Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

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Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon untot » 10. Mär 2011, 17:09

Erstausstrahlung: 04.08.1978

Ein PKW, dessen Fahrer offensichtlich betrunken ist, fällt einer Polizeistreife auf.
Schon von einer Brücke aus hatten die Beamten beobachtet, wie das verdächtige Fahrzeug über die Uferböschung in Richtung City davongerast war.
Einer Verkehrskontrolle können sich die drei Insassen durch riskante Fahrmanöver entziehen.
Im Morgengrauen entdeckt man am Flussufer ein nur notdürftig verschnürtes Bündel - es enthält die Leiche einer jungen Frau.
Noch am selben Tag meldet sich bei Oberinspektor Derrick eine Frau Ellweg, die in der Ermordeten ihre Untermieterin erkennt - Margarete Wenk, Schülerin an einer Grafikschule...

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Mit:
Horst Buchholz (Alexis)
Susanne Beck (Celia)
Lisa Kreuzer (Margarete/Ursula)
Jacques Breuer (Ruff)
Elisabeth Neumann-Viertel (Frau Ellweg)
Siegurd Fitzek (Liebs)
Karl-Heinz Peters (Arzt)
Wulf Kessler (Polizist)
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Re: Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon Nello Pazzafini » 10. Mär 2011, 19:15

Horsti als verjunkter Hendrix Verschnitt, herrlich........ :)
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"Ein Grab im K-Gebiet wünscht dir Dein Ugo"
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Re: Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon untot » 10. Mär 2011, 19:24

Ja, diese Folge mag ich auch ganz besonders gern, Buchholz spielt hier einfach grandios!
Eine meiner Lieblingsfolgen!
8,5/10
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Re: Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon Blap » 1. Mai 2011, 12:31

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Cover der Derrick Collectors Box 4, welche die Folgen 46-60 enthält


Folge 47 - Solo für Margarete (Deutschland 1978)

Finstere Gestalten laden neben einer Strasse die brisante Ladung ihres Fahrzeugs ab. Als sie sich mit ihrem PKW entfernen wollen, verlieren sie beim Anblick eines Polizeiwagens die Nerven. Trotz einer wüsten Verfolgungsjagd können die Verdächtigen entkommen. Wenig später scheint die Ursache für die Flucht geklärt zu sein, man findet am Ausgangspunkt der Hatz die Leiche einer jungen Frau. Zunächst ist die Identität der Toten nicht feststellbar, doch nach einem Zeitungsaufruf meldet sich eine ältere Dame. Margarete Wenk (Lisa Kreuzer) wohnte bei der Anruferin zur Miete. Als Derrick und Klein die Wohnung aufsuchen, müssen sie die alte Dame aus einer misslichen Lage befreien, sie wurde von maskierten Gaunern überfallen. Die Burschen durchwühlten Margaretes Zimmer, erneut entkommen die Täter unerkannt. Eine erste Spur führt die Ermittler in einen Club, in dem der Gitarrist Alexis (Horst Buchholz) mit seiner Band Abend für Abend vom Publikum gefeiert wird. Alexis gibt bei der Befragung an, dass ihm Margarete nicht bekannt sei. Als Ursula Wenk (Lisa Kreuzer) bei Derrick auftaucht ist die Überraschung gross, denn sie sieht ihrer Schwester äusserst ähnlich. Derrick erkennt sofort die unverhoffte Chance, er konfrontiert den schwer drogenabhängigen Alexis mit Ursula Wenk...

Nach den Folgen 41 (Tod eines Fans) und 45 (Klavierkonzert), steht erneut ein Musiker im Zentrum der Ermittlungen. Der Kriminalfall rückt in den Hintergrund, die Auflösung dürfte nahezu jeder Zuschauer erahnen. In erster Linie schildert "Solo für Margarete" das Drama um einem talentierten Musiker, der vom Heroin nahezu aufgefressen wird. Horst Buchholz gelingt eine überzeugende Vorstellung, obschon er nicht ganz die Qualität eines Tommi Piper erreicht, der in Folge 41 brilliant aufspielte. Lisa Kreuzer passt auf den ersten Blick nicht in die Rolle einer "Rockmusikerbraut", doch letztlich entpuppt sich ihre Besetzung als mutige Lösung abseits der gängigen Klischees. Jacques Breuer sehen wir als überforderten Bruder und Manager des Stars. Susanne Beck konnte in Folge 30 (Yellow He) einen bleibenden Eindruck hinterlassen, hier muss sie sich jedoch mit einer kleineren Nebenrolle begnügen. Diverse Fratzen runden das solide Ensemble ab, schauspielerisch gibt es kaum ernsthafte Kritikpunkte. Zwar gehe ich meist nicht auf die (immer gute) Leistung von Horst Tappert ein -weil es auf Dauer ermüdend wäre- doch an dieser Stelle ist es wieder an der Zeit für ein besonderes Lob. Wie Tappert souverän von "dezent schelmisch" zu "aufrichtig mitfühlend" oder "natürlich autoritär" umschaltet, das ist schon aller Ehren wert, großartig!

Wer auf ein schwer zu knackendes Kriminalrätsel hofft, der ist bei dieser Folge an der falschen Adresse. Mir gefällt der Drift in Richtung "Psychologisches Drama", auch die Entscheidung Lisa Kreuzer entgegen der Erwartungshaltung zu besetzten halte ich für clever. Wenig kreativ und reichlich abgeschmackt kommt jedoch der Blick auf die Rockmusiker daher, bei dem Autor Herbert Reinecker dann doch noch mit Anlauf in die Klischeefalle latscht. Der Soundtrack zu "Solo für Margarete" ist rockig und stimmungsvoll geraten, besser hätte man diese Aufgabe kaum lösen können, beide Daumen zeigen klar nach oben. Michael Braun macht seinen Job als Regisseur sehr ordentlich, die Schwachstellen im Drehbuch gehen nicht auf seine Kappe. Ich mag diese Folge, vermutlich wegen der tollen "Spät-Siebziger-Atmosphäre" & dem starken Score.

7/10 (gut). Mit ein wenig mehr Mut und Fingerspitzengefühl des Autors, hätte "Solo für Margarete" eine grandiose Spitzenfolge werden können!
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Re: Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon dr. freudstein » 11. Jul 2011, 11:28

Horst Buchholz als heroinabhängiger Musiker fällt hier mehr als angenehm auf, optisch passt das wirklich hervorragend. Richtig, mehr ein Psychodrama als kniffliger Kriminalfall, trotzdem sehr überzeugend.
Und schon wieder eine WG, diesmal eine Musiker-WG. Ja, die 70er :kicher:
Das eine Schwester, der Toten zum Verwechseln ähