The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

Moderator: jogiwan

Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo

Beitragvon dr. freudstein » 9. Apr 2014, 18:27

Nello Pazzafini hat geschrieben:mein VHS cover gefällt mir besser :D


Mir auch Nello, diese kleinen blauen Dinger sind nicht hübsch :nixda: Das Auge guckt mit :mrgreen:
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo

Beitragvon Theoretiker » 9. Apr 2014, 18:34

Ist doch dasselbe Cover, nur halt kleiner! :mrgreen:

Das Tape ist übrigens cut, die BD wird wahrscheinlich uncut sein = wird auf jeden Fall gekauft! *freu*
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo

Beitragvon Captain Blitz » 9. Apr 2014, 18:44

Theoretiker hat geschrieben:Ist doch dasselbe Cover, nur halt kleiner! :mrgreen:

Das Tape ist übrigens cut, die BD wird wahrscheinlich uncut sein = wird auf jeden Fall gekauft! *freu*


Ja, aber das Cover ist ja kleiner und so...und überhaupt... :palm: Ich freue mich auf die BD!
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo

Beitragvon Theoretiker » 22. Okt 2014, 09:29

BD und DVD können bei OFDb vorbestellt werden.

VÖ: 16.12.14

Link für BD: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=57952
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Beitragvon jogiwan » 21. Dez 2014, 10:38

Eigentlich sind Schottergruben-Endzeitfilme aus dem Land des Stiefels ja genau mein Ding, doch irgendwas muss Guiliano Carnimeo mit seinem Streifen falsch gemacht haben, da trotz aller Zutaten und dem reißerischen Titel dabei nur so ein dröges Teil herausgekommen ist. „The Executor“ ist ja auch eher ein Held wider Willen, der wahlweise auf den Namen „Alien“ oder „Tiger“ hört mit einem nervigen Kind auf der Suche nach Wasser durch ein Western-artiges Endzeit-Szenario stapft und eine Mad-Max-Imitationstruppe stößt. Der Streifen ist dabei um zwei größere Autoverfolgungsjagden herum konstruiert und bietet ansonsten eher viel Leerlauf, nerviges Gequatsche mit einer Portion Gesellschaftskritik, eine quengelnde Bratze mit mechanischem Innenleben und eine hübsche Minatur, die am Ende in die Luft gepustet wird. Da kann selbst die ein- oder andere brutale Szene nichts mehr retten und wenn dann auch noch die Mutanten aus dem Hut gezaubert werden, ist sowieso alles aus. Nö, das war wohl eher nix Herr Carnimeo und auch die neue Blu-Ray-Disc von Ascot-Elite, die auf einem französischen Master basiert, ist zwar besser wie die bisherige DVD-VÖ, aber auch nicht das Gelbe vom Ei.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Beitragvon italostrikesback » 4. Mai 2015, 23:15

WOW! Es hat sich mal echt gelohnt auf die Xcess Veröffentlichung zu warten. :) :) :)
Mit 100% Sicherheit ist das die beste deutsche Veröffentlichung eines Italo Endzeitfilms
und das schreibe ich nicht nur, weil der Film in HD veröffentlicht wurde.
Morgen mehr dazu........
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Beitragvon italostrikesback » 5. Mai 2015, 22:36

Ich möchte gern ein paar Worte zu der schönen Xcess Veröffentlichung loswerden.

Zum Film:
Der Streifen ist von Anfang bis zum Ende gut gemacht und hat keine Längen.
Mir gefällt, die für Italo Endzeit Genre Verhältnisse, überdurchschnittliche Inszenierung,
die innerhalb dieses Sub Genres keine Makel aufweist und sich sogar wohltuend abhebt.
Der Film sprüht nur so vor tollen kleinen Einfällen, Auto und Motorrad Stunts, Explosionen, netten Brutalitäten
und, ganz ungewohnt für die Art von Film, überraschenden kleinen Wendungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte.
Ein Anti Held, der eigentlich ein egoistischer Schweinehund ist, eine rotzfreche Kopie des Irokesen aus MAD MAX 2 und ein Kind
dass die eigentliche Identifikationsfigur im Film bildet.
Hier ist der kleine Junge ausnahmsweise nicht nervend, wie in SILBERSATTEL oder METROPOLIS 2000, sondern ziemlich cool und gibt es dem eigentlichen "Helden" immer wieder knüppeldick, sei es verbal oder in Aktion.
Hier spielt auch die sehr hochwertige deutsche Kinosynchronisation eine wesentliche Rolle.
Man findet sogar so etwas wie Tiefe in den Charakteren, was für dieses Genre eher die Ausnahme darstellt.
Ich habe mir den Film gleich an zwei Abenden angesehen und zähle ihn jetzt schon neben METROPOLIS 2000, RIFFS 1+2, PACO, FIREFLASH, LAST WARRIOR zu meinen Lieblingen.
Trotzdem möchte ich nochmal anmerken, dass der EXECUTOR mit keinem dieser Filme vergleichbar ist.
Alle genannten Filme haben etwas eigenes was mir außerordentlich gefällt.

