Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Worth

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

Moderator: jogiwan

Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Worth

Beitragvon Santini » 4. Jun 2011, 20:48

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Herstellungsland: Italien / 1983

Originaltitel: Il Giustiziere della terra perduta

Regie: David Worth

Darsteller: Robert Ginty, Fred Williamson, Donald Pleasence, Persis Khambatta, Ennio Antonelli u. A.

Story:

Irgendwann ... in einer anderen Zeit ... Der allmächtige, pervers veranlagte Diktator PROSSOR (Donald Pleasence) hat ein perfektes, eiskaltes System der Unterdrückung installiert. Seine Todes-Schwadron, die "OMEGA, vernichtet alle, die den Wunsch nach Freiheit haben, die Kämpfer für den "neuen Weg". MCWAYNE und seine Tochter NASTASIA führen die kleine Widerstandstruppe gegen PROSSOR und seine schreckliche OMEGA. Sie haben keine Chance ... doch dann kommt er: THE LAST WARRIOR (Robert Ginty) mit seiner Super-Computer-Kampfmaschine ... und die Jagd beginnt .. durch Raum und Zeit ... ein Duell auf Leben und Tod bis zum alles vernichtenden Finale..


www.youtube.com Video From : www.youtube.com



"In einer vom Atomkrieg zerstörten Welt verhilft ein Einzelgänger einer Gruppe Rebellen zum Sieg über die Tyrannei. Weiterer postatomarer Actionfilm voller einschlägiger Klischees, der Kampfszenen und Massenblutbäder aufdringlich auskostet." Katholischer Filmdienst


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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon purgatorio » 5. Jun 2011, 07:28

Was für ein Zufall - dazu hatte Il Gobbo erst vor zwei Tagen einen Schnittbericht(.com) rausgehauen :D gibt's da etwa eine geheime Verbindung, von der wir besser nix wissen sollten?
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Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon Onkel Joe » 11. Jun 2011, 16:49

Santini hat geschrieben:Bild


Der Kopf von Ginty ist auf dem Bild aber leicht zerknautscht würde ich sagen :kicher: .
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Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon igore » 12. Jun 2011, 09:27

ahh, ich liebe diesen film. allein der anfang mit dem sprechenden motorrad ist bombe. hab die dvd bereits geordert und werde mal hier berichten wie sie geworden ist. angeblich wurden fehlende textpassagen sogar nachynchronisiert.
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon jogiwan » 14. Jan 2012, 08:47

Gute Nachrichten für alle Endzeit-Action-Fans....

schnittberichte.com hat geschrieben:
The Last Warrior - Uncut-Fassung ab 18 Jahren freigegeben


Ehemals indizierter SciFi-Actioner nun ungeschnitten mit FSK-Siegel

1984 war kein gutes Jahr für den in Italien entstandenen Sci-Fi-Actioner The Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt, denn nicht nur lief er nur gekürzt im Kino und erschien später auch geschnitten auf VHS, sondern wurde er obendrein von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften auf den Index gesetzt. Dort verweilte er die vollen 25 Jahre und wurde nach erneuter Sichtung aus der Liste entlassen.

Am 16. Februar 2012 schließt sich der Kreis für den Titel, denn dann wird ihn Rechteinhaber Infopictures über KNM Home Entertainment in den deutschen Handel bringen. Auf dem Cover prangt das KJ-Siegel der FSK. Ein Fortschritt somit zu den seit Mai 2011 erhältlichen, aber ungeprüften DVDs von Retrofilm. Zensuren waren für den Segen der FSK nicht nötig, wie man uns beim Label mitteilen konnte.

it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon horror1966 » 8. Apr 2012, 16:09

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The Last Warrior - Der Kämpfer einer verlorenen Welt
(Il Giustiziere della terra perduta)
mit Robert Ginty, Persis Khambata, Donald Pleasence, Fred Williamson, Harrison Muller Sr., Philip Dallas, Laura Nucci, Vinicio Ricchi, Geretta Geretta, Daniel Stephen, Stefano Mior, Scott Coffey
Regie: David Worth
Drehbuch: David Worth
Kamera: Giancarlo Ferrando
Musik: Daniele Patucchi
Keine Jugendfreigabe
Italien / USA / 1983

Ein einsamer Krieger in einer post-apokalyptischen Welt… Bei seinen Streifzügen auf seinem High-Tech Motorrad trifft der Warrior in der postapokalyptischen Welt auf eine Resistancebewegegung. Diese bittet ihn, ihren Anführer Professor McWayne aus den Klauen des despotischen Tyrannen Prossor zu befreien. Zusammen mit der schönen Nastassia macht sich der Warrior auf, Prossors Stadt zu infiltrieren, um den zu Tode verurteilten McWayne zu befreien...


