Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Moderator: jogiwan

Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 11. Okt 2016, 14:44

129: Zacharias und die Schneemänner

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130: Die Sommerparty

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131: Herbstlaub

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132: Märchenraten

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133: Die Nikolausfalle

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134: Warteliste

Die Quietschbeus möchten gern in den Urlaub fliegen, doch die Reise ist ausgebucht. Sie haben sich aber auf die Warteliste setzen lassen und so besteht immerhin noch die Chance, dass sie doch noch zum Zuge bzw. Fluge kommen, wenn andere abspringen. Ungeduldig warten sie in Spencers Studio auf den erlösenden Anruf oder eine entsprechen Rohrpost und tatsächlich: Zwei Plätze sind freigeworden. Doch die Quietschis sind zu Dritt… Hat es zunächst den Anschein, dass sich diese Rückkehr ins Runddorf nach dem fünf Folgen umfassenden Stadtblock mit der durch Wartelisten hervorgerufenen Unsicherheit oder mit bandinterner Solidarität getreu dem Motto „Alle oder keiner“ auseinandersetzt, tendiert sie in eine andere Richtung: Karl-Heinz arrangiert sich schnell damit, allein zurückzubleiben und möchte die Abwesenheit seiner Bandkollegen nutzen, um in Ruhe zu komponieren. Als Elvis und Spencer stattdessen glauben, Karl-Heinz sei traurig und sie würden ihm etwas Gutes tun, indem sie ihm Gesellschaft leisten, wird deutlich, dass es um „gut gemeint“ als Gegenteil von „gut gemacht“ geht. Viel ärger trifft dies auf Kasi zu, der seinem besten Freund Nepomuk beim Anbringen von Bildern im Schloss helfen möchte und ohne Absprache Nägel ins Gemäuer schlägt. Das daraufhin entbrennende Streitgespräch entzweit die beiden dicken Kumpel, die sich fortan nur noch mit ihren vollen Namen anreden. Kurios: Daraufhin entstaubt Nepomuk seine Tuba, mit der er musizieren möchte und spielt auf seinem Weg durchs Dorf seiner aktuellen betrübten Stimmung Ausdruck verleihende Tonfolgen. Natürlich wird auch diesmal nichts so heiß gegessen, wie’s gekocht wurde und am Ende ist manch einer um eine Lektion reicher und es wird sich rührend versöhnt. Somit bietet diese Episode erneut interessante Einblicke ins soziale Miteinander im Spencer-Dorf und veranschaulicht die Tücken überbordender Hilfsbereitschaft, mit der bisweilen das Gegenteil dessen erreicht wird, was intendiert war – stets gespickt mit dem serientypischen Humor. Bemerkenswert ist auch, dass Elvis‘ Videothek zu einem wahren Monstrum von Monitorwand angewachsen ist, die er nutzt, um das obligatorischen Quietschbeus-Lied vom Band einzuspielen.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 24. Okt 2016, 12:22

135: Die Wette

Es ist doch immer wieder schön, wie es gelingt, dass sich einzelne Folgen in eine ganz andere Richtung entwickeln, als es zunächst den Anschein hat. So auch bei „Die Wette“, in der Elvis sein Kamerastativ im Studio aufgebaut hat, um die Zwillinge zu fotografieren. Als diese nach der üblichen geschwisterlichen gegenseitigen Anzickerei nacheinander durch den Proberaum der Quietschbeus latschen, reagieren diese genervt, erheben eine „Durchlatschgebühr“ von zehn Pfennigen (die sie in Lakritze investieren) und bestehen darauf, dass der Wegweiser in der Dorfmitte geändert wird, damit nicht ständig alle – sogar Fremde – durch den Proberaum gelotst werden, wenn sie in Spencers Studio wollen. Mona wettet, dass Spencer es nicht schafft, bis zum Ende der Sendung den Wegweiser umschreiben zu lassen, Lisa hält dagegen („Is‘ doch Spencer!“) und gekämpft wird mit harten Bandagen wie dem Diebstahl der Farben Nepomuks, der mit der Aufgabe betraut wurde. Auch wenn Elvis weiterhin verzweifelt versucht, seine Aufnahmen fertigzubekommen, geht es in „Die Wette“ längst nicht mehr um Fotografie, vornehmlich auch gar nicht allzu sehr um die titelgebende Wette, sondern um die Orientierung im Runddorf. Die Zuschauer, gerade auch neu hinzugekommene, können anhand dieser Episode sehr gut den Aufbau des Runddorfs nachvollziehen. Dieser wird einmal mehr überaus stark betont, was erkennen lässt, wie sehr die Serienmacher das Runddorf-Prinzip als Alleinstellungsmerkmal verinnerlicht haben, was in der Frühphase ja längst nicht immer so war. Sicherlich gibt es gehaltvollere Folgen, doch auch diese, sich stark auf sich selbst beziehende und mit herrlich zickenden Zwillingsschwestern sowie einem auf den Wegweiser kletternden Schlossherrn ausgestattete bietet solide Unterhaltung.
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 6. Nov 2016, 18:10

136: Das macht jetzt alles Egi

Wenig sympathisch wirkt einmal mehr Spencers Assistent Elvis, der aufgrund einer Vielzahl an Aufgaben unter Überforderung leidet, dem Pensionär Egidius Soltanelle jedoch mit Argwohn und offener Feindseligkeit begegnet, als dieser ihm hilft, indem er Elvis’ „Einwohnermeldeamt“ (jene Sammlung Karteikarten) zum Trocknen aufhängt, nachdem Elvis es in seiner Schusseligkeit anstelle der Kakteen gegossen hatte. Dabei wollte „Egi“, wie manch Runddörfler den Besucher aus der Hallerstraße liebevoll nennt, eigentlich nur in der Dorf-Idylle die Seele baumeln lassen. Doch nachdem Elvis sich zunächst wie ein beleidigter Gimpel aufgeführt und sich ausgebootet gefühlt hat, versucht er, sämtliche Aufgaben auf Egi abzuwälzen. Manch anderer will den Spaziergänger zu allem Überfluss ebenfalls einspannen, beispielsweise Jungdrache Poldi, der ihn in einer köstlichen Szene regelrecht aus dem Studio entführt und bittet, zukünftig das Drohen in grammatikalisch korrektem Deutsch für ihn zu übernehmen. Beim faulenzenden weiblichen Teil der Dorfbewohner fühlt sich Egi hingegen wohl und singt ein Lied, nachdem bereits zuvor die Quietschbeus musikalisch bekundeten, nicht allein zu sein. Linguistisch sind die Dialoge dieser Folge, in der es um Themen wie Eitelkeit, Ausnutzung und Work-Life-Balance geht, wieder großes Kino, die auf dem Studio-Fußboden für Unfallgefahr sorgenden Perlen avancieren zum Running bzw. Rolling Gag und generell gibt es hier viel zu lachen, während der arme Egi einem leid tun und man über Elvis eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Humoristisch sticht diese Episode aus ihrer Staffel heraus.
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 7. Nov 2016, 23:02

