Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

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Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon jogiwan » 17. Jul 2011, 11:42

Cy-Warrior

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Originaltitel: Cyborg, il guerriero d'acciaio

Alternativtitel: Cy-Warrior - Special Combat Unit

Herstellungsland: Italien / 1989

Regie: Gianetto De Rossi

Darsteller: Brandon Hammond, Sherrie Rose, Henry Silva, Frank Zagarino, Bill Hughes, u.a.

Story:

Eine kleine Unaufmerksamkeit macht es möglich. Aus den streng geheimen Räumen des US-Navy Versuchslabors entkommt die wohl gefährlichste Kampfmaschine der Welt, der 'Cy Warrior'. Äußerlich ist dieser Prototyp eines Kampfroboters nicht vom Menschen zu unterscheiden, doch innerlich besitzt er die Zerstörungskraft einer Atombombe, und ist so gut wie unzerstörbar. Matt Turner, Spezial-Agent für extreme Fälle, bekommt nun den Auftrag, 'Cy Warrior' aufzuspüren und zu vernichten. Eine fast unlösbare Aufgabe, denn der menschliche Roboter kennt keine Gefühle außer dem Haß gegen die menschliche Rasse. Ausgestattet mit den besten und modernsten Waffen, nimmt Matt Turner die Spur auf. Eine Spur, die nicht zu verfehlen ist, denn 'Cy Warrior' hinterläßt auf seinem Weg eine blutige Spur der Zerstörung. Der unausweichliche Kampf steht bevor. Ein Kampf, den nur einer überleben kann... (quelle: ofdb)
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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon Nello Pazzafini » 17. Jul 2011, 14:00

ja ja, der Cy war auch bei meiner Sichtung dabei, hui, Gianetto hätt bei Special Effects bleiben sollen aber wer auf Trashgurken steht ist hier genau richtig. Henry Silva war sich auch für nichts zu schade und man kann ihm dankbar dafür sein, er motzt einen noch so schlechte film dann doch auf. Wieder ein wildes Potpouri aus allem was ende 80 grad beliebt war nur halt aus der italienischen Gosse :D
Mein cuore italiano öffnet sich auch hier weiter als bei anderen Menschen und ich zücke 6-7 Cannelloni´s :D :prost:
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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon jogiwan » 17. Jul 2011, 14:08

auch diese Ähnlichkeit wird rein zufällig sein... ;)

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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon Nello Pazzafini » 17. Jul 2011, 18:23

:D absolut rein zufällig, Italiener stehlen doch nur ihm Ausland, oder? :kicher:
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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon Doppelgaenger » 21. Jul 2011, 11:56

Also das beste an dem Film ist noch das Cover :D Ca. 90 min. reine Langeweile, hat mir absolut nicht zugesagt der Streifen.
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Cy-Warrior - Giannetto De Rossi

Beitragvon Blap » 9. Jul 2012, 23:03

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Cy-Warrior (Italien 1989, Originaltitel: Cyborg, il guerriero d'acciaio)

Pöbel-Henry jagt den Softie-Cyborg

Manche Dinge sind unvermeidbar. Mal wieder haben wirre Militärschädel und fragwürdige Politiker zugeschlagen, in aller Heimlichkeit eine Superwaffe der totalen Vernichtung entwickelt (entwickeln lassen). Ja, der sogenannte Cy-Warrior (Frank Zagarino) ist halb Mensch und halb Maschine, gewissermaßen der perfekte Übersoldat. Manche Dinge sind unvermeidbar, so entkommt der noch nicht vollständig programmierte Kampfroboter! Den Verantwortlichen geht gewaltig die Düse, freilich darf die Öffentlichkeit nichts von den geheimen Umtrieben erfahren. An dieser Stelle kommt Hammer (Henry Silva) ins Spiel, der mit Unterstützung seiner Mannschaft den flüchtigen Superroboter ohne viel Aufsehen einfangen soll, möglichst ohne die teure Gerätschaft zu beschädigen. Selbstverständlich pfeift Hammer auf die Vorgaben, schreckt von Anfang an nicht vor dem Einsatz massiver Feuerkraft zurück, unvermeidbare Dinge... Derweil entpuppt sich Cy-Warrior als recht friedlicher Geselle, ergreift ohne ernsthafte Gegenwehr die Flucht vor seinen schiesswütigen Häschern. Irgendwann entdeckt der kleine Brandon (Brandon Hammond) den leicht beschädigten Robo im Gebüsch, der Cyborg findet bei dem kleinen Jungen und dessen hübscher Schwester Susan (Sherrie Rose) Unterschlupf. Lange soll die trügerische Idylle nicht währen, Hammer und seine Schergen greifen zunehmend rücksichtsloser durch. Die tödliche Schlinge zieht sich unbarmherzig zu, manche Dinge sind unvermeidbar...

