Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino (1986)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

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Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino (1986)

Beitragvon Santini » 16. Dez 2009, 00:03

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Originaltitel: Vendetta dal futuro

Herstellungsland: Italien / 1986

Regie: Sergio Martino

Darsteller: Daniel Greene, Janet Agren, Claudio Cassinelli, George Eastman, Robert Ben, Pat Monti, Andrea Coppola, Donald O'Brien, John Saxon u. A.

Story:

Der Cyborg Paco Queruak soll im Auftrag eines Konzerns einen Politiker töten. Das restliche menschliche Gewissen das er noch besitzt, hält ihn davon ab sein Opfer zu töten, und bringt ihn dazu zu fliehen.
Aber die Killer des Konzerns sind ihm bereits auf den Fersen...


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Trivia:

Darsteller Claudio Cassinelli verstarb am 12. Juli 1985 während der Dreharbeiten zum Film bei einem Helikopter-Unfall.
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Nello Pazzafini » 18. Feb 2010, 14:21

Santini hat geschrieben:Bild

Originaltitel: Vendetta dal futuro

Herstellungsland: Italien / 1986

Regie: Sergio Martino

Darsteller: Daniel Greene, Janet Agren, Claudio Cassinelli, George Eastman, Robert Ben, Pat Monti, Andrea Coppola, Donald O'Brien, John Saxon u. A.

Story:

Der Cyborg Paco Queruak soll im Auftrag eines Konzerns einen Politiker töten. Das restliche menschliche Gewissen das er noch besitzt, hält ihn davon ab sein Opfer zu töten, und bringt ihn dazu zu fliehen.
Aber die Killer des Konzerns sind ihm bereits auf den Fersen...


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Trivia:

Darsteller Claudio Cassinelli verstarb am 12. Juli 1985 während der Dreharbeiten zum Film bei einem Helikopter-Unfall.

Ein weiteres Italo Highlight wenn man auf diese art filme steht! Kruzweilige trashige Unterhaltung, da brauchst eine anständige DVD bitte!
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Blap » 17. Apr 2010, 11:42

Paco - Die Kampfmaschine des Todes (Italien 1986, Originaltitel: Vendetta dal futuro)

Der fiese Konzernboss Turner (John Saxon) will einen lästigen Reformpolitiker beseitigen lassen. Da trifft es sich gut, dass man eine Gestalt wie Paco Queruak (Daniel Greene) zur Verfügung hat. Der Bursche verunfallte einst zu Mettgut, wurde jedoch zusammengeflickt, die defekten Teile ersetzte man durch Mechanik und Elektronik. Damit die Mensch-Maschine nach den Vorstellungen der Befehlshaber funktioniert, hat man selbstverständlich das Gedächtnis des Unglücklichen gelöscht. So taucht Paco schliesslich bei seinem Ziel auf, aber irgendetwas in ihm lässt ihn ahnen, dass er im Begriff ist ein Unrecht zu begehen. Der Teilcyborg verübt daher nur einen halbherzigen Anschlag, ganz bewusst tötet er den Politiker nicht, sondern fügt ihm lediglich eine Verletzung zu. Paco gelingt die Flucht vor der Polizei, doch nun wollen ihn der äusserst verärgerte Turner loswerden. Paco findet im abgelegenen Hotel der hübschen Linda (Janet Agren) Unterschlupf. Der großmäulige Raoul (George Eastman) gerät bald mit dem Flüchtigen aneinander. Natürlich kann Paco den Schwachmaten locker in seine Schranken weisen. Wirkliche Gefahr geht von den Häschern aus, die Turner längst auf die Fährte des Abtrünnigen angesetzt hat. Sogar die Dienste eines namhafter Profikillers aus Europa (Claudio Cassinelli) werden in Anspruch genommen. Ein blutiger Showdown scheint unausweichlich...

