...and the Oscar goes to... 2014

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...and the Oscar goes to... 2014

Beitragvon jogiwan » 3. Mär 2014, 07:30

Hier sämtliche Gewinner 2014 in der Übersicht:

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Bester Film: „12 Years a Slave“ (Regie: Steve McQueen)
Regie: Alfonso Cuaron („Gravity“)
Hauptdarsteller: Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“)
Hauptdarstellerin: Cate Blanchett („Blue Jasmine“)
Nebendarstellerin: Lupita Nyong’o („12 Years a Slave“)
Nebendarsteller: Jared Leto („Dallas Buyers Club“)
Nicht englischsprachiger Film: „La Grande Bellezza - Die große Schönheit“ (Italien, Regie: Paolo Sorrentino)

Kamera: Emmanuel Lubezki („Gravity“)
Originaldrehbuch: Spike Jonze („Her“)
Adaptiertes Drehbuch: John Ridley („12 Years a Slave“)
Schnitt: Alfonso Cuaron und Mark Sanger („Gravity“)
Filmmusik: Steven Price („Gravity“)
Filmsong: „Let It Go“ von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez („Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“)
Produktionsdesign: Catherine Martin („Der große Gatsby“)
Ausstattung: Beverley Dunn („Der große Gatsby“)
Tonschnitt: Glenn Freemantle („Gravity“)
Tonmischung: Skip Lievsay, Niv Adiri, Christopher Benstead und Chris Munro („Gravity“)
Spezialeffekte: Tim Webber, Chris Lawrence, David Shirk und Neil Corbould („Gravity“)

Animationsfilm: „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“ (Regie: Chris Buck und Jennifer Lee)
Animationskurzfilm: „Mr. Hublot“ (Regie: Laurent Witz und Alexandre Espigares)
Dokumentarfilm: „20 Feet from Stardom“ (Regie: Morgan Neville, Gil Friesen und Caitrin Rogers)
Dokumentarkurzfilm: „The Lady in Number 6: Music Saved My Life“ (Regie: Malcolm Clarke und Nicholas Reed)
Make-up/Frisur: Adruitha Lee und Robin Mathews („Dallas Buyers Club“)
Kostümdesign: Catherine Martin („Der große Gatsby“)
Kurzfilm: „Helium“ (Regie: Anders Walter und Kim Magnusson)


orf.at hat geschrieben:Das Sklavendrama „12 Years a Slave“ ist bei der 86. Oscar-Verleihung zum besten Film gekürt worden. Das Werk des britischen Regisseurs Steve McQueen konnte damit insgesamt drei goldene Statuetten einheimsen. So waren zuvor bereits Lupita Nyong’o als beste Nebendarstellerin und das Drehbuch gewürdigt worden.

„12 Years a Slave“ setzte sich damit gegen die ebenfalls hochgehandelten Favoriten „American Hustle“ und „Gravity“ durch. Aber auch Jean-Marc Vallees „Dallas Buyers Club“, Paul Greengrass’ „Captain Phillips“, Spike Jonzes „Her“, „Nebraska“ von Alexander Payne, „Philomena“ von Stephen Frears und Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ blieben ungekrönt.

McQueen dankte in seiner bewegten Ansprache der Crew, Brad Pitt und allen anderen Darstellern des Films. Auch seiner Mutter dankte er - gleich zweimal. Der Regisseur war sichtlich sehr überrascht und wohl der nervöseste Preisträger des Abends. Die Lehre, die man aus seinem Film ziehen könne, sei: Jeder verdiene es, zu leben - nicht nur zu überleben. McQueen erinnerte an Menschen, die heute noch in Sklaverei verharren müssen.

Die große Freude und der große Schock, wie es sie bei jeder Oscar-Verleihung nur ein-, zweimal gibt, waren diesmal Nyong’o vergönnt. Die 31-jährige Kenianerin schrie nach der Bekanntgabe des Nebenrollen-Oscars laut „Yes“ und sagte im Gedenken an die Sklaven: „So viel Schmerz machte diese große Freude möglich.“ Sie dankte McQueen unter Tränen - und danach jedem einzelnen Mitarbeiter am Set und allen Familienmitgliedern. Jedem Kind auf dieser Welt richtete sie aus: „Egal woher du kommst, deine Träume sind etwas wert.“ Ihr Auftritt war wohl der emotionalste Moment des Abends.

Überreicht wurde ihr die Trophäe von Christoph Waltz, der beschwingt auf die Bühne schritt. Er fühlte sich dort merklich wohl - schließlich durfte er selbst in der Vergangenheit bereits zwei Oscars entgegennehmen. Waltz lächelte einnehmend und nannte die nominierten Nebendarstellerinnen „absolutely stunning“.

„Gravity“ räumte groß ab

Der Oscar in der Kategorie „Beste Regie“ ging an Alfonso Cuaron für „Gravity“. Der Film habe ihn und viele der Crew verändert. Bei ihm habe sich die Veränderung vor allem in Form grauer Haare gezeigt. Cuaron bedankte sich bei seiner Familie - und bei den Hauptdarstellern Sandra Bullock und George Clooney. An seine Ehefrau richtete er spanische Worte.

