Barbarella - Roger Vadim (1968)

Söldner, Mutanten und Kriegshelden

Moderator: jogiwan

Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon jogiwan » 24. Jul 2011, 13:00

Barbarella

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Originaltitel: Barbarella

Herstellungsland: Italien, Frankreich / 1968

Regie: Roger Vadim

Darsteller: Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Milo O'Shea, Marcel Marceau, u.a.

Story:

Im Jahr 40.000 wird die Erde durch den Wissenschaftler Durand-Durand bedroht, woraufhin der Präsident die hocherotische Barbarella (Jane Fonda) losschickt, um den Heimatplaneten zu retten. Barbarella und ihr Helfer, der blinde Engel Pygar (John Philipp Law) müssen daraufhin eine Menge seltsamer und sexueller Abenteuer bestehen, bis sie den Untergang abwenden können. (quelle: ofdb.de)
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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon buxtebrawler » 24. Jul 2011, 14:21

Comic-Verfilmung aus dem Jahre 1968. Was für ein Hippie-Trash, unfassbar! Verklemmt-peinliche Anzüglichkeiten noch und nöcher unter dem Motto der "freien Liebe", aber eine süße Jane Fonda als naives Blondchen. Zusammen mit den billigen, künstlichen Kulissen, gegen die "Raumschiff Enterprise" wie modernste Filmkunst wirkt, und einer Story zum Abwinken also das volle Klischee-Brett, das Persiflagen wie "Austin Powers" deutlich inspiriert haben dürfte.

Ebenfalls inspiriert wurden Motörhead, die ihr Album "Orgasmatron" nach dem Gerät gleichen Namens aus eben diesem Film benannt haben. :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon jogiwan » 24. Jul 2011, 14:23

Neben "Star Crash" mein absoluter Lieblings-Sci-Fi-Film! Dagegen stinkt alles ab - alles! Auch ein Herr Lucas kann da einpacken - aber sowas von! 11/10 mindestens! I :jogi: Barbarella forever!
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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon jogiwan » 6. Okt 2012, 17:59

wer würde sie nicht auf Händen tragen... :D

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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon purgatorio » 7. Okt 2012, 13:15

BARBARELLA ist ein Heidenspaß für Sci-Fi-Freunde und solche, die es werden wollen! Ein wahrhaft festlicher Filmgenuss voller nostalgischem Charme, einem unverwechselbarem Trash-Charakter, Witz, Erotik und einem absolut göttlichen Zitateschatz für jede Gelegenheit: (sinngemäß) "ohh Moment, ich ziehe mir nur schnell etwas über, Herr Präsident" - "Ach, machen sie sich keine Mühe, es handelt sich doch nur um eine Staatsangelegenheit!" :lol:
BARBARELLA scheint mir auch die Vorlage für unzählige andere Sci-Fi-Streifen gewesen zu sein. Details tauchen vielfach in diversen großen Genre-Filmen wieder auf und sind sicherlich meist bewusste und absichtlich Zitationen, so zum Beispiel der "Cyber-Sex" in DEMOLITION MAN (wo es ebenfalls eine im Untergrund operierende Rebellengruppe gibt) :nick:
DIESER FILM IST EIN MUSS! DIESER FILM IST EIN KULTURGUT! DIESER FILM IST URSACHE UND LÖSUNG UNZÄHLIGER SCI-FI-FILME 8-) :nick:
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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon Blap » 15. Mär 2013, 10:34

Im Ultrakurzformat:


• Barbarella (Frankreich, Italien 1968) - In ferner Zukunft herrschen Frieden und Liebe. Als ein wahnsinniger Abweichler das Universum bedroht, muss Barbarella (Jane Fonda) eingreifen und den Irren stoppen ...

