Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon Paco » 24. Mär 2014, 07:21

MEGAN IS MISSING
NACHT, MUTTER

Zwei weniger bekannte/berüchtigte Filme, die mir heute noch Schauer über den Rücken jagen, wenn ich nur daran denke :angst:
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon jogiwan » 24. Mär 2014, 08:01

So einen Fred gabs noch gar nicht? :???:

Mir fallen am ehesten noch "Requiem for a Dream" und "Breaking the Waves" ein, zwei Filme die mich ziemlich mitgenommen haben. Augenscheinlich zu sehr auf Verstörung angelegten Filmen wie "Irreversible" und "Salo" begegne ich ja immer mit entsprechender Distanz zum Geschehen. Sonst noch "Ex-Drummer", der ist aber schon wieder unterhaltsam ausgefallen.
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon Reinifilm » 24. Mär 2014, 09:29

Ein Film der mich seinerseits emotional echt berührt hat (ja, auch Männer dürfen weinen), war "Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen"...
Worüber ich mich immer wieder gut aufregen kann, ist die "Passion Christie" - der Film selbst ist eher lächerlich (der angebliche Wahrheitsgehalt ein Witz, mehrere Sache stammen aus den Apokryphen), aber die Tatsache dass ein derart antisemitischer Gewaltporno mit FSK-16 versehen wurde regt mich dann doch immer wieder ordentlich auf.
Ansonsten gibt es so einige Filme, die mich echt runterziehen... "Graveyard of Honour" beispielsweise oder ein weiterer japanischer Titel (Name entfallen), bei dem Einige versuchen den Coup ihres Lebens zu landen und wirklich ALLES schief geht.
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon DrDjangoMD » 24. Mär 2014, 10:35

Was mich bei Filmen immer am meisten verstört hat ist, wenn ich das Gefühl hatte, dass die Filmemacher die furchtbaren Dinge, die auf der Leinwand geschehen, nicht als furchtbar ansehen. Sicher sind Werke wie "Cannibal Holocaust" oder "Ich spuck auf dein Grab" unangenehm anzusehen, aber bei solchen Filmen habe ich wenigstens noch die Gewissheit, dass die Schrecknisse von fiktiven Figuren ausgehen und nachdem ich mal eine Nacht darüber geschlafen habe, kann ich mein Leben eigentlich immer wieder unbekümmert fortsetzen. Ein Film verstört mich allerdings auf längere Zeit, wenn ich das Gefühl bekomme, dass der reale Regisseur eine aus meiner Sicht unmoralische Warte einnimmt.
Ein von mir oft zitiertes Beispiel: Die Vergewaltigungsszene aus "Ich spuck auf dein Grab" hat mich sicherlich, solang sie gelaufen ist, entsetzt, aber nicht längerfristig niedergeschlagen gemacht, da ich durch ihre grausame Inszenierung suggeriert bekam, dass der gute Meir Zarchi auch eine ähnliche Haltung dazu einnimmt. Wenn allerdings "Rape: The Movie" aka. "Robin Hood und seine lüsternen Mädchen" von realen Menschen als lockere Erotikkomödie inszeniert und besonders vermarktet wird, stimmt mich das wirklich lange traurig und ihr im Forum habt dann darunter zu leiden, dass ich diese Trauer zu kompensieren versuche, indem ich viel zu oft diesen Film als Negativbeispiel bringe. Aus selbigen Grund spiele ich so oft auf "Jaimee: Unfoxxed" an, weil ich bis jetzt nicht vergessen konnte, dass der olle Quentin Szenen, die ich moralisch verwerflich fand, als heiter Masturbationsvorlagen inszeniert hat oder ich ärgere mich noch immer darüber dass Doofy McMisogyn in Bianchis "Die Nackt der blanken Messer" die heldenhafte Hauptrolle war und solche Sachen sind es, die mich in Filmen verstört.
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon dr. freudstein » 24. Mär 2014, 11:46

das ist aber nett, das du bekennst, das wir unter deiner Trauer zu leiden haben :kicher:
Zuletzt geändert von dr. freudstein am 24. Mär 2014, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon supervillain » 24. Mär 2014, 12:08

jogiwan hat geschrieben:Mir fallen am ehesten noch "Requiem for a Dream" und "Breaking the Waves" ein, zwei Filme die mich ziemlich mitgenommen haben. Augenscheinlich zu sehr auf Verstörung angelegten Filmen wie "Irreversible" und "Salo" begegne ich ja immer mit entsprechender Distanz zum Geschehen. Sonst noch "Ex-Drummer", der ist aber schon wieder unterhaltsam ausgefallen.


