Enttäuschende Filmenden

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Enttäuschende Filmenden

Beitragvon Theoretiker » 2. Dez 2014, 19:28

Bestimmt habt ihr schon viele Filme gesehen, deren Enden euch enttäuschten, sei es wegen der simplen Auflösung, des aufgesetzten Happy-Ends oder des offenen Endes.

Welche Filmenden erfüllten eure Erwartungen nicht?

Jüngstes Beispiel meinerseits: The Know1ng

Der gelungene Spannungsaufbau in Richtung Mystery wird durch die schmalzige
Aliengeschichte
völlig zunichte gemacht.
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon jogiwan » 2. Dez 2014, 20:22

Hmm... schwierig, da ich schlechte Enden immer verdränge und spontan will mir auch kein absolut ärgerliches Ende einfallen. Enttäuschend finde ich es immer dann, wenn das Ende vom Ton her nicht zum Rest des Filmes passt. So wie das vollkommen banale Ende von "Beyond the Black Rainbow" (wobei der Streifen aber trotzdem super ist), oder auch das Gore-Finale von "Kidnapped", der imho einen ansonsten sehr spannenden Film ein denkbar blödes Ende verpasst. Ganz schlimm auch, wenn sich bei 80er-Slashern ein bestimmte Ende gleich mal von Beginn an abzeichnet und dann auch haargenau wie erwartet eintritt. Das Ende von "Dancer in the Dark" fand ich auch ganz schlimm - aber das hat andere Gründe! ;) Vielleicht fällt mir aber noch was ein...
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon Adalmar » 2. Dez 2014, 22:09

Das Ende von "The Know1ng" fand ich auch schwach, aber der ganze Film bleibt m. E. bis auf den einen oder anderen Moment deutlich unter den Möglichkeiten von Proyas.

Wo wir schon bei dem Herrn sind: Das
Happy-Sonnenende
von "Dark City" passte meiner Ansicht nach gar nicht zum restlichen Film, wobei es sicher als
Kontrast
gedacht war, aber ich fand es viel zu dick aufgetragen.

Völlig daneben finde ich den allerletzten Moment von "Die blaue Hand":
Im letzten Satz macht der Butler mit einem platten Spruch Werbung für den (m. E. deutlich schlechteren) folgenden Wallace-Krimi "Der Mönch mit der Peitsche".
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon Adalmar » 2. Dez 2014, 22:11

jogiwan hat geschrieben:oder auch das Gore-Finale von "Kidnapped", der imho einen ansonsten sehr spannenden Film ein denkbar blödes Ende verpasst.


Sehe ich auch so. Hier wollte man
dem Publikum mit aller Gewalt noch einen Riesenschlag in die Fresse verpassen. M. E. einfach zu viel des "Guten".
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon Reinifilm » 2. Dez 2014, 22:55

"Das Waisenhaus" ist für mich so ein Ärgernis...
Eigentlich endet er ja recht fies, aber stattdessen relativiert man das Ganze mit einer superkitschigen Abschlussszene.
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon jogiwan » 3. Dez 2014, 07:13

Reinifilm hat geschrieben:"Das Waisenhaus" ist für mich so ein Ärgernis...
Eigentlich endet er ja recht fies, aber stattdessen relativiert man das Ganze mit einer superkitschigen Abschlussszene.


Sehe ich in diesem Fall ganz anders.... :nixda:
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon Reinifilm » 3. Dez 2014, 09:08

jogiwan hat geschrieben:
Reinifilm hat geschrieben:"Das Waisenhaus" ist für mich so ein Ärgernis...
Eigentlich endet er ja recht fies, aber stattdessen relativiert man das Ganze mit einer superkitschigen Abschlussszene.


Sehe ich in diesem Fall ganz anders.... :nixda:


Du stehst auf
schmalzige Kitschenden?
:shock:
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon jogiwan » 3. Dez 2014, 09:14

Ich halte den Film schlichtweg für den besten Vertreter der aktuellen, spanischen Gruselwelle.

Mutter und Kind sind tot


Wenn du das für ein schmalziges Kitschende hältst... :troest: Ich mag das Ende, so wie es ist!
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon Arkadin » 3. Dez 2014, 09:54

jogiwan hat geschrieben:Ich halte den Film schlichtweg für den besten Vertreter der aktuellen, spanischen Gruselwelle.

Mutter und Kind sind tot


Wenn du das für ein schmalziges Kitschende hältst... :troest: Ich mag das Ende, so wie es ist!


Ich auch. Hat mich im Kino ziemlich mitgenommen und das Ende war - trotz aller Tragik - wenigstes ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten todtraurigen Geschichte.

Zu enttäuschenden Enden:

Gerade gesehen: "7th Floor".

Generell muss ich aber sagen, dass ich die Tendenz vieler Filme hasse, nach einem perfekten Schlussbild noch eine Szene hinzuzufügen, die gerade dieses dann vollkommen kaputt macht. Leider fällt mir jetzt spontan kein Beispiel ein. Habe ich wohl verdrängt.
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Re: Enttäuschende Filmenden

Beitragvon buxtebrawler » 3. Dez 2014, 10:16

Spoiler-lastigster Thread ever :mrgreen:

Ich komme mir ja beim einen oder anderen Giallo etwas verarscht vor, wenn das Whodunit? an den Haaren herbeigezogen scheint und der Mörder sich nach etlichen roten Heringen als Schwippschwager dritten Grades herausstellt, der wenn überhaupt lediglich einmal kurz in einem Nebensatz erwähnt wurde.

Ansonsten verdränge ich auch gerne mal miese Enden, werd' aber evtl. demnächst mal diesbzgl. in meinen Notizen recherchieren.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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