Laurin - Robert Sigl (1989)

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Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon Onkel Joe » 2. Mai 2012, 08:45

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Originaltitel: Laurin
Herstellungsland: Deutschland/Ungarn (1989)
Regie: Robert Sigl
Darsteller: Dóra Szinetár, Brigitte Karner, Károly Eperjes, Hédi Temessy, Barnabás Tóth, Katalin Sir und Zoltán Gera.

Story: Ein idyllischer Hafenort im Jahre 1901. Der Tod in der Gestalt eines schwarzen Mannes geht um. Kleine Jungen verschwinden und kehren nie wieder zurück. Das Dorf lebt in Angst.Als eines Tages eine junge Frau mysteriös ums Leben kommt, scheint alle Hoffnung verloren! Nur die Tochter der Getöteten, Laurin, scheint sich dem ganzen Spuk zu stellen. Mit Hilfe ihres "zweiten Gesichts" versucht sie die Rätsel um den schwarzen Mann aufzuklären.
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Re: Laurin - Robert Sigl

Beitragvon Onkel Joe » 2. Mai 2012, 08:50

Ein großartiger Film den uns Robert Sigl dann beschert hat, so gruselig, so spannend, einfach der Wahnsinn.
Zeitweise habe ich gedacht Maestro Bava wäre in Sigls Körper geschlüpft und hätte uns nun mal wieder das Gruseln gelehrt.Kaum Budget und heraus gekommen ist, ich kann es gar nicht anders sagen ein MEISTERWERK !
9/10
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Re: Laurin - Robert Sigl

Beitragvon untot » 16. Mai 2012, 15:56

Düsteres Gänsehautkino, das einen unweigerlich in seinen Bann zieht.
Auch wenn ich relativ früh wusste, wer der schwarze Mann ist, so hat mich der Film trotzdem gefesselt bis zuletzt und mich irgendwie in einer ziemlich trostlosen Stimmung zurückgelassen.
Ich war wieder mal richtig froh, im Hier und Jetzt zu leben. :nick:

7,5/10
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Re: Laurin - Robert Sigl

Beitragvon buxtebrawler » 30. Mär 2016, 16:16

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Wir freuen uns riesig, euch im nächsten Jahr und in Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Sigl das preisgekrönte, dunkel-romantisches Schauerjuwel LAURIN präsentieren zu dürfen. Dafür wird es eine neue Abtastung vom Negativ geben und das bereits vorhandene sowie neues Bonusmaterial werden ebenfalls dabei sein.
Demnächst mehr!

DORT
WO KEIN TOD
MEHR IST
SEHEN WIR UNS
WIEDER


Quelle: http://www.bildstoerung.tv/blog/filme/laurin/

Gemeint ist wohl 2016, also dieses Jahr.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon Adalmar » 30. Mär 2016, 21:52

Endlich wieder ein richtiger Coup von Bildstörung! Großartig! :thup:

Freue mich schon, dieses kleine Horrorjuwel im neuen Glanz zu sehen.
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N・H・K に ようこそ!
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Re: Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon buxtebrawler » 22. Aug 2016, 18:37

„An jenem Tag im März 1901 schlug der Tod in Form des Schwarzen Mannes zum ersten Mal zu...“

Der deutsche Regisseur Robert Sigl, der später diverse Beiträge zu Krimi-Serien drehte, debütierte im Jahre 1989 mit dem in deutsch-ungarischer Koproduktion entstandenen Mystery-Drama/Horrorfilm „Laurin“ in Spielfilmlänge. Überlieferungen zufolge handelt es sich um eine Lowest-Budget-Produktion.

In einem kleinen norddeutschen Küstenort geht ein Mörder um, der es auf kleine Jungen abgesehen hat. Als auch noch ihre Mutter unter ungeklärten Umständen stirbt und ihr Freund Stefan (Barnabás Tóth, „Child Murders“) spurlos verschwindet, setzt die kleine Laurin (Dóra Szinetár) ihre hellsichtigen Fähigkeiten ein, um den Mörder zu enttarnen…

Eine Erzählstimme berichtet vom „Schwarzen Mann“ und leitet damit in Sigls Film ein, in dem ein Junge an Laurins Fenster klopft und kurze Zeit später getötet wird. Der unmittelbare Tod eines unschuldigen Kinds ist bereits Ausdruck der konsequenten Düsterheit und Hoffnungslosigkeit, die „Laurin“ ausmachen. Nicht nur mit seiner zeitlichen Einordnung zu Beginn des 20. Jahrhunderts scheint der Film wie aus der Zeit gefallen, auch die volle Konzentration auf ein ungemütliches Ambiente, schaurige Atmosphäre und Gänsehautstimmung bei bewusst entschleunigtem Erzähltempo dürften 1989 fast schon anachronistisch gewirkt und Erinnerungen u.a. an europäischen Gothic-Horror der 1960er und -70er Jahre geweckt haben. Die Ausstattung vermittelt einen authentisch anmutenden Eindruck des Jahres 1901, wenngleich man statt tatsächlich in Norddeutschland im osteuropäischen Ungarn und mit ungarischen Schauspielern drehte.

