Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti (1967)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

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Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti (1967)

Beitragvon Onkel Joe » 16. Mai 2011, 18:48

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Originaltitel: La Morte viene dal pianeta Aytin

Herstellungsland: Italien/1967
Regie: Antonio Margheriti
Darsteller: Giacomo Rossi-Stuart, Renato Baldini, Ombretta Colli, Enzo Fiermonte, Franco Ressel, Pietro Martellanza, Renato Montalbano und Franco Nero .

Story: Die im Himalaya gelegene Ortungsstation Indus, unter der Leitung von Lieutenant Harris wird angegriffen, zerstört, das Personal getötet und Harris verschleppt. Auf der Raumstation "Gamma 1" setzt General Norton daraufhin seinen besten Mann, Commander Jackson und seinen ersten Offizier Pulasky auf den Fall an: offenbar wurde "Indus" von gewaltigen Geschöpfen attackiert, die fatal an den unheimlichen Schneemenschen erinnern. Zusätzlich wird auf der gesamten Erde ein verstärktes Abschmelzen der Gletscher registriert. Jackson rüstet sofort eine Expedition in die Gegend aus...
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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon Lobbykiller » 6. Jun 2012, 06:31

Kurzreview:

Dämonen aus dem All (ITA 1967) R: Antonio Margheriti
Mit Giacomo Rossi-Stuart, Halina Zalewska, ...and for the quiz folks: Franco Sparanero :mrgreen:
Musique: Angelo Francesco Lavagnino

Vierter und letzter Teil der sog. Gamma 1- Quadrologie von Antonio Margheriti, sowie mein drittgesehener (nach Teil 1 & 3), fehlt also nur noch Teil 2: TÖDLICHE NEBEL (wer mir den zur Ansicht verfügbar machen kann, bitte PN ;) ) .
All das ist 60s Groove-Space Age-Pulp in Reinkultur und rockt gut in der B-Note. That colourfulness! Und diese Space Cars, die fahren da ja wirklich. Eine Schande, dass die nicht in Serie für Jedermann gegangen sind.. :mrgreen:
Kann bisher keinen Favoriten ausmachen, haben mich alle drei gleich gut unterhalten, daher gibts auch hier:

(4 bis sogar 4,5/5) :D

-> in Blap-Punkten wären das umgerechnet ca. 7,5-8/10 inkl. Wohlfühlbonus :mrgreen:
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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon DrDjangoMD » 6. Jun 2012, 07:50

Lobbykiller hat geschrieben:...and for the quiz folks: Franco Sparanero :mrgreen:


Hm...sagt mir gar nichts der Name...meinst du vielleicht Francesco Sparanero ;) :D

Aber schön, dass dir der Film gefallen hat: Immer, wenn irgendwo auf der Welt ein Margheriti-Film hoch bewertet wird, wird mir ganz warm ums Herz :D
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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon Lobbykiller » 6. Jun 2012, 08:30

DrDjangoMD hat geschrieben:
Lobbykiller hat geschrieben:...and for the quiz folks: Franco Sparanero :mrgreen:


Hm...sagt mir gar nichts der Name...meinst du vielleicht Francesco Sparanero ;) :D

Aber schön, dass dir der Film gefallen hat: Immer, wenn irgendwo auf der Welt ein Margheriti-Film hoch bewertet wird, wird mir ganz warm ums Herz :D


Ich sagte ja: for the quiz folks... :mrgreen:
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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon buxtebrawler » 18. Jul 2013, 17:50

Rätsel um Yeti endlich gelöst

„Plötzlich war große schwarze Magie da!“

Mit „Dämonen aus dem All“ schloss der italienische Regisseur Antonio Margheriti („Satan der Rache“) die vier Science-Fiction-Filme umfassende Produktionsreihe um die Raumstation „Gamma I“ ab. Veröffentlicht wurde der Film im Jahre 1967.

