Films Fatales im Hamburger B-Movie, April 2016

Länderübergreifendes, allgemeines Forum zum Thema Film

Moderator: jogiwan

Films Fatales im Hamburger B-Movie, April 2016

Beitragvon buxtebrawler » 6. Apr 2016, 11:28

Films Fatales

Gemeinsam mit "Bildwechsel" - dem in seiner Form einmaligen und seit
1979 in Hamburg bestehenden Frauen*medienladen, lädt das B-Movie
diesen Monat zu einem facettenreichen Programm ein. Aus
unterschiedlichen Blickwinkeln thematisiert das Gezeigte den
gesellschaftlichen Diskurs um Geschlechtsidentitäten, Sexualität und
Reproduktionsarbeit. Diese inhaltlichen Schwerpunkte werden nicht nur
aus Kameraperspektive vollzogen: zu Gesprächen laden wir
Regisseur*innen, Autor*innen und Aktivist*innen ein.
Mit freundlicher Unterstützung von der Filmförderung Hamburg Schleswig
Holstein.

13. dokumentarfilmwoche hamburg 06.04. - 10.04.

Auch in diesem April ist das B-Movie wieder Festivalkino der
dokumentarfilmwoche hamburg. Besonders stolz präsentieren wir hier
drei Werke des gefeierten chinesischen Dokumentarfilmers Wang Bing,
dem wir unsere diesjährige Retrospektive widmen. Den Sonntag machen
wir dabei zum cineastischen Ganztagserlebnis. Traut euch!
Ausführliche Infos gibt es unter: www.dokfilmwoche.com

Eine Stadt sieht einen Film: Absolute Giganten 24.4.

13 Hamburger Programm- und Offkinos zeigen an einem Tag den gleichen
Film über den Tag verteilt mit unterschiedlichem Rahmenprogramm und
vielen Gästen.
Ausführliche Infos gibt es unter: www.eine-stadt-sieht-einen-film.de


***

Das Programm:

Schwarmsichtung: Bildwechsel: "feminist treasures for fights and for
pleasures"
Samstag, 02. April, 18:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Pussy vs. Putin
Samstag, 02. April, 22:00 Uhr

A Girl Walks Home Alone at Night
Sonntag, 03. April, 16:00 Uhr
Donnerstag, 07. April, 21:30 Uhr
Sonntag, 17. April, 20:00 Uhr

Femme Brutal
Sonntag, 03. April, 19:00 Uhr
Samstag, 23. April, 20:00 Uhr

Geschenkt wurde uns nichts
Sonntag, 03. April, 21:00 Uhr
Sonntag, 01. Mai, 19:00 Uhr

Kurzfilmprogramm
Donnerstag, 07. April, 20:00 Uhr
Donnerstag, 14. April, 20:00 Uhr
Samstag, 23. April, 22:00 Uhr

13. dokumentarfilmwoche hamburg
Freitag, 08. April, 19:00 Uhr

13. dokumentarfilmwoche hamburg
Freitag, 08. April, 22:30 Uhr

13. dokumentarfilmwoche hamburg
Samstag, 09. April, 19:30 Uhr

13. dokumentarfilmwoche hamburg
Samstag, 09. April, 22:00 Uhr

13. dokumentarfilmwoche hamburg
Sonntag, 10. April, 11:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die Blume der Hausfrau
Dienstag, 12. April, 20:00 Uhr

Born in Flames
Donnerstag, 14. April, 22:00 Uhr
Samstag, 30. April, 20:00 Uhr

Zwei Filme zum Thema "Pro Choice"
Samstag, 16. April, 20:00 Uhr
Donnerstag, 28. April, 20:00 Uhr

Lesung: Bildwechsel - "feminist treasures for fights and for pleasures"
Sonntag, 17. April, 16:00 Uhr

Lyle
Donnerstag, 21. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 24. April, 21:00 Uhr

Yes, We Are
Donnerstag, 21. April, 22:00 Uhr
Sonntag, 01. Mai, 21:00 Uhr

Midnightmovie: Coffy
Samstag, 23. April, 23:59 Uhr

Eine Stadt sieht einen Film: Absolute Giganten
Sonntag, 24. April, 16:00 Uhr

Out in the Night
Sonntag, 24. April, 19:00 Uhr
Samstag, 30. April, 22:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Glaube, Liebe, Hoffnung
Dienstag, 26. April, 20:00 Uhr

Lange Nacht der Genialen Dilletanten - Subkultur der 1980er in
Deutschland
Freitag, 29. April, 20:00 Uhr
Freitag, 29. April, 22:00 Uhr

***

Die Filme im Einzelnen:

Schwarmsichtung: Bildwechsel: "feminist treasures for fights and for
pleasures"



An kleinen DVD-Modulchen könnt ihr - alleine, zu zweit oder zu dritt -
Einblick nehmen in eine Auswahl von Filmen und Videos aus der
Videokollektion von Bildwechsel. Der größte Teil der frühen
Materialien, beginnend Ende der 1970er, wurde speziell für diese
Präsentation digitalisiert.

