Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis (1964)

Moderator: jogiwan

Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis (1964)

Beitragvon buxtebrawler » 30. Aug 2010, 15:16

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Originaltitel: Nightmare

Herstellungsland: Großbritannien / 1964

Regie: Freddie Francis

Darsteller: David Knight, Moira Redmond, Jennie Linden, Brenda Bruce, George A. Cooper, Clytie Jessop, Irene Richmond u. A.

Janet leidet unter einem traumatischen Kindheitserlebnis, bei dem sie ihre Mutter ihren Vater töten sah. Nun lebt sie alleine in einem alten Haus. Henry und Grace, ein sinistres Paar, versuchen, Janet durch ein paar fingierte Ereignisse in den Wahnsinn zu treiben und sie zu einem Mord an Henrys Ehefrau zu bewegen. Der Plan funktioniert, doch dann brechen über Henry und Grace ebensolche mysteriösen Vorkommnisse herein wie über Janet…


Quelle: www.ofdb.de
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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis

Beitragvon buxtebrawler » 30. Aug 2010, 15:17

„Der Satan mit den langen Wimpern“ trägt einen deutschen Titel, der sich zwar gut anhört, aber nicht viel mit dem Film zu tun hat bzw. etwas in die Irre führt. Es handelt sich dabei um nämlich um den britischen Psychothriller „Nightmare“ aus dem Jahre 1964, umgesetzt von Regisseur Freddie Francis für die „Hammer Film Productions“. Wie auch sein ähnlicher Film „Haus des Grauens“ („Paranoiac“), der nur ein Jahr zuvor erschien, wurde bewusst in schwarz/weiß gefilmt, was entscheidend zur sehr düsteren Grundstimmung und unwohligen Atmosphäre beiträgt, die für mich der eigentliche Star des Films ist. In der Darstellerriege tummeln sich nämlich keine allzu großen Namen und das Drehbuch wirkt dann doch etwas arg konstruiert, packt aber ein sehr ernstes, hartes Thema an: Die Angst der Kinder vor der Vererbbarkeit der Geisteskrankheiten ihrer. Im Prinzip kann man den Film in zwei Episoden aufsplitten: Der erste dramatische Höhepunkt ist bereits zur Hälfte der Spielzeit erreicht, woraufhin die gleiche Geschichte leicht variiert und mit anderer Rollenverteilung erneut erzählt wird. Das Finale des Films ist dann letztendlich natürlich wenig überraschend und der Gipfel des Drehbuchkonstrukts, aber nicht zuletzt aufgrund der schauspielerischen Qualitäten Moira Redmonds dennoch spannend und sehr unterhaltsam umgesetzt worden. Die größten Qualitäten liegen aber in den alptraumhaften, gruseligen Szenen, derer es einige zu genießen gibt. Für Freunde des Psychothrills der alten Schule daher sicher eine gute Wahl.
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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis

Beitragvon horror1966 » 13. Sep 2012, 18:57

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Der Satan mit den langen Wimpern
(Nightmare)
mit David Knight, Moira Redmond, Jennie Linden, Brenda Bruce, George A. Cooper, Clytie Jessop, Irene Richmond, John Welsh, Timothy Bateson, Elizabeth Dear, Isla Cameron, Julie Samuel
Regie: Freddie Francis
Drehbuch: Jimmy Sangster
Kamera: John Wilcox
Musik: Don Banks
FSK 16
Großbritannien / 1964

Janet musste als kleines Mädchen mit ansehen, wie ihre Mutter im Wahn ihren Vater ermordete. Nun lebt sie in einem Internat, wo sie von Alpträumen geplagt wird, in denen sie auf ihre Mutter trifft. Als die Alpträume überhand nehmen, wird sie auf das Gut ihrer Familie zurückgeschickt, das mittlerweile von ihrem Onkel verwaltet wird. Als sich zu den Alpträumen auch Geistererscheinungen gesellen, fürchtet Janet endgültig, ebenso wie ihre Mutter wahnsinnig zu werden.


Einmal mehr handelt es sich hier um einen Film aus den legendären Hammer-Studios, der leider hinter den ganzen Dracula-und Frankenstein-Verfilmungen eher weniger Beachtung gefunden hat. Dabei bekommt man es mit einer erstklassig inszenierten Grusel-Geschichte zu tun, die insbesondere durch ihre herausragende atmosphärische Dichte zu überzeugen weiß. Durch die s/w Optik des Filmes kommt dieser Aspekt noch weitaus intensiver zum Ausdruck und die hervorragende Geräuschkulisse trägt ihr Übriges dazu bei, hier einen nahezu perfekten Eindruck zu hinterlassen. Gerade die Liebhaber älterer Gruselfilme werden hier bestens bedient, wartet das Szenario doch mit einer jederzeit spannenden Story-Line auf. Zwar kann man die Zusammenhänge des perfiden Psycho-Terrors durchaus frühzeitig erkennen, was den Spannungsbogen insgesamt gesehen jedoch keinesfalls beeinträchtigt.

