Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

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Moderator: jogiwan

Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon supervillain » 26. Mär 2014, 11:20

Onkel Joe hat geschrieben:Beat Street 8-)


:thup: :thup: :verbeug:
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Reinifilm » 26. Mär 2014, 12:31

untot hat geschrieben:Trainspotting!!!
Während ich wir Kinder vom Bahnhof Zoo eher animierend fand, als Antidrogen Film, hätte ich das Zeug nach Trainspotting garantiert nie angefasst, kaum ein Film hat mich je mehr angewidert und abgestoßen als der!


Meine Freundin ist ja Lehrerin - und sie hat auch bereits "Trainspotting" im Unterricht gezeigt - der hat tatsächlich bei den Schülern gewirkt!
Weitere Filme, die schon bei ihr im Unterricht liefen (alle habe ich allerdings nicht mitbekommen):
- "Team America" - Zum Thema "Politische Satire"
- "Joschka und Herr Fischer" - Deutsche Politik
- "We feed the World" und "Inside Job" - Ernährung / Politik / Wirtschaft (außerdem war sie mit einigen Schülern in "The Wolf of Wallstreet"
- "Effi Briest" - Deutschunterricht
- "Der Stich des Skorpion" - Politik

Eventuell steht demnächst "Chatroom" zum Thema Jugend & Internet auf dem Programm...
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Theoretiker » 26. Mär 2014, 12:47

Adalmar hat geschrieben:"Rashomon" (Akira Kurosawa), Diskussionsthema: Jeder hat seine eigene Version von "Wahrheit" und "Wirklichkeit".
"M" (Fritz Lang), Diskussionsthema: Wie soll die Gesellschaft mit psychisch kranken Verbrechern umgehen?
"Der Rabe" (Henri-Georges Clouzot), Diskussionsthema: Was ist "das Böse" in einer Gesellschaft, ist es eindeutig festzumachen?
"Das siebente Siegel" (Ingmar Bergman), Diskussionsthema: Die Rolle von Religion in einer von Krieg und anderem Elend geplagten Welt
"Die Nibelungen" (Fritz Lang), Thema: Filmsprache
"Lohn der Angst" (Henri-Georges Clouzot), Thema: Charakteranalyse
"Vertigo" (Alfred Hitchcock)


Sehr ausgewogene Aufstellung mit nachvollziehbaren Ansätzen, gefällt mir gut.
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon karlAbundzu » 26. Mär 2014, 15:17

untot hat geschrieben:Ich kenne viele die durch den Film erst neugierig wurden, sind traurigerweise auch einige davon auf der Strecke geblieben. :(

oh, dass ist traurig, in meiner bezugsgruppe führte das Buch (im Unterricht gelesen) und der Film tatsächlich dazu, dass zumindest HEROIN ein No Go wurde (und natürlich abschreckende Erlebnisse im Bekanntenkreis und auf der Strasse).
@adalmar Thema bei VERTIGO fehlt, eventuell HÖHENANGST?

an sich ist ja Filme zeigen im Unterricht ja immer nur ein Hinweis auf unforbereitete Lehrer ggg
wie oft hab ich im Lateinunterricht QUA VADIS gesehen (guter FIlm nebenbei), der allerdings mit der Sprache LATEIN nur den Titel gemein hat....
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon untot » 26. Mär 2014, 15:27

Reinifilm hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Trainspotting!!!
Während ich wir Kinder vom Bahnhof Zoo eher animierend fand, als Antidrogen Film, hätte ich das Zeug nach Trainspotting garantiert nie angefasst, kaum ein Film hat mich je mehr angewidert und abgestoßen als der!


Meine Freundin ist ja Lehrerin - und sie hat auch bereits "Trainspotting" im Unterricht gezeigt - der hat tatsächlich bei den Schülern gewirkt!.


Das kann ich mir sehr gut vorstellen, der Film ist schon ein wirklich derber Schwinger in die Magengrube! :nick:
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Adalmar » 26. Mär 2014, 15:37

karlAbundzu hat geschrieben:@adalmar Thema bei VERTIGO fehlt, eventuell HÖHENANGST?


Ehrlich gesagt ist mir dazu so spontan nichts eingefallen. Vielleicht Infragestellung von Wirklichkeit durch ein scheinbares unmögliches Ereignis (Rückkehr einer Toten), aber das lässt sich natürlich nicht so griffig diskutieren. Man könnte natürlich auch die formalen Qualitäten des Films besprechen.

an sich ist ja Filme zeigen im Unterricht ja immer nur ein Hinweis auf unforbereitete Lehrer ggg

Natürlich kann man auch die Arbeit mit Filmen ausführlichst vorbereiten und gewissenhaft durchführen. Aber es stimmt leider, dass manche Lehrer damit einfach Zeit totschlagen und so auch die seriöse Arbeit mit dem Medium in der Schule diskreditieren.

wie oft hab ich im Lateinunterricht QUA VADIS gesehen (guter FIlm nebenbei), der allerdings mit der Sprache LATEIN nur den Titel gemein hat....

Im Lateinunterricht natürlich ein Witz, als christliche Geschichtsphantasie eigentlich gar nicht für den Schulunterricht geeignet m. E.
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Reinifilm » 26. Mär 2014, 16:00

Adalmar hat geschrieben:
karlAbundzu hat geschrieben:@adalmar Thema bei VERTIGO fehlt, eventuell HÖHENANGST?


Ehrlich gesagt ist mir dazu so spontan nichts eingefallen. Vielleicht Infragestellung von Wirklichkeit durch ein scheinbares unmögliches Ereignis (Rückkehr einer Toten), aber das lässt sich natürlich nicht so griffig diskutieren. Man könnte natürlich auch die formalen Qualitäten des Films besprechen.


Wir hatten seinerzeit "Psycho" im Kunst Leistungskurs analysiert...
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Cronenberg » 26. Mär 2014, 16:23

In meiner eigenen Schulzeit haben wir folgende Filme geschaut:

"Das Leben des Brian" -keine Ahnung, was damals diskutiert wurde, aber an Denkanstößen mangelt es ja nicht :kicher:

"Forrest Gump" -naja, einige geschichtliche Ereignisse des 20.Jhds werden erwähnt/ vom Protagonisten miterlebt

"Menace II Society" -das war im Englischunterricht, ich weiß nicht mehr viel davon, außer daß es um die Themen Ghetto/Gewalt/Gruppenzwang etc. ging und der Film recht brutal war (?)...

Ich selbst werde später als Musiklehrer "Spiel mir das Lied vom Tod" durchnehmen (Leitmotivik :opa: )
und für die "Blues Brothers" wird sich schon eine Begründung finden :D .
Und dann gibt es noch einen Film über Tschaikowsky, in dem Richard Chamberlain die Hauptrolle spielt und in der Szene, in welcher T. sein 1.Klavierkonzert b-Moll uraufführt, spielt Chamberlain das tatsächlich, der Sauhund! Das ist ein seeehr schweres Stück, und wenn man es spielen kann, wird man normalerweise nicht Schauspieler, sondern Konzertpianist... (ich seh es schon kommen: Schüler gelangweilt, ich hingegen dem Herzinfarkt nahe),
hier ein Link (und komm mir jetzt keiner mit "Ehrmann-Werbung" :lol: ):
https://www.youtube.com/watch?v=TmgYy82Pen4
Zuletzt geändert von Cronenberg am 26. Mär 2014, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Adalmar » 26. Mär 2014, 16:36

Für den Musikunterricht gibt es ja von Ken Russell so einiges an Komponisten"biographien", unter anderem den erwähnten Tschaikowsky-Film "The Music Lovers" (echt, Chamberlain spielt das selber??).

Zu diesem Thema: http://www.youtube.com/watch?v=DB_lKSNwZZM :mrgreen:

Wobei die Filme zwar sehr interessant, aber recht eigenwillig sind und sich die unterrichtlich relevanten Themen sicher nicht so gut an den Filmen abhandeln lassen. Abraten würde ich ja von "Amadeus" (Komponistenklischees) und "Farinelli" (dass hier ein glaubwürdiges Bild von Kastraten gezeichnet wird, darf bezweifelt werden).

Man könnte auch gleich einen Opernfilm gucken, z. B. der hier ist gar nicht schlecht:
http://www.ofdb.de/film/202414,Der-Freisch%C3%BCtz
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Re: Filme, die im Schulunterricht gezeigt werden sollten

Beitragvon Cronenberg » 26. Mär 2014, 16:51

Haha, den Monty Python-Ausschnitt kannte ich noch nicht (der echte Richter ist einer meiner Lieblingspianisten).

Mit Opernverfilmungen hab ich mich noch gar nicht befasst, danke für den Tip (der "Schreifritz" macht auch handlungstechnisch was her, finde ich).

"Amadeus" fand ich als eigenständiges Werk ganz interessant, allerdings nur, wenn man das Gezeigte nicht zu ernst nimmt. Also für den Unterricht weniger geeignet, das sehe ich genauso. Außerdem sieht dort das späte 18.Jhd. doch erstaunlich nach 1980er aus :kicher: .
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