Samstag, 02. April, 18:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#12


***

Q-Movie Bar präsentiert: Pussy vs. Putin

RUS, 2013, 60 min, OmeU, digital

Regie: Filmkollektiv Gogol's Wives

Diese Dokumentation zeigt Aktionen von Pussy Riot-Aktivist*innen in
Moskau, ihre Vorbereitung, Durchführung und eine der Konsequenzen: den
Prozess gegen drei Frauen. In beklemmenden Nahaufnahmen wird nicht nur
deutlich, mit welcher Härte die russische Polizei und das Gericht
gegen die feministische Punkband agieren, sondern es wird gezeigt, wie
"einfache Bürger*innen" in einer Mischung aus Nationalismus,
reaktionärem orthodoxem Christentum und Homophobie auf die Proteste
reagieren.

http://www.q-movie-bar.de/


Samstag, 02. April, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#21


***

A Girl Walks Home Alone at Night

USA, 2014, 101 min, Farsi, OmeU, digital

Regie: Ana Lily Amirpour
Darsteller: Sheila Vand, Arash Marandi, Mozhan Marnò, Marshall Mansh,
Dominic Rains

Ein feministischer Vampirfilm oder der erste iranische
Spaghetti-Western. Der Film lässt sich nicht leicht in eine Kategorie
stecken: Anwohner*innen einer heruntergekommenen fiktiven iranischen
Stadt mit dem düsteren Namen "Bad City" werden von einer Vampirin auf
einem Skateboard heimgesucht. Ihre Opfer aber sind nicht wahllos: sie
jagt Männer, die Frauen misshandeln.
Am 3.4. im Rahmen des Arab Filmclub - Eintritt frei

Sonntag, 03. April, 16:00 Uhr
Donnerstag, 07. April, 21:30 Uhr
Sonntag, 17. April, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#13


***

Femme Brutal

A, 2015, 70 min, OmU, digital

Regie: Nick Prokesch und Liesa Kovacs

Denice Bourbon, Madame Cameltoe, Madame Don Chanel, Cunt, Denise
Kottlett, Frau Professor La Rose und Doktor Sourial: Das sind die
Bühnennamen der Künstlerinnen des Wiener CLUB BURLESQUE BRUTAL. Und
wenn ein weiblicher Körper nackt, selbstbewusst und autonom auf der
Bühne steht, ist das heute noch eine hochpolitische und radikale
Geste. Ohne den Bühnenraum zu verlassen, übersetzt FEMME BRUTAL die in
der queer-feministischen Show aufgeworfenen Fragen zu Identität,
Körper und der Lust am Schauen ins Kino.
Am 23.04.in Anwesenheit der Filmemacher*innen Liesa Kovacs und Nick
Prokesch

Sonntag, 03. April, 19:00 Uhr
Samstag, 23. April, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#14


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Geschenkt wurde uns nichts

D/I, 2015, 58 min, OmU, digital

Regie: Eric Esser
Darsteller: Annita "Laila" Malavasi, Pierina "Iva" Bonilauri, Gina
"Sonia" Moncigoli

Drei Widerstandskämpfer*innen reflektieren über ihre Form von gelebter
Emanzipation zur Zeit der Resistenza. Annita Malavasi war 22 Jahre
alt, als deutsche Truppen 1943 Italien besetzten. Über ein Jahr war
sie in den Bergen des Apennin und kämpfte gegen die deutschen
Besatzer, gleichzeitig musste sie sich gegenüber den Männern in den
Bergdörfern behaupten. Gegen Kriegsende gehörte Laila zu den wenigen
weiblichen Kommandierenden im italienischen Widerstand.

Vorfilm: Bata Por Fóra (Muller Por Dentro)
ES 2008, 18 Min., OmU, digital, Regie: Claudia Brenlla
In diesem experimentellen Film wird von der österreichischen
Künstlerin Petra Buchegger die Kittelschürze in Galicien in den Blick
genommen. Die Kittelschürze wird von arbeitenden Frauen auf dem Land
und am Meer getragen wie eine zweite Haut. Der Film rückt diese
Frauenarbeit ins Licht, welche schon so selbstverständlich
geworden ist, dass sie beinahe unsichtbar ist.