137: Egi und Nepi

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138: Spencer-Nachrichten

Ich weiß nicht, wie es den Lesern meiner „Hallo Spencer“-Rezensionen geht, aber als Kind hatte ich eine Phase, in der es mich durchaus gereizt hätte, journalistisch tätig zu sein und so malte ich mir in meiner Fantasie aus, mich als rasender Reporter zu verdingen. Voll in diese Kerbe schlägt diese Folge, in der zunächst im Studio ein Mangel an aktuellem Material in Elvis’ Videothek vorherrscht und der stets über seiner Lexiklopädie brütende Lexi sich beschwert, er bekäme kaum noch mit, was um ihn herum im Dorf geschehe. Schnell bekommt Spencer die glorreiche Idee, nach Vorbild der „Tagesschau“ die „Spencer-Nachrichten“ ins Leben zu rufen und es ist herrlich anzusehen, wie Elvis sich darüber freut, soll er doch als Redakteur an ihnen mitarbeiten. So zieht Spencer also mit seiner Videokamera los und spannendes Material lässt nicht lange auf sich warten. So streitet sich Poldi mit den Zwillingen über die Grenze zwischen Kratergebiet und Hausbootland und beginnt eigenmächtig, einen Baum zu roden. Noch interessanter, weil geheimnisvoller ist aber der Umstand, dass vor Nepomuks Schluss eine größere Menge Gips bereitliegt und sich Lulu konspirativ mit dem Schlosshern zu vergnügen scheint. Doch was auf Spencer wirkt, als gehe Elvis’ Lebensgefährtin mit Nepomuk fremd, sind in Wahrheit die Vorbereitungen eines Geburtstagsgeschenks für Elvis, eine überlebensgroße Lulu-Statuette. Dies allerdings weiß Spencer nicht, der trotzdem investigatives Material in Paparazzo-Manier zusammenfilmt und überall mit seiner Kamera herumschnüffelt. Als Spencer dem armen Elvis das vermeintliche Beweismaterial präsentiert, verfällt dieser in Trauer, wird jedoch von Lisa eingeweiht, die seinen Gemütszustand nicht erträgt. Und als Spencer Kasi während seiner Müllabfuhr filmt, provoziert er sogar einen Unfall, der ebenfalls Teil der Nachrichten wird. Am Ende versammelt man sich um Studio zum kollektiven Gucken des ersten „Spencer-Nachrichten“-Zusammenschnitts und siehe da: So unterhaltsam sie auch geworden sind, geben sie doch lediglich ein verzerrtes bis verfälschtes Bild der Realität wieder, denn vieles Entscheidende wurde herausgeschnitten. Damit gelingt es dieser Episode im Idealfall, schon die jungen Zuschauer ein Stück weit zur Medienkompetenz zu erziehen, indem sie die Gefahr manipulierter Nachrichten auf (nicht nur) humorvolle Weise aufzeigt, für Themen wie den Grat zwischen Privatsphäre und Pressefreiheit sensibilisiert und sogar illustriert, wie rüder Journalismus seine eigenen Zwischenfälle und daraus resultierende Berichte schafft, die es ohne ihn nie gegeben hätte. Dass Spencer dafür kurzzeitig zum Rambo-Reporter mutiert, muss man hinnehmen; dankbar bin ich hingegen dafür, dass endlich einmal nicht Elvis der Fiesling war. Und die Quietschis? Die verfehlten glatt das Thema und sangen über wahre Kunst.

139: Die Quietschpiraten

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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 9. Nov 2016, 13:10

140: Zwillinge und Wassermänner

Diese Folge nimmt Bezug auf die nahezu ausgestorbene Tradition der Feier der Sommersonnenwende, jenem Tag, ab dem die Tage kürzer werden. Um diesen zu begehen, möchte man im Dorf den Sonnenuntergang beobachten und schlägt auch Elvis‘ Bedenken in den Wind, der dies aus Sorge vor schlechtem Wetter lieber vom Studio aus gemacht hätte. So versammelt man sich also unter freiem Himmel, wo sich Poldi, Kasi und die Zwillinge Gruselgeschichten erzählen, unter anderem von den „Wassermännern“. Nachdem wieder jeder seiner Wege ging bzw. sich zur Nachtruhe bettete, stülpen sich Kasi und Poldi Laken über und spielen mit verstellten Stimmen Wassermänner, um die Zwillinge zu erschrecken – diese durchschauen den Spuk jedoch recht bald und drehen den Spieß auf geschickte Weise um… Schön, wie es dieser ruhigeren Episode mit der Extraportion Gesang und Tanz gelingt, die besondere Atmosphäre einer lauen Sommernacht und die Mystik uralter heidnischer Traditionen einzufangen. Bemerkenswert ist ferner, dass Kasi in dieser Staffel anscheinend eine charakterliche Entwicklung erfährt, weg vom immer netten und freundlichen Helferlein zu jemandem, der nun auch selbst einmal Lust hat, Streiche zu spielen. Dass er und Poldi ausgerechnet Wassermänner mimen, ist übrigens eine witzige Anspielung auf das Sternzeichen der Zwillinge; meines Wissens stellt sich in einer späteren Folge heraus, dass diese am 18. Februar und somit im Sternzeichen des Wassermanns geboren wurden...
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 10. Nov 2016, 17:51