Regisseur Sergio Martino hat einen Platz in meinem Herzen sicher, schliesslich verdankt ihm die Filmwelt einige der schönsten Gialli überhaupt. Für Filme wie "Der Killer von Wien" (Lo strano vizio della Signora Wardh, 1971) oder "Your Vice is a locked Room and only I have the Key" (Il tuo vizio è una stanza chiusa e solo io ne ho la chiave , 1972), kennt meine Begeisterung keine Grenzen. Auch im Western und Polizeifilm war Martino aktiv, Komödien gehörten zu seinem Betätigungsfeld, nach dem Niedergang des italienischen Genrekinos war (und ist) er als Regisseur für das Fernsehen aktiv. In den achtziger Jahren war das italienische Kino schon angeschlagen, trotzdem ereilten uns noch jede Menge herrlicher Streifen. Martino beglückte die Fans 1983 mit dem Endzeit-Trasher "Fireflash - Der Tag nach dem Ende" (2019: Dopo la caduta di New York), 1986 stürmte "Paco der freundliche Schmalspur-Terminator" durch sein staubiges Abenteuer. Daniel Greene passt gut in Rolle des zur Kampfmaschine umgebastelten Menschen, man sollte ihn noch in diversen Produktionen sehen, aber "Paco" scheint mir der erinnerungswürdigste Auftritt zu sein. Janet Agren freundet sich mit dem rätselhaften Fremden an, nach und nach fasst man Vetrauen zueinander. Als Paco seiner neuen Freudin mit zerknirschtem Gesicht den Terminator-Unterarm präsentiert, erträgt diese den Anblick dann auch mit angemessener Fassung. Die Highlights der Besetzung sind allerdings in den Nebenrollen zu finden. George Eastman ist immer ein gern gesehener Gast, egal ob freundlich oder als Bösewicht, egal ob er seine Eingeweide verspeist oder mit geschlossener Hose Frau Gemser nagelt. Was auch immer Eastman veranstaltet, der Spassfaktor ist nie zu verachten. John Saxon wütet als skrupelloser Bonze durchs Szenario, ständig faltet er seine Schergen zusammen, bis er schliesslich selbst zur Wumme greift. Chefsache bleibt Chefsache. Leider hat der Film auch eine tragische, sehr traurige Seite. Claudio Cassinelli -den ich sehr schätze- verstarb während der Dreharbeiten durch einen Unfall. Cassinelli wurde lediglich 47 Jahre jung, er wirkte in einigen Perlen des Italokinos mit. Als Beispiele seien "Der Tod trägt schwarzes Leder" (La polizia chiede aiuto, 1974), "Morte sospetta di una minorenne" (1975) und "Die weiße Göttin der Kannibalen" (La montagna del dio cannibale, 1978) genannt. Die beiden letztgenannten Filme entstanden ebenfalls unter der Regie von Sergio Martino, auch mit Lucio Fulci arbeitete Cassinelli mehrfach zusammen. Donal(d) O'Brien ist kurz mit von der Partie, ihm wird von Turners Killerkommando übel mitgespielt.

Was Sergio Martino anpackt hat immer handwerkliche Qualität und ist sauber inszeniert. Sicher, längst nicht jedes seiner Werke hat die Klasse eines "Der Killer von Wien", doch selbst bei leicht trashigen Sausen wie "Paco" ist immer die Hand eines fähigen Machers zu erkennen. "Paco" benötigt ein wenig um so richtig in die Gänge zu kommen, die letzte halbe Stunde macht dafür aber umso mehr Spass. Es kracht und scheppert, es wird geblutet und gestorben, und dann wäre da noch diese prachtvolle Laserkanone, die Meister Saxon schliesslich selbst anlegt um den lästig gewordenen Paco zu beseitigen. Der Score von Claudio Simonetti untermalt das Treiben auf angenehme Weise. Zwar nicht so prägnant und packend wie diverse Goblin Soundtracks, doch es kann ja nicht immer die Qualität der Filmmusiken zu "Dawn of the Dead" oder "Profondo Rosso" erreicht werden. Obwohl der Streifen an manchen Stellen ein wenig mehr Tempo gebrauchen könnte, stellt das Endergebnis mehr als zufrieden. Würde die Klasse der letzen halben Stunde während der gesamten Laufzeit geboten, müsste ich dem Werk sofort einen Platz auf meinem Alter freimachen. In der vorhandenen Form reicht es dann zwar nicht für die höchsten Weihen, ein "gut bis sehr gut" hat sich der Film aber ohne Zweifel verdient! Leider liegt keine vernünftige DVD-Auswertung vor, ich hoffe ein Label erbarmt sich irgendwann! Ich danke dem edlen Spender und Filmfreund für die mir überlassene Version!