Schon häufig wurde über den Niedergang des italienischen Genrekinos geschrieben, seit Mitte der achtziger Jahre drückte das Leichentuch schwerer und schwerer. Trotzdem finden viele Fans in diesem Umfeld kleine und unterhaltsame Perlen, der hier kurz vorgestellte "Cy-Warrior" ist ein solch angenehmes Schundfilmchen aus der dritten Reihe. Plot und Held wecken Erinnerungen an Sergio Martinos "Paco - Die Kampfmaschine des Todes" (Vendetta dal futuro, 1986) Fraglos kann sich das Werk von Regisseur Giannetto De Rossi zu keiner Zeit mit dem Erguss des Herrn Martino messen, wenig überraschend, De Rossi gehört hauptberuflich zur Make-Up Abteilung, Ausflüge auf den Regiestuhl blieben seltene Ausnahmen. Wer nun auf jede Menge Gewalt und Mettgut hofft, wird sich beim Genuss dieser Sause vermutlich vor Zorn die Haare raufen. Zwar ballern Henry und seine Helferlein immer wieder wild vor sich hin, die Actionszenen muten dennoch überwiegend handzahm an. Überhaupt schaut Blondchen Frank Zagarino alles andere als furchteinflößend aus der Wäsche, greift erst zum grossen Finale durch. Irgendwann hat auch ein Roboter-Seitenscheitel-Popper den Kanal gestrichen voll. Die grösste Stärke des Films ist der unfreiwillige (?) Humor, die beknackten Dialoge sorgen für manche Lacher. Vor allem Henry Silva lässt sich nicht lumpen, beschimpft seine Untergebenen mit Ausdauer. Schwache Effekte tragen ihren Teil zum knuffigen Charme bei, schaut euch bitte die "Haut" des Cy-Warrior an, prächtig das Skelett aus dem Metallbaukasten, die Ausführung der Reparaturen, unbeschreiblich naiv und liebenswert. Nebenbei transportiert der Film unverhohlen kritische Botschaften, Politiker und Militärfratzen sind miese Verbrecher, grins. Modewort hin oder her, die Bezeichung "Trash" trifft in diesem Fall den Nagel auf den Kopf, was aus meiner Tastatur ausdrücklich als Lob und Verneigung zu verstehen ist.

Fast hätte ich mir den üblichen Absatz zu den Darstellern gespart. Da Henry Silva zu den markantesten Erscheinungen seiner Zunft gehört, zahlreiche Italo-Produktionen mit seiner Anwesenheit veredelte, könnte ich mir diese Unterschlagung nicht verzeihen. Alle anderen Gestalten mögen austauschbar bleiben, Silva drückt dem Werk seinen Stempel auf, obschon er lediglich in einer grösseren Nebenrolle zu sehen ist. Schlechte Laune gehört zum guten Ton, ein sadistischer Schleifer aus der Hölle, Aufträge werden ohne Rücksicht auf Verluste erledigt, wen kümmern ein paar Dutzend unwichtige Zivilisten? Frank Zagarino ist in etlichen B- und C-Filmen zu finden, ein Heldenabziehbildchen (fast) ohne weitere Nebenwirkungen. Spätestens wenn der Cy-Warrior das Tanzbein schwingt, liegt auch der letzte Freund niveauloser Abendunterhaltung vor Freude unter dem Tisch. Sherrie Rose kann auf ihrem Konto ebenso eine stattliche Anzahl kleiner Produktionen verbuchen, darunter diverse Auftritte in TV-Produktionen. US-Amerikanerin Sherrie kommt als Susan sehr züchtig rüber, fast glaubt man eine US-Produktion zu sehen (lediglich in dieser Disziplin), waren die Italiener doch oft auf der frivolen Schiene unterwegs. Klar, eine kleine Schippe Möpse hätte es gern sein dürfen, überdies trägt ein Akt mit dem Robotermann sicher Brüllerpotential in den rostigen Eingeweiden. Brandon Hammond gibt die Bratze, sondert nicht minder dümmliches Zeug ab, warum soll grober Unfug vor Blagen zurückschrecken? Damit genug zu den Gestalten vor der Kamera, die kleineren Nebenrollen passen sich dem vorherrschenden Mumpitz an.