Sonntag, 03. April, 21:00 Uhr
Sonntag, 01. Mai, 19:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#15


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Kurzfilmprogramm

53 min


Family
GB 2009, 7 Min., OmeU, digital, Regie: Nosheen Khwaja / Digital
Desperados (free filmmaking course for women of colour)
"Family" ist als Teil des "Digital Desperados"- Kurses entstanden und
eine Reaktion auf einen der größten Rassismus- und Propaganda-Events:
der Oscarverleihung! 2001 haben die schwarzen Schauspieler*innen alles
abgeräumt, während der Irak überfallen wurde und 2009 gewinnen die
Inder*innen mit "Slumdog Millionaire", während Pakistan bombardiert
wurde.

An Unfinished Conversation
GB 2013, 8 Min., OV, digital, Regie: Derica Shields / Digital
Desperados (free filmmaking course for women of colour)
Dies ist sowohl ein Dokument als auch eine Erkundung von zwei nicht
beendeten Gesprächen: eins zwischen der Filmemacherin und ihrer
Mutter, das andere zwischen dem Empire und seinen Staatsangehörigen.

Semra Ertan
A/D 2013, 8 Min., digital, Regie: Cana Bilir-Meier
"Von [...] erlittener Gewalt handelt Cana Bilir-Meiers "Semra Ertan".
Hier wird [...] in nicht illustrativer, distanzierter Form, die sich
auf Gedichte, Textfragmente, Zeitungsausschnitte und Photos
beschränkt, dem Schicksal der jungen Türkin Semra nachgegangen, die
sich aus Protest gegen Fremdenfeindlichkeit wie auch gegen eine zu
kalte Gesellschaft mit 25 Jahren im Jahr 1982 auf einer Hamburger
Strasse selbst verbrannte. Die hochsensible Poetin kommt mit ihren
eigenen Texten zur Sprache. In nicht einmal acht Minuten zieht ihr
ungelebtes Leben vorüber, stellvertretend für andere, die nicht ihren
radikalen Weg wählten und sprachlos blieben."(Dieter Wieczorek)

Desde La Marea - Was die Gezeiten mit sich bringen
D/ARG 2015, 30 Min., OmdU, digital, Regie: Josefina Gill
Essayistischer Kurzfilm: Kameraaufnahmen einer Schiffsreise von
Hamburg nach Buenos Aires erfassen Segmente der maritimen Landschaft.
Die Stimme der Autorin erzählt vom Alltag der Passage, zwischen
Abfahrten und Ankünften, Varianten von gestern und heute, ihrer
eigenen Erfahrung und der ihrer jüdischen Vorfahren.

Donnerstag, 07. April, 20:00 Uhr
Donnerstag, 14. April, 20:00 Uhr
Samstag, 23. April, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#36


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13. dokumentarfilmwoche hamburg
Retrospektive Wang Bing: San Zimei - Three Sisters
HK/F, 2012, 153 min, OmeU

Regie: Wang Bing

Die zehnjährige Yingying kümmert sich um ihre beiden jüngeren
Schwestern Zhenzhen und Fenfen. Die Drei leben in einem Bergdorf in
der Provinz Yunnan, mehr oder weniger allein. Der Vater arbeitet in
der Hunderte Kilometer entfernten Stadt, die Mutter hat die Familie
schon vor Jahren verlassen. Ab und zu kümmern sich der Großvater und
eine Tante um die Schwestern - mehr schlecht als recht. In seinem
vielfach ausgezeichneten Film wendet sich Wang Bing erstmals der
Lebenswelt der verarmenden Landbevölkerung zu und dokumentiert ein
tristes, vormodernes Dasein. In fast schon haptischen Aufnahmen voller
Leben und Licht begegnet Wang seinen Protagonistinnen auf Augenhöhe,
begleitet sie durch ihren so gar nicht kindlichen Alltag und lässt
ihre Persönlichkeiten sich filmisch entwickeln.
Gast: Kong Lihong (Produzentin)

http://www.dokfilmwoche.com/


Freitag, 08. April, 19:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#28


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13. dokumentarfilmwoche hamburg
Of The North
CAN, 2015, 74 min, engl. OV

Regie: Dominic Gagnon

"Of the North" zu sehen, ohne an Nanook zu denken, scheint nahezu
unmöglich. Reiste Robert Flaherty 1922 noch selbst mit schweren
Kameras in den Norden Kanadas, um den Alltag der Inuit zu
dokumentieren, montiert der Videokünstler Dominic Gagnon nun im
Internet gefundenes Material zu einer rauschhaften Collage über das
harte Leben im Eis. Ohne seine Bilder einer Narration oder einem
Kommentar unterzuordnen, verbindet er das Befremdliche mit dem
Vertrauten, das Schockierende mit dem Atemberaubenden - und schafft so
das Porträt einer allzu oft medial stereotypisierten Gemeinschaft, die
hier die Kamera oder das Smartphone selbst in der Hand hält. Fernab
vom romantisierten Bild der noblen Wilden ist der Schnee voller Dreck,
schwere Maschinen rollen durchs Bild, Waffen und Alkohol sind genauso
zu sehen wie Schlittenhunde, Eisbären und Kleinkinder. Vor allem aber
ist es das Gänsehaut erzeugende Sounddesign, das dieses Filmerlebnis
noch lange im Gedächtnis nachhallen lässt.
Gast: Dominic Gagnon, Hamburgpremiere

http://www.dokfilmwoche.com/


Freitag, 08. April, 22:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#29


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13. dokumentarfilmwoche hamburg
Retrospektive Wang Bing: Wu Ming Zhe - Man With No Name
CHN/F, 2010, 93 min, ohne Dialog