Katastrophenalarm auf Mutter Erde: Nicht genug damit, dass die Polkappen schmelzen und verheerende Überschwemmungen auslösen, nein, es wurden auch noch die im Himalaya angesiedelte Wetterstation unter der Leitung Lieutenant Harris‘ (Renato Baldini, „Mord Exclusiv“) komplett zerstört und die Angestellten getötet. Harris‘ Leiche war nicht darunter, er gilt seitdem als vermisst. „Gamma I“-Commander Jackson (Giacomo Rossi-Stuart, „The Last Man on Earth“) und der erste Offizier Pulasky (Goffredo Unger, „Orion-3000 – Raumfahrt des Grauens“, da noch als Perkinson) werden auf den Fall angesetzt. Was sie herausfinden, ist furchtbar: Außerirdische Lebewesen suchen neuen Lebensraum und wollen eine neue Eiszeit auf der Erde einläuten! Kann die wagemutige „Gamma I“-Crew den Plan durchkreuzen?

Mit dem Abschuss der Tetralogie lüftet Margheriti das Geheimnis um den „Yeti“ genannten Schneemenschen, der immer wieder im Himalaya gesichtet wurde: Er erklärt ihn kurzerhand zum Außerirdischen (Furio Meniconi, „Profondo Rosso“) vom Planeten Aytin, der der Anführer einer Bande von Schnee-/Höhlenwesen ist, die im Inneren des Gebirges ein Labor errichtet hat und von dort ihr Unwesen treibt. Klingt nach einer originellen, Spaß versprechenden Idee, die tatsächlich auch noch das Beste am Film ist. Denn die ganze Handlung ist so schluderig zusammengeschustert worden, dass sie noch weniger Sinn ergibt als die übrigen Filme der Reihe. Zwecks einer zunächst einmal dem Anschein nach nicht das Geringste mit Weltraumabenteuern zu tun habenden Himalaya-Expedition werden also die besten Männer von der Raumstation „Gamma I“ abgerufen, klar… die nach Ausfall des Jets ihren Weg per pedes (!) fortsetzen und auch prompt auf Yeti & Co. treffen. Die bösen Aytinianer wollen die Erdoberfläche vereisen, indem sie mittels Hitzestrahlen zunächst einmal das Eis schmelzen – aha, so macht man das also. Natürlich können sich Jackson und Pulasky aus den Fängen der Extraterrestriker befreien, doch bloß wie? Durch eine Verkettung von Unwahrscheinlichkeiten und Zufällen, mit denen der ganze Film gespickt ist. Zufälligerweise führt die Spur dann auch noch zum Jupitermond Kallisto, so dass man Glück sagen kann, von vornherein Astronauten mit der Mission betraut zu haben… Klingt komisch, ist es auch. Oh je.

Schlimm ist leider auch der hochgradig alberne, komödiantisch angelegte schwarze Reiseführer, der einen bizarren Ausdruckstanz aufführt. Allein über Tanzszenen in billigen Science-Fiction-Heulern der ‘60er könnte man wahrscheinlich ganze Bücher schreiben. Nicht minder obligatorisch für Margheritis „Gamma I“-Reihe sind die Schwarzweiß-Archivaufnahmen, auf die er für die Bilder der Naturkatastrophen zurückgreift und damit seinen Film jeglichen futuristischen Anstrichs beraubt. Ansonsten bekommt man die übliche Mischung aus Masken-/Make-up-Arbeit, in diesem Falle für die fremden Wesen (zugegeben, Meniconi in seiner Maskerade ist putzig), bei denen sicherlich nicht nur ich an „Planet der Affen“ denken musste (der interessanterweise erst zwei Jahre später erschien), trashigen, bunt blinkenden Raumschiffkulissen (die sich nach drei vorausgegangenen Filmen spätestens jetzt aber auch wirklich abnutzen – vielleicht spielt man deshalb diesmal größtenteils auf der Erde?), aus dem Vorgänger bekannten Schauspielern, gespielter Schwerelosigkeit und ein bisschen männlichem Machismo, aber eben auch einiger Zeitschinderei geboten.

