistlichen einem mittelalterlichen Stundenbuch gleich. Sajat schrieb
und sang in fünf Sprachen, unter anderem am Hofe des Königs von
Georgien, bis er aufgrund einer amour fou mit einer Prinzessin verjagt
wird. In acht Kapiteln erzählt Sergei Parajanov aus dem Leben eines
armenischen Dichters im 18. Jahrhundert. Dabei verknüpft der
Regisseur, Musiker und Maler mittelalterliche Ikonen und Folklore zu
einem bezaubernden, surrealistischen Bilder- und Klangteppich.
"Im Tempel des Films gibt es Bilder, Licht und Realität. Paradjanov
war der Meister dieses Tempels." (Jean-Luc Godard)
Zum Filmemacher:
Der sowjetische Filmregisseur und Künstler Sergej Paradjanov wurde als
Kind armenischer Eltern in Tiflis, Georgien geboren. Nur fünf Filme
hat der "Kinorebell" vollenden können - die meisten seiner Drehbücher
wurden abgelehnt. Die Farbe des Granatapfels gilt als das Meisterwerk
Paradjanovs. Auf surreale, höchst poetische Weise befasst sich der
Film mit dem Leben des armenischen Troubadours Sayat Nova aus dem 18.
Jahrhundert. Obwohl 1969 vollendet, durfte der Film erst 1984 in
Premiere gehen. Ein Meilenstein der Filmgeschichte! Paradjanov war ein
Naiver, die Kunst war ihm Offenbarung, nicht Programm. Er hasste den
Staat mit religiöser Inbrunst, und der Staat schlug mit ideologischer
Kälte zurück. Fünfzehn Jahre seines Lebens verbrachte Paradjanov im
Gefängnis, unter anderem wegen "Homosexualität", "Verbreitung von
Syphilis", "Anstiftung zum Selbstmord" und dergleichen mehr.

Sonntag, 06. März, 19:00 Uhr
Sonntag, 20. März, 21:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#13


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Robinsoniada oder mein englischer Großvater / Robinsoniada Anu Tschemi
Ingliseli Papa

UdSSR/GE, 1987, 76 min, OmeU, 35mm

Regie: Nana Djordjadse
Kamera: Lewan Paataschwili
Musik: Enri Lolaschwili
Darsteller: Shauri Lolaschwili (Christoper Hughes / seine Enkel
Chjos), Ninel Tschankwetadse (die junge Anna), Guram Pirzchalawa
(Nestro), Elgudsha Burduli (Lawrenti), Tiko Eliosdie (die alte Anna)

"Die Geschichte eines Engländers, der 1920 nach Georgien kommt, um am
Aufbau der Telegrafenlinie London-Delhi zu arbeiten. Er verliebt sich
in eine Einheimische, wird aber von den Revolutionären vertrieben, die
die Macht übernehmen. Da der Boden drei Meter um die Telegrafenmasten
von der englischen Regierung aufgekauft wurde, flüchtet er sich auf
dieses Miniterritorium und richtet sich ein, bis er von einem
aufgebrachten Grundbesitzer eher versehentlich erschossen wird. Die
Rahmenhandlung stellt den Enkel des Engländers vor, einen Komponisten,
der seinem Grossvater eine Sinfonie widmet. Ein poesievoller Film, von
Witz und Humor getragen, der für ein friedliches Zusammenleben der
Menschen verschiedener Ideologien und Kulturen plädiert." (Lexikon des
int. Films)
Zur Filmemacherin:
Nana Dshordshadse, geboren 1950, studierte Musik und Architektur,
bevor sie sich an der Filmhochschule in Tiflis zur Regisseurin
ausbilden liess. Sie drehte einige Kurzfilme, arbeitete daneben als
Schauspielerin und Innenarchitektin. Robinsonade ist ihr erster
Langspielfilm.