Regie: Wang Bing

Es ist das intime Porträt eines Namenlosen. Wang Bing begleitet den
Mann, der in einer ungenannten Region in China in einer Höhle lebt,
durch seinen Alltag: Beim Bestellen seiner Felder, beim Transportieren
seiner Habseligkeiten, beim Kochen in seiner rudimentären Behausung.
Und bei Handlungen, deren Sinn sich nie komplett erschließt. Mehr
nicht. Keine Dialoge, keine außergewöhnlichen Ereignisse. Und doch
entsteht ein berührendes Porträt eines fremden Menschen und eine
Reflektion über die Bedingungen von Zivilisation, Kommunikation und
Empathie. In seiner Reduziertheit wahrscheinlich der radikalste Film
Wangs.
Gast: Kong Lihong (Produzentin)

http://www.dokfilmwoche.com/


Samstag, 09. April, 19:30 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#30


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13. dokumentarfilmwoche hamburg
Zaplyv - Die Schwimmer
D/RUS/UKR, 2015, 77 min, dt. OmU

Regie: Kristina Paustian

Eine heruntergekommene Sommersiedlung im südlichsten Teil Russlands:
Hierhin hat sich der streitbare Physiker Boris Zolotov zurückgezogen,
um seine eigene Privatreligion zu leben. Über die Jahre hat sich um
ihn eine Gruppe von Anhänger*innen geschart, die ihm auf seinem Weg
folgt. Zur täglichen Routine der kleinen Gesellschaft gehören das
gemeinschaftliche Schwimmen im Schwarzen Meer, mantraartige
Vorlesungen und nächtliche Performances.
Die junge Ekaterina ist, wie die meisten hier, eine Suchende. Ihre
forschenden Fragen an Zolotov bilden einen zarten roten Faden in
diesem beobachtenden Film, der eher einer Recherche gleicht. Eine
Meditation über den Zustand des Schwimmens, bei dem man den festen
Boden unter den Füßen wissentlich aufgibt, um sich tragen zu
lassen. Ein Film, der wechselt zwischen kräftigen Zügen und
bedächtigem Treiben. Und eine Annäherung an das (nicht nur) russische
Bedürfnis nach Orientierung und einem Mehr an Sinn.
Gast: Kristina Paustian, Hamburgpremiere

http://www.dokfilmwoche.com/


Samstag, 09. April, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#31


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13. dokumentarfilmwoche hamburg
Retrospektive Wang Bing: Tie Xi Qu - West of the Tracks
CHN, 1999-2003, 556 min, OmeU

Regie: Wang Bing

Teil 1: »RUST« (245 Min.)?
Teil 2: »REMNANTS« (178 Min.)
Teil 3: »RAILS« (133 Min.)
Wang Bings Langfilmdebüt stellt gleichzeitig sein Magnum Opus dar,
eine grandiose dokumentarische Chronik des Zerfalls der chinesischen
Schwerindustrie. Über vier Jahre lebte und drehte Wang in einem
Industriekomplex im Nordosten Chinas, der einmal zu den größten des
Landes gehörte, ein Leuchtturm sozialistischer Produktion war. Nun
gleitet Wang Bings Kamera durch eine Geisterfabrik, einige Hochöfen
brennen zwar noch, doch die Vorboten ihres baldigen Erlöschens sind in
jeder Szene spürbar.
Die letzten Arbeiter versuchen, dem Verfall zu trotzen und sind die
Protagonisten des ersten Kapitels »Rust«. Lakonisch nehmen sie die
Ankündigungen über weitere Stellenstreichungen, den ständigen Mangel
an Ersatzteilen und die allgegenwärtige Tristesse hin und erscheinen
jeden Tag wieder zur Arbeit.
Ihren Familien, die sie in den Wohnquartieren zurücklassen, widmet
sich dagegen der zweite Teil »Remnants«. Hier konzentriert sich Wang
Bing auf die Jugendlichen, die im Wissen um das Ende der Welt, in die
sie hineingeboren wurden, aufwachsen - das Lebensmodell der Eltern
wird für sie keine Relevanz mehr haben, eine andere Perspektive ist
nicht in Sicht.
Aus einer surrealen Dystopie scheinen schließlich die beiden
Protagonisten des letzten Kapitels, »Rails«, zu stammen, die sich
entlang der Gleise aus Müll und industriellen Überresten das
zusammensammeln, was sie für ihr Überleben gebrauchen können.
Gast: Kong Lihong (Produzentin)
Mit Pausen! Einlass zu Teil 2 ca. 15:00 Uhr; Einlass zu Teil 3 ca.
18:00 Uhr

