Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Moderator: jogiwan

Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon jogiwan » 4. Jan 2016, 17:32

sergio petroni hat geschrieben:
jogiwan hat geschrieben:Tschiller-Nuschel-App?

Bitte nicht zulegen jogi!
Die schlägt sich dann bestimmt auf Deinen Schreibstil nieder
und jagt dem Leser einen Tschauder nach dem anderen den Rücken hinunter!
:hirn:


Zu spät und ich feier mich grad selber derbe ab!!!! Ich hab mit meinen Beiträgen Forengeschichte geschrieben!!! Ich bringe Nonstop-Action in dieses Laber-Forum, während andere moppelige zwei Zeilen schreiben, in denen meinstens nur dummes Zeugs gelabert wird. Wenn ihr ehrlich wärt, würdet ihr zugeben, dass ich was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegt ihr aber nicht hin, weil ihr schwach und klein sind! Ich bin unendlich stolz auf mich und was ich erreicht habe!!Ich bin der Größte!!!! Meine Arbeit ist unglaublich stark!!!!Ich bin meeega stolz auf mich!!!!

:P
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon Canisius » 4. Jan 2016, 18:30

:lol:

"Leider" kenne ich nur 2 Filme mit Schweiger: „Manta, Manta“ und „Replacement Killers“. Soll ich mir die Tschiller Tatorte mal geben, um auch „inhaltlich“ mitreden zu können?
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon Canisius » 4. Jan 2016, 18:43

Arkadin hat geschrieben:Auch wenn es unpopulär ist: Schweiger ist ein echter auteur. Der macht bei seinen Filmen so gut wie alles selber und die Dinger kommen am Ende genau so raus, wie ER das will und geil findet. Die Regisseure (wenn er es nicht gerade selber macht) haben da nur in dem Rahmen Entfaltungsmöglichkeit, wie es Schweiger passt.


Und warum ist er in dieser Position? Weil er so viel mehr Ahnung vom Filmemachen hat als alle anderen und ein so genialer (Drehbuch)Autor ist?

Nein, weil „Til Schweiger“ einfach eine kommerziell erfolgreiche Marke ist. Deshalb hat er auch keine Schwierigkeiten, Geldgeber zu finden, die ihm dann „künstlerische“ Freiheiten lassen. Und wenn sich niemand finden sollte, produziert er die Filme einfach selbst und fungiert als Autor und Produzent in einer Person. Genug Geld hat er ja. Und nein, in dem Punkt spricht nicht der Neid aus mir. (Deutschland, das land der naider!!!!!!!!!!!11!!!!) Schweiger soll von mir aus noch reicher werden und noch mehr Filme drehen. Das würde mich überhaupt nicht stören.
Wenn ich allerdings das Schweiger'sche Geschreibsel auf Facebook lese, so stelle ich mir die Frage: Kann jemand, der so ein unterirdisch-dümmliches Geprolle mit Boxhandschuhen in die Tastatur hämmert, wirklich gute und nuancierte Dialoge für einen Film schreiben? Ich sage nein.

Vielleicht habe ich Vorurteile aber ich packe Herrn Schweiger eher in die Ecke cleverer Geschäftsmann und Produzent (das Beispiel von OnkelJoe passt hierfür doch hervorragend) als in die Kategorie „Auteur“ (wo ist da der kulturelle Hintergrund bei Schweiger?) oder Künstler.
Es gibt doch diese tolle Unterscheidung zwischen Buchautor und Schriftsteller. Schriftsteller sind immer auch Buchautoren, Buchautoren aber nicht zwingend auch Schriftsteller.
Dieter Bohlen ist ein Buchautor, Lothar Matthäus ist ein Buchautor, Big Brother Jürgen ist auch ein Buchautor. Aber sind die 3 Schriftsteller? Nein.
Dostojewski z.B., DAS ist ein Schriftsteller. Ok, der Vergleich ist jetzt etwas drastisch aber mir fielen gerade keine besseren Namen ein.:)

Arkadin hat geschrieben:Ich sag mal so: Wäre Schweiger ein versoffener, verkokster hässlicher Typ, der seinen Geschmack immer schön neben dem des Mainstream-Publikums platziert, dann wäre er Kult. Da er aber ein Frauenschwarm ist, der die immer gleichen harmlosen Mainstreamkomödien oder krampfhaft auf US-Action gezogene- ja auch Mainstream - Filme macht, finden ihn halt alle zum Kotzen.