Sonntag, 06. März, 21:00 Uhr
Donnerstag, 24. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... mm=03/16#9


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: A Sixth Part of the World

UdSSR, 1926, 74 min, digital

Regie: Dziga Vertov

Begleitung: We stood like Kings
Die Band "We stood like Kings" vertont den Stummfilmklassiker "A Sixth
Part of the World" live. Vertovs Film zeigt den Lebensstil und die
Traditionen der unglaublich vielfaltigen Bevölkerungsgruppen, die in
den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts die damalige Sowjetunion
bewohnten. Die vier Belgier schenken ihm einen neuen Sound und obwohl
zwischen Film und Musik fast 90 Jahre liegen, verschmilzt die Ästhetik
des Films mit der Musik von "We stood like Kings". Der tragende Sound
der Band wandert auf den Pfaden zwischen klassischer Musik und
instrumentalem Postrock, zwischen Olafur Arnalds und Sigur Ros,
zwischen Godspeed, You Black Emperor und Explosions In The Sky und
wird vor allem durch das Klavierspiel von Pianistin Judith Hoorens
getragen.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 08. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#28


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Es war einmal eine Singdrossel (Iko schaschwi mgalobeli)

GE, 1970, 81 min, OmU, 35mm, s/w

Regie: Otar Iosseliani
Kamera: Abessalom Maissuradse
Musik: Teimuras Bakuradse
Darsteller: Gela Kandelaki (Gija Agladse), Gogi Tschcheidse (Gogi),
Irina Dschandieri (Irina), Dshansur Kachidse (Dirigent), Marina
Karziwadse (Marina), Nugsar Erkomanischwili (Nugsar), Dea Iwanidse (Dea)

"Ein junger Musiker und charmanter Taugenichts, als Paukenschläger
Mitglied eines Opernorchesters in Tiflis, kommt regelmässig erst in
letzter Sekunde vor seinem Einsatz auf die Bühne. Dem Zorn des
Dirigenten und den Ermahnungen des Direktors begegnet er mit
entwaffnendem Lächeln, lässt sich aber weiterhin von seinen
Augenblickslaunen treiben. Am Ende läuft er, schönen Mädchen
nachschauend, vor ein Auto. Eine melancholische Komödie aus Georgien."
(Lexikon des int. Films)
"Iosseliani lässt uns das Leben weniger sehen, als daran teilnehmen.
(...) Es gibt in diesem komischen Film übrigens nicht einen Gag. Es
sind die Menschen, die lustig sind, lustig und anziehend." (Barthélémy
Amengual, Positif, Oktober 1974)
Zum Filmemacher:
Otar Iosseliani, geboren 1934, studierte zuerst Musik (Klavier,
Dirigieren, Komposition), dann Mathematik, bevor er die Moskauer
Filmhochschule besuchte. Dort entsteht u. a. der Kurzfilm April, der
rund zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird. Er wirkte in Georgien
als Regieassistent, Cutter und Dokumentarfilmregisseur - und verliess
1963 die Filmszene für zwei Jahre, in denen er als Fischer und in
einer Giesserei arbeitete. 1966 machte ihn sein Spielfilm Der
Blätterfall mit seinem trockenen Humor und seiner bösen Ironie
schlagartig international bekannt.

Donnerstag, 10. März, 20:00 Uhr
Donnerstag, 31. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#12


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Vetofilm (DE) meets Videoimage (GE) - Screenings