Diese ist es dann, die die unfreiwillige Komik immer wieder unterbricht und damit den Unterhaltungsfaktor nach unten zieht – welchen ich in diesem Falle ohnehin nicht als sonderlich hoch erachte, denn mit „Dämonen aus dem All“ wollte Margheriti die Zuschauer anscheinend für dumm verkaufen, was zu Lasten von Charme und Sympathie dieser Produktion geht. Dass er viel mehr kann, bewies er später mit Klassikern wie z.B. „Satan der Rache“, einem düsteren Western, oder „Asphaltkannibalen“, jenem berüchtigten urbanen Horrorschocker, die mit seinen naiven Weltraumabenteuern nichts mehr zu tun haben.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon DrDjangoMD » 18. Jul 2013, 18:31

Hervorragende Kritik wie immer, Bux :thup:
Wirst du deine Margheriti-Retrospektive eigentlich nach den Weltraum-Filmen pausieren oder dürfen wir uns darauf freuen, dass du dir auch die anderen Filme dieses großen Regisseurs vornimmst?

buxtebrawler hat geschrieben:Dass er viel mehr kann, bewies er später mit Klassikern wie z.B. „Satan der Rache“, einem düsteren Western, oder „Asphaltkannibalen“, jenem berüchtigten urbanen Horrorschocker, die mit seinen naiven Weltraumabenteuern nichts mehr zu tun haben.

Stimmt, aber ich denke dem ollen Antonio waren seine Weltraumabenteuer lieber. Nach allem, was ich gehört habe, mochte er seinen "Asphaltkannibalen" (den man getrost als seinen berühmtesten Film bezeichnen darf und der ja auch wirklich extrem gelungen ist) nicht allzu gerne. Persönlich stand er meines Wissens mehr auf entweder Gruselstreifen oder eben leicht verdauliche Abenteuerfilme, ganz gleich ob sich diese im Weltraum, in der Antike, im Urwald oder in Yor's World (He's the man) zutragen.
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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon buxtebrawler » 18. Jul 2013, 21:55

DrDjangoMD hat geschrieben:Hervorragende Kritik wie immer, Bux :thup:
Wirst du deine Margheriti-Retrospektive eigentlich nach den Weltraum-Filmen pausieren oder dürfen wir uns darauf freuen, dass du dir auch die anderen Filme dieses großen Regisseurs vornimmst?


Vielen Dank :oops:
Ich hab mir ja noch drei weitere Filme vorgenommen, Kritiken folgen. Ich hatte einfach mal alles auf einen Haufen geworfen, was ich vom Margheritchen hier habe und wozu ich noch nichts geschrieben hatte, und in chronologischer Reihenfolge angesehen. Fürs Erste ist jetzt erst mal Schluss. Insgesamt kenne ich jetzt 9 Margheriti-Filme.

DrDjangoMD hat geschrieben:Stimmt, aber ich denke dem ollen Antonio waren seine Weltraumabenteuer lieber. Nach allem, was ich gehört habe, mochte er seinen "Asphaltkannibalen" (den man getrost als seinen berühmtesten Film bezeichnen darf und der ja auch wirklich extrem gelungen ist) nicht allzu gerne. Persönlich stand er meines Wissens mehr auf entweder Gruselstreifen oder eben leicht verdauliche Abenteuerfilme, ganz gleich ob sich diese im Weltraum, in der Antike, im Urwald oder in Yor's World (He's the man) zutragen.


Faszinierend, wie weit eigene und externe Sichtweisen aufs eigene Werk doch manchmal auseinanderdriften...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon italostrikesback » 18. Jul 2013, 22:06

Der Film dürfte irgendwann von Filmjuwelen erscheinen.
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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon jogiwan » 10. Dez 2014, 22:48

italostrikesback hat geschrieben:Der Film dürfte irgendwann von Filmjuwelen erscheinen.


oder von CMV-Laservision (23.01.2015)

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Re: Dämonen aus dem All - Antonio Margheriti

Beitragvon Captain Blitz » 11. Dez 2014, 10:00

Genau wie Orion 3000 ebenfalls auf Blu-Ray.
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