Laurins Vater ist Seemann, fährt wieder einmal auf die Weltmeere raus und lässt seine Tochter so allein zurück in der lebensfeindlichen, herbstlich-depressiven Tristesse – und mit dem Mörder, dessen Identität leider recht schnell geklärt ist. Die dazu führenden Drehbuchschwächen werden von Laurins visualisierten Visionen abgefedert, die sie auf alptraumhafte Weise zum Mörder führen, bei dem es sich wiederum mitnichten um einen Strauchdieb oder heruntergekommenen Berber handelt, sondern um ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft – die mit ihrer „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“-Mentalität dazu beiträgt, dass die Morde in dieser Frequenz begangen werden und ungesühnt bleiben können. Die sehr stimmige musikalische Untermalung Hans Jansens und Jacques Zwarts legen sich perfekt unter die von geschickter Kamerahand eingefangene Dunkelheit.

„Laurin“ zeichnet ein desillusionierendes Bild des Lebens in einer Dorfgemeinschaft zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts im Rahmen eines eigentlich recht einfach gestrickten Mystery-Gruslers, punktet mit ausdrucksstarken Bildern und unter die Haut gehender Atmosphäre und verneigt vor sich diversen Beiträgen ähnlich gearteten europäischen Genre-Kinos auch damals schon vergangener Zeiten. Dass die vielversprechend agierende Jungmimin Dóra Szinetár daraufhin nicht im Filmgeschäft Fuß fassen konnte, mutet seltsam an und ist schade. Ein kleine Perle, die es wiederzuentdecken gilt.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon Onkel Joe » 22. Aug 2016, 18:48

Das Robert Sigl in Deutschland keine Filmförderung für weitere Filme bekommen hat finde ich noch viel seltsamer! Hat "Laurin" doch Preise gewonnen und der Regisseur ist über die Grenzen bekannt aber nein, lieber gibts Kohle für Schweiger und die ganzen anderen Pappnasen. Der Genre Film ist halt bei der Filmförderung kein geliebtes Kind.
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Re: Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon jogiwan » 22. Aug 2016, 19:14

wenigstens ist der Streifen bei "Bildstörung" nun defintiv in den richtigen Händen! Ich freu mich schon auf das kommende Release und Infos zum Bonusmaterial gibts auch schon:

Bonusmaterial:
-Audiokommentar mit Robert Sigl
-“Robert Sigl erzählt…” Doku von Eckhart Schmidt über die Regiearbeiten von Robert Sigl
-Interview mit Robert Sigl
-Making of
-Deleted Scenes mit Kommentar von Robert Sigl
-Aufnahmen von der Verleihung des Bayrischen Filmpreis
-Soundtrack
-Setfotos


quelle: http://www.bildstoerung.tv/blog/filme/laurin/
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon Onkel Joe » 22. Aug 2016, 19:20

"Bildstörung" ist für diese Perle das richtige Label. Robert Sigl ist ein netter, sehr Auskunftsfreudiger Mensch. Da kommen bestimmt einige gute Infos zusammen. Er arbeitet auch an einem neuen Film aber das wird noch etwas dauern bis da etwas spruchreif ist.
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Re: Laurin - Robert Sigl (1989)

Beitragvon buxtebrawler » 23. Okt 2017, 17:24

Erscheint voraussichtlich am 01.12.2017 bei Bildstörung auf Blu-ray und auch noch einmal auf DVD:

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Extras:
- Audiokommentar mit Regisseur Robert Sigl
- Der Weihnachtsbaum - Kurzfilm von Robert Sigl (18 Min.)
- "Robert Sigl erzählt…“ von Eckhart Schmidt (30 Min.)
- Behind the Scenes (9 Min.); Entfallene Szenen
- Booklet

Bemerkungen:
Erstmals in HD in neuer, digital restaurierter 2k-Abtastung vom original Negativ.

Quelle: OFDb-Shop
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