141: Ich weiß, wer du bist

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142: Lexi und Giovanna

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143: Der große Radiergummidiebstahl

In dieser Folge darf Elvis wieder einmal richtig aufdrehen: Obwohl er doch eigentlich längst über modernes Computer-Equipment verfügt, verwaltet er sein „Einwohnermeldeamt“ noch immer per Hand, ist nun aber auf Bleistift umgestiegen, da er festgestellt hat, wie gut man diesen wegradieren kann, sollte sich einmal etwas ändern – beispielsweise die Anschrift eines Einwohners. Zu diesem Zwecke hat er auch einen Radiergummi und zwar einen besonders schönen: Ein großes Exemplar mit einem verkleinerten Abbild seines eigenen Kopfes zur Dekoration obendrauf. Als dieser nach Besuchern im Studio, in dem Spencer diesmal übrigens zunächst glatt die Anmoderation versäumt hat, plötzlich verschwunden ist, verdächtigt er hysterisch alles und jeden und wird einmal mehr zum ungenießbaren Individuum – und dabei ist es Spencer, der sich den Ratzefummel eingesteckt hat. Diese Episode ist bestimmt von falschen Verdächtigungen, einem übers Ziel hinausschießenden Elvis und einigen Missverständnissen, denn da er als unglückliches Beispiel nannte, seine Lulu aus dem Eisenbahnwaggon zu radieren, hegt diese einen tiefen Groll gegen ihn. Nachdem man im Mittelteil als Zuschauer erfahren hat, dass überraschenderweise Spencer das gute Stück gemopst hat, geht es zudem verstärkt um Schuldeingeständnisse, Scham, Furcht und letztlich Vergebung. Diese Folge gehört zu jenen, die sehr kindlich geraten sind und Spencer macht eine ungewohnt unsouveräne Figur. Die Moral ist eindeutig: Stehlt nicht und falls ihr selbst bestohlen wurdet, seid fähig, zu verzeihen. Im Übrigen wird auch Kasis Wesensveränderung hier deutlich, möchte er doch zukünftig mit vollem Namen „Kasimir“ im Einwohnermeldeamt geführt werden, da ihm „Kasi“ zu kindlich klinge.
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 16. Nov 2016, 13:51

144: Gelefeheilefeimspralefachelefe

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145: Wir spielen: Der Wolf und die sieben Geißlein

Eine weitere Folge, in der die Runddörfler ein klassisches Märchen nachspielen – doch, oh je: Spencer war krank und so konnten die Vorbereitungen nicht komplett abgeschlossen werden. Nun ist Improvisationstalent gefragt. Die Probleme beginnen bereits mit der ungeklärten Rollenverteilung: Jeder möchte gern siebte Geißlein spielen, sogar Jungdrache Poldi, der eigentlich den Wolf spielen soll. Nachdem Spencer ihn davon überzeugt hat, wie prädestiniert dieser für die Rolle sei, kann das Stück endlich beginnen, durch das Spencer als Erzähler führt. Ganz kurios wird es jedoch, als Poldi in der entscheidenden Szene spontan beschließt, eine Doppelrolle als Wolf und siebtes Geißlein zu übernehmen. Da bleibt auf Seiten der Zuschauer natürlich kein Auge trocken und so bringt einem diese Episode nicht nur das Grimm’sche Märchen wieder näher, sondern unterhält auch prächtig mit all den Befindlichkeiten der Laien-Schauspieler, den daraus resultierenden Konflikten, den Improvisationen und der Komik, die sich aus all dem entwickelt.
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 30. Dez 2016, 15:24

146: Schreib' mal wieder

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147: Die Quietschbeu-Hitparade

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148: Unser Dorf

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149: Die Leute aus der Stadt

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150: Beruferaten

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151: Hasen jagen, Haken schlagen

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152: Aus dem Urlaub zurück

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153: Die Stadt steht Kopf

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154: Sommermärchen

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155: Zachis Silvestergeschichte

