Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

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Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon jogiwan » 23. Jun 2010, 16:33

Es gibt ja wenig Regisseure, auf dessen Frühwerke sich so derart viele Leute einigen können, dessen mittlere Schaffensperiode so frenetisch vergöttert wird und der bei dessen Spätwerken so derart abgebaut hat, wie unser werter Regisseur aus dem Land des Stiefels. Wird mal Zeit sich mit dem Herrn dessen Werken mal näher zu beschäftigen. Welche Filme kennt ihr, welche mögt ihr, was landet immer wieder im Player und welche Werke findet ihr einfach grottig.

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Dario Argento - Filmografie:

Giallo (2009)
The Mother of Tears(2007)
Masters of Horror [TV-Serie] (2005) ... Jenifer & Pelts
Do You Like Hitchcock? (2005)
Card Player - Tödliche Pokerspiele, The (2004)
Sleepless (2001)
Dario Argento's Das Phantom der Oper (1998)
Das Stendhal Syndrom (1996)
Aura - Trauma (1993)
Two Evil Eyes (1990) "The Black Cat"
Terror in der Oper (1987)
Phenomena (1985)
Tenebrae (1982)
Horror Infernal (1980)
Suspiria (1977)
Rosso - Die Farbe des Todes (1975)
Halunken, Die (1973)
Augenzeuge (1973)
Die Straßenbahn (1973)
Vier Fliegen auf grauem Samt (1971)
Die Neunschwänzige Katze (1971)
Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Dann legt mal los Leute: ;)
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon ugo-piazza » 23. Jun 2010, 18:00

Nachdem ich mir vor Jahren mal "Sleepless" und "Phantom der Oper" aus der Theke ausgeliehen hatte, zuerst "Sleepless" guckte (gefiel mir sehr), klappte mir beim "Phantom" dann doch die Kinnlade runter. Verschwendete Lebenszeit! :basi:

Von dem, was Dario seitdem gedreht hat, hab ich NICHTS gesehen. I wonder why...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon italofreak1970 » 23. Jun 2010, 18:46

Ich gebe zu das ich noch nicht alle Filme von Argento kenne, die ich aber gesehen habe gefallen mir alle gut-sehr gut, bis auf einen, der mir überhaupt nicht gefallen hat.
Meine Bewertung für die Filme die ich kenne und besitze:

Die Neunschwänzige Katze (1971) 8/10
Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970) 8.5/10
Rosso - Die Farbe des Todes (1975) 8.5/10
Aura - Trauma (1993) 7/10
Do You Like Hitchcock? (2005) 7/10
Card Player - Tödliche Pokerspiele, The (2004) 6/10
Sleepless (2001) 7.5/10
Dario Argento's Das Phantom der Oper (1998) 2/10
Das Stendhal Syndrom (1996) besitze ich, aber noch nicht angeschaut
Halunken, Die (1973)
besitze ich, aber noch nicht angeschaut
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon jogiwan » 23. Jun 2010, 19:18

Die früheren Werke bis einschließlich "Tenebrae" aus dem Jahre 1982 ist meines Erachtens wirklich alle absolut top. Einzige Ausnahme ist da wohl "Die Halunken", den ich noch nicht kenne (dürfte daher wohl ein Western sein). Die Tier-Trilogie und "Deep Red" sind Giallo-Klassiker und wie auch "Suspiria", "Inferno" und "Tenebrae" grandiose Streifen. Danach gings eigentlich langsam aber stetig abwärts. "Opera" fand ich schon nicht mehr so toll und auch "Phenomena" ist mit Heavy-Mucke und trotz Äffchen nicht mehr ganz gelungen.

Die meisten Filme danach haben vor allem EIN Problem, dass ich hier jedoch nicht anschneiden möchte. "Das Phantom der Oper" ist leider Mumpitz der übelsten und lächerlichsten Sorte und "Sleepless" der letzte Ausreisser in den oberen Bereich. Die Sachen danach sind zwar ab und an okay, ziemlich gory, aber größtenteils durchschnittlich ausgefallen. Und "Giallo" ist wohl der bisherige Tiefpunkt, der wohl nur von "das Phantom der Oper" unterboten wird. Aber ich bin ja optimistisch und werde dem ollen Dario immer wieder aufs Neue eine Chance geben... ;) Glanzleistungen erwarte ich persönlich aber keine mehr!

Mein liebster Streifen von ihm ist aber definitiv "Deep Red", der nicht nur mein erster Giallo, mein erster Argento und mein erstes Italo-Aha-Erlebnis war. I´m lovin´it!
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon Santini » 23. Jun 2010, 21:21

italofreak1970 hat geschrieben:Ich gebe zu das ich noch nicht alle Filme von Argento kenne


Me, too.