Der deutsche Titel des Werkes ist wieder einmal ziemlich irreführend und hat im Prinzip überhaupt nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun. Da trifft es der Original-Titel "Nightmare" doch schon erheblich besser und bezeichnet die Ereignisse doch viel treffender. Es ist schon ein grausames Spiel, das hier mit der jungen Janet getrieben wird und äußerst schnell wird klar, das die psychisch sowieso angeschlagene junge Frau in den absoluten Wahnsinn getrieben werden soll. Die Verursacher des diabolischen Treibens bleiben dabei nicht sehr lange im Dunkeln und auch die vorherrschenden Motive für ihr handeln liegen recht eindeutig auf der Hand. Die gewünschte Wirkung des Psycho-Terrors lässt dann auch nicht lange auf sich warten und die ganze Situation endet in einem durch Janet begangenen Mord. damit ist die Geschichte aber noch längst nicht zu Ende, denn auf einmal werden Täter zu Opfern und müssen am eigenen Leibe erfahren wie es ist, von anderen manipuliert zu werden.

So könnte man also fast behaupten, das "Der Satan mit den langen Wimpern" 2 Filme in einem beinhaltet und so falsch ist dieser Gedanke meiner Meinung auch gar nicht. Insbesondere darin liegt wohl auch der ganz besondere Reiz dieser kleinen Film-Perle, die für mich persönlich ein absolutes Highlight des Oldschool - Gruselfilms darstellt. Umso erstaunlicher finde ich, das es sich wohl um ein eher unbekanntes Werk aus den britischen Film-Studios handelt, das nie die Aufmerksamkeit erlangt hat, die ihm aufgrund seiner Qualität auf jeden Fall zustehen müsste. Es sind sämtliche Zutaten vorhanden die ein Film dieser Art beinhalten sollte, denn eine bedrohlich anmutende Grundstimmung, erstklassig agierende Darsteller und eine absolut passende Geräuschkulisse sorgen für ein Gruselerlebnis allererster Sahne. Einige gelungene Überraschungsmomente und eine immer spannende Story sorgen dafür, das man als Betrachter nie das Interesse am Geschehen verliert, das einen phasenweise schon richtig in seinen Bann zieht.

Fast ein halbes Jahrhundert hat dieses Werk nun schon auf dem Buckel und ist immer noch so faszinierend wie am ersten tag. Natürlich sollte man schon eine kleine Vorliebe für die Filme dieser Zeit haben, für viele jüngere Semester könnte die Geschichte nämlich etwas angestaubt erscheinen. Auch Härte und blutige Passagen sollte man keinesfalls erwarten, handelt es sich doch vielmehr um ein Film-Erlebnis, das seine Stärken an ganz anderen Stellen beinhaltet. Nostalgiker kommen jedenfalls voll auf ihre Kosten und werden mit einem gänzlich überzeugendem Sehvergnügen belohnt, das man auch gern des Öfteren wiederholen möchte.


Fazit:


"Der Satan mit den langen Wimpern" ist ein weiteres Paradebeispiel dafür, das die Hammer-Studios weitaus mehr hervorgebracht haben, als lediglich die bekannten Dracula-und Frankenstein-Verfilmungen. Leider erfahren die eher unscheinbaren Titel dabei selten die Aufmerksamkeit, die ihnen eigentlich zuteil werden müsste. Vorliegendes Werk gehört ganz eindeutig dazu und wer es noch nicht kennen sollte, kann ohne Bedenken eine Sichtung wagen.


8/10
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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis

Beitragvon Blap » 31. Okt 2012, 00:45

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#10 der Koch Media Hammer Edition



Der Satan mit den langen Wimpern (Großbritannien 1964, Originaltitel: Nightmare)

Die angenehm merkwürdigen deutschen Titel ausländischer Filme ...