Spencer moderiert von seinem Wohnzimmer in der Hallerstraße aus diese Silvester-Spezialausgabe an. Mona kommt zu Besuch, während Zacharias Zuckerguß noch draußen im Schnee unterwegs ist und zusammen mit Schneemännern ein Lied über den Jahreswechsel anstimmt. Spencer tut’s ihm zu Hause mit Mona gleich, danach spielen sie ein kleines Erinnerungsspiel. Dieses führt jedoch nicht zu Rückblenden in die Episoden des Jahres, denn Zachi erscheint und erzählt seine Geschichte, in der er als Sprecher fungiert, während die Kamera langsam über statische Zeichnungen fährt – es handelt sich also um keinen Zeichentrick. Die Geschichte handelt vom Jungen Mike, der im zu Ende gehenden Jahr Todes- und Krankheitsfälle in seiner Familie verkraften musste und seitdem arbeiten gehen muss, um für die übrigen Familienmitglieder zu sorgen. Trotz viel Arbeit ächzt er unter Geldsorgen, insbesondere, da jüngst auch noch die Wohnungsmiete erhöht wurde. Seine Oma jedoch hat ihnen ihr Haus vererbt. Mike aber kann das Erbe nur antreten, wenn er es bis Silvester-Mitternacht renoviert hat. Eigentlich bräuchte er dazu viel mehr Zeit, versucht es aber dennoch. Das alte Jahr beobachtet ihn dabei und versucht, mehr Zeit für Mike herauszuschinden. Mit Ach und Krach gelingt Mike die rechtzeitige Renovierung... Diese naiv-nette Geschichte soll vermutlich Zuschauern Hoffnung spenden, die kein gutes Jahr hinter sich haben und funktioniert zudem als Allegorie auf Menschen, die ihrem Zeitplan hinterherhängen und bis Jahresende noch viel zu erledigen haben. Gemeinsam geht man schließlich hinaus auf die Straße und erfreut sich am Feuerwerk, über das dann auch noch einmal fröhlich ein Lied geschmettert wird. Na, dann: Prosit Neujahr!

156: Ein Schneemann auf Reisen

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157: Winterträume

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158: Hilfe, Post von Vetter Sylvester

Diese ebenfalls in der Hallerstraße spielende Folge markiert für die Serie den Übergang von den 1980ern in die ’90er. Es handelt sich um die erste Episode, die 1990 produziert und 1991 ausgestrahlt wurde. Spencer geht in ihr seine Post durch, bergeweise Reklame, und verpasst dadurch glatt seine Begrüßung. Elvis schneit als Postbote hinein und singt „Wenn der Postmann dreimal klingelt“, wobei er in Bewegungen und Stimme etwas beängstigend Wahnsinniges hat (was die Spieler entweder ironisch einbrachten oder es ihnen nicht bewusst war). Er bringt eine Videokassette von Spencers Vetter Sylvester (sieht aus wie Spencer mit roten Haaren) aus den USA, die einen von ihm gesungenen Gruß sowie die Ankündigung, Spencer besuchen zu kommen, enthält. Spencer reagiert entsetzt und zeigt zunächst eine Rückblende in eine ältere Runddorf-Folge zum Thema Briefeschreiben. Diese ist klasse und witzig, doch singt nun auch noch Lexi in ihr – der Gesang scheint in diesen Hallerstraßen-Folgen überhand zu nehmen. Spencer diktiert Elvis daraufhin eine schriftliche Antwort an Sylvester, in der er krank zu sein vorgibt, gefolgt von einer Rückblende in die Dorffolge zum Thema Egoismus und einen Quietschbeus-Song über Briefe, womit diese Episode endgültig Recycling-Charakter erhält. Die Arbeit war jedoch für die Katz’, denn der Briefkasten wird nicht mehr rechtzeitig geleert. In einer Kurzschlussreaktion versetzt Spencer seine Wohnung schließlich in einen chaotischen Zustand, wie er ihn durch Sylvesters Besuch erwartet hatte... Dass Sylvester dann doch gar nicht erscheint, ist die Pointe dieser Folge, die leider in erster Linie von Rückblenden und Gesang lebt. Was damals im TV angenehm nostalgisch gewirkt haben mag, ist innerhalb einer gestrafften Retrospektive natürlich etwas wenig. Und seit wann arbeitet Elvis eigentlich bei der Post?