http://www.dokfilmwoche.com/


Sonntag, 10. April, 11:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#32


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die Blume der Hausfrau

D, 1998, 92 min, digital

Regie: Dominik Wessely

Aus der Zeit vor Online-Handel & Flag-Ship-Stores: schwäbische
Wohnlandschaften & Scherenschleifer, Zeitungsabo-Verkäufer, die Zeugen
Jehovas. Und Vorwerkvertreter. Alle haben einen harten Job. Für alle
geht es vor allem um eines: eingelassen werden. Und dann steht man in
schwäbischen Wohnlandschaften auf der Auslegeware. Die
Motivationsreden am Vertreterhotelfrühstückstisch noch im Ohr und die
Vorstadtkneipe, in der Abschlüsse gezählt werden, noch vor sich. Es
geht schließlich um den Pokal, der dem Regionalbesten auf der
Weihnachtsfeier verlieen wird. Und wahrscheinlich um noch viel
mehr..."Die Blume der Hausfrau" lief im letzten Jahrhundert mehr als
ein Jahr lang täglich im Stuttgarter Kino "Lupe" und jetzt endlich
auch im B-Movie!
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger
Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 12. April, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#26


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Born in Flames

USA, 1983, 90 min, 16mm

Regie: Lizzie Borden
Darsteller: Honey, Adele Bertei, Kathryn Bigelow, Sheila McLaughlin

"'We were born in flames', singt Lora Logic mit Red Krayola im
Titelsong zum Film, 'we broke the hidden tyranny.' Ein Film, der vor
dem Hintergrund jahrelanger feministischer Debatten über
Gemeinsamkeiten und Differenzen unter Frauen ein ebenso
eindrucksvolles wie differenziertes Bild skizziert: Nach der
Revolution ist vor der Revolution." (Vina Yun)

Donnerstag, 14. April, 22:00 Uhr
Samstag, 30. April, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#37


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Zwei Filme zum Thema "Pro Choice"

140 min


Abortion Democracy: Poland / South Africa
POL/ZAF 2008, 50 Min., OmeU, digital, Regie: Sarah Diehl
"Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter
als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika? Der Film vergleicht die
politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen
bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und
Südafrika: Der Vergleich dieser Länder eignet sich deshalb, da
die Gesetzessprechung in den 90er Jahren in beiden Ländern
gegenläufige Entwicklungen genommen hat: Polen kriminalisierte durch
die Einflussnahme der Kirche Abtreibungen 1993. Südafrika
liberalisierte hingegen 1997 den Schwangerschaftsabbruch durch eine
Überprüfung des Rechtssystems auf diskriminierende Gesetze gegen
Minderheiten nach der Apartheid und hat nun eines der liberalsten
Abtreibungsgesetze weltweit." (Sarah Diehl)

Vessel
EC/IE/ID/NL/ES/TZ/PT/POL/PK/USA 2013, 90 Min., OmeU, digital, Regie:
Diana Whitten
Ein Dokumentarfilm über das lebensrettende niederländische Projekt
"Women on Waves": Eine Crew, bestehend aus zwei Ärztinnen und einer
Krankenschwester fahren per Schiff zu Gebieten in denen Abtreibung
noch illegal ist und verhelfen Frauen, die es wünschen, zu einem
Abbruch ihrer Schwangerschaft auf dem Schiff, auf welchem
nach niederländischem Recht die Abtreibung legal möglich ist.
Am 28.04. in Anwesenheit von Sarah Diehl und einer Aktivistin der
internationalen Organisation "Women help"

in Anwesenheit von Sarah Diehl und einer Aktivistin der
internationalen Organisation "Women help"

Samstag, 16. April, 20:00 Uhr
Donnerstag, 28. April, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#16


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Lesung: Bildwechsel - "feminist treasures for fights and for pleasures"



Bildwechsel and friends lesen und zeigen Texte/Bilder/Musik aus alten
und neuen feministischen und queeren Zeitschriften, Zines und Platten
was uns besonders gefällt/bewegt/beeinflusst hat. Show and Tell:
Bringt gerne eigene Lieblingszines/-Texte mit!