Janet (Jennie Linden) wird von fürchterlichen Albträumen gepeinigt! Obwohl inzwischen sechs Jahre ins Land gezogen sind, seit das Mädchen im zarten Alter von elf Jahren zur Zeugin eines schrecklichen Vorfalls wurde. Ständig fürchtet sich Janet davor dem Wahnsinn zu verfallen, wie ihre Mutter in einem Irrenhaus zu landen. So verlässt die junge Frau zunächst die Schule, im elterlichen Anwesen soll sie zur Ruhe kommen. Janets Vormund Henry Baxter (David Knight) hat die fürsogliche Grace Maddox (Moira Redmond) eingestellt, die ausgebildete Fachkraft soll die Rolle einer mütterlichen Freundin einnehmen. Überdies haben die Hausangestellten Mrs. Gibbs (Irene Richmond) und John (George A. Cooper) den angeschlagenen Teenager ins Herz geschlossen, in diesem positiven Umfeld darf auf das Verschwinden der grausigen Träume gehofft werden. Leider erfüllt sich diese Hoffnung nicht, mehr und mehr scheint Janet den Bezug zur Realität zu verlieren, verstrickt sich immer tiefer in Träume und wahnhafte Vorstellungen. Mehrfach warnt der gerufene Arzt (John Welsh) vor einer weiteren Verschlimmerung der Lage, rät dazu Janet in einem Sanatorium unterzubringen. Henry lehnt diesen Vorschlag zunächst ab. Doch dann trifft Janet erstmalig auf die Ehefrau ihres Vormunds, es kommt zu einer ungeahnten und blutigen Katastrophe ...

Mit der britischen Filmschmiede Hammer verbindet der Filmfreund zahlreiche Horrorstreifen der schönsten Sorte. Unholde wie Dracula, Frankenstein und sonstiges Gezücht sorgen auch nach Jahrzehnten für wohlige Gruselschauer. Grösste Stars dieser Ära waren Peter Cushing und Christopher Lee, häufig bereiteten attraktive Damen dem Auge des Zuschauers zusätzliche Freude. Ich liebe den typischen Hammer Horror abgöttisch, darüber soll aber nicht vergessen werden, dass die Briten sich nicht auf das Genre um Vampire und Leichenfledderer beschränkten. Thriller waren ein fester Bestandteil des Hammer Kosmos, der hier kurz vorgestellte Film bedient dieses Spielfeld in sehr unterhaltsamer Weise.

Regie führte (der 2007 leider verstorbene) Freddie Francis, der auf eine lange Karriere als Kameramann und Regisseur verweisen kann. Seine Blütezeit auf dem Regiestuhl begann in den frühen sechziger Jahren, sie dauerte bis zur Mitte des folgenden Jahrzehnts an. Francis war mehrfach für Hammer tätig, arbeitete allerdings auch für die Mitbewerber Amicus und Tigon. Besonders angetan haben es mir die Amicus Produktionen "Die Todeskarten des Dr. Schreck" (1964) und "Die tödlichen Bienen" (1967). Bei der hier kurz vorgstellten Hammer Produktion kann Francis auf ein äusserst solides Fundament bauen. Gewohnt stimmungs- und stilvolle Kulissen bieten den perfekten Rahmen, die Kamera bediente der versierte John Wilcox, aus der Feder von Don Banks stammt der solide Score (welcher in meinen Ohren teils eine Spur zu bieder und konservativ tönt). Jimmy Sangster verbucht das Drehbuch auf seinem Konto, die Wendungen kommen nicht allzu überraschend aus der Kiste gehüpft, hier und da hätte die Boshaftigkeit ein wenig wüster zuschlagen dürfen.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Akteure vor der Kamera. In der ersten Hälfte steht Janet im Mittelpunkt, dargestellt von der ab und an leicht überfordert anmutenden Jennie Linden. Ich möchte Lindens Vorstellung nicht allzu sehr bemängeln, die junge Dame befand sich noch in der Anfangsphase ihrer Laufbahn. Freilich ist die Darbietung einer psychisch angeschlagenen Person oft kein leichtes Spiel, nicht immer meistert Jennie Linden den schwierigen Balanceakt zwischen Ernsthaftigkeit und Nervensägerei. Vielleicht war seitens Regie und/oder Drehbuch eine gewisse Ironie gefragt, die sich bei genauer Betrachtung unterschwellig durch den Film zieht, für die Nachwuchskraft vermutlich eine kaum zu stemmende Herausforderung. Moira Redmond verlangt die Erzählung sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften ab, der Bogen spannt sich von herzlich über kalt bis hysterisch. Frau Redmond meistert jede Marschrichtung vorzüglich, eine hochklassige Vorstellung. Irene Richmond und Brenda Bruce sind die unterschätzten Seelchen der Handlung, David Knight gibt den glatten Rechtsverdreher, George A. Cooper steht dem freundlichen Teil der Damenriege als züchtiges Helferlein zur Seite. Auf die kleineren Nebenrollen gehe ich an dieser Stelle nicht weiter ein, alle Beteiligten machen einen guten Job, Jennie Lindens Vorstellung mag manch anderer Filmfreund etwas positiver als ich zu beurteilen.

Hammer garniert den hauseigenen Psychothriller mit einer düsteren Gruselstimmung, in dieser Schnittmenge des Wohlgefallens sollten sich Freunde des Horrors, Krimis und der frühen sechziger Jahre gut aufgehoben fühlen. Klar, hier weht noch nicht der frische Wind durchs Haus, der ab Mitte/Ende des Jahrzehnts die gesamte westliche Welt in Aufruhr brachte. Wen wundert es, immerhin wurde der Film bereits 1962 produziert (aber erst 1964 in die Kinos gebracht). Behaglicher Schrecken aus der Knuffelkiste, sinnlicher Höhepunkt in Form dämonischer Auswüchse gegen Ende, staubige Muffigkeit der (oft) biederen fünfziger Jahre auf dem Rückzug. Nach 79 Minuten kurzweiligen Minuten endet der Streifen, Leerlauf ist nicht auszumachen.

Koch Media präsentiert "Der Satan mit den langen Wimpern" im Rahmen der "Hammer Edition" (bitte nicht mit der gleichnamigen Reihe aus dem Hause Anolis verwechseln). Titel des Labels erfreuen fast immer mit gelungenen Scheiben, die DVD zu diesem kleinen Schätzchen von Hammer bildet keine Ausnahme. Schöne Qualität des Films, der Bonusbereich bietet einen Trailer samt Bildergalerie an, abgerundet wird das Set durch ein beiligendes Booklet, obendrauf gibt es einen schicken Schuber.

6,5/10 - Vielleicht eine geizige Bewertung. Indessen hat das Genre so unglaublich viele Meisterwerke und Überflieger zu bieten, mehr Punkte kann ich mir in diesem Rahmen nicht abringen. Bitte beachtet, diese 6,5/10 sind ein kleines Schwergewicht mit Wohlfühlgarantie!

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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis

Beitragvon Bonpensiero » 7. Jun 2014, 19:30

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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis

Beitragvon jogiwan » 7. Jun 2014, 20:04

Bonpensiero hat geschrieben:Bild


me likey! :nick:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis (1964)

Beitragvon karlAbundzu » 29. Okt 2017, 14:22

Koch_DVD
Hammer drehte ja ein paar Psychothriller, bei uns ja selten gezeigt im TV, so ist das für mich ja was Neues.
Hier geht es um die beliebte "Wir machen eine Erbin verrückt"-Story. Am den Reglern ein Hammer-Dream-Team Freddie Francis / Jimmy Sangster mit Don Banks und John Wilcox auch keine Unbekannten. Doch beim Cast waren mit fast all e noch nicht aufgefallen außer Jennie Linden, die hier die traumatisiete Jugendliche spielt und das mit Bravour, toll. Auch die anderen sind stark. Das beigelegte Heftchen verrät mir, dass ich zumindest den Chauffeur kennen könnte und die anderen Hauptpersonen erfahrene Theaterschauspieler sind.
Für gruslige Stimmung sorgen vor allem die Kamera mit den schräg von oben und unten Einstellungen, als wren wir selbst ein Geist, der so durchs Haus huscht und die dramatische Musik.
Wie gesagt, die Story ist von der Grundvorraussetzung bekannt, dreht dann aber seine eigene Story draus, die mit mehr morden eine Giallo- oder Wallace-Story hätte werden können. Hier wird es ein sehr guter Hammer-Grusel-Psycho-Thriller.
Hat mir sehr gefallen!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Der Satan mit den langen Wimpern - Freddie Francis (1964)

Beitragvon buxtebrawler » 30. Okt 2017, 18:42

Erscheint voraussichtlich am 24.11.2017 bei Anolis auf Blu-ray in verschiedenen Mediabooks sowie auf herkömmlicher Blu-ray:

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Mediabook Cover A

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Mediabook Cover B

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Blu-ray in Amaray-Hülle

Extras:
Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz / „Nightmare in the Making“ / „Madhouse: Inside Hammer‘s Nightmare“ / Jennie Linden Memories / Amerikanischer Kinotrailer / Werberatschläge / Filmprogramm / Bildergalerie
Inkl. 28-seitigem Booklet geschrieben von Dr. Rolf Giesen, Uwe Sommerlad und Uwe Huber (exklusiv nur im Mediabook enthalten)

Quelle: OFDb-Shop
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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