The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow (1964)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon horror1966 » 26. Jun 2010, 22:47

Dann schau Dir mal die Billig-Version "I am Omega" an, dagegen ist "I am Legend" ein absolutes Meisterwerk. :mrgreen:
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon sid.vicious » 26. Jun 2010, 22:59

horror1966 hat geschrieben:Dann schau Dir mal die Billig-Version "I am Omega" an, dagegen ist "I am Legend" ein absolutes Meisterwerk. :mrgreen:


Mir scheint, dass das "I am Omega" nicht unbedingt gesichtet werden muss.
:D
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon horror1966 » 26. Jun 2010, 23:04

Das ist vollkommen richtig, eine Review wird noch folgen.
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon Arkadin » 27. Jun 2010, 13:58

sid.vicious hat geschrieben:Das Remake mit Will Smith ist eine Beleidigung für Vincent Price.


Na, so übel fand ich "I Am Legend" gar nicht. Okay, die CGI-"Zombies" waren unter aller Kanone und das aufgesetzt kitschige Ende ziemlich unverdaulich. Aber generell habe ich da schon viel schlechteres gesehen. Bis die CGI-Viecher auftauchten fand ich den Film sogar recht atmosphärisch. Eine verpasste Chance, aber weit entfernt davon gänzlich unerträglich zu sein.
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon horror1966 » 27. Jun 2010, 15:05

Das sehe ich auch so, die Neuauflage ist nicht übel, blieb aber doch etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Und ich sage es noch einmal, schaut Euch "I am Omega" an, dagegen ist "I am Legend" ein wahres Meisterwerk. :mrgreen:
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon funeralthirst » 27. Jun 2010, 18:10

horror1966 hat geschrieben:Das sehe ich auch so, die Neuauflage ist nicht übel, blieb aber doch etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Und ich sage es noch einmal, schaut Euch "I am Omega" an, dagegen ist "I am Legend" ein wahres Meisterwerk. :mrgreen:


Ach, Master, mit dem traurigen Kapitel Asylum wollte ich eigentlich abschliessen :D
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon funeralthirst » 27. Jun 2010, 18:10

Robert Morgan, seines Zeichen Wissenschaftler, ist der einzige Mensch auf der Erde. Eine nicht identifizierbare Seuche hat die komplette Menschheit dahingerafft, und die Toten, die nicht zuvor verbrannt wurden, wandeln als Untote und Vampire umher. Robert lebt verschanzt in seinem Haus und tötet tagsüber die schlafenden Untoten, die Tageslicht nicht vertragen. Sein Leben ist Routine, aber auch einsam, bis er eine weitere, scheinbar normale Frau findet, die ihm seine Einsamkeit nehmen könnte. Doch kann man ihr trauen? Schliesslich verträgt auch sie kein Knoblauch und meidet ihr Spiegelbild. Doch Robert muss feststellen, dass er mittlerweile das Monster, der Aussenseitige einer neuen Ordnung zu sein scheint.

The Last man on earth ist genau das, was die seelenlose Hollywoodverfilmung I am Legend mit Will Smith nie sein wird oder war. Nämlich eine schlichtweg deprimierende, authentische und atmosphärische Verfilmung des Romanes I am Legend von Richard Matheson. Doch um den Gruselklassiker, mit der genialen Grundidee des einzigen überlebenden Menschen, was indes auch 4 Jahre später Inspiration zumindest in abgewandelter Form für "Night of the living dead" galt, stand jahrelang und vorallem zu seinem Erscheinen in keinem tollen Licht. Von der Presse verkannt, vom Autor gemieden, und auch die Produktion dieses kleinen Meisterwerks stand unter einem schlechten Stern. Denn Hammer Productions konnte das Drehbuch rein finanziell nicht realisieren, so drehte man ihn schlichtweg unter sehr kostengünstigen Umständen in Italien, unter Führung einer italenischen Firma. Doch was als Endergebnis die Kinos erreichte konnte sich, auch wegen der Darstellung des letzten Manns, durch Vincent Price, durchaus sehen lassen.

Die gute Regie zeigt im Wechsel Bilder der Zerissenheit, leere Plätze, Treppen und Gassen mit starren, leblosen Körpern. Die pure Endzeitstimmung macht sich breit, und während man als Zuschauer der nachcolorierten Fassung folgt, drückt sich einem die kalte Atmosphäre auf, die man so durchaus erwarten wollte. Ein bedrückender, bisweilen verdammt traurig melancholischer Score, unter Einklang der surreal anmutenden Kulissen und Locations, bildet die vollkommen Harmonie dieses Filmes. Vincent Price als letzter Mensch, anfänglich in Überlegenheit und aufgeklärter Art überlegen, dominiert er seinen Alltag, in dem er fest entschlossen, die Infizierten zu töten. Seine Zerissenheit macht sich dadurch nur langsam bemerkbar, doch all seine Inszenierung, wie er mit der Situation umgeht, weiss durchaus zu gefallen, seine Gedanken als Überstimme in den Film eingebunden, lässt den Film kalt wirken. Man kauft ihm stetig die Darstellung als letzten Menschen ab und auch wenn der Film bisweilen null Dialog besitzt, sondern bloss Roberts Gedanken aufweist, ist es diese Ruhe, dieses träge mohnotone, die Routine in Roberts scheinbar normal gewordenen Alltag, die die ganze Atmosphäre dieses Filmes ausmacht. Roberts Entwicklung und wiederkehrende Erkenntnis darüber, dass er schlichtweg allein ist, schlägt mitunter auf seine Psyche, die zwar in ihrer Zerissenheit angedeutet wird, aber nur minimal ausgespielt wird. Nach einem Heulkrampf sehen wir eine Rückblendung zu jenen Ereignissen, die zu der Seuche führten.

Warum Robert nicht starb, ist indes ungeklärt, als banale Erklärung dient da lediglich die Begründung, dass er einmal von einer Fledermaus gebissen wurde. Das mag indes, zumindest aus heutiger Sicht unlogisch erscheinen, aber wenn man betrachtet, aus welchem Jahr der Film stammt, dann ist dieser Faktor und auch eben die Verwendung von Knoblauch und Spiegeln als Abschreckung typisch und altverwandt. Doch was erwartet man eigentlich von einem solchen Film, der schlichtweg in der vollkommenen Leere der Einsamkeit stampft? The Last man on earth ist ein träger Film, durchweg personenbezogen und mitunter vielschichtig und unterschwellig vor den Kopf stossend. Denn allein diese Tatsache macht sich in den letzten 20 Minuten bemerkbar, denn unter ihm, lauern Überlebende, die zwar Infiziert, aber mit hemmenden Gegenmittel bewaffnet eine neue Ordnung anstreben, und ihn als Monster sehen. Während Robert die scheinbar instinktivgeleiteten Untote pfählt, ist er der unerwünschte kranke Geist, der unwillkommen ist. Das Ganze kann man interpretieren wie man möchte, aber allein die Einstellung zum Ende des Filmes, als Robert am Kirchenaltar gepfählt wird ist grandios, kalt und erdrückend.

Erdrückend sind indes die leicht flotten und öfters unlogischen Entwicklungen, an einigen Ecken erscheint der Film schon sehr schnell abgespult und wirkt so, als müsste man ein Buchkapitel so schnell wie möglich unterbringen. Denn während anfänglich die Infizierte, aber normal wirkende Frau vor ihm flüchtet und ihn meidet, wirkt die Anhänglichkeit der Frau in der Kirche, als er ermordet wird, schon sehr befremdlich, so als hätte sie ihren Mann verloren. Seis drum, The last man on earth ist schlichtweg gut, atmosphärisch und auch wegen seiner recht kostengünstigen Produktion charmant, allein Vincent Price deklassiert Will Smith in der schlichtweg grottigen Hollywoodverfilmung I am Legend um Längen.

Fazit:
Ein toller und atmosphärischer Grusler, dessen Grundidee Romeros "NOTLD" inspirierte und auch ähnliche Faktoren wie Häuserverschanzung und Kaufhausplünderungen hier erstmals auffährt und bisweilen als Grundstein für Zombiefilme und Endzeitfilme gilt. Als Original zu I am Legend ist er eh unerreichbar und Vincent Price als einsamer, aber dominierender Charakter ist grandios, auch wenn einige Sequenzen arg flott zu sein scheinen.

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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon horror1966 » 27. Jun 2010, 22:33

Die Review zu "I Am Omega" ist jetzt übrigens in meinem Filmtagebuch nachzulesen, der Film ist es nicht wert, einen eigenen Thread zu bekommen. :mrgreen:
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon purgatorio » 11. Dez 2013, 05:58

THE LAST MAN ON EARTH (L’ULTIMO UOMO DELLA TERRA, Italien, USA 1964, Regie: Ubaldo Ragona)

Guter Film, obwohl die ersten zwanzig Minuten in puncto Atmosphäre und Bedrohung vom Rest der Laufzeit kaum noch übertroffen werden können! Die lange Rückblende enthält dann Phasen richtig finsteren Horrors (also wirklich, wie müssen die Menschen damals ausgeflippt sein… brrrrr) und zum Ende hin scheint mir irgendwie die Luft raus (bis auf das Finale, da geht es dann wieder ab). Guter Film, sagte ich ja schon: 7-8/10
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Re: The last Man on Earth - Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Beitragvon Die Kroete » 12. Dez 2013, 22:20

Es ist schon befremdlich, wie lange es gebrauch hat, für diesen Klassiker eine deutsche Synchro und die damit verbundene Veröffentlichung, hierzulande hinzu bekommen. :palm:
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