Sonntag, 17. April, 16:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#17


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Lyle

USA, 2014, 65 min, OmU, digital

Regie: Stewart Thorndike
Darsteller: Gaby Hoffmann, Kim Allen, Ashlie Atkinso, Ingrid Jungermann

Leah und ihre Lebenspartnerin June richten sich mit der gemeinsamen
Tochter in einer neuen Wohnung ein. Doch die Katastrophe bahnt sich
an. Leah vermutet dunkle Kräfte am Werk und schon bald ist nicht mehr
klar wer Freund, wer Feind ist. Ein Horrorfilm angelehnt an Polanskis
Rosemary's Baby, aber ohne die hilflose Protagonistin, sondern eine
radikale Version des alten Klassikers!

Vorfilm: La Peluca de Luca
ES 2004, 3 Min., OmU, digital, Regie: La naturadora & Vicent Poquet
Luca fragt sich: Wer entscheidet, dass die Farbe Blau für Jungs und
Rosa für Mädchen ist? Warum dürfen Mädchen nicht mit Autos spielen?

Donnerstag, 21. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 24. April, 21:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#18


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Yes, We Are

POL, 2011, 70 min, OmU, digital

Regie: Magda Wystub

Wenn über Homophobie in Polen diskutiert wird, geht es meist um
Schwule. Wie aber ergeht es Lesben in Polen? Was hat sich seit der
Wende in Polen verändert? Welche Widerstandsformen gibt es? In diesem
Film, der seinen Blick bewusst auf Lesben bzw. Frauen richtet, die
nicht der heteronormativen Matrix entsprechen, liegt der Fokus auf der
Vielfalt an Strategien, sich in einer homophoben Umgebung zu behaupten.

Vorfilm: Marimachos
ES 2011, 10 Min., OmU, digital, Regie: Parole de queer
"Marimacho" heisst "Butch" auf Spanisch. Drei Frauen, die als Kinder
als "marimachos" beschimpft wurden, erzählen wie sie gelernt haben,
dass dies gar keine Schimpfwort sein muss, sondern nur eine von
tausenden Performances, die ausgewählt werden kann, um in der
Gesellschaft zu agieren.

Donnerstag, 21. April, 22:00 Uhr
Sonntag, 01. Mai, 21:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#19


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Midnightmovie: Coffy

USA, 1973, 86 min, DF, 35mm

Regie: Jack Hill
Darsteller: Pam Grier, Booker Bradshwa, Robert DoQui, Allan Arbus, Sid
Haig

"This is the end of your rotten life, you motherfuckin' dope pusher!"
Als ihre kleine Schwester wegen einer Überdosis im Krankenhaus landet,
knöpft sich Coffy die Drogendealer der Stadt vor. In ihrer ersten
Hauptrolle mimt Pam Grier einen ebenso toughen wie auch gefährlichen
Racheengel.

Samstag, 23. April, 23:59 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#22


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Eine Stadt sieht einen Film: Absolute Giganten

D, 1998, 82 min, 35mm

Regie: Sebastian Schipper
Darsteller: Frank Giering, Florian Lukas, Antoine Monot Jr., Julia
Hummer, Jochen Nickel, Guido A. Schick, Gustav-Peter Wo?hler

13 Hamburger Programm- und Offkinos stellen gemeinsam eine neue
Veranstaltung auf die Beine: Wir zeigen an einem Tag den gleichen Film
über den Tag verteilt mit unterschiedlichem Rahmenprogramm und vielen
Gästen. Im B-Movie seid ihr herzlich eingeladen, Filmbingo mit Julia
Hummer zu spielen und in einer Fotoausstellung das einstige und
heutige Hafenareal zu bewundern. Zu den "Giganten" müssen wir
vermutlich nicht mehr viel sagen...Einer der besten Filme über
Freundschaft, Abschied, Heimat - kurz einer der besten Hamburgfilme.
ab ca. 17.30 Uhr Bingo (mit Julia Hummer) / ab 20 Uhr Aftershowparty
im headCRASH - live: Die Vögel

http://www.eine-stadt-sieht-einen-film.de/


Sonntag, 24. April, 16:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#23


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Out in the Night

USA, 2014, 75 min, OmeU, digital

Regie: Blair Doroshwalther

In New York werden vier afro-amerikanische Lesben von einem Typ
sexuell belästigt. Sie wehren sich gegen ihn und werden verhaftet.
Anstelle des Täters werden sie angeklagt und wegen versuchten Mordes
belangt. In den Medien wurden sie als "Gang of Killer Lesbians"
diffamiert, während sie unter Aktivist*innen als die Kämpfer*innen:
"New Jersey Four" (NJ4) gegen einen juristischen Skandal Bekanntheit
erwarben.