Sachen wie bspw. Do You Like Hitchcock? & Card Player habe ich bisher komplett außen vorgelassen.
Nicht weil ich denke, dass sie unbedingt schlecht sind (muß man sich eh immer selbst ein Bild von machen), sondern bisher einfach mangels Interesse. ;)


jogiwan hat geschrieben:Die meisten Filme danach haben vor allem EIN Problem, dass ich hier jedoch nicht anschneiden möchte.


Ist "das Problem" weiblich & hört auf vier Buchstaben... 8-) :lol:
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon Blap » 23. Jun 2010, 23:46

jogiwan hat geschrieben:Es gibt ja wenig Regisseure, auf dessen Frühwerke sich so derart viele Leute einigen können, dessen mittlere Schaffensperiode so frenetisch vergöttert wird und der bei dessen Spätwerken so derart abgebaut hat, wie unser werter Regisseur aus dem Land des Stiefels.


Über die Qualität der Argento Werke bis einschliesslich "Opera" bedarf es sicher keiner Diskussion. Der Klasse dieser Filme dürfte fast jeder Italo-Fan erliegen. Persönliche "Ranglisten" werden im Detail unterschiedlich ausfallen, was die Qualität all dieser Filme umso eindrucksvoller unterstreicht.

In den späten Achtzigern -der Verfall setzte bereits noch früher ein- ging das italienische Genrekino den Bach herunter. Gestandene Regisseure zogen sich aus dem Geschäft zurück, verstarben oder drehten Fernsehproduktionen. Nachwuchstalente wie Soavi erlangten -ausserhalb der "Fanszene"- leider nur einen geringen Bekanntheitsgrad, der breiten Masse sind Perlen wie z.B. "La Chiesa" oder "DellaMorte DellAmore" kein Begriff. Lamberto Bava trägt einen grossen Namen, konnte aber nie die Qualität seines Vaters erreichen (Ich mag Lamberto, doch ein "Genie" ist er wohl eher nicht).

Dario Argento steht gewissermaßen als letzter der "Grossen Alten", auf dem nur noch spärlich bestellten Totenacker des einst prächtigen Italo-Kinos herum. Seine Filme der beiden letzten Jahrzehnte muten in der heutigen Zeit "seltsam" und "unmodern" an. Ja, in den siebziger Jahren war noch Raum für Neues, für bahnbrechende Innovationen. Doch gerade weil Argento sich selbst treu bleibt, nicht irgendwelchen Trends nachhechelt, sind ihm mein Respekt und meine Zuneigung sicher. "Sleepless" ist ein wundervoller Film, wer sonst arbeitet mit einer solch ausgeprägten, klar erkennbaren Handschrift, sicher nur noch sehr, sehr wenige Regisseure. Auf "The Card Player" wird gern eingeprügelt. Ich finde das sehr schade, der Film ist ganz sicher kein Überflieger, doch zumindest ein gut anschaubarer Thriller. "Do you like Hitchcock" kommt sehr sympathisch und stilsicher daher. Man sollte nicht vergessen, dass dieses Werk eine Fernsehprodktion ist! Wer zum Henker dreht solch herrliche Fernsehfilme?

Seine Klassiker sind unerreicht, doch seine Filme jüngeren Datums sind IMHO viel besser als ihr Ruf. Ich finde es gar ein wenig befremdlich, wenn man Argentos neuerern Filmen plötzlich Vorwürfe um die Ohren haut, die man auf sein gesamtes Schaffen beziehen könnte. Lücken in den Drehbüchern, ab und an magere Leistungen der Darsteller? Gab es früher auch, doch bei Argento sind auch die angeblichen Schwächen auf besondere Art liebenswert. Als Fan sollte man nicht alles ohne Kritik abnicken, keine Frage. Doch ich habe einfach keine Lust dazu, in das allgemeine "Argento-Bashing" einzustimmen. Selbst wenn seine jüngeren Filme zum Teil einfach nur noch "nett" sein mögen, ist das noch immer viel mehr, als der grösste Teil heutiger Filmschaffender zu bieten hat! Sogar ein "Card Player" verpasst mir dieses einzigartige "Wohlfühlen", eine knuffige Kuscheldecke in die ich mich liebend gern einrolle. Jede Sachlichkeit geht meiner Betrachtungsweise ab. Ich stehe dazu, Leidenschaft hat nichts mit Vernunft zu tun.