Bei dieser italienisch-amerikanischen Produktion darf man keinesfalls normale Bewertungs-Maßstäbe anlegen, denn rein filmisch gesehen handelt es sich um eine ziemlich sinnbefreite Low Budget Produktion, wie man sie gerade in den 80er Jahren zu Hauf angetroffen hat. Wie bei etlichen anderen Filmen in dieser Zeit hat man sich ganz klar an dem großen Vorbild "Mad Max" orientiert, nur sollte man die beiden Filme keinesfalls miteinander vergleichen. "The Last Warrior" ist vielmehr eine herrlich trashige Kombination aus Endzeitfilm-und SCI/FI, wobei die Endzeit-Note eigentlich weniger durchscheint. Das Szenario ist zwar dementsprechend gestaltet worden, doch es fehlt an der nötigen Atmosphäre um eine wirkliche Endzeit-Stimmung aufkommen zu lassen. Umso mehr besticht dieses Werk durch eine stellenweise grell-bunte Inszenierung, die sich sowohl in den Kulissen, aber insbesondere in den schrillen Figuren wiedergibt. Grell geschminkt und mit extrem bunten Klamotten ausgestattet, spiegelt das Geschehen perfekt die bunten 80er wieder und gestaltet sich fast schon wie eine kleine Zeitreise in die damalige Zeit.

Es ist von der ersten Minute ganz eindeutig zu erkennen, in welche Richtung die Geschichte tendiert, denn die Einführung des Warriors und seinem sprechenden Motorrad ist einer der absoluten Höhepunkte einer Story, die man beim besten Willen nicht so ernst nehmen sollte. Irgenwie wird man an die TV-Serie "Knight Rider" erinnert, nur das es sich hier um einen sehr trashigen "KITT" auf zwei Rädern handelt. Die Stimme des im Motorrad eingebauten Computers sowie im Prinzip die gesamte Geräuschkulisse des Filmes ist hier besonders zu beachten, denn meiner Meinung nach offenbart man an dieser Stelle eine herrlich naive Note, die dem Gesamtbild einen unglaublichen Charme verleiht. Salven aus Maschinengewehren hören sich hier an wie Blähungen mit Schalldämpfer, was ich allerdings als sehr witzig und stimmig empfunden habe. Zudem blinkt und piepst es in der futuristich angehauchten Endzeitwelt an allen Ecken und enden und auch dieses Element unterstreicht noch einmal zusätzlich den äußerst skurrilen Anstrich des Filmes.

Man sollte "The Last Warrior" definitiv nur aus dem Blickwinkel eines Trash-Liebhabers beobachten, denn ausschließlich aus dieser Sichtweise kann diese Geschichte funktionieren. Wer jedoch ein ernstzunehmendes Endzeit-Spektakel erwartet ist definitiv an der falschen Adresse, denn hier wird Italo-Trash der feinsten Sorte präsentiert. So darf man dann auch keinerlei Ansprüche an die Story oder die vorhandenen Dialoge haben, es zählt einzig und allein der reine Unterhaltungswert. Wer Filme wie "The Riffs" mag, dürfte auch hier auf seine Kosten kommen, denn von der Aufmachung her gibt es doch sehr viele Ähnlichkeiten. Eine witzige aber dennoch vollkommen sinnbefreite Handlung, schrille Farben und skurrile Figuren machen dieses Werk zu einer wahren Perle des Italo-Trash. Echte Cineasten würden wohl vielmehr die Nase rümpfen, da die Geschehnisse keinerlei Substanz bieten um in filmischer Hinsicht irgenwie zu überzeugen. Erstaunlicherweise ist der Film dennoch mit einigen bekannten Darstellern besetzt, denn ein Donald Pleasence, Robert Ginty und Fred Williamson sind doch aus etlichen anderen Produktionen her sehr bekannte Gesichter.

Letztendlich liegt eine Bewertung dieses Filmes im Auge des jeweiligen Betrachters denn wer einen ernstzunehmenden Genre-Beitrag erwartet, wird in vorliegendem Film zu einer niedrigen Punktzahl greifen. Wer jedoch ein Faible für witzigen Endzeit-Trash sein Eigen nennt, dürfte regelrecht begeistert sein. Ich persönlich liebe diese Art von Film und kann mich köstlich darüber amüsieren.