Das halte ich für eine gewagte These. Vielleicht ist das großkotzige Auftreten Schweigers ein Grund dafür, dass einige Leute ihn zum Kotzen finden?

Arkadin hat geschrieben:Ich mag seine Filme auch nicht, aber ich respektiere, dass er 100% hinter dem steht was er macht, weil er es selber richtig geil findet und scheinbar damit ja auch den Geschmack des Massenpublikums trifft.


Ich weiß, wie du es meinst aber trotzdem kommt es irgendwie missverständlich rüber. Viele fragwürdige Leute, die noch fragwürdigere Handlungen begehen, stehen zu 100 % hinter dem, was sie tun. Haben die jetzt alle Respekt verdient? ;)
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon Theoretiker » 4. Jan 2016, 21:52

Bei der Frage, ob ich die Folgen unterhaltsam fand, ist für mich die Frage, ob Schweiger nun ein sympathischer oder gar eloquenter Mensch ist, irrelevant (sollte man Filme mit Cruise oder Travolta trotz ihres Scientology-Hintergrundes schauen?).

Für mich ist es auch nicht relevant, ob es bestimmte Traditionen und damit Inszenierungsvorgaben bzgl. der Tatort-Reihe gibt, im Gegenteil, die Entwicklung hin zu depressiven Ermittlern, deren Leben mehr im Mittelpunkt steht als die Täterhatz, finde ich weniger gut und meist auch wenig unterhaltsam.

Insofern finde ich es erfrischend, dass es mit dem HHer-Tatort um Tschiller einen eher geradlinig inszenierten Tatort gibt.

Insgesamt war diese Doppelfolge aber zu vorhersehbar und daher nicht wirklich spannend, da waren die ersten beiden Folgen doch unterhaltsamer.

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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon Canisius » 5. Jan 2016, 00:49

Theoretiker hat geschrieben:Bei der Frage, ob ich die Folgen unterhaltsam fand, ist für mich die Frage, ob Schweiger nun ein sympathischer oder gar eloquenter Mensch ist, irrelevant (sollte man Filme mit Cruise oder Travolta trotz ihres Scientology-Hintergrundes schauen?).


Ich werde mir die Tatortfolgen mit Til Tschiller ansehen und mir ein eigenes Bild machen. Bin bisher kein Schweigerfan und denke auch nicht, dass ich noch zu einem werde. Aber wenn ich vor der Wahl stünde, mir ne DVD/BR von oder ne Kinokarte für einen seiner Filme zu kaufen, würde ich zögern. Denn jemandem Geld hinterzuwerfen, der sein Publikum beleidigt und für Trottel hält, würde mir schwerfallen. :nixda:

Von Travolta halte ich nicht so viel (Pulp Fiction ausgenommen). Cruise ist für mich extrem überbewertet, langweilig, aalglatt und nichtssagend. Scientology macht dann den Kohl auch nicht mehr fett.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon karlAbundzu » 5. Jan 2016, 10:01

Theoretiker hat geschrieben:Für mich ist es auch nicht relevant, ob es bestimmte Traditionen und damit Inszenierungsvorgaben bzgl. der Tatort-Reihe gibt, im Gegenteil, die Entwicklung hin zu depressiven Ermittlern, deren Leben mehr im Mittelpunkt steht als die Täterhatz, finde ich weniger gut und meist auch wenig unterhaltsam.

Insofern finde ich es erfrischend, dass es mit dem HHer-Tatort um Tschiller einen eher geradlinig inszenierten Tatort gibt.


Aber gerade da greift er eine Tradition wieder auf, der der Tatort nach und nach zu entkommen versuchte: Immer die beziehungsgescheiterten alleinerzihehenden, mit Kind, die in die Handlung miteinbezogen werden, so dasss es eher um dieses Verhältnis geht. Wenn ich die Inhaltsangaben und Trailer richtig verstanden habe, ging es bei dem Tatort ja gerad drum, sein eigenes Kind zu befreien, mit der reingesetzten persönlichen Betroffenheit. Und gearade nicht dadrum, rauszufinden, wer der Täter ist und warum er es tat. Also kein Krimi.

