Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Moderator: jogiwan

Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon karlAbundzu » 5. Dez 2016, 15:32

Blap hat geschrieben:
karlAbundzu hat geschrieben:so mittel.
Eine Mischung aus Krimi, deutscher Autorenfilm der frühen Siebziger, strange Dialoge und Eva Mattes Abgesang.
Die drei Damen waren großartig, als weise Frauen und Hexen!


Ja, so in der Art, für mich ein wenig über dem Mittelmaß. Hanna Schygulla und Co. waren in der Tat großartig, auch die Spannung zwischen Julia Jäger und Sebastian Bezzel fand ich recht interessant anzuschauen.

und schöner Einsatz vom Cold Song (Sting und Nomi) und Troy von Sinead kann ich auch immer hören
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon karlAbundzu » 3. Jan 2017, 10:10

Nach einigem Hickhack, welcher Sonntagskrimi nun gezeigt werden soll, gab es zum Jahresbeginn
POLIZEIRUF ROSTOCK: ANGST HEILIGT DIE MITTEL
In einem kleinen nordostdeutschem Dorf leben zwei Verbrecher, die ihre Strafe abgesessen haben. Ein Päderast und ein Vergewaltiger. Eines Tages wird eine vergewaltigte Obdachlose ermordet aufgefunden. Der Verdacht fällt auf...

Kein Krimi, es geht nicht drum, wer was getan hat, das ist recht schnell klar. Es geht um Selbstjustiz, Folter, Kinderhandel. Harter Tobak also. Und es geht auch fies zur Sache. Dieser Film zeigt kein Schönes Bild des Menschen, eher ein übles.
Also: hart, fies, eklig, menschenunfreundlich, zwischendrin aber auch lustig. Genau mein Ding. Und ja auch mit zwei tollen Hauptdarstellern und ansonsten sehr gut besetzt.
Es geht kaum um die Befindlichkeiten der Ermittelnden, nur der Abgang von Frau König (die großartige Anneke Kim Sarnau) nach Berlin bringt die Psyche ihrer Kollegen auf unterschiedlichste Art durcheinander.
Geht gut los!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon karlAbundzu » 9. Jan 2017, 11:40

8.1.17
TATORT FRANKFURT
LAND IN DIESER ZEIT

Dealer treffen sich vor ein paar Läden, die Ladenbesitzer finden das nicht gut, (hat mich stark an eine ganz aktuelle Diskussion in Bremen erinnert), ein Laden brennt irgendwann aus, dummerweise war noch jemand drin.
Hm, schludrig inszeniert wurde hier ein dünnes Buch. Ziemlich vorhersehbar, nicht besonders komplexe Figuren. Manchmal kam es mir so vor, als sollte hier durch altbekanntes oder exploitatives den Figuren tiefe verschrieben werdeN: die Nazifrauen sind gar keinen dummen Hühner im BDM-Outfit? OMG! Das Mädchen bumst mit Nazis, Männern, Frauen in der Disco rum? OMG!
Naja.
Interessant eher: die Flüchtlingsnebengeschicte in Brix Unterkunft (aber auch das eher oberflächlich gehalten mit Zeigefinger am Ende) und die vielen Humoreinsprengsel: Das Ernst Jandl-Zitiere des neuen Chefs (und gute Lyrik kann man gar nicht oft genug unters Volk bringen) das spontane Rumgesinge der Kommissare und ihres Assistenten.
Aber dei humorigen Sachen werden so eingesprengselt und haben nichts mit der Story ansonsten zu tun. Dazu bleibt einiges offe und unerledigt, als würde man sich gar nicht so richtig für die Geschichte interessieren.
Ich mag ja die Schauspieler von Brix und Janneke, aber der Tatort war ja mal nix.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon ugo-piazza » 9. Jan 2017, 13:06

karlAbundzu hat geschrieben:8.1.17
TATORT FRANKFURT
LAND IN DIESER ZEIT

Dealer treffen sich vor ein paar Läden, die Ladenbesitzer finden das nicht gut, (hat mich stark an eine ganz aktuelle Diskussion in Bremen erinnert), ein Laden brennt irgendwann aus, dummerweise war noch jemand drin.
Hm, schludrig inszeniert wurde hier ein dünnes Buch. Ziemlich vorhersehbar, nicht besonders komplexe Figuren. Manchmal kam es mir so vor, als sollte hier durch altbekanntes oder exploitatives den Figuren tiefe verschrieben werdeN: die Nazifrauen sind gar keinen dummen Hühner im BDM-Outfit? OMG! Das Mädchen bumst mit Nazis, Männern, Frauen in der Disco rum? OMG!
Naja.
Interessant eher: die Flüchtlingsnebengeschicte in Brix Unterkunft (aber auch das eher oberflächlich gehalten mit Zeigefinger am Ende) und die vielen Humoreinsprengsel: Das Ernst Jandl-Zitiere des neuen Chefs (und gute Lyrik kann man gar nicht oft genug unters Volk bringen) das spontane Rumgesinge der Kommissare und ihres Assistenten.
Aber dei humorigen Sachen werden so eingesprengselt und haben nichts mit der Story ansonsten zu tun. Dazu bleibt einiges offe und unerledigt, als würde man sich gar nicht so richtig für die Geschichte interessieren.
Ich mag ja die Schauspieler von Brix und Janneke, aber der Tatort war ja mal nix.


Da hättest du ja nun noch einen Reim einbauen können - von wegen guter Lyrik...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon karlAbundzu » 16. Jan 2017, 10:50

TATORT KÖLN WACHT AM RHEIN
Eine Bürgerwehr beobachtet die Fremdländischen vor der Tür und sehen einen Ladenüberfall, es fallen Schüsse, der Sohn des Ladenbesitzers ist tot. Ein aus der Sicht zweier Wächter am Rhein Tatverdächtiger wird entführt und gefoltert, um herauszufinden, wo die Tatwaffe ist.

Klingt ein bißchen wie ein Clash aus dem letzten Rostocker und Frankfurter.

Gute Besetzung, starke Schauspieler (Sylvester Groth, Asad Schwarz, Patrick Abozen,...), gute Musik inklusive kleinen Auftritt Klaus Doldingers, tolle Kamera.
Aber: Schlechtes langweiliges Drehbuch. Vorhersehbar, voller Klischees, keine Tiefe.

Hübsch, dass im Prinzip der dritte Mann die Entführungsgeschichte ganz allein nebenbei löst.

Nicht gut.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon McBrewer » 16. Jan 2017, 10:59

karlAbundzu hat geschrieben:TATORT KÖLN WACHT AM RHEIN
Eine Bürgerwehr beobachtet die Fremdländischen vor der Tür und sehen einen Ladenüberfall, es fallen Schüsse, der Sohn des Ladenbesitzers ist tot. Ein aus der Sicht zweier Wächter am Rhein Tatverdächtiger wird entführt und gefoltert, um herauszufinden, wo die Tatwaffe ist.


hatte mir persönlich besser gefallen als der letztwöchige Main-Krimi, weniger Zoten - dafür deprimierende Grundstimmung. Und am Ende gab es nur Verlierer.
Triviafrage: gab es da eigentlich noch einen anderen "Insider", als Ballauf & Schenk den Saxophonisten hören/sehen und dieser die TATORT-Melodie spielt ?
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon karlAbundzu » 31. Jan 2017, 12:15

TATORT SAABRÜCKEN - SÖHNE UND VÄTER
Striesow als Stellbrink, der Roller-fahrende Komissar. Wie der Titel schon sagt, geht es hier um Vater-Sohn-Verhältnisse, in verschiedensten Konstellationen. Der prügelnde Vater, der böse Stiefvater, der Sofite-Vater, der seiner Frau die klassische Männerrolle überläßt, und der schwer arbeitende Vater, dessen lang nicht mehr gesehener Sohn zu Besuch kommt. Alles leider tief aus der 08/15-Klischee-Kiste ohne dabei Tiefe zu erlangen. Schlicht und schlecht paralell konstruiert.
Das Buch ist eh wieder mal nicht gut, es wird so wegermittelt und die wichtigen Erkenntnisse kommen hopplahop. Leider wurde das Merkwürdige, was bisher den Stellbrink-Tatort ausmachte, weitesgehend ausgeblendet, auch symbolhaft, wenn er sein Moped gegen ein Motorrad tauscht.
Unangenehm dann noch die Story um das Blind Date, mit, wie sich rausstellt seiner Kollegin, die ansosnten leider gar nicht vorkommt, und die er übel veralbert.... Und sie kommt dabei auch nciht gut weg.
Zum Vergessen.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon jogiwan » 25. Feb 2017, 11:52

Fehlen wohl nur noch die Haie...und nehmen Sie diese Warnung bitte ernst!!! Bitte morgen ja nicht den "Tatort" einschalten, am besten kommen Sie gar nicht in die Nähe eines Fernsehgeräts, sondern verlassen das Land und fangen mit neuen Identität in Papua-Neuguinea ein neues Leben an... :nick:

bild.de hat geschrieben:BILD-Einschaltwarnung: Dieser Tatort ist ein Verbrechen!

alls es einen Preis für den schlechtesten Tatort aller Zeiten (noch schlechter als der Saarland-Tatort „Eine Handvoll Paradies“ von 2013) gibt, dann ist Favorit der Quatsch mit dem Titel „Babbeldasch“.

Regisseur Axel Ranisch (33), offenbar ganz auf Selbstverwirklichungs-Trip, drehte mal ganz anders: Nahezu nur mit Amateur-Schauspielern der Theatertruppe „Hemshofschachtel“. Außer dem Ermittlerteam um Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, 55). Doch die einzigen Profis passen sich leider auch dem Rest der Laienspielschar an.

[...]Regisseur Axel Ranisch erzählt in der „Süddeutschen Zeitung“ von den lustigen Dreharbeiten: „Die allgemeine Stimmung war: Wir hauen jetzt mal auf die Kacke.“ Und die Ka ... sollen wir uns Sonntagabend ansehen?

Nein! Nehmen Sie diese BILD-Warnung bitte ernst.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon buxtebrawler » 26. Feb 2017, 23:40

jogiwan hat geschrieben:Fehlen wohl nur noch die Haie...und nehmen Sie diese Warnung bitte ernst!!! Bitte morgen ja nicht den "Tatort" einschalten, am besten kommen Sie gar nicht in die Nähe eines Fernsehgeräts, sondern verlassen das Land und fangen mit neuen Identität in Papua-Neuguinea ein neues Leben an... :nick:


Springerpresse... :palm:

Und, war's wirklich so schlimm?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon jogiwan » 27. Feb 2017, 07:23

Würde mich auch interessieren! :kicher:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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