Fazit:


"The Last Warrior" ist rein objektiv nur einer bestimmten Zielgruppe zu empfehlen und diese muss eine Vorliebe für skurrile und teils grelle Trash-Szenarien haben. Wer diese Voraussetzung erfüllt wird mit einem herrlichen Film belohnt, der in allen Belangen ein typisches Produkt der 80er Jahre ist und über seinen ganz eigenen Charme verfügt.


7/10 Trash-Granaten
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon Blap » 24. Jul 2012, 21:56

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The Last Warrior - Der Kämpfer einer verlorenen Welt (Italien 1983, Originaltitel: Il giustiziere della terra perduta)

Robert dreht auf, Donald dreht durch

Wir kennen das Szenario. Mal wieder wütete ein Atomkrieg, mal wieder liegt die Zivilisation zerschmettert am Boden. Josh McBride (Robert Ginty) brettert mit seinem flotten Moped durch diese trostlose Welt, hinter jeder Kurve lauert der Tod (oder ein Gehilfe des Sensenmannes). Einerseits treiben Schergen des gnadenlosen Diktators Prossor (Donald Pleasence) ihr Unwesen, andererseits ist diverser Pöbel auf der Suche nach Opfern. McBride geht seinen eigenen Weg, eines Tages führt ihn ein Unfall jedoch in das Gebiet der Widerstandsbewegung. Freundlicherweise heilen die Damen und Herren die Verletzungen ihres Gastes. Mehr noch, sie halten den einsamen Burschen für den Auserwählten, er soll Professor McWayne (Harrison Muller Sr.) aus den Fängen Prossors befreien. McWayne ist der Denker und Lenker des Widerstands, für den Zusammenhalt der Bewegung unerlässlich. Trotz seiner Zweifel begibt sich McBride gemeinsam mit McWaynes Tochter Nastasia (Persis Khambatta) in die Höhle des Löwen. Im Herrschaftsbereich des Despoten greifen dessen Omega-Truppen mit aller Härte durch, dennoch kann der Professor befreit werden und mit McBride fliehen. Leider Nastasia verletzt zurück, fürchterliche Folterungen erwarten die junge Frau, Prossor kümmert sich persönlich um seine Beute...

Endzeit aus Italien, ich liebe es! Aus der Hochzeit des Genres stammt der kurz vorgestellte Streifen. Sicher kein Chef auf diesem wundervollen Spielfeld, für Fans jedoch eine angenehme Ergänzung zu den Überfliegern. Übermächtige Schätze drängen "The Last Warrior" in die zweite Reihe, es folgen ein paar Beispiele:

• Fireflash – der Tag nach dem Ende (1983/ 2019: Dopo la caduta di New York / Regie: Sergio Martino)
• Metropolis 2000 (1982 / I nuovi barbari / Regie: Enzo G. Castellari)
• Endgame – das letzte Spiel mit dem Tod (1983 / Endgame - Bronx lotta finale / Regie: Joe D'Amato)

Martino, Castellari, D'Amato! Weiterhin waren Grössen wie Lucio Fulci und Ruggero Deodato in diesem Gefilde unterwegs (teils in Randbereichen), gewissermaßen ein Sammelbecken verehrter Genre-Regisseure, konzentriert in einem recht überschaubaren Zeitfenster (es wurden nicht alle Herren von mir aufgezählt, ich bitte um Nachsicht). Zwar brachten die späteren achtziger Jahre weitere Endzeit-Sausen hervor, der Gipfel der Lust wurde aber fraglos in den Jahren 1982/83 errreicht!