Im Italo Endzeit Genre Rahmen gibt es eine 10/10
Hier stimmt nicht nur der Wohlfühlfaktor, sondern hier waren echte Profis am Werk.


Zum Mediabook:
Das Mediabook dürfte bisher die beste deutschsprachige Veröffentlichung eine Italo Endzeit Films darstellen,
weil es schon sehr liebevoll gemacht ist.
Eine schöne Covergestaltung, die nicht Fingerabdruck empfindlich ist und ein interessant geschriebenes Booklet mit Aushangfotos verschönert. Der Booklet Text geht auf das Thema "Italienische Rip Offs" und auf den Film ein.
Die Menügestaltung ist einfach aber gelungen, weil sie simple und ohne viel Schnickschnack das Filmplakatmotiv zeigt.

Zum Bonus:
Der Audiokommentar ist eine lockere Analyse des Films und hat natürlich nicht den Anspruch eines Markus Stiglegger aber er unterhält sehr gut und macht dem Zuhörer noch so Einiges bewusster, was man während des Films zu Gesicht bekommen hat.
Speziell bei diesem Film ist der enthaltene Vergleich zum deutschen Vor und Abspann sehr interessant.
Desweiteren gibt es auch noch den französischen Vor und Abspann.
Die Drehortvergleiche finde ich wirklich sehr gelungen, weil der Film tolle Aufnahmen von Almeria beinhaltet.
Es gibt auch noch zwei laufende Bildergalerien mit deutschen und spanischen Aushangfotos.

Bekannterweise hatte Xcess nach dem deutschen Original Kinotrailer gesucht und hatte wohl kein Glück einen zu finden,
allerdings ist der enthaltene Trailer so gut gemacht, dass man fast meinen möchte, man hätte einen Originaltrailer aus den 80ern vor Augen. Klasse! In einem anderen Forum kam schon die Frage auf, ob dass der echte Trailer sei, weil man beim Ansehen schon kurz ins Grübeln kommt. Ein wirklich gelungener Trailer!
Zusätzlich zur deutschen Sprache gibt es dann sogar noch die englische Synchro mit zuschaltbaren Untertiteln.

Zur Bild und Tonqualität:
Ich bin kein Bildprofi aber das Bild sieht im Verhältnis zu anderen Filmen dieser Art sehr gut aus, wenn auch weit entfernt von perfekt.
Angeblich soll die Materiallage nicht berrauschend gewesen sein aber mit dem Ergebnis bin ich schon wirklich sehr zufrieden.
Ein Bildvergleich zur wahrscheinlich etwas schlechteren Ascot Blu-ray würde mich brennend interessieren.


Das Xcess Mediabook ist für mich ein unerwartetes kleines Highlight und der Film ebenso.
Ich bin froh dass ich auf das Xcess Mediabook gewartet habe und spreche meine ehrliche Empfehlung aus.

Wer noch entscheidet zwischen Xcess oder Ascot und wer Italo Enzeit wirklich mag, sollte zum, für das Genre seltenen Mediabook greifen. Bisher wäre mir nämlich kein Italo Endzeit Trash Mediabook bekannt.
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Beitragvon Theoretiker » 19. Jul 2015, 20:40

Ich habe die Ascot-BD noch nicht gekauft, weiß jemand (italo?), inwieweit die Laufzeitunterschiede relevant sind? Die € 20,- Preisunterschied sind ja nicht gerade wenig...
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Beitragvon italostrikesback » 20. Jul 2015, 13:44

Theoretiker hat geschrieben:Ich habe die Ascot-BD noch nicht gekauft, weiß jemand (italo?), inwieweit die Laufzeitunterschiede relevant sind? Die € 20,- Preisunterschied sind ja nicht gerade wenig...


Ich würde eher die XCess nehmen, alleine wegen der Titelsequenz und dem Bonus.


Das schrieb mir Xcess vor Erscheinen auf Facebook:
Hi, das ist folgendermaßen. Zuerst muss man sagen, dass EXECUTOR extrem schwierig ist von den Materialien her. Lange gab es gar nix, deswegen gibts auch keine anständige DVD. Alles, was noch existiert, ist nicht gerade berauschend. Unklar ist, ob das durch schlechte Lagerung kommt oder einfach schon immer so aussah. Es gibt zwei HD-Abtastungen, eine von einer französischen Archivkopie und eine von einem nicht gut erhaltenen Internegativ. Die Abtastung der Kopie ist aber besser und dient sowohl bei der Ascot-Scheibe als auch bei uns als Master. Wir haben uns allerdings hingesetzt und Kopien-typische Probleme wie fehlende Bilder, Filmrisse und die Original-Credits aus der 2. Abtastung wieder eingefügt, deswegen sprechen wir bei uns von "restauriert". Insgesamt ist die Fassung auch ein klein wenig länger. Außerdem haben wir die englische Tonspur mit UT drauf, die Ascot hat nur Deutsch.
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Re: The Executor - Der Vollstrecker - Giuliano Carnimeo (1983)

Beitragvon Arkadin » 30. Mär 2016, 13:45

Nach dem großen Atomkrieg ist das Wasser knapp geworden. Eine Gruppe Überlebender hat sich in eine Höhe zurückgezogen, wo sie Nahrungsmittel züchten. Doch ohne Wasser wird es auch bald keine Nahrung mehr geben. Der Vater des jungen Tommy (Luca Venantini) ist einst losgezogen, um die letzten Wasser-Reservoirs zu finden, doch er kehrte nie zurück. Nun wird ein letzter Trupp in die Wüste geschickt, um das kostbare Nass zu den Überlebenden zu bringen. Tommy hat sich in einen der Tanker geschlichen, mit denen das Wasser transportiert werden soll. Als der Convoy von Crazy Bull (Fernando Bilbao) und seiner wilden Bande überfallen wird, kann Tommy als Einziger entkommen. Auf der Flucht trifft er den Einzelgänger Tiger (Robert Iannucci), der ihm nicht ganz selbstlos auf der Suche nach dem Wasser hilft. Bald schon werden sie aber erneut mit Crazy Bull und seinen Leuten konfrontiert und gefangengenommen…

Als 1981 in Australien ein einsamer „Road-Warrior“ namens „Mad Max“ durch die Wüste bretterte, war dies nicht nur ein weltweiter Erfolg, sondern hatte auch einen großen Einfluss auf die italienische Filmproduktion. Dort hatte man eben noch versucht, sich ein großes Stück vom „Krieg der Sterne„-Kuchen abzuschneiden, jetzt schwenkte man um auf die weitaus kostengünstiger herzustellenden Endzeitfilme. Bereits 1982 kamen die ersten Italo-Kracher auf dem Markt: Joe D’Amatos „2020 – Texas Gladiators“ und die beiden hervorragende „Metropolis 2000“ (der beste Film, der jemals in einer Kiesgrube gedreht wurde) und „The Riffs – Die Gewalt sind wir!„, beide von Action-Spezialist Enzo G. Castellari. 1983 war dann das große Jahr der italienischen Endzeitfilme. Gleich neun (!) Produktionen kamen in diesem einem Jahr ins Kino. Danach flaute der Ausstoß an Italo-Endzeit ebenso schnell wieder ab, wie er gekommen war. Bis 1989 folgten nur noch 12 weitere Filme, die gerne noch damals populäre US-Produktionen wie „The Terminator“ oder „The Running Man“ mit in die postapokalyptische Suppe mischten. Giuliano Carnimeos „The Executor – Der Vollstrecker“ kam während des Hochjahres 1983 raus und imitierte ganz schamlos das große Vorbild „Mad Max 2“. Während der italienische Titel „Il giustiziere della strada“ ungeniert den US-Titel „The Road Warrior“ kurzerhand ins Italienische übersetzt, klatschten die Deutschen ihrem „Executor“ noch den selben Zusatz – „Der Vollstrecker“ dran, der hierzulande auch schon „Mad Max 2“ zierte.

Regisseur Giuliano Carnimeo kommt vom Italo-Western, wo er unter dem Pseudonym Anthony Ascot häufig mit George Hilton zusammen drehte. Sein schönster Film dürfte allerdings der Giallo „Das Geheimnis der blutigen Lilie“ mit der wunderschönen Edwige Fenech (und natürlich George Hilton) sein, der im Original den poetischen Titel „Perché quelle strane gocce di sangue sul corpo di Jennifer?“ trägt. Sein letzter Film, „Ratman“ war dann 1989 weniger schön ausgefallen und vor allem dadurch bekannt geworden, dass hier der mit 72cm kleinste Mensch der Welt, Nelson de la Rosa, die titelgebende Mutation spielt. Immerhin konnte Carnimeo dort auf bekannte Genregrößen wie David Warbeck, Janet Agren und Werner Pochath zurückgreifen. Große Namen findet man in „The Executor“ vergeblich. Zwar tauchen in Nebenrollen der damals sehr gut beschäftigte „italienische Peter Lorre“ Luciano Pigozzi alias Alan Collins und „Django„-Bösewicht Eduardo Fajardo auf, doch insbesondere Fajardo dürfte seinen Part an einem Nachmittag abgedreht haben. Filmbösewicht Fernando Bilbao kennen die Spezialisten aus seinen Auftritten in diversen Jess-Franco-Filmen oder Christian Anders unglaublichen „Die Brut des Bösen„. was man seinem Film durchaus ansieht. Die beiden nominellen Hauptdarsteller Robert Iannucci (ein Model) und die attraktive Alicia Moro sind demgegenüber unbeschriebene Blätter. Wobei die Moro immerhin noch in so schrägen Werken wie Juan Piquer Simóns „Slugs“ und José Ramón Larraz‘ „Edge of the Axe“ dabei war. Robert Iannucci sollte nach „The Executor“ für immer von der Bildfläche verschwinden.