Da liegt unsere Definition nicht weit auseinander. Ich schrieb ja schon beim „Human Centipede“ Thema das mich kalkulierte Tabubrecher (die rein auf Härte setzen) eher langweilen. So ganz kann man gewalttätige Filme allerdings nicht ausschließen, denn sofern Gewalt nicht der reinen Unterhaltung dient, sollte eigentlich jeder zu einem gewissen Grad davon verstört sein.
Filme die fast ausschließlich auf harte oder abartige Szenen setzten, habe ich bewusst weggelassen.

Namentlich: Mordum, August Underground, Aftermath, Mordum, Murder-Set-Pieces (bis auf den letzten habe ich die alle frühzeitig abgebrochen).

Oder von mir komplett ungesehene Filme wie:
The Bunny Game, Niku Deruma, Cutting Moments, Snuff 102, Philosophy of a Knive, Slaughtered Vomit Dolls, Guinea Pig…

Folgende Filme haben sich allerdings schon einen Platz auf der Liste verdient (finde aber keinesfalls alle gut):
Vase de Noces, Gummo, Subconcious Cruelty, Begotten, Singapor Sling, Melancholie der Engel…
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon supervillain » 24. Mär 2014, 12:11

dr. freudstein hat geschrieben:THERE'S A SECRET IN MY SOUP
fand ich auch sehr verstörend, übelster Torture Movie mit krassen Effekten und wirklich sehr sick. Müsste ich mal wieder schauen.
EBOLA SYNDROME,
GUINEA PIG Reihe oder
HUMAN CENTIPEDE 2 sind auch nur schwer verdaulich ebenso
MEN BEHIND THE SUN 1 & 2. An asiatischen Sickos (Cat III) habe ich noch so einiges, was hier mit Sicherheit hineingehört.


Du packst gleich die grobe Kelle aus. :lol:
Cat3 Sachen können natürlich auch verstören, lasse ich aber, gemessen am Ausgangspunkt von jogiwan, bewusst aus dem Spiel.

Der zuvor genannte Addio Onkel Tom gehört meiner Meinung auch nicht wirklich in die engere Auswahl. Man ist schockiert, man muss lachen, in Folge schämt man sich aufgrund dieser Tatsache usw., einfach ein wilder Film. :D
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon supervillain » 24. Mär 2014, 12:20

Reinifilm hat geschrieben:Ansonsten gibt es so einige Filme, die mich echt runterziehen... "Graveyard of Honour" beispielsweise oder ein weiterer japanischer Titel (Name entfallen), bei dem Einige versuchen den Coup ihres Lebens zu landen und wirklich ALLES schief geht.


Aus welcher Zeit? Meinst du vielleicht "Unlucky Monkey" von Sabu?

Graveyard of Honour ist intensiv, lasse ich aber ebenfalls aus dem Spiel, da gibts gerade aus Japen sehr viele ähnlich gelagerte Filme.
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon Arkadin » 24. Mär 2014, 13:52

Verstören können Filme ja auf vielen Ebenen.

Ziemlich durch mit allem war ich nach "120 Tage von Sodom", der mit bis heute nicht aus dem Kopf will und den ich in der Tat auf fast allen ebenen verstörend fand.

"Requiem for a Dream" hat mich auch als emotionales Wrack zurückgelassen. Ebenso "Breaking the Waves" und nach "Dancer in the Dark" war ich auch ziemlich am Boden. Und da wir jetzt schon bei Herrn von Trier sind - "Antichrist" hat mich auch wie ein Hammer über den Kopf erwischt.

What-the-fuck waren dann solche Sachen wie "Begotten", "Ereaserhead" oder "Combat Shock". Von "Cinema of Transgression" rede ich hier mal nicht, obwohl da eingie SEHR verstörrende Sache dabei waren. Z.B. Richard Kerns "Sewing Circle".

Aber schlussendlich würde ich sagen, dass "Pink Flamingos" DER Film ist, der mich am nachhaltigsten verstört hat.
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Re: Die verstörendsten Werke der Filmgeschichte

Beitragvon jogiwan » 24. Mär 2014, 13:56

Arkadin hat geschrieben:Aber schlussendlich würde ich sagen, dass "Pink Flamingos" DER Film ist, der mich am nachhaltigsten verstört hat.


:o

Positiv verstört hoffentlich - positiv! Der ist doch super und John Waters so ein grundsympathischer Mensch... :nick:
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