Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon untot » 12. Jan 2011, 18:32

Selbst auf die Gefahr hin jetzt Prügel zu kriegen, aber mir waren andere Vampir-Darsteller immer lieber als Lugosi, der war mir persönlich immer ne Spur zu theatralisch.
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon Onkel Joe » 12. Jan 2011, 19:06

untot hat geschrieben:Selbst auf die Gefahr hin jetzt Prügel zu kriegen, aber mir waren andere Vampir-Darsteller immer lieber als Lugosi, der war mir persönlich immer ne Spur zu theatralisch.


Hier wird niemand verprügelt und jeder darf äußern wie er es mag, das weißt du doch ;) .
Bin da auch deiner meinung, es gibt da natürlich die üblichen Verdächtigen aber einer hat es mir in dieser Rolle ganz besonder angetan.Ferdy Mayne aus Tanz der Vampire, den fand und finde ich in dieser Rolle ganz große Klasse.
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Gruselig, wie ich meine :prost: .
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon untot » 12. Jan 2011, 19:37

War doch nur ein Spaß Onkel, ich glaub nicht, das hier einer Frauen schlägt, oder doch! :basi:

Ja Mayne ist ein ziemlich guter Vampir.

Den mag ich am liebsten... :mrgreen:
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon buxtebrawler » 12. Jan 2011, 19:52

untot hat geschrieben:Selbst auf die Gefahr hin jetzt Prügel zu kriegen, aber mir waren andere Vampir-Darsteller immer lieber als Lugosi, der war mir persönlich immer ne Spur zu theatralisch.


Ich finde, Theatralik gehört zu einem Dracula-Darsteller und da Lugosis Dracula-Film ja nun noch nicht allzuviel an Effektschmankerln etc. zu bieten hatte, erforderte er halt ein gewisses Maß an Theatralik, damit er wirkt.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon moeperry » 12. Jan 2011, 19:54

untot hat geschrieben:War doch nur ein Spaß Onkel, ich glaub nicht, das hier einer Frauen schlägt, oder doch! :basi:

Ja Mayne ist ein ziemlich guter Vampir.

Den mag ich am liebsten... :mrgreen:
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o ja, Klaus Kinski in Nosferatu und dann dazu die unheimlich schöne, sphärische Musik von Popol Vuh!

Klaus Kinski ist sowieso einer meiner ganz großen "Lieblinge" und im Jahre 2008 ist endlich der aufrüttelnde Dokumentarfilm "Jesus Chritsus Erlöser" im Kino gelaufen. Der Film spiegelt sehr genau den kompletten Abend der sagenumwobenen Veranstaltung wieder. Meiner Meinung nach waren Kinski´s Wutausbrüche nicht immer Show, sondern durchaus ehrlich gemeint und berechtigt. Kaum einer der Journalisten hat ihn jemals richtig verstanden und darum wurde er leicht etwas aufgebracht. Nur Desiree Nosbusch verstand es auf gefühlvolle Art Kinski in einem Kornfeld zu interviewen. In dem Feld sitzen sich beide zärtlich gegenüber und man spürt die große, fast kindliche Liebe die Kinski gegenüber einem anderen Menschen aufbringen kann. Kinskis Meisterwerk ist und bleibt für mich seine Darstellung als Woyzeck in dem gleichnamigen Film nach Georg Büchner. Und die Auseinandersetzungen mit Werner Herzog, die in der Dokumentation "Mein liebster Feind" sehr gut zur Geltung kommen, sind einmalig an zu schauen. Eines Tages hat Kinski Herzog sogar mit einer Pistole bedroht. Durch diese Hassliebe sind aber ausgezeichnete Kunstwerke wie etwa "Aguirre der Zorn Gottes" entstanden. Für mich überwiegen Kinski´s außergewöhnliche und extrem gute Schauspielerkunst gegenüber seinen Wutausbrüchen, bei weitem. Seine Wutausbrüche fand ich eher etwas amüsant. Kinski hat aber auch Lesungen gesprochen, wie z.B. Texte von Francois Villon "Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund" dass Kinski dermaßen gut betont (er flüstert, raunt und schreit) dass ich beim Hören jedes mal eine Gänsehaut bekomme. Nach Kinski´s Tod wurde von Ärzten festgestellt, dass er einen Herzinfarkt hatte. Es kam heraus, dass er als er den Herzinfarkt bekam, nicht zum Arzt ging, sondern noch eine kurze Zeit mit einem kleinem Loch im Herzen weiterleben konnte! Leider starb Klaus Kinski völlig vereinsamt in Amerika.
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon moeperry » 12. Jan 2011, 20:07