Damit gewann „Gravity“ die meisten Trophäen des Abends. Der Film wurde für den besten Schnitt, den besten Ton, den besten Tonschnitt und die besten Spezialeffekte ausgezeichnet. Außerdem nahm „Gravity“-Kameramann Emmanuel Lubezki eine der begehrten goldenen Statuetten entgegen, und der Originalsoundtrack wurde ebenfalls ausgezeichnet. Der Film mit Clooney und Bullock in den Hauptrollen handelt von zwei Astronauten, die im Weltraum ums Überleben kämpfen. Bullock war auch als beste Hauptdarstellerin nominiert, ging aber leer aus.

Matthew McConaughey wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Er stellt in „Dallas Buyers Club“ einen erzkonservativen Cowboy und Draufgänger dar, der an Aids erkrankt. McConaughey bedankte sich wortreich bei Gott, bei seiner Familie, seinem verstorbenen Vater, der ihm gezeigt habe, was es heißt, ein Mann zu sein, bei seinen Kindern und seiner Frau. Erst gegen Ende seiner Rede war McConaughey zu Tränen gerührt. Er verabschiedete sich mit einem „Allright, allright, allright“.

Der Oscar für die beste Hauptdarstellerin ging an Cate Blanchett für ihre Rolle in Woody Allens „Blue Jasmine“. Blanchett bedankte sich bei Allen ausdrücklich. Der Regisseur steht unter dem Verdacht des Kindesmissbrauchs. Er weist die Vorwürfe zurück. Blanchett ehrte in ihrer Ansprache vor allem ihre Mitnominierten Amy Adams („American Hustle“), Bullock („Gravity“), Judi Dench („Philomena“) und Meryl Streep („August: Osage County“).

Auslandsoscar für „La Grande Bellezza“

Nach 15 Jahren ging der Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ wieder nach Italien: „La Grande Bellezza“ von Regisseur Paolo Sorrentino wurde wie erwartet der Auslandsoscar zuerkannt. Insgesamt ging die Trophäe bereits zum elften Mal an Italien, das sich damit deutlich von Frankreich mit neun Gewinnen absetzt.

Der Abgesang auf die römische Gesellschaft war zuvor schon beim Europäischen Filmpreis und den Golden Globes gewürdigt worden. Der 43-jährige Sorrentino porträtiert in „La Grande Bellezza“ anhand seiner Hauptfigur Jep Gambardella die italienische High Society, die ihre besten Tage allerdings schon lange hinter sich hat.

Sorrentino bedankte sich hastig und mit starkem italienischen Akzent bei der Academy und seinen Schauspielern, bei seinen Vorbildern Federico Fellini und dem anwesenden Martin Scorsese, bei seiner Frau, seinem Bruder und schließlich, unvermeidlich, auch seiner Mutter: „Thank you very much.“ Sorrentinos Auftritt war nicht ohne Charme, von der Emotionalität Roberto Benignis, der 1998 den Oscar für „La vita e bella“ erhalten hatte, jedoch denkbar weit entfernt.

Jared Leto erhielt den Oscar als bester Nebendarsteller. Leto wurde für seine Leistung in „Dallas Buyers Club“ ausgezeichnet. Es ist der erste Oscar für den 42-Jährigen. Leto spielt in dem Aids-Drama einen Transvestiten. Leto bedankte sich bei seiner Mutter, die alleinerziehend war und ihm das Träumen beigebracht habe. Er stehe an diesem Abend für alle Menschen auf der Bühne, die den Kampf gegen Aids verloren haben.
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Re: ...and the Oscar goes to... 2014

Beitragvon Theoretiker » 3. Mär 2014, 07:57

Von den vertretenen Filmen kenne ich bislang nur "Gravity", der imho verdient ausgezeichnet wurde.
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Re: ...and the Oscar goes to... 2014

Beitragvon purgatorio » 3. Mär 2014, 07:59

jogiwan hat geschrieben:Nicht englischsprachiger Film: „La Grande Bellezza - Die große Schönheit“ (Italien, Regie: Paolo Sorrentino)


Oscar für bella italia - großartig :thup:

GRAVITY und 12 YEARS A SLAVE standen ohnehin schon auf meiner Liste :mrgreen:
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Re: ...and the Oscar goes to... 2014

Beitragvon jogiwan » 3. Mär 2014, 08:07

"American Hustle" und "Wolf of Wall Street" haben aber ganz schön abgekackt... :???:
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Re: ...and the Oscar goes to... 2014

Beitragvon jogiwan » 3. Mär 2014, 12:44

es gibt noch einen Rekord zu vermelden: das bei der Gala entstandene "Selfie" von Ellen DeGeneres ist das "meist-retwittertes Selfie ever" und millionenfach geteilt.... und kein Ende in Sicht!



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