Hehehe, ich merkte gerade, dass ich mal ähnlich für Uwe Boll argumentierte, so wie Arkschi bei Schweiger argumentiert. Bis auf den Erfolg im Mainstream. Und das gute Aussehen. :D

Mir ist es jetzt tatsächlich wump, wie sympatisch oder unsympatisch jemand rüberkommt. Schauspielerisch ist Schweiger halt sehr limitiert, das scheint er aber auch zu wissen. Regie führen kann er sehr solide, hat nur bei Filmen doch einen sehr anderen Geschmack als ich.
Und unsympatisches Verhalten mit einer führenden Position in einer tendentiell antisozialen Sekte zu vergleichen halte ich zumindest für gewagt. Wobei ich weiterhin Cruise- und Travolta - Filme und höre Musik von Juliette and the Licks.




Keiner eine Meinung zum WER BIN ICH Tatort?
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon buxtebrawler » 5. Jan 2016, 10:49

karlAbundzu hat geschrieben:Wobei ich weiterhin Cruise- und Travolta - Filme und höre Musik von Juliette and the Licks.


Das Schöne ist ja, dass es kaum wirklich sehenswerte Cruise- und Travolta-Filme gibt. Aber Juliette Lewis ist der Scientology-Sekte verfallen? :?

@Topic: Kann nicht wirklich mitreden, schaue mir höchstens mal besondere historische Tatorte an. Ansonsten interessiert mich die Reihe bisher nicht - und Artikel wie dieser hatten mir auch sämtliche Lust genommen, mich näher mit ihr zu befassen.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon jogiwan » 5. Jan 2016, 10:56

buxtebrawler hat geschrieben:[...]und Artikel wie dieser hatten mir auch sämtliche Lust genommen, mich näher mit ihr zu befassen.


hehe, autsch! :kicher:
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon Arkadin » 5. Jan 2016, 11:29

buxtebrawler hat geschrieben: - und Artikel wie dieser hatten mir auch sämtliche Lust genommen, mich näher mit ihr zu befassen.


Naja, wenn eine Autorin gleich in den ersten Sätzen schreibt: "Eigentlich gehen mir Kriminalromane und Kriminalfilme auf die Nerven.", dann ist doch klar, was am Ende als Fazit rauskommt. Und "Derrick" und "Der Alte" sind auch nicht sehr viel realistischer. Und ausgerechnet einen Odenthal- und Thomalla-Folge als Beispiel zu bringen ist auch schon fies.Immerhin wird - zurecht - der Graf-"Polizeiruf 110" sehr gelobt.

Ich gucke eigentlich so gut wie nie "Tatort", was aber nicht daran liegt, dass ich die Sendung ablehnen würde, sondern eher mit meinem persönlichen Zeitmanagement. Ich komme ja kaum gar nicht mit meinen ungesehenen DVDs hinterher. Trotzdem habe ich mir mal einige vielversprechende "Tatort" und "Polizeiruf 110"-Folgen (da habe ich sogar eine Box mit den Dominik-Graf-Folgen) aufgenommen und gucke da ab und zu mal rein. So habe ich im Urlaub endlich den vorletzten Murot "Im Schmerz geboren" angesehen, den ich super fand. Den letzten Murot habe ich zumindest mal gesichert. Die von Marvin "Blutgletscher" Kren inszenierten Falke-Folgen habe ich auch, aber noch nicht geguckt. Sowie die Borowskis, die ich wirklich sehr mag. "Der stille Gast" war eins der TV-Highlights des mittlerweile vorletzten Jahres. Den letzten gemeinsamen Fall von den beiden Berlinern fand ich auch super. Und dann gibt es natürlich auch viel Kruppzeugs, mittelmäßiges oder schlichtweg unguckbares (z.B. erinnere ich mich an den Kölner "Schlafende Hunde", der einfach furchtbar war). Aber das ist ja durchaus irgendwie Konzept.
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Re: Tatort - Der Diskussionsthread zur Krimiserie

Beitragvon ugo-piazza » 5. Jan 2016, 18:42

buxtebrawler hat geschrieben:
karlAbundzu hat geschrieben:Wobei ich weiterhin Cruise- und Travolta - Filme und höre Musik von Juliette and the Licks.


Das Schöne ist ja, dass es kaum wirklich sehenswerte Cruise- und Travolta-Filme gibt. Aber Juliette Lewis ist der Scientology-Sekte verfallen? :?



Schon lange.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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