Der gelockte Iannucci macht seine Sache in „The Executor“ aber nicht schlecht. Wobei auch keine großen schauspielerischen Anforderungen an seine Rolle gestellt werden. Im Grunde fährt oder latscht er nur durch die Gegend und gibt mehr oder weniger coole Sprüche von sich. Dabei wirkt er zwar immer ein wenig zu gutaussehend und weich, aber da hat man schon schlimmeres gesehen. Immerhin praktiziert er keine unnatürliche Körperhaltung wie sein Kollege Mark Gregory in den beiden „The Riffs“-Filmen. Iannucci Rolle heißt „Tiger“ und soll ein ganz abgebrühter Hund sein. Tatsächlich überlässt er einmal das Kind Tommy ohne mit den Wimpern zu zucken der Schurkenbande, doch natürlich rettet er es dann in letzter Sekunde. Wobei er sich damit immerhin so viel Zeit lässt, dass der arme Tommy seines Armes verlustig geht. Tommy wird von Luca Venantini gespielt, der im Vorjahr auch in „Ein Zombie hing am Glockenseil“ mitgespielt hat und heute noch sporadisch vor der Kamera aktiv ist. Sein Vater ist der vielbeschäftige Nebendarsteller Venantino Venantini, der auch in „The Executor“ eine kleine Rolle hat. Leider ist Tommy das typische Filmkind. Nervig, neunmalklug und mit Gewalt auf „niedlich“ und „liebenswert“ getrimmt, was selbstverständlich nach hinten losgeht und die Abneigungen des Zuschauers nur noch befeuert. Immerhin haben die drei Drehbuchautoren – so denen auch Fulci-Stammautor Dardano Sacchetti gehört – hat man eine kleine Überraschung eingebaut. Als Tommy in einem gelungen Schreckenssekunde der Arm abgerissen wird, stellt sich heraus, dass dieser mechanisch ist. Praktischerweise kann der von Pigozzi gespielte „Papillon“ diesen dann wieder anschrauben und auch noch so manipulieren, dass er zur tödlichen Waffe wird. Dass der junge Tommy – der vielleicht 11 oder 12 ist – dabei mit reichlich Bier abgefüllt wird, erklärt vielleicht, warum der Film lange Zeit in Deutschland auf dem Index stand. Einen Grund für diese vorbeugende Maßnahme ist nämlich sonst nirgendwo zu finden.

Carnimeo macht das Beste aus seinem geringen Budget. Die Drehorte beschränken sich auf eine Kiesgrube, bei der man im Hintergrund auch schon mal kleine Häuschen und Schuppen stehen sieht, sowie eine Höhle, die in gleicher Ausstattung auch in Tonino Riccis im gleichen Jahr entstandenen „Rush“ Verwendung fand. Hier drapiert er alles um drei große Actionszenen herum. Einer mehr oder weniger spektakulären Autoverfolgung am Anfang, den Angriff der Bösen auf die Wassertanker der Gute – eine Szene, die bis hin zur Aufmachung des Anführers der Angreifer, so sehr „Mad Max 2“ nachempfunden ist, dass man man sie als durchaus als billige Kopie bezeichnen kann, sowie dem großen Finale am Schluss, welches Carnimeo mit Zeitlupenaufnahmen und Explosionen würzt. Dazwischen passiert nicht viel, oftmals sehen wir „Tiger“ und Tommy einfach beim Wandern durch die Kiesgrube zu. Kleinere Scharmützel, wie der Angriff der Strahlungsopfer bei der Wasserquelle, lockern das Ganze aber immer wieder so gut auf und helfen über einige Längen und den nervigen Tommy hinweg. Keine große Hilfe ist allerdings die Musik von Detto Mariano, welche von obskur, aber hörbar bis hin zu sinnlosem Gefiepe reicht.

Western-Regisseur Giuliano Carnimeo alias Anthony Ascot ist Routinier genug, um sein ausgesprochen kostengünstiges Kiesgruben-„Mad Max“-Rip-Off „Der Executor“ trotz einiger Längen, eines nicht gerade charismatischen Haupt- und eher nervigen Kinderdarstellers recht unterhaltsam zu gestalten.

Screenshots: http://www.filmforum-bremen.de/2015/02/ ... lstrecker/
Früher war mehr Lametta
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