35mm vs. DCP - Kinotechnik einst und jetzt

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Re: 35mm vs. DCP - Kinotechnik einst und jetzt

Beitragvon totalschaden » 10. Nov 2014, 18:46

Auch Christopher Nolan stellt seine Position jüngst klar. Sehr schön auch die zu seinem aktuellen Werk veröffentlichte Format-Übersicht, die für die Kinobetreiber bereitgestellt wird.

Und neben des Regisseurs' Position nimmt auch der Autor klar und richtig Stellung:
Und das ist leider erst der Anfang. Weniger als ein Prozent aller Filme liegt überhaupt in einem technisch adäquaten, nicht-analogen Kinoprojektionsformat vor. Überspielt und digitalisiert wird lediglich ein Bruchteil, restauriert ohnehin nur das, was der naturgemäß übersichtliche Filmkanon diktiert. Wenn die Kinos sich also erfolgreich ihrer 35-mm-Projektoren entledigen, beschränken sie ihr Programm schon einmal in erheblichem Maße. Schlimmer jedoch: Analoge Kopien willkürlich als irrelevant eingestufter Filme werden von Studios und Verleihern nicht länger pfleglich aufbewahrt, sondern aussortiert und vernichtet. Selektiv digitalisierte Filmgeschichte bei gleichzeitiger Zerstörung von Analogmaterial und Projektionsequipment: ein Trauerspiel ohnegleichen.
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Re: 35mm vs. DCP - Kinotechnik einst und jetzt

Beitragvon Arkadin » 11. Nov 2014, 09:34

totalschaden hat geschrieben:Auch Christopher Nolan stellt seine Position jüngst klar. Sehr schön auch die zu seinem aktuellen Werk veröffentlichte Format-Übersicht, die für die Kinobetreiber bereitgestellt wird.

Und neben des Regisseurs' Position nimmt auch der Autor klar und richtig Stellung:
Und das ist leider erst der Anfang. Weniger als ein Prozent aller Filme liegt überhaupt in einem technisch adäquaten, nicht-analogen Kinoprojektionsformat vor. Überspielt und digitalisiert wird lediglich ein Bruchteil, restauriert ohnehin nur das, was der naturgemäß übersichtliche Filmkanon diktiert. Wenn die Kinos sich also erfolgreich ihrer 35-mm-Projektoren entledigen, beschränken sie ihr Programm schon einmal in erheblichem Maße. Schlimmer jedoch: Analoge Kopien willkürlich als irrelevant eingestufter Filme werden von Studios und Verleihern nicht länger pfleglich aufbewahrt, sondern aussortiert und vernichtet. Selektiv digitalisierte Filmgeschichte bei gleichzeitiger Zerstörung von Analogmaterial und Projektionsequipment: ein Trauerspiel ohnegleichen.


Auch wenn ich viele - oftmals arg provozierende - Artikel des Autors mit Skepsis lese, hier hat er die ganze Thematik sehr sachlich genau auf den Punkt gebracht. Chapeau.
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Re: 35mm vs. DCP - Kinotechnik einst und jetzt

Beitragvon buxtebrawler » 8. Jan 2015, 09:45

Hier gibt's 'ne schöne Liste, welche 3D-Filme wirklich in 3D gedreht und welche lediglich dreidimensional aufbereitet wurden ("Fake 3D"):

http://www.realorfake3d.com/

Fast alle Marvel-Filme sind z.B. Fake 3D.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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