7,5/10

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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Doppelgaenger » 25. Nov 2010, 08:54

Wirklich ein feiner Trashfilm :) Würde mich freuen wenn da endlich mal eine DVD - Veröffentlichung erscheinen würde.
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Santini » 24. Mai 2011, 23:04

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Englischer Ton.
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon DrDjangoMD » 24. Mai 2011, 23:14

Janet Agren, John Saxon UND George Eastman in einem Film von Sergio Martino mit einem Cyborg der den Namen des Standartmexikaners jedes Italowesterns, der im Hintergrund umfällt, wenn man einen Schuss hört, trägt - wow, das klingt wie der tollste Film aller Zeiten, an den muss ich umbedingt irgendwie rankommen! :sabber:
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon AL NORTHON » 25. Mai 2011, 11:34

Den Film hab ich schon oft gesehehn,finde den echt unterhaltsam.PACO der Schlangenköpfer...
Martino und "Paco" haben sich nochmals zusammengetan für AMERICAN RIKSCHA.
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon untot » 10. Okt 2011, 14:23

Was soll ich sagen, Paco rockt das Haus, einfach kultig.
Paralellen zu "Over The Top" kommen einem in den Sinn, nur hat Hollywood hier scheinbar von den Italieneren geklaut, wenn man den Jahreszahlen in der OFDb glauben schenken darf...
Egal eigentlich, die Italiener machen sowieso die besseren Filme. :mrgreen:
Paco ist jedenfalls ein Cyborg zum knuddeln, deswegen gibts hier auch...

8/10
Zuletzt geändert von untot am 10. Okt 2011, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon jogiwan » 10. Okt 2011, 15:00

aus meinem Filmtagebuch:

"Paco" ist natürlich ein verdammt cooler Film mit dem Mann, der mit Rocky im Ring stand, dann aber leider doch nicht wie erwartet durchgestartet ist. Warum eigentlich lässt sich jedoch nicht wirklich nachvollziehen, da Herr Daniel Greene in dem Streifen eigentlich alles richtig macht, als gefühlvolle und zurückhaltende Todesmaschine glänzt und sogar eine derart eindrucksvolle Szene mit John Saxon hat, dass die Zuschauer im Kino sogar zu Spontan-Applaus hingerissen wurden. Ganz toller, wenn auch etwas trashiger Streifen, der zum Schluss sogar existenzielle Züge annimmt und auch ansonsten beste Action-Unterhaltung mit dem Herz am richtigen Fleck präsentiert. Sowas dann auch noch ungekürzt im Kino sehen zu dürfen ist natürlich der Kracher schlechthin und die beiden Filme in Kombination im derartigen Umfeld, mit derart netten Leuten und derart tollem Anlass zu sehen war mein absolutes (Genre-)Film-Highlight der vergangenen Jahrzehnte. 10/10
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Re: Paco - Die Kampfmaschine des Todes - Sergio Martino

Beitragvon Nello Pazzafini » 10. Okt 2011, 16:13

jogiwan hat geschrieben:aus meinem Filmtagebuch:

"Paco" ist natürlich ein verdammt cooler Film mit dem Mann, der mit Rocky im Ring stand, dann aber leider doch nicht wie erwartet durchgestartet ist. Warum eigentlich lässt sich jedoch nicht wirklich nachvollziehen, da Herr Daniel Greene in dem Streifen eigentlich alles richtig macht, als gefühlvolle und zurückhaltende Todesmaschine glänzt und sogar eine derart eindrucksvolle Szene mit John Saxon hat, dass die Zuschauer im Kino sogar zu Spontan-Applaus hingerissen wurden. Ganz toller, wenn auch etwas trashiger Streifen, der zum Schluss sogar existenzielle Züge annimmt und auch ansonsten beste Action-Unterhaltung mit dem Herz am richtigen Fleck präsentiert. Sowas dann auch noch ungekürzt im Kino sehen zu dürfen ist natürlich der Kracher schlechthin und die beiden Filme in Kombination im derartigen Umfeld, mit derart netten Leuten und derart tollem Anlass zu sehen war mein absolutes (Genre-)Film-Highlight der vergangenen Jahrzehnte. 10/10


das kann man ja gar nicht schöner sagen & beschreiben, Jogi trifft den Nagel auf den Kopf! Wirklich ein Erlebnis Paco im Kino! :D :thup:
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