159: Das ist doch kein Unglück

Spencer hat richtig gute Laune, was ihn dazu veranlasst, in seinem Wohnzimmer ein Lied darüber zu singen. Da kommt Elvis betrübt zu Besuch, weil seine Lulu ihn vor die Tür gesetzt hat und klagt sein Leid – singend. Er hatte seine Kakteen ins gemeinsame Bett gelegt, um sie vor Zugluft zu schützen, wovon Lulu jedoch nichts ahnte, als sie sich hineinwarf... Spencer versucht Elvis daraufhin aufzuheitern und mithilfe von Rückblenden in die Sturm- und Regenepisoden zu verdeutlichen, was wahres Unglück sei. Auch eine Rückblende in die Rumpelpumpelkraterepisode folgt, doch Elvis bleibt untröstlich. Ein Schwenk ins Dorf zeigt die schimpfende Lulu, die Galaktika herbeiruft, welche ihr jedoch – seltsamerweise – auch nicht dabei helfen kann oder will, ihr die Stacheln aus dem Rücken zu ziehen. Kurzerhand begibt sich Lulu zu Spencer in die Stadt, wo Elvis ihr die Stacheln zieht, alles wieder gut wird und nun auch Elvis ein Gute-Laune-Lied singt. Was für die vorausgegangene Folge galt, gilt auch hier: Zuviel Wiederverwertung und Singsang, zu wenig Neues und zu wenig Witz.

160: Wo ist die Kiste?

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161: Picknick mit Elvis

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162: Karl-Gustav sucht einen Song

Spencer wird im Bett liegend in aller Herrgottsfrühe von der Kamera geweckt, möchte aber lieber weiterschlafen und schnippt auf die Hallerstraße, wo jedoch auch noch keine Menschenseele unterwegs ist. Daraufhin schnippt er ins Dorf, wo Karl-Gustav bereits einsam mit seinem Saxophon unterwegs ist und über einen neuen Song sinniert. Wie er so an den Behausungen der schlafenden oder aushäusigen Dorfbewohner vorbeigeht, stimmt er eine Melodie an und singt ein paar Textzeilen über sie. Da er aber niemand Inspirierenden vorfindet, begibt er sich zu Spencer in die Hallerstraße. Auffällig ist hierbei, wie schnell er dort ist... Im Dialog mit Spencer, der mit der Morgentoilette beschäftigt ist, entwickelt Karl-Gustav Ideen, doch Spencer muss ihn darauf hinweisen, dass er all diese bereits umgesetzt hat: In Rückblenden werden die jeweiligen Quietschbeus-Hits gezeigt. Der verdutzte Musiker (herrlich der Verwunderungslaut, den er ausstößt) nimmt für Spencer ein Telefongespräch entgegen: Es ist Elvis, der sich überrascht ob Karl-Gustavs Anwesenheit bei Spencer zeigt und sofort eifersüchtig reagiert, da er glaubt, man wolle ihn um seinen Posten bringen. Stehenden Fußes macht er sich auf zu Spencer, wo nach einem kurzen Streitgespräch das Missverständnis jedoch aufgeklärt werden kann und Karl-Gustav dank Elvis’ Hilfe realisiert, dass er mit seiner Nummer über die Dorfbewohner doch längst einen neuen Song hat! Wenn auch diese Episode viel von Rückblenden und Gesang lebt, so fängt sie doch ganz wunderbar diese spezielle müde Morgenstimmung ein, wenn man vor den meisten anderen wach ist. Zudem sind die Lieder gut ausgewählt und ist Karl-Gustavs Nummer mit ihrem warmen Saxophon-Klang durchaus ein kleiner Hit. Wenn dann auch noch bei den Zuschauern ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, wie schwierig es sein kann, als Musiker ständig kreativ sein zu müssen und neue Songs zu schreiben, bin ich schon zufrieden. Von denen, die ich bisher gesehen habe, handelt es sich hierbei um meine Lieblings-Stadtfolge.
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 31. Dez 2016, 13:14