Der Fels in der Brandung verdient es nicht mit Dreck beworfen zu werden. Den Einwand, dass er sich selbst demontiere kann ich nicht gelten lassen, ich mag seine neueren Filme. Wobei ich "Mother of Tears" und "Giallo" noch nicht gesehen habe. Selbst wenn sie mir nicht zusagen würden -was ich nicht glaube- wäre dies für mich kein Grund den Meister deswegen an den Pranger zu stellen. Von mir aus bin ich ein verblendeter Fan. Argentos Babys sind mir aber bisher immer ans Herz gewachsen. Ich liebe meine Adoptivkinder, auch die weniger strahlenden Schönheiten.
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon Onkel Joe » 24. Jun 2010, 08:50

Mal meine bewertungen zu den Filmen die immer wieder in den Player landen:
-Masters of Horror [TV-Serie] (2005) Pelts 7/10
-Sleepless (2001) 8/10
-Aura - Trauma (1993) 6/10
-Terror in der Oper (1987) 7/10
-Phenomena (1985) 7/10
-Tenebrae (1982) 9/10
-Horror Infernal (1980) 8/10
-Suspiria (1977) 10/10 MASTERPIECE*-*
-Rosso - Die Farbe des Todes (1975) 8/10
-Vier Fliegen auf grauem Samt (1971) 7/10
-Die Neunschwänzige Katze (1971) 8-9/10
-Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970) 10/10 MASTERPIECE *-*

Er ist in Italien ein Held aber er dreht eigentlich seit Jahren immer nur den selben Film, deswegen ist er kein wirklicher Künstler mehr in meinen Augen.Schwarze Handschuhe und Suspiria, das war Kunst!Ganz besonders Suspiria mit seinen eindrucksvollen Bilder, dem Set, der Musik, das war PERFEKT.Inferno war gut aber die Story war wirklich schwach.Deep Red ist eindrucksvoll aber stellenweise zu langweilig, man hätte den flotter schneiden können denke ich.Mit Sleepless hat er nochmal nen richtigen Brocken auf uns die Fans losgelassen aber nun geht so gar nichts mehr.Künstlerischer Tiefpunkt ist The Mother of Tears, das Filmchen ist ein NICHTS.Argento sollte die Finger von dem Gore getümmel lassen den das past gar nicht zu Ihm.Um solche Filme sollten sich wirklich andere Leute kümmern.Seine Zeit ist einfach vorbei, gestorben, genau wie das große Italo Kino.
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon Arkadin » 24. Jun 2010, 09:29

Blap hat geschrieben: In den späten Achtzigern -der Verfall setzte bereits noch früher ein- ging das italienische Genrekino den Bach herunter. Gestandene Regisseure zogen sich aus dem Geschäft zurück, verstarben oder drehten Fernsehproduktionen. Nachwuchstalente wie Soavi erlangten -ausserhalb der "Fanszene"- leider nur einen geringen Bekanntheitsgrad, der breiten Masse sind Perlen wie z.B. "La Chiesa" oder "DellaMorte DellAmore" kein Begriff. Lamberto Bava trägt einen grossen Namen, konnte aber nie die Qualität seines Vaters erreichen (Ich mag Lamberto, doch ein "Genie" ist er wohl eher nicht).


Das stimmt. Das gesamte italienische Genre-Kino ist in den späten 80ern gestorben. Nicht nur Argento. Eine sehr bedauerliche Entwicklung, aber sie war wohl aufgrund ökonomischer Umstände unvermeintlich. Soavi hat sich ja quasi selber aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und Bava Jr. hat sich (sehr erfolgreich übrigens) auf Fantasy-TV-Serien spezialisiert. Für kleine Genre-Filmproduktionen wurde kein Geld mehr ausgeben und wenn, dann nur billigst Direct-to-video gedreht. Die goldene Zeit war vorbei und wird nie wieder kommen. Finden wir uns damit ab.

Blap hat geschrieben:Dario Argento steht gewissermaßen als letzter der "Grossen Alten", auf dem nur noch spärlich bestellten Totenacker des einst prächtigen Italo-Kinos herum. Seine Filme der beiden letzten Jahrzehnte muten in der heutigen Zeit "seltsam" und "unmodern" an.


Wenn sie "seltsam" und "unmodern" wären hätte ich da kein Problem mit. Von den neuere Argentos kenne ich jetzt nur "Giallo" und der war einfach langweilig und extrem uninspiriert.

Blap hat geschrieben:Ich finde es gar ein wenig befremdlich, wenn man Argentos neuerern Filmen plötzlich Vorwürfe um die Ohren haut, die man auf sein gesamtes Schaffen beziehen könnte. Lücken in den Drehbüchern, ab und an magere Leistungen der Darsteller? Gab es früher auch, doch bei Argento sind auch die angeblichen Schwächen auf besondere Art liebenswert.