Unter dem Namen VETOFILM haben sich junge Filmschaffende in Hamburg
zusammengetan und eine eigene Plattform für Filme gegründet. Die
Initiator*innen sammeln Werke, um sie sichtbar zu machen, selbst zu
kuratieren und zu verwalten. Eine ähnliche Intention hat die Gruppe
TETSI in Tbilisi. "Beide Plattformen sind mir bekannt, bzw. kenne ich
einzelne Initiator*innen aufgrund des Studiums und von Projektreisen
nach Georgien. Der Gedanke lag nahe, eine Verbindung zwischen beiden
herzustellen und sie einzuladen." (Eva Zulauf, Kuratorin der Reihe
GEORGISCHES KINO)
"Aus dem Wunsch heraus experimentellen und künstlerischen Filmen aus
Hamburg eine größere Plattform zu verschaffen, wurde VETO 2013 von
sieben FilmemacherInnen und KünstlerInnen ins Leben gerufen."
(www.vetofilm.com)
"Tetsi group has been founded in 2011. The group focuses on art
projects in public and social space and aims for the integration and
awareness of socially relevant issues within the specific environment
of Georgia. The main tools used for these projects are based on steady
consideration of contemporary discourses and realized through
multimedia forms of art mediation, such as audiovisual installations,
photography, painting and performance." (www.videoimage.ge)
"Von poetischen Filmen, die an die reiche Tradition des Essayfilms
anknüpfen, bis hin zu formalen Experimenten, die auf neue Medien
verweisen, will VETO vor allem solche Arbeiten vertreten, die unsere
Sehgewohnheiten herausfordern und herkömmliche Erzählstrukturen subtil
bis radikal unterwandern, sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und
Kino bewegen. " (www.vetofilm.com)
Es kommt also zur Begegnung dieser beiden Archive für experimentelle
Videokunst im Rahmen des Monatsprogramms GEORGISCHES KINO.
Ähnlichkeiten und Unterschiede werden untersucht - die Sammlungen
werden gegenseitig durchforstet. Es wird recherchiert, Fragen werden
aufgeworfen und Gedanken notiert. Wie ist der Umgang mit einer
Sammlung? Was bedeutet die Arbeit an einem Archiv? Welche
Videoarbeiten werden wo sichtbar gemacht? Am Ende steht das Screening
der Ergebnisse an zwei Abenden und es besteht Raum für Fragen unter
Anwesenheit der beteiligten Künstler*Innen.

Screening I

Samstag, 12. März, 19:00 Uhr
Sonntag, 13. März, 22:00 Uhr

Screening II

Samstag, 12. März, 22:00 Uhr
Sonntag, 13. März, 19:00 Uhr

Samstag, 12. März, 19:00 Uhr
Samstag, 12. März, 22:00 Uhr
Sonntag, 13. März, 19:00 Uhr
Sonntag, 13. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#22


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Arab Filmclub



Wir laden ein zum arabischen Filmclub, eine Plattform für
Filmerlebnis, Austausch und Kommunikation. Gezeigt werden Filme in
arabischer Sprache mit Untertiteln oder mit arabischen Untertiteln.
Der Eintritt ist frei!

Sonntag, 13. März, 16:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#27


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Doppel-Screening: Zuschauerräume & Montag Abend

85 min


Zuschauerräume
DE/GE 2013, 50 Min., OV (dt.), digital; Ein Essayfilm von Marika
Lapauri-Burk & Niko Tarielaschwili,Szenenbild, Foto: Gia Lapauri,
Musik: Dato Malazonia, Produktion: Lile e.V.
Darsteller: König, Gottfried, Graf Rehlen, Zweiter Offizier: Giwi
Margwelaschwili und Data Lapauri, Giorgi Djibladze, Lado Kalandadze,
Lile Pilpani, Nini Lapauri

Der Essayfilm von Lapauri und Tarielaschwili ist das Ergebnis ihrer
vier Jahre währenden Beschäftigung mit Giwi Margwelaschwili und seinem
Stück, die die Regisseure an die unterschiedlichsten Orte geführt hat.
Orte, an denen das Vergangene und das Gegenwärtige wie übereinander
projiziert erscheinen: Archive, Ruinen, verlassene Bibliotheken,
Kinos, Rudimente von Räumen, in denen die Gespenster der Geschichte
wirken.Der Film über Margwelaschwilis Stück ist ein Projekt über
Geschichte und Geschichtsschreibung, über deren performative und
narrative Voraussetzungen. Er ist ein offenes Werk, das sich mit den
Mitteln der Multiperspektivität und mit diversen Film- und
Videomaterialien auf die Suche nach den räumlichen und zeitlichen
Kontinuen begibt, die Geschichte konstituieren und von denen
Margwelaschwili erzählt. (Jana Papenbroock)

Marika Lapuri-Burk und Niko Tarielaschwili ist es gelungen, Bilder für
die gewaltigen Vorstellungswelten zu finden, die dieser zarte, feine
Herr zu entwerfen imstande ist. Ihr Film hat etwas Bezwingendes, man
wird immer atemloser und das Ende ist ein Paukenschlag. Das Spiel mit
den Überblendungen, den verschiedenen Materialien, die Kameraführung
und die Anlehnung an den Stummfilm - das alles sind wirklich filmische
Antworten und Fortschreibungen auf Giwi Margwelaschwilis Kunst. (Insa
Wilke, Publizistin und Literaturkritikerin)

Montag Abend
DE 2004, 35 Min., OV, digital, Regie: Marika Lapauri-Burk & Niko
Tarielaschwili
Musik Dato Malazonia, Produktion: Lile e. V. 2004. Teilnehmer:Andreas
Blendinger, Ira Kaplan, Kira Kotliar, Dato Malazonia,Florian
Muehlfried, Akaki Togonidze, Alik Sloutski, Gino Romero-Ramirez
Verschiedene Menschen aus aller Herren Länder in einer Großstadt gehen
Ihrem Tagewerk nach. Doch am Montagabend treffen sie sich alle an
einem Ort und singen zusammen.
Zu den Filmemacher*innen:
Marika Lapauri-Burk (geb.Georgien) Nach dem Studium in Georgien und
Litauen als Pianistin und Organistin, weiteres Studium in Lübeck. Lebt
und arbeitet seit 1992 als Freie Künstlerin, Autorin und
Kulturmanagerin in Hamburg. Seit 1999 ist sie Vorsitzende vom Verein
Lile e.V. Der Film MONTAG ABEND ist Ihre erste Arbeit.
Niko Tarielaschwili hat das Studium 2001 an der Universität von
Tbilissi als Fernsehregisseur absolviert. In gleichen Jahr hat er den
Dokumentar Film "Otar Iosseliani dreht LUNDI MATIN" gedreht. Niko
Tarielaschwili ist Mitwirkender in zahlreichen Filmen, arbeitet als
Kameramann, Cutter und Tontechniker u. A. mit Otar Ioseliani, Nana
Djordjadze oder Dito Tsintsadze zusammen.

Donnerstag, 17. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#18


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A Fold in My Blanket

GE, 2013, 72 min, OmeU, DCP

Regie: Zaza Rusadze

Um der Eintönigkeit seiner georgischen Kleinstadt zu entfliehen, nimmt
Dmitrij den "Neuen" Andrej, mit auf seine Ausflüge in die Bergwelt.
Eines Tages ist Andrej jedoch verschwunden. Dimitrij erfährt, dass
Andrej des Mordes beschuldigt wird und bietet sich an, als Zeuge
auszusagen, um ihn zu decken. Auf der Suche nach dem mysteriösen
Fremden, verliert sich Dmitrij langsam zwischen Realität und seiner
eigenen Traumwelt...

Samstag, 19. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#15


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Midnightmovie: Blood Diner

USA, 1987, 84 min, OV, 35mm

Regie: Jackie Kong
Darsteller: Rick Burks, Carl Crew, LaNette La France?

Die Brüder George und Michael sind Besitzer eines erfolgreichen
Restaurants. In ihrer Freizeit töten sie junge Mädchen, um aus ihren
Körperteilen die ägyptische Göttin Sheetar zu erschaffen. Nur wohin
mit den Überresten, die sie nicht gebrauchen können?

mit Einführung

Samstag, 19. März, 23:59 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#26


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Der Walzer auf der Petschora (Walsi Petschorase)

GE, 1992, 101 min, OmU, 35mm

Regie: Lana Ghoghoberidze

Sowjetunion 1937, zur Zeit des stalinistischen Staatsterrors: Die
13jährige Tochter eines "Volksfeindes" flieht aus dem Waisenhaus und
kehrt in die elterliche Wohnung zurück, wo sich inzwischen ein
Offizier des KGB eingenistet hat. Zwischen ihm und dem Mädchen
entwickelt sich eine gespannte Beziehung. Dem nach Erinnerungen der
Regisseurin gestalteten Film gelingt es auf ebenso einfühlsame wie
engagierte Weise, die Totenklage über GULAG-Realitäten des 20.
Jahrhunderts mit dem in Hoffnungsbildern von großer poetischer Kraft
dargestellten Widerstand gegen den Totalitarismus zu verbinden. (Preis
der Ökumenischen Jury Berlin 1993)
"Der Film verfolgt zwei parallellaufende Handlungslinien. In der
ersten geht es um eine sogenannte 'Ehefrau eines Volksfeindes' - um
Nino die verbannt im Norden Russlands leben muss. Die Gefangenenlager
sind bereits zu u?berfu?llt, als dass sie die Frauen, die zur
Zwangsarbeit nicht taugen, noch aufnehmen ko?nnen. Und so sind diese
Frauen gezwungen, bis zum Umfalllen im kalten russischen Winter mit
dem Zug, dem Schiff oder zu Fuß umherzuirren.
Die zweite Geschichte handelt von Anna, einem 13ja?hrigen Ma?dchen,
das aus dem Waisenheim, in das sie nach der Verhaftung ihrer Eltern
gebracht wurde, entwischt ist. Sie kehrt nach Hause zuru?ck, o?ffnet
die Tu?r mit ihrem eigenen Schlu?ssel und... findet ihre Wohnung von
einem KGB-Offizier besetzt vor. Er bietet ihr Zuflucht und
unterschreibt damit sein eigenes Todesurteil. Eines Tages wird er auf
die Anzeige eines Nachbarn hin verhaftet und das Ma?dchen ist wieder
ganz allein." (23. Internationales Forum des jungen Films, Berlin 1993)

Sonntag, 20. März, 19:00 Uhr
Samstag, 26. März, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#10


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Life in Stills

IL, 2012, 58 min, OmU, digital

Regie: Tamar Tal

Miriam & Rudi Weissenstein eröffnen 1940 im Zentrum von Tel Aviv einen
Fotoladen. Zunächst porträtieren sie ausländische Soldaten für die
Familien daheim. Im Laufe der Jahrzehnte wächst das Archiv des
inzwischen begehrten Fotojournalisten auf über eine Million Negative
an, die die Geschichte Israels dokumentieren. Die über 90 Jahre alte
Miriam und ihr Enkel Ben verwalten & hüten diesen Schatz, streiten,
trauern, kämpfen. Mit der Tradition, der Veränderung. Und
währenddessen zetert Miriam entzückend vor sich hin. Mehrfach
preisgekrönt!
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 22. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#29


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Madonna

GE, 2015, 58 min, OmeU, DCP

Regie: Nino Gogua

Madonna ist die einzige Busfahrerin in Georgien. Ihr Leben verläuft
ruhig zwischen ihrem baufälligen Appartement, das sie sich mit ihrer
Mutter teilt, und der männlich dominierten Arbeitswelt. Hinter ihrer
stillen Fassade schlummern Geschichten aus der Jugend, starke Gefühle,
verlorene Illusionen. Ein Charakter, der sich nach Entfaltung sehnt,
in einer Welt eingefrorener Unbeweglichkeit.

Donnerstag, 24. März, 22:00 Uhr
Sonntag, 27. März, 21:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#16


***

God of Happiness

DE, 2015, 90 min, OmU, DCP

Regie: Dito Tsintsadze
Darsteller: Lasha Bakradze, Elia "James" Blezes, Tina Meliava

Eigentlich ist Giorgi ja Schauspieler. Eigentlich. Denn der Alltag des
georgischen Auswanderers hat kaum etwas mit dem komfortablen Leben zu
tun, das man bei einer solchen Berufsbeschreibung erwarten würde. Denn
statt angesehenen Beschäftigungen am Theater oder bei Funk und Fern
nachzugehen, handelt es sich bei Giorgi um eine gescheiterte Existenz.
Der Arbeitslose lebt zusammen mit dem Afrikaner Ngudu in einer Hütte,
die auch schon bessere Tage gesehen hat, in der Nähe von Stuttgart und
verbringt sein Leben mit Nichtstun. Dieser Trott ändert sich
allerdings, als plötzlich seine Tochter Tina einen Besuch ankündigt.
Die 15-Jährige hat ihren Vater seit zehn Jahren nicht gesehen und da
Giorgi ihr im Laufe der Zeit einige Lügen über seine angeblich
imposante Karriere aufgetischt hat, steht er nun vor einer
Herausforderung. Denn seiner Tochter gegenüber zuzugeben, dass er
entgegen all seinen Behauptungen kein erfolgreicher Schauspieler ist,
wird von ihm nicht als mögliche Option betrachtet. Dieser Umstand
verlangt natürlich in der Folge einiges an Arbeit, immerhin muss ein
aufwendiges Lügengebäude intakt gehalten werden. Und tatsächlich
scheint Giorgi diesmal etwas auf die Beine stellen zu können und einem
erneuten Eintrag auf der üppigen Liste seiner Verfehlungen zu
entgehen. Mit der Hilfe von Ngudu gelingt es rechtzeitig, eine
dekadente Villa als seinen Wohnort verkaufen zu können und auch sonst
versucht Giorgi gegenüber seiner Tochter als ein Mann zu wirken, der
in seinem Leben von Erfolg zu Erfolg schlendert. Ungünstig nur, dass
zu einer Lüge auch jemand gehören muss, der sie glaubt. Und Tina
scheint diesen Part nicht erfüllen zu wollen.

zu Gast: Dito Tsintsadze

Samstag, 26. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#17


***

Osterspecial aghdgomis spets'ialuri



Ein Ostersonntag georgischer Art: es gibt Filmvorführungen und
kulinarische Spezialitäten.
Die Türen sind ab 13:00 Uhr geöffnet. Mit besonderem Dank an Marika
Lapauri-Burk (Lile e.V. deutsch-kaukausischer Verein Hamburg).

15:00 Uhr Zuschauerräume (danach Gespräch mit Marika Lapauri-Burk)

Sonntag, 27. März, 13:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#19


***

Doppel-Screening: The English Teacher & Kirov Street #8

109 min


The English Teacher
GE 2012, 56 Min., OmeU, digital, Regie: Nino Orjonikidze & Vano
Arsenishvili
Der junge und abenteuerlustige südafrikanische Englischlehrer Bradley
Nelson soll in einer kleinen georgischen Stadt eine "linguistische
Revolution" umsetzen. Um sich von der sowjetischen Erbschaft
freizumachen und sich der westlichen Welt zuzuwenden, initiiert die
georgische Regierung ein Projekt, bei dem das Land mit englischen
Muttersprachler*innen überflutet werden soll. Nach der ersten
Euphoriewelle, wird Nelson jedoch mit den realen Problemen in dem
kleinen post-sowjetischen Land konfrontiert. Die Sehnsucht der Städter
nach Veränderung ist gleich Null.

Kirov Street #8
GE/F 2013, 53 Min., OmeU, digital, Regie: Mariam Chachia
Der Film ist die Geschichte der Großmutter der Filmemacherin. Sie hat
deutsche Wurzeln, wurde aber in Georgien geboren. Ihr Leben war gut:
ein schönes Haus, ein berühmter und angesehener Vater und liebevolle
Verwandte. Aber mit 15 Jahren änderte sich alles für sie und um sie
herum: Der 2. Weltkrieg begann. Stalin befahl die Festnahme oder
Erschießung der deutschstämmigen Männer, die Frauen und Kinder wurden
nach Sibirien oder Kasachstan verschleppt. Ihre Großmutter war eine
von ihnen. Diese sieben Jahre haben ihr Leben geprägt. Ein Portrait
einer Frau, die ohne Grund bestraft wurde und Schlimmes erlebt hat -
als Resultat des Krieges. Aber auch über eine Frau, die nicht aufgibt
und gegen das Vergessen ankämpft.

mit Einführung

Sonntag, 27. März, 18:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#20


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Schöne blonde Augen

DE, 2009, 91 min, digital

Regie: Simon Brückner

Eine Gruppe von Schauspieler*innen mit geistiger Behinderung
entwickelt ein Bühnenstück zum Thema "Geburt" - als
Theaterdarsteller*innen und Protagonist*innen ihres eigenen Lebens.
Der Dokumentarfilm begleitet acht Monate lang ihr Zusammenleben auf
dem wendländischen Bauernhof terra est vita, die Probenarbeit bis zur
Premiere an der Berliner Akademie der Künste. Aus den Eigenarten der
Protagonist*innen ergeben sich berührende Verfremdungen, vor allem
aber Momente voller Poesie - auf und hinter der Bühne. Auf der Reise
durch den Mikrokosmos verliert die Zuschreibung "behindert" immer mehr
von ihrer Eindeutigkeit. Ein Film über Liebe, Identität und
Erwachsenwerden, über Kommunikation jenseits des Sagbaren und die
gewaltige Herausforderung des Spielens.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 29. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#30


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9. April 1989

GE, 1989/2001, 110 min, Georgisch mit Live-Übersetzung, VHS

Regie: Thoma Tschagelischwili

Einen bescheidenen Beitrag widmen wir dem 9. April 1989. Das, was an
diesem Tag in Georgien geschah und wie dadurch der Zerfall der UdSSR
begann, ist bis heute in Europa nahezu unbekannt. Diese Epochenwende
ist damals in Ost und West unterschiedlich wahrgenommen worden. Die
Opfer und das Leiden der osteuropäischen Völker wurden einem
gedächtnislosen Globalismus untergeordnet, für den der Ruf "Gorbi,
Gorbi,..." im Westen zum Synonym wurde, der jedoch vielen Menschen aus
der ehemaligen Sowjetunion wie Hohn in den Ohren klang. Das Jahr 1989
markiert den Anfang einer neuen Ära. Der kalte Krieg geht zu Ende. Die
Weltgeschichte wird neu geschrieben. Der Umbruch vollzieht sich mit
besonderer Schärfe in der damaligen Sowjetrepublik Georgien. Am 9.
April 1989 wird in der Hauptstadt Tbilissi (Tiflis) eine friedliche
Demonstration mit unbekanntem Giftgas und geschliffenen Spaten brutal
niedergeschlagen. 20 Menschen werden getötet (darunter 10 Frauen und
Mädchen), weitere sterben noch Wochen und Monate danach an den
Folgeschäden des Giftgaseinsatzes. Der mit mehrfach preisgekrönten
Komödien bekannte Filmemacher - Eldar Schengelaia - bekommt von
unbekannten einige Aufnahmen. Schengelaia versuchte trotz
Nachrichtensperre die Botschaft vom Massaker in der Welt zu verbreiten.
Am 31.03.1991 bei der Volksabstimmung eine einzige Frage gestellt
wurde: möchten Sie dass auf Grund des Staatsakts vom 26. Mai 1918 die
Unabhängigkeit Georgiens wiederhergestellt wird? 98,9% der
Bevölkerung, auch alle in Georgien lebenden Nationalitäten
beantworteten die Frage mit "JA". (Marika Lapauri-Burk)

der Film wird von Marika Lapauri-Burk erläutert; anschließend Diskussion

Donnerstag, 31. März, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=03/16#21


***

Alle Termine im Überblick:

Dienstag, 01. März
20:00 Uhr: Special zum Internationalen Frauentag: Dringend gesucht -
Anerkennung nicht vorgesehen