163: Poldi hat Dresche bekommen

Von seinem Wohnzimmer in der Hallerstraße aus beantwortet Spencer Zuschauerpost: Stevie aus Moisburg (einem Nachbardorf Buxtehudes) z.B. möchte mal wieder etwas von der Stadt sehen, in der Spencer lebt. Spencer schnippt nach draußen zum singenden Bäcker Zacharias Zuckerguß, der der ebenfalls singenden Floristin Susanne Sonnenschein begegnet. Beide erspähen von Weitem den Jungdrachen Poldi und suchen angsterfüllt das Weite, woraufhin Poldi ein trauriges Lied singt, in dem er mit seiner Existenz als Drache hadert. Bei einer Rauferei in der Jungdrachenschule wurde er verletzt und da ihm im Dorf niemand helfen wollte, sucht er Spencer auf, der ihn notdürftig verarztet. Friedrich aus München wünscht sich passenderweise den Quietschbeus-Song über Erste Hilfe, der sodann erklingt. Im Anschluss berichtet Poldi, wie es zur Rauferei gekommen ist: Er habe seinen Schwarm Pummelzacken verteidigen wollen. Aus dem Archiv zeigt Spencer daraufhin die Quietschbeus-Performance eines Liebeslieds, gefolgt vom Augapfelheuschnupfenlied, das sich ein Mädchen aus Wilhelmshaven gewünscht hat. Da taucht Elvis mit Verbandszeug auf und hilft ebenfalls dem lädierten Poldi; kurz darauf erscheint Mona und entschuldigt sich für die unterlassene Hilfeleistung. Spencer singt eine Ode auf die Freundschaft zu Karl-Gustavs Saxophon-Melodie aus der vorausgegangenen Episode und die anderen stimmen mit ein – damit handelt es sich mutmaßlich um die Folge mit den meisten Gesangseinlagen, von denen sämtliche Queietschbeus-Songs schon einmal da gewesen sind. Viel Zeit für Handlung bleibt da nicht mehr, wenngleich der verliebte und traurige Poldi ein durchaus niedlicher Anblick ist und man inhaltlich die Bedeutung Erster Hilfe betont. Viel mehr ist von einer Folge aus dieser Wiederverwertungsstaffel vermutlich nicht zu erwarten, die hiermit ihren Abschluss fand.
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Re: Hallo Spencer - Peter Podehl [TV-Serie] (1979-2001)

Beitragvon buxtebrawler » 11. Jan 2017, 18:42

164: Sind wir nun Brüder, oder was?

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165: Egis Hinkelstein

Der gute Egidius Soltanelle aus der Hallerstraße vermacht seinem Lieblingsdorf ein Ehrengeschenk: einen großen Hinkelstein, der im Dorf abgeladen wurde, was unter den Bewohnern für Verwirrung sorgt. Zunächst weiß niemand etwas mit ihm anzufangen; Elvis hält ihn gar für eine fliegende Untertasse und hat Angst, die Bezeichnung „Spukstein“ macht die Runde. Das unhandliche Ding wird quer durchs Dorf geschleppt und die Bewohner reagieren zunehmend genervt auf das Geschenk. Als Egi vorbeischaut und die schlechte Stimmung mitbekommt, sucht er direkt wieder das Weite. Leidtragende sind auch die Zwillinge, die Querflöte spielen gelernt haben und gern ein Stück vorführen würden, denen jedoch niemand zuhören möchte. Diese zweite Runddorf-Folge nach dem ausgedehnten Stadtfolgen-Block findet natürlich am Ende einen Platz für das steinerne Geschenk und die gute Stimmung ist spätestens wiederhergestellt, als die Quietschbeus ihr Lied spielen. Wer jedoch glaubte, dass die Zwillinge es auf ihren Querflöten begleiten dürften, irrt: Mona und Lisa bekommen lediglich die Gelegenheit zu einem kurzen Solo im Kraterkeller. So ganz an die Qualität liebgewonnener klassischer Episoden aus dem Runddorf kann diese noch nicht anknüpfen, dafür wirkt sie etwas zu wirr und die Nebenhandlung um die Zwillinge mit ihren Querflöten eher überflüssig. Eine wirklich nachvollziehbare Aussage o.ä. scheint einer albernen, arg herbeikonstruierten Handlung geopfert worden zu sein, in der die Dörfler ihren Kopf wegen eines Steins verlieren. Das geht besser.
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