Mir gefällt dieser noch sehr gut:

1931 Carl Theodor Dryer Der Traum des Allan Grey:

http://www.youtube.com/watch?v=5gBzNioJROI

http://www.google.de/images?hl=de&q=vam ... a=N&tab=wi

http://www.vampire-world.com/filmpages/ ... angrey.htm

http://filmtagebuch.blogger.de/stories/244683/

Der Däne hat sonst eigentlich nur Dramen im Stil von Ingmar Bergman gedreht, aber sein Vampyr Film ist richtig duster und gotisch angehaucht, dunkler und düsterer geht´s kaum noch:

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Man "riecht" förmlich die langsam ansteigende Angst des Allan Grey, so intensiv wird er gespielt. Und die Musik zu diesem außergewöhlich "stummen" Film, dessen Stummheit ich auch etwas gespührt habe, ist sehr interessant.
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon Onkel Joe » 12. Jan 2011, 20:08

buxtebrawler hat geschrieben:Ich finde, Theatralik gehört zu einem Dracula-Darsteller und da Lugosis Dracula-Film ja nun noch nicht allzuviel an Effektschmankerln etc. zu bieten hatte, erforderte er halt ein gewisses Maß an Theatralik, damit er wirkt.


Das stimmt auf alle fälle und Lugosi macht das wirklich gut aber wenn ich daran denke das er kurz vor dem Dreh gut gepulvert hat fang ich an zu *GRINSEN* und bekomme mich irgendwie so gar nicht mehr ein.Diese Fratzen ständig, wie voll muss man da gewesen sein :mrgreen: .Pardon das ist sonst eigentlich nicht meine art so zu übertreiben aber hier geht das einfach gar nicht anders :P .
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon Arkadin » 12. Jan 2011, 20:25

moeperry hat geschrieben:1931 Carl Theodor Dryer Der Traum des Allan Grey:


Oha, einer meiner Lieblingsfilme :thup:

moeperry hat geschrieben:Der Däne hat sonst eigentlich nur Dramen im Stil von Ingmar Bergman gedreht,


Wenn schon, dann andersherum :opa:

moeperry hat geschrieben:aber sein Vampyr Film ist richtig duster und gotisch angehaucht, dunkler und düsterer geht´s kaum noch:


Das hat Bergman aber auch gut hinbekommen. Ich erinnere nur an "Stunde des Wolfs".. aber das nur nebenbei , um ein wenig klug zu scheißen ;)

moeperry hat geschrieben:Man "riecht" förmlich die langsam ansteigende Angst des Allan Grey, so intensiv wird er gespielt. Und die Musik zu diesem außergewöhlich "stummen" Film, dessen Stummheit ich auch etwas gespührt habe, ist sehr interessant.


Den habe ich das erste Mal im Kino gesehen. Da kommt die Atmosphäre noch ein Stück bedrohlicher und traumgleicher rüber als auf DVD (die "Masters of Cinema"-DVD ist da sehr zu empfehlen!). Eines der ganz großen Meisterwerke des Kinos. Punkt.
Früher war mehr Lametta
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Re: Bela Lugosi, ein unheimlicher Schauspieler

Beitragvon untot » 12. Jan 2011, 22:41

buxtebrawler hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Selbst auf die Gefahr hin jetzt Prügel zu kriegen, aber mir waren andere Vampir-Darsteller immer lieber als Lugosi, der war mir persönlich immer ne Spur zu theatralisch.


Ich finde, Theatralik gehört zu einem Dracula-Darsteller und da Lugosis Dracula-Film ja nun noch nicht allzuviel an Effektschmankerln etc. zu bieten hatte, erforderte er halt ein gewisses Maß an Theatralik, damit er wirkt.


Max Schreck hat das doch auch ohne hingekriegt! ;)

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Wenn Du Kinski und Blutsauger schätzt, würde ich Dir diesen Streifen wärmstens empfehlen...falls Du ihn nicht schon kennst! :)
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