Mittwoch, 02. März
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 03. März
20:00 Uhr: Einige Interviews zu persönlichen Fragen / Randenime
interwju pirad sakitchebse
22:00 Uhr: Die langen hellen Tage (Grzeli nateli dgeebi)

Samstag, 05. März
20:00 Uhr: Doppel-Screening: Georgische Chronik... & Die Reise nach
Sopot
22:00 Uhr: Q-Movie Bar präsentiert: The Hunger (Begierde)

Sonntag, 06. März
19:00 Uhr: Die Farbe des Granatapfels (Sajat Nova)
21:00 Uhr: Robinsoniada oder mein englischer Großvater / Robinsoniada
Anu Tschemi Ingliseli Papa

Dienstag, 08. März
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: A Sixth Part of the World

Mittwoch, 09. März
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 10. März
20:00 Uhr: Es war einmal eine Singdrossel (Iko schaschwi mgalobeli)
22:00 Uhr: Doppel-Screening: Georgische Chronik... & Die Reise nach
Sopot

Samstag, 12. März
19:00 Uhr: Vetofilm (DE) meets Videoimage (GE) - Screenings
22:00 Uhr: Vetofilm (DE) meets Videoimage (GE) - Screenings

Sonntag, 13. März
16:00 Uhr: Arab Filmclub
19:00 Uhr: Vetofilm (DE) meets Videoimage (GE) - Screenings
22:00 Uhr: Vetofilm (DE) meets Videoimage (GE) - Screenings

Mittwoch, 16. März
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 17. März
20:00 Uhr: Doppel-Screening: Zuschauerräume & Montag Abend
22:00 Uhr: Einige Interviews zu persönlichen Fragen / Randenime
interwju pirad sakitchebse

Samstag, 19. März
20:00 Uhr: Die langen hellen Tage (Grzeli nateli dgeebi)
22:00 Uhr: A Fold in My Blanket
23:59 Uhr: Midnightmovie: Blood Diner

Sonntag, 20. März
19:00 Uhr: Der Walzer auf der Petschora (Walsi Petschorase)
21:00 Uhr: Die Farbe des Granatapfels (Sajat Nova)

Dienstag, 22. März
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Life in Stills

Mittwoch, 23. März
20:00 Uhr: RE:FOKUS - Monatliches Treffen audiovisueller Kultur.
Bilder, Sounds und deren Zusammenspiel, audiovisuelle Kunst und
Austausch über aktuelle Entwicklungen

Donnerstag, 24. März
20:00 Uhr: Robinsoniada oder mein englischer Großvater / Robinsoniada
Anu Tschemi Ingliseli Papa
22:00 Uhr: Madonna

Samstag, 26. März
20:00 Uhr: God of Happiness
22:00 Uhr: Der Walzer auf der Petschora (Walsi Petschorase)

Sonntag, 27. März
13:00 Uhr: Osterspecial aghdgomis spets'ialuri
18:00 Uhr: Doppel-Screening: The English Teacher & Kirov Street #8
21:00 Uhr: Madonna

Dienstag, 29. März
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Schöne blonde Augen

Mittwoch, 30. März
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 31. März
20:00 Uhr: 9. April 1989
22:00 Uhr: Es war einmal eine Singdrossel (Iko schaschwi mgalobeli)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
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Re: Georgisches Kino im Hamburger B-Movie, März 2016

Beitragvon Salvatore Baccaro » 2. Mär 2016, 22:21

buxtebrawler hat geschrieben:Die Farbe des Granatapfels (Sajat Nova)
Sonntag, 06. März, 19:00 Uhr
Sonntag, 20. März, 21:00 Uhr


Das meiste davon ist mir gänzlich unbekannt, doch SAYAT NOVA wohl tatsächlich einer der besten Filme, die ich kenne, und daher jedem empfohlen, der die Möglichkeit hat, dieses Meisterwerk auf der großen Leinwand genießen zu können!
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