Sonntag, 24. April, 19:00 Uhr
Samstag, 30. April, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#20


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Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Glaube, Liebe, Hoffnung

D, 1994, 90 min, digital

Regie: Andreas Voigt

Über ein Jahr hinweg begleitet der Film eine Gruppe junger Menschen
aus Leipzig. Dirk sitzt wegen eines Überfalls auf ein
Ausländerwohnheim im Gefängnis. Jeanine, seine Freundin, wartet auf
ihn. Andre ist Skinhead, arbeitet auf einem Weihnachtsmarkt und macht
Musik. Sein "Papa"- arbeitslos. Er selbst oszilliert zwischen
den Extremen: erst "links", dann "rechts", heute wieder "links". Eine
Generation zwischen Gewalt, Aggression, großen Hoffnungen und Ängsten.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger
Spendenbasis. Näheres unter: www.dokumentarfilmsalon.org
zu Gast: Andreas Voigt

Dienstag, 26. April, 20:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#27


***

Lange Nacht der Genialen Dilletanten - Subkultur der 1980er in
Deutschland



Als krönenden Abschluss zur Ausstellung im Museum für Kunst & Gewerbe
und der Filmreihe im Metropolis Kino zeigen wir um 20 Uhr DIE GROßE
UNTERGANGSSHOW. FESTIVAL DER GENIALEN DILLETANTEN Livemitschnitt aus
dem Berliner Tempodrom 1981 und um 22 Uhr ein HAMBURGER
KURZFILMPROGRAMM, moderiert von Alfred Hilsberg.

Freitag, 29. April, 20:00 Uhr
Freitag, 29. April, 22:00 Uhr

https://www.b-movie.de/programm/program ... m=04/16#24


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Alle Termine im Überblick:

Samstag, 02. April
16:00 Uhr: Kino für Kids
http://www.kinotreff.wordpress.com

18:00 Uhr: Schwarmsichtung: Bildwechsel: "feminist treasures for
fights and for pleasures"
22:00 Uhr: Q-Movie Bar präsentiert: Pussy vs. Putin

Sonntag, 03. April
16:00 Uhr: A Girl Walks Home Alone at Night
19:00 Uhr: Femme Brutal
21:00 Uhr: Geschenkt wurde uns nichts

Mittwoch, 06. April
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 07. April
20:00 Uhr: Kurzfilmprogramm
21:30 Uhr: A Girl Walks Home Alone at Night

Freitag, 08. April
19:00 Uhr: 13. dokumentarfilmwoche hamburg, Retrospektive Wang Bing:
San Zimei - Three Sisters
22:30 Uhr: 13. dokumentarfilmwoche hamburg, Of The North

Samstag, 09. April
19:30 Uhr: 13. dokumentarfilmwoche hamburg, Retrospektive Wang Bing:
Wu Ming Zhe - Man With No Name
22:00 Uhr: 13. dokumentarfilmwoche hamburg, Zaplyv - Die Schwimmer

Sonntag, 10. April
11:00 Uhr: 13. dokumentarfilmwoche hamburg, Retrospektive Wang Bing:
Tie Xi Qu - West of the Tracks

Dienstag, 12. April
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die Blume der Hausfrau

Mittwoch, 13. April
21:00 Uhr: Hörbar, Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und
Produzenten experimenteller Musik.
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 14. April
20:00 Uhr: Kurzfilmprogramm
22:00 Uhr: Born in Flames

Samstag, 16. April
20:00 Uhr: Zwei Filme zum Thema "Pro Choice"

Sonntag, 17. April
16:00 Uhr: Lesung: Bildwechsel - "feminist treasures for fights and
for pleasures"
20:00 Uhr: A Girl Walks Home Alone at Night

Mittwoch, 20. April
21:00 Uhr: RE:FOKUS - monatliches Treffen audiovisueller Kultur.
Bilder, Sounds und deren Zusammenspiel, audiovisuelle Kunst und
Austausch u?ber aktuelle Entwicklungen.

Donnerstag, 21. April
20:00 Uhr: Lyle
22:00 Uhr: Yes, We Are

Samstag, 23. April
20:00 Uhr: Femme Brutal
22:00 Uhr: Kurzfilmprogramm
23:59 Uhr: Midnightmovie: Coffy

Sonntag, 24. April
16:00 Uhr: Eine Stadt sieht einen Film: Absolute Giganten
19:00 Uhr: Out in the Night
21:00 Uhr: Lyle

Dienstag, 26. April
20:00 Uhr: Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Glaube, Liebe, Hoffnung

Mittwoch, 27. April
21:00 Uhr: Hörbarkonzert: Stark bewölkt: Takuji Naka (Kyoto; cassette
tapes, spring reverb) & Tim Olive (Kobe; magnetic pickups)
http://www.hoerbar-ev.de


Donnerstag, 28. April
20:00 Uhr: Zwei Filme zum Thema "Pro Choice"

