Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti (1980)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

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Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti (1980)

Beitragvon Santini » 7. Dez 2009, 21:10

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Originaltitel: L'Ultimo Cacciatore

Herstellungsland: Italien / 1980

Regie: Antonio Margheriti

Darsteller: David Warbeck, Tisa Farrow, Tony King, Bobby Rhodes, Margit Evelyn Newton, John Steiner, Massimo Vanni, Luciano Pigozzi u. A.

Story:

US-Offizier Harry Morris erhält während des Vietnamkrieges einen geheimen Spezialauftrag.
Er soll einen im Dschungel gelegenen Privatsender des Vietcong zerstören.
Dieser trägt wesentlich dazu bei, dass es mit der Moral und Stimmung der amerikanischen Soldaten bergab geht.
Harrys Begleitung sind zwei Soldaten und die verwegene Journalistin Jane.
Gemeinsam brechen die vier nun auf, um in der grünen Hölle Vietnams ihren Auftrag zu erledigen.
Was sie vorfinden, ist Folter und Zerstörung!


“Sie hassen den Vietcong.“

“Ich habe keine Zeit sie zu hassen. Ich töte sie.“


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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Santini » 12. Feb 2010, 00:16

Scan vom VMP Video-Katalog

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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Onkel Joe » 12. Feb 2010, 10:33

Klasse, du hast zu 100% ähnlich viel Scheiß rumfliegen zu Hause wie ich :lol: .
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Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Santini » 12. Feb 2010, 10:48

Onkel Joe hat geschrieben:Klasse, du hast zu 100% ähnlich viel Scheiß rumfliegen zu Hause wie ich :lol: .


Scheiß?! :o :shock:

Ich würde sagen total überflüssiger Dreckskram, den außer uns niemand haben mag und der in Hunderten von Schubladen vor sich her gammelt. :lol:

Ich fange erst an - much more things to come. ;)
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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Salvatore Baccaro » 6. Nov 2010, 00:28

Mir scheint es, dass die Italiener oftmals von (den meist amerikanischen) Vorbildern einzig und allein das äußere Gerüst kopierten, und dieses dann schonungslos verzerrten und übertrieben: die Substanz bleibt größtenteils auf der Strecke. Wie man auch bei diesem Filmchen sehen kann: jedes Vietnam-Klischee wird mindestens hoch drei genommen. Es fehlt schlichtweg die Moral. Wohl in jedem amerikanischen Vietnam-Film kommt irgendwann die Sprache darauf, wie schrecklich der Krieg sei (was für manche Leute schon genügend Grund ist, jeden Film mit solch einer Dialogzeile als Anti-Kriegsfilm zu bezeichnen... ;-) ). So auch zwar hier, aber meiner Meinung nach wirkt es schlichtweg lächerlich, wenn der Spruch aus dem Mund einer Kriegsreporterin stammt, die zuvor noch ihr eigenes Leben für spektakuläre Aufnahmen mitten im Kugelhagel riskierte. Es wird kopiert, was man in den Vorbildern vorfindet, allerdings ohne das alles zu einem sinnvollen, moralischen Ganzen zusammenzufügen. Eine Szene wie die eben erwähnte verliert nicht nur ihren Sinn, sondern wird zudem noch ins Groteske verzerrt. Die italienische Filmindustrie dieses Kalibers benimmt sich wie ein Kind, das nicht richtig versteht, was es da eben gesehen hat. In diesem Fall hat es sich eben Apocalypse Now angesehen, und es kennt Homers Odyssee nicht, und auch nicht Joseph Conrad, und die Dialogszenen fand es sowieso langweilig, also spielt es nur das Geballer nach, und zwar auf eine infantil-vergnügliche Weise, die nicht anders als harmlos wirkt. Einerseits ist ein Film wie der hier wesentlich rassistischer und propagandistischer als es sich je ein amerikanischer Regisseur zu drehen gewagt hätte, andererseits lässt er nie einen Zweifel daran, dass das alles nur ein Sandkastenspiel ist...
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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon buxtebrawler » 6. Nov 2010, 00:36

Kritische Worte zum "European Genre Cinema" :o
An meine Brust, Bruder! :prost:

Sehr schön beschrieben (auch wenn ich diesen Film hier gar nicht kenne) und zugleich eine anschauliche Definition von Exploitation geliefert.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Santini » 6. Nov 2010, 01:14

buxtebrawler hat geschrieben:Kritische Worte zum "European Genre Cinema" :o


Wenn nicht hier - wo dann? ;)

Wie sagte ich noch vor kurzem zu Jemandem:
Jäger der Apokalypse ist ein wunderbarer "Männerfilm". ;) Randvoll mit Blut, Schweiß, Gewalt, Dreck und Dschungelmief.
Dazu eine Portion Pseudo-Moral um dem Ganzen den scheinbaren Anstrich eines Anti-Kriegsfilms zu geben.

Natürlich stand Apocalypse Now sichtbar Pate.

Das ändert jedoch nichts an den Schauwerten die dieser Film bietet.

Des Weiteren könnte Jäger der Apokalypse auch interessant für Leute sein, die (Anti) Kriegsfilmen sonst nichts abgewinnen können.

So ganz nebenbei ist die Härte des Films auch nicht Ohne. :lol:

Sollte man(n) auf jeden Fall gesehen haben.
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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Salvatore Baccaro » 6. Nov 2010, 01:37

Eigentlich waren die Worte ja gar nicht kritisch gemeint, sondern lobend ;)

(Wobei ich das schlicht unfassbare Finale noch gar nicht gewürdigt habe - wenn ich das richtig verstanden habe, wird da suggeriert, dass David Warbeck vor drei Jahren noch als Pazifist in den Staaten GEGEN Vietnam protestierte - und inzwischen hat er sich zum gnadenlosen Dschungelkämpfer gemausert!? Haha. Von dem tollen demoralisierenden Feindsender gar nicht erst zu sprechen, der die amerikanischen Soldaten mit Sätzen und Argumenten zum Desertieren bringt, die mich persönlich, gelinde gesagt, NICHT überzeugt hätten, meine Waffe wegzuwerfen und zu gehen - vor allem: wohin überhaupt gehen mitten im Dschungel!? Das tendiert ja alles fast schon in den künstlerischen Bereich...)
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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Santini » 6. Nov 2010, 01:47

Salvatore Baccaro hat geschrieben:vor allem: wohin überhaupt gehen mitten im Dschungel!?


Wie hieß es in einem ganz altem Werbespot: Erst mal zu McDonalds gehen. :lol:

Salvatore Baccaro hat geschrieben:Das tendiert ja alles fast schon in den künstlerischen Bereich...)


Diesem Eindruck konnte ich mich bei Sichtung des Films auch des Öfteren nicht verwehren.
Betonung dabei auf deinem "fast". 8-) ;)
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Re: Jäger der Apokalypse - Antonio Margheriti

Beitragvon Santini » 4. Mär 2011, 23:21

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