Auf dem Regiestuhl von "The Last Warrior" nahm der Amerikaner David Worth Platz, für die Story zeichnet er ebenfalls verantwortlich. Die ganz grosse Karriere sollte Worth verwehrt bleiben, auf sein Konto gehen einige sympathische B-Knaller, z. B. mehrere Action-Flicks mit Cynthia Rothrock. Im Bonusbereich der mir vorliegenden DVD ist ein Interview mit David Worth zu finden, der sich wohlgesonnen über seinen Film äussert. "Kein guter Film, aber eine sehr lehrreiche Erfahrung und angenehmes Arbeitsklima", so die Kernaussage des Herrn Worth. Recht hat er, als "guter Film" geht sein Ausflug in die Endzeit eher nicht durch (was auch immer ein "guter Film" sein mag), indessen ist der Streifen verdammt unterhaltsam, kommt mit bizarren Einschüben daher, punktet gar mit einer gelungenen Überraschung! An Albernheiten mangelt es nicht, der Held hat einen vorlauten Computer in seinem Motorrad verbaut, "Einstein" gibt gern Widerworte und sorgt für manchen Schmunzler. Grosse Klasse die Kameraarbeit von Giancarlo Ferrando (der auch Martinos "Fireflash" gekonnt einfing), durch dessen Gespür und Können der Film massiv an Qualität gewinnt. Action kommt in Form von jeder Menge Geballer und wilden Verfolgungsjadgen daher, die Waffensounds tönen grotesk, hin und wieder gibt es satte Explosionen auf die entzüdeten Augen. Vor allem der Machtbereich des Fieslings wurde stilvoll angelegt, dazu gibt es ein paar obskure Sets, in des Diktators Diskothek verbringen die braven Bürger ihre Freizeit, verabreichte Tranquilizer sorgen für Ruhe und Ordnung im Stadtstaat. Endzeit geht nicht ohne eine Dosis Mutation, kurzzeitig müssen sich Held und Heldin mit bekloppten Retro-Morlocks rumärgen.

Robert Ginty verstarb leider 2009, er wird B-Filmfanatikern für immer als "The Exterminator" (1980) in bester Erinnerung bleiben. Ginty hat im Vergleich zu seiner Paraderolle an Profil gewonnen, erinnert mich an eine schmale Ausgabe von Roddy Piper. Persis Khambatta gibt sich kratzbürstig, die toughe Rolle steht ihr gut zu Gesicht, weibliche Reize sind auf diesem Tummelplatz des Irrsinns weniger gefragt. Donald Pleasence erwartungsgemäß grandios, der Mann ist stets eine sichere Bank. Pleasence hetzte dem legendären Serienkillermonster Michael Myers durch etliche Halloween-Aufgüsse nach, er gab im Bond-Kosmos die beste Ausgabe des Superschurken Blofeld, manchmal der Held, oft der Bösewicht, fast immer psychotisch, ein Mann für alle Fälle des trabenden bis galoppierenden Wahnsinns! Prossor ist ein ekelhafter Nazi, löscht aus was nicht passt, kleidet seine Truppen in an die SS angelehnte Klamotten. Eine bessere Besetzung als Donald Pleasence? Denkt nicht mal daran! Fred Williamson taucht in einer Nebenrolle auf. Jau, er ist einfach da, das reicht, Fred Williamson ist Fred Williamson ist Fred Williamson! Harrison Muller Sr. träumt von einer besseren Welt, die übrigen Gestalten fallen in die Kategorien "anonyme Metzelmasse", "Ekelfratzen", "Mutanten" und "Pöbel" (wahlweise kombinierbar).

Regisseur und Autor David Worth kann sich zwar nicht mit seinem Kollegen aus Italien messen, doch die starke Kameraarbeit von Giancarlo Ferrando, knuffige Einfälle und absurde Momente, die starke Besetzung, der gekonnte Umgang mit den Klischees des Genres, sorgen letztlich für ein kurzweiliges Vergnügen. Gerade kommt mir der Chor in den Sinn, mit dem uns Worth gegen Ende des Lichtspiels drangsaliert, unglaublich, diesen Erguss muss ich zwangsläufig ins Herz schliessen!

Mir liegt die DVD von Imperial Pictures vor, neben dem ungekürzten Film gibt es (nicht viele, aber interessante) Boni zu geniessen. Alternativ bietet Retrofilm Auflagen in Hartboxen an (die günstigere Imperial-DVD kommt im Amaray (Clone) ins Haus).

6,5/10 (mehr lässt die extrem starke Verwandtschaft nicht zu, in Gedanken addiere ich diverse Wohlfühlpunkte!!!)

Lieblingszitat:

"Ihre Bosheit muss bis zum Tode bekämpft werden!"

Die deutsche Synchro hat einige Entgleisungen in der Hinterhand, ich verzichte aus Rücksicht auf empfindliche Forianer auf entsprechende Zitate.
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Wo

Beitragvon Nello Pazzafini » 24. Jul 2012, 22:33

ich glaub da reicht mir meine fuckin :vhs: :D
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Worth

Beitragvon Theoretiker » 22. Aug 2015, 18:02

Leider kommt "Last Warrior" nicht an die großen Italo-Vertreter des Genres heran (geschweige denn an das Millersche Original). Lustig ist das "Knight Rider-Motorrad, das Tempo passt auch, die Kameraführung geht i.O. und die dt. Synchro bietet auch einige Schenkelklopfer.