Stimmt. Diese Schwächen gab es auch schon vorher. Aber bis, sagen wir mal, "Terror in the Opera" gelang es Argento immer wieder, diese mit fetten Effekten (innovative Kameraarbeit, atmosphärische Beleuchtung, geniale Musik, ausgefeilte Plansequenzen) zu überdecken. Sein Kino war reines Oberflächenkino, durch welches man nicht so einfach zunehmend hohler werdenen Inneren vordringen konnte (und vor allem auch wollte). Diese "Schutzschicht" ist jetzt weg. Und wenn Argento versucht sie zu reproduzieren bleibt sie - um im Bild zu bleiben - durchsichtig.
Was ich sehr schade finde ist, dass er den mit "Stendahl Syndrome" eingeschlagenen Weg, mehr zu einem raueren und "menschelnden" Stil hin, nicht weiter verfolgt hat. "Sleepless" fand ich auch nicht überzeugend, da er die Mixtur aus "altem Stil" (den er hier noch im Intro noch einmal schön nachfilmte - auch wenn es eher wie eine Argento-Hommage eines anderen Regisseurs wirkte) und "neuem" (im zweiten Teil) nicht so recht funktionierte.

Mein Ranking (wobei Platz 1-11 nach Lust und Laune Schwankungen unterworfen sein können):

1. Suspiria
2. Deep Red
3. Inferno
4. Geheimnis der schwarzen Handschuhe
5. Four Flies on Grey Velvet
6. Tenebre
7. Die neunschwänzige Katze
8. Stendahl Syndrome
9. Die Halunken
10. Phenomena
11. Terror in der Oper
12. Trauma
13. Two Evil Eyes
14. Sleepless
15. Phantom der Oper
16. Giallo

Nicht gesehen: Card Player, Do You Like Hitchcock?, Mother of Tears, Pelts, Jenifer, Il tram
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon Reinifilm » 29. Jun 2010, 22:14

Nach "Mother of Tears" habe ich die Befürchtung, dass Argento jetzt ähnlich wie der späte Fulci einen krampfhaft auf Gore machen will... das hat zwar bei "Pelts" noch gut geklappt, ging aber bei der Mutter mächtig in die Hose, da irgendwann nur noch lächerlich... "Do you like Hitchcock" ist da für mich ein positives Beispiel - kaum Gore, kann aber lässig mit dem um Längen erfolgreicheren, aber nicht unbedingt besseren Hollywood-Streifen "Disturbia" mithalten!
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Re: Dario Argento - pro, contra oder Argenot?

Beitragvon dr. freudstein » 23. Sep 2010, 21:32

Mein Ranking:
Dario Argento's Das Phantom der Oper (1998) Durchschnitt
Das Stendhal Syndrom (1996) Gut bis sehr gut
Aura - Trauma (1993) Durchschnitt
Two Evil Eyes (1990) "The Black Cat" gut
Phenomena (1985)gut bis sehr gut
Horror Infernal (1980)sehr gut
Suspiria (1977)sehr gut
Rosso - Die Farbe des Todes (1975)sehr gut/spitzenklasse
Halunken, Die (1973)gut bis sehr gut
Vier Fliegen auf grauem Samt (1971)gut
Die Neunschwänzige Katze (1971)gut
Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)sehr gut/spitzenklasse

Seine Filme sind vor allem filmische Kunstwerke. Die Filme, die ich kenne sind von besonderem Anspruch, alleine schon wegen der Farben und Kulissen. Ein Nachfolger Bavas. Keinem von den gesehenen Filmen kann ich wirklich übel nachreden, die Schwächen werden von den Stärken überdeckt und die sind immer vorhanden.
Leider wird er sehr verkannt. Und von seinen Tätigkeiten in anderen Filmen, in denen er nicht als Regisseur credited wurde, wollen wir gar nicht erst sprechen. Ein filmisches Denkmal sei ihm sicher.
Ein Multitalent, von dem man immer nur Höchstleistungen erwartet und dem man mal kleinere Patzer, auf dessen Niveau sich andere seiner Art nicht mal annähernd behaupten konnten und trotzdem gefeiert werden, gleich dermaßen übel nimmt, so daß seine Glanztaten anscheinend vergessen zu sein vermochten. Sein heutiges Antlitz erinnert mich sehr an Julius Caesar, auch wenn ich erst nach seinem Tod geboren wurde und ihn somit nicht persönlich kannte. Knapp verfehlt ist auch vorbei.
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