Freitag, 29. April
20:00 Uhr: Lange Nacht der Genialen Dilletanten - Subkultur der 1980er
in Deutschland
22:00 Uhr: Lange Nacht der Genialen Dilletanten - Subkultur der 1980er
in Deutschland

Samstag, 30. April
20:00 Uhr: Born in Flames
22:00 Uhr: Out in the Night

Sonntag, 01. Mai
19:00 Uhr: Geschenkt wurde uns nichts
21:00 Uhr: Yes, We Are
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Re: Films Fatales im Hamburger B-Movie, April 2016

Beitragvon jogiwan » 6. Apr 2016, 12:14

Das klingt ja teils ganz spannend "Die Blume der Hausfrau" über Haustürgeschäfte in Deutschland der Achtziger würde ich sofort sehen wollen. Auch die restlichen Filme über Abtreibung und Homophobie in Polen wäre sicher interessant, wenn auch sicherlich arg desillusionierend! Da werden aber wohl viele Frauen mit kurzen Haaren, Hosenträger und Kapuzenpulli anwesen sein... oder eben Marimacho, wie man in Spanien sagen würde... ;)

Abortion Democracy: Poland / South Africa
POL/ZAF 2008, 50 Min., OmeU, digital, Regie: Sarah Diehl
"Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter
als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika? Der Film vergleicht die
politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen
bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und
Südafrika: Der Vergleich dieser Länder eignet sich deshalb, da
die Gesetzessprechung in den 90er Jahren in beiden Ländern
gegenläufige Entwicklungen genommen hat: Polen kriminalisierte durch
die Einflussnahme der Kirche Abtreibungen 1993. Südafrika
liberalisierte hingegen 1997 den Schwangerschaftsabbruch durch eine
Überprüfung des Rechtssystems auf diskriminierende Gesetze gegen
Minderheiten nach der Apartheid und hat nun eines der liberalsten
Abtreibungsgesetze weltweit." (Sarah Diehl)


Aktuell sollen die ohnehin schon sehr strengen Abtreibungsgesetze in Polen (Abtreibung nur bei Vergewaltigung/Behinderung des Kindes) ja unter der rechtsnationalen Führung und rechtskatholischen Einfluss wieder verschärft werden :doof:
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Re: Films Fatales im Hamburger B-Movie, April 2016

Beitragvon buxtebrawler » 6. Apr 2016, 12:26

jogiwan hat geschrieben:Das klingt ja teils ganz spannend "Die Blume der Hausfrau" über Haustürgeschäfte in Deutschland der Achtziger würde ich sofort sehen wollen.


Den habe ich mal gesehen und kann ihn nur empfehlen!

jogiwan hat geschrieben:Da werden aber wohl viele Frauen mit kurzen Haaren, Hosenträger und Kapuzenpulli anwesen sein...


...und die können verdammt anziehend sein :geek:

jogiwan hat geschrieben:
Abortion Democracy: Poland / South Africa
POL/ZAF 2008, 50 Min., OmeU, digital, Regie: Sarah Diehl
"Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter
als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika? Der Film vergleicht die
politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen
bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und
Südafrika: Der Vergleich dieser Länder eignet sich deshalb, da
die Gesetzessprechung in den 90er Jahren in beiden Ländern
gegenläufige Entwicklungen genommen hat: Polen kriminalisierte durch
die Einflussnahme der Kirche Abtreibungen 1993. Südafrika
liberalisierte hingegen 1997 den Schwangerschaftsabbruch durch eine
Überprüfung des Rechtssystems auf diskriminierende Gesetze gegen
Minderheiten nach der Apartheid und hat nun eines der liberalsten
Abtreibungsgesetze weltweit." (Sarah Diehl)


Aktuell sollen die ohnehin schon sehr strengen Abtreibungsgesetze in Polen (Abtreibung nur bei Vergewaltigung/Behinderung des Kindes) ja unter der rechtsnationalen Führung und rechtskatholischen Einfluss wieder verschärft werden :doof:


Ja, schlimm, dieser reaktionäre Rechtsruck nicht nur in Polen, sondern in vielen anderen europäischen Staaten - im Jahre 2016 :palm:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Films Fatales im Hamburger B-Movie, April 2016

Beitragvon ugo-piazza » 6. Apr 2016, 18:47

Na, das einzig wirklich Interessante in diesem Monat dürfte "Coffy" sein - Black-Power-Feminismus vom feinsten.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Films Fatales im Hamburger B-Movie, April 2016

Beitragvon Dick Cockboner » 6. Apr 2016, 18:58

ugo-piazza hat geschrieben:"Coffy" - Black-Power-Feminismus vom feinsten.

...mit sehr,seeehr großen,runden
...Afros! ;)
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