Ein etwas größeres Budget wäre sicherlich hilfreich gewesen, nervig sind auch solche Dinge wie sehr penetrant nach Synthesizer klingende Schusswaffen und Horden sich erschießen lassender Bösewichter.

Nichtsdestotrotz bietet er für Endzeit-Trash-Affine durchaus noch passable Unterhaltung.

4/10 (auf der "normalen" Skala)
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Re: Last Warrior - Kämpfer einer verlorenen Welt - David Worth

Beitragvon buxtebrawler » 9. Aug 2016, 13:24

Bevor der US-Amerikaner David Worth Kampfsport-Filme wie „Karate Tiger 3 – Der Kickboxer“ oder „Lady Dragon“ drehte, ließ er sich im Jahre 1983 verpflichten, als seine dritte Regie-Arbeit die italienisch-US-amerikanische Koproduktion „The Last Warrior - Der Kämpfer einer verlorenen Welt“ zu inszenieren. Gerüchten zufolge habe es für den Endzeit-Rip-Off keinerlei Drehbuch, lediglich ein Filmposter gegeben. Den Rest habe man Worth‘ Fantasie überlassen…

Das Ergebnis liest sich zunächst wie folgt: Nach dem großen Atomkrieg düst Rider (Robert Ginty, „Der Exterminator“) mit seinem sprechenden Motorrad durch die Postapokalypse, wird von fremden Kämpfern angegriffen und in einen Unfall verwickelt. Als er aus der Ohnmacht erwacht, tritt eine im Verborgenen operierende Gruppe Rebellen mit der Bitte an ihn heran, sie im Kampf gegen des Despoten Prossor (Donald Pleasence, „Halloween – Die Nacht des Grauens“) zu unterstützen und Professor McWayne (Harrison Muller Sr., „Hansel and Gretel“) aus dessen Klauen zu befreien. Voller Skepsis lässt sich Rider überreden und begibt sich mit Professoren-Tochter Natasha (Persis Khambatta, „Star Trek – Der Film“) in die Hauptstadt zu Prossors Hauptquartier. Die Befreiung des Professors glückt, doch gelingt es Prossor und seiner „Omega Force“, Natasha gefangenzunehmen und sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Rider ist fest entschlossen, auch Natasha zu befreien…

Nicht viel Neues also in den italienischen Kieskuhlen und in die unausgegorene Handlung führt dann auch gleich mal eine geschwätzige, seitenlange Texttafel im „Krieg der Sterne“-Look inkl. Rechtschreibfehlern ein. Die dystopische Postapokalypse nimmt man dem Streifen kaum ab, zu prächtig grün erscheint die Landschaft außerhalb der Kiesgrube und Prossors Betonklötzen. Riders futuristisches Motorrad ist (zumindest in der deutschen Fassung) ähnlich mitteilungsfreudig wie The Hoffs Kumpel K.I.T.T. und damit nur einer von vielen albernen Einfällen. Robert Ginty mimt den schweigsamen desinteressierten erst Anti-, dann Helden, ohne seine Mimik überbeanspruchen zu müssen. Eindrucksvoller ist da Pleasence als Dr.-Evil-Lookalike, der eine nicht zufällig an das Dritte Reich und „1984“ erinnernde Diktatur aus dem Endzeitboden gestampft hat. In diese comichafte Überzeichnung reihen sich spaßmachende Masken, Stunts und Explosionen ebenso ein wie die eine oder andere krude Idee sowie Fred Williamson („The Riffs – Die Gewalt sind wir“) in einer Nebenrolle. Zahlreiche Verweise auf „Mad Max“ dürfen natürlich nicht fehlen. Herausragend indes ist Daniel Patucchis Synthesizer-Soundtrack, der sich auch losgelöst vom Film in Ohr gräbt, während die künstliche Geräuschkulisse z.B. bei Schüssen irritiert.

Wie so oft ist auch hier der (gar nicht mal so) verwüstete Kontinent vielmehr ein Dorf; den Eindruck einer in Scherben liegenden Welt, einer globalen Katastrophe und ihrer Folgen, kann Worth nicht vermitteln. Dafür lässt er aber eine Sekte wunderheilen und SS-Uniformen tanzen. Gar heiter ist’s nach dem Atomkrieg.

Genre-Aficionados werden ihre Freude haben; lediglich grundsätzlich Interessierte greifen besser zu anderen Italo-Beiträgen zum Subgenre.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
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