Der Weltraum, unendliche Weiten psychedelischer Wabermasse. Die Welten, bunte Spielplätze für schrullige & bizarre Gestalten. Mittendrin, obendrauf und darunter Barbarella, kokett-naive Erotikwaffe auf Rettungsmission. John Phillip Law flattert umher, Anita Pallenberg tyrannisiert, Milo O'Shea flippt aus. Jane Fonda geistert inzwischen als Anti-Falten-Creme-Oma durchs Werbefernsehen, vor 45 Jahren war sie ein echter Hingucker. "Barbarella" wurde Jane Fonda vom damaligen Gatten Roger Vadim auf den wohlgeformten Leib geschneidert, ein herrlicher Spass im Takt des Zeitgeistes der späten sechziger Jahre.

Auch auf Blu-ray macht "Barbarella" eine gute Figur. Leider bietet die Scheibe keine Boni, bei einem Klassiker dieses Formats eine schwache Vorstellung. Ich mag den Streifen sehr gern, meine Begeisterung ist in diesem Fall extrem von der Tagesform abhängig. Irgendwo zwischen 6-9/10 kommt das Pendel zur Ruhe, die aktuelle Sichtung meldet Pegelstand 8/10.
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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon jogiwan » 15. Mär 2013, 10:37

I ♥ Barbarella!

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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon Reinifilm » 15. Mär 2013, 18:02

buxtebrawler hat geschrieben:Ebenfalls inspiriert wurden Motörhead, die ihr Album "Orgasmatron" nach dem Gerät gleichen Namens aus eben diesem Film benannt haben. :D


Nicht nur die wurden inspiriert - "Duran Duran" haben sich nach dem Professor , die Band "Matmos" nach dem gleichnamigen Lavafluss, und der Lavalampenhersteller "Mathmos" ebenfalls nach dem Lavafluss benannt! :opa:
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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon horror1966 » 4. Sep 2013, 17:08

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Barbarella
(Barbarella)
mit Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Milo O'Shea, Marcel Marceau, Claude Dauphin, Véronique Vendell, Giancarlo Cobelli, Serge Marquand, Nino Musco, Franco Gulà, Catherine Chevallier, Marie Therese Chevallier
Regie: Roger Vadim
Drehbuch: Jean-Claude Forest / Terry Southern
Kamera: Claude Renoir
Musik: Charles Fox
FSK 16
Frankreich / Italien / 1968

Wir schreiben das Jahr 40000, und Geheimagentin Barbarella steht vor ihrem schwierigsten Auftrag: Sie soll den kriminellen Wissenschaftler Durand Durand daran hindern, für die gefürchtete Schwarze Königin eine vernichtende Geheimwaffe zu entwickeln. Auf der Suche nach Durand gerät Barbarella in allerhand erotische Abenteuer, muss des öfteren um ihr Leben fürchten und steht schließlich der Schwarzen Königin persönlich zum Duell gegenüber.


Vom absoluten Kultfilm bis zum totalen Schund hat dieser wunderbare Klassiker aus den späten 60er Jahren wohl schon jede Beschreibung erfahren, wobei die Mehrzahl der Zuschauer auch heute noch ihre wahre Freude an diesem herrlich überzogenen SCI/FI-Klassiker haben, den man allerdings alles andere als ernst nehmen sollte. Auf einer französischen Comic-Vorlage basierend brachte Regisseur Roger Vadim die Heldin Barbarella 1968 auf in die Kinos, so das die naive-aber extrem hübsche Amazone ihren gefeierten Siegeszug starten konnte. In der Hauptrolle ist die noch junge und bildhübsche Jane Fonda zu sehen, die in der Rolle der Geheimagentin eine absolut blendende Leistung an den Tag legt, denn besser als sie hätte man den charmant-naiven Charakter Barbarella's kaum darstellen können. Doch nicht nur Fonda's sehenswertes Äußeres dient hier als Hingucker, ist doch das gesamte Szenario unglaublich bunt-und grell gestaltet, das es einen phasenweise fast schon in den Augen schmerzt. Bei einem damaligen Budget von geschätzten 9.000.000 $ stellt man sich des Öfteren die Frage, wofür das ganze Geld eigentlich ausgegeben wurde, erscheinen einem die Kulissen doch äußerst primitiv und naiv dargestellt, wobei das natürlich vollkommen beabsichtigt ist. Die extrem künstlich wirkenden Locations verleihen der Geschichte etwas absolut Einzigartiges, zudem beinhalten sie einen hohen Wiedererkennungswert, was übrigens auf die gesamte Produktion zutrifft, die einen absolut bleibenden Eindruck im Gedächtnis des Betrachters hinterlässt.

Über die Geschichte an sich braucht man keine weiteren Worte verlieren, selbst die knappe Inhaltsangabe gestaltet sich hierbei viel ausführlicher, als es die Story im Endeffekt hergibt. Die Inhalte des teils skurrilen Geschehens kann man jedoch auch getrost vernachlässigen, sind sie doch für den Unterhaltungswert dieses wunderbar trashigen Früh-Produktes keinesfalls ausschlaggebend. Viel mehr erfreut man sich am naiven Haupt-Charakter, an etlichen sexuellen Anspielungen, seltsamen Sprachen und irrwitzigen Figuren wie am unvergleichlichen Charme, den dieser Film auch in der heutigen Zeit immer noch ausstrahlt, was ihn fast schon zwangsweise in die Kategorie der Klassiker einordnen lässt. Da nimmt man es auch gern in Kauf, das die jeweiligen Geschehnisse im Prinzip vollkommen hanebüchen daher kommen und die Story schon gar keine inhaltliche Tiefe erkennen lässt.

Ich persönlich fühle mich bei "Barbarella" sogar immer ein wenig an "Flesh Gordon" erinnert, der in einer ähnlichen Trash-Granate 1972 die Galaxie unsicher machte. Natürlich sollte man hier keinesfalls einen direkten Vergleich anstellen, doch in irgendeiner Weise lassen sich schon diverse Parallelen erkennen. Der vorhandene Humor in "Barbarella" ist gerade aus heutiger Sicht etwas gewöhnungsbedürftig und mag auf manch einen eventuell ein wenig altbacken oder gar albern wirken. Hier sollte man jedoch keinesfalls den Zeitfaktor außer acht lassen, denn immerhin hat das Filmchen schon fast ein halbes Jahrhundert auf dem Rücken und trifft vor allem den Zeitgeist der damaligen Ära. Doch genau deswegen funktioniert diese herrlich abstruse Geschichte auch heute noch ganz hervorragend, denn der vorhandene Nostalgie-Faktor ist an dieser Stelle auf keinen Fall zu unterschätzen.

Ganz egal wie man zu diesem teils grotesk anmutenden Werk steht, "Barbarella" ist ein Film, der jung und alt begeistert. Nicht umsonst hat sich die bunte Geschichte in den vergangenen Jahrzehnten einen vollkommen verdienten Kultstatus erarbeitet, an dem auch in der heutigen Zeit nicht gekratzt werden kann. Eine blendend agierende Jane Fonda und ein wunderbar überzeichnetes Szenario bringen dem Betrachter eine grell-bunte und total hanebüchene Story näher, bei der gute Unterhaltung auf jeden Fall garantiert ist.


Fazit:


Roger Vadim hat hier eine Hommage an die Comic-Vorlage ins Bild gesetzt, an der man auch nach mehrmaliger Sichtung immer wieder seine helle Freude hat. Es macht einfach nur eine Menge Spaß, die hübsche "Barbarella" auf ihrer obskuren Mission zu begleiten, die auch für sie selbst so einige Überraschungen parat hat.


9/10
Bild Big Brother is watching you
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Re: Barbarella - Roger Vadim (1968)

Beitragvon karlAbundzu » 9. Sep 2013, 16:22

Auch einer meiner liebsten Sci Fi FIlme. Eher kein Trash, postmodern würde man vielleicht Camp sagen,
aber vor allem ein wunderbarer Film, bei denen die meisten Beteiligen nie wieder eine solche Glanzleistung vollbrachten.
Unbedingt sollte man auch in die Original-Comics von Jean Claude Forest reinsehen, die kann man auf deutsch auch immer noch mal bekommen,
und sich das wunderbare Lied von United Balls anhören
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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