Man nehme einen Schlag "Paco" und eine Prise "Terminator". Fülle das Gemenge mit einer feisten Portion Unfug auf und betätige den Mixer, fertig ist die Laube! Naja, ganz so einfach ist es nicht. Zieht jegliches Gespür für solide Inszenierug und halbwegs geistreiche Dialoge ab, dann passt es irgendwie. Nicht ohne Erwähung soll der Score bleiben, das simple Leitmotiv geht gut ins Ohr. Dank der DVD von Cinepolis/Infopictures ist der Streifen ohne Schwierigkeiten verfügbar, angenehmerweise ziert das Wendecover ein altes Motiv (siehe oben), die auf modern getrimmte "Verkaufsseite" schaut fürchterlich aus. Zwar liegt das Bild nicht anamorph vor, die Qualität geht aber in Ordnung, notfalls kann per geeigneter Funktion der Glotze nachgebessert werden. Im Bonusbereich findet der Fan einen Trailer zu "Soldier of Fortune" aka "Running Hero"(1990) mit Daniel "Paco" Greene, sehr angenehm.

6/10 Spasspunkte scheinen mir angemessen, für Eckschädel Henry gibt es noch ein halbes Pünktchen obendrauf.

Lieblingszitat:

"Steht da nicht wie die Arschlöcher rum, verfolgt ihn! Hinterher ihr Schwachsinnigen, verfolgt ihn! Bewegt eure verdammten Ärsche oder ich mache euch Beine. Kommt mir ja nicht ohne diesen Blechhaufen zurück! Ihr dämlichen, verdammten Schweine!"

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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon jogiwan » 25. Dez 2014, 10:32

Hochgradig bizarre und fast schon unglaublich anmutende Mischung aus „Terminator“ und „Nummer 5 lebt!“ und Regisseur und Effekt-Guru Gianetto De Rossi konnte sich wohl nicht entscheiden, ob er lieber einen harten Action-Film für Erwachsene, oder einen Abenteuerfilm für Kinder drehen wollte. Herausgekommen ist dann halt ein auf ein jugendliches Publikum zugeschnittener Action-Abenteuerfilm, in dem reihenweise Menschen abgeschlachtet werden und sich ein dauerfluchender Henry Silva als gewaltbereiter Einsatzleiter hinter einem aus einer geheimen Forschungseinrichtung entflohenen Humanoiden hermacht, der zu diesem Zeitpunkt bereits Freundschaft mit einem Jungen und dessen Schwester geschlossen hat. Der Zuschauer wird dank haarsträubender Ideen am laufenden Band wahlweise an den Rand der Verzweiflung oder in den Zustand absoluter Verzückung getrieben und irgendwie macht die ganze Sache auch großen Spaß, auch wenn dabei alles andere als ein guter Film herausgekommen ist. Wo außer in einer italienischen Produktion sieht man denn auch schon einen Militär-Cyborg zu einem flotten Merengue die Hüften kreisen und auch die Operationsszenen verdienen hier ausdrücklich einer besonderen Erwähnung. Lustiger Blödsinn für aufgeschlossene Zuschauer mit viel Humor, Durchhaltevermögen und der richtigen Getränkeauswahl und ein Streifen, der in vielerlei Hinsicht so unpackbar daneben scheint, dass man ihn schon mit eigenen Augen gesehen haben sollte...

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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon Theoretiker » 23. Aug 2015, 17:58

"Cy-Warrior" erweist sich als äußerst langweiliges Werk, dessen Story überhaupt keine Entwicklung oder gar Wendungen aufweist, sodass auch die eingestreute Action, die auch nicht wirklich unterhaltend ist, sondern nur aus dem Erschießen von Unbeteiligten besteht, nichts rausreißen kann.

Einzig unterhaltsam ist die schlechte Maske, da kann man sich dann wirklich auf die Schenkel klopfen.

Nur absoluten Italo-Sci-Fi-Komplettisten zu empfehlen, anderen sei abgeraten.

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Re: Cy-Warrior - Gianetto De Rossi (1989)

Beitragvon italostrikesback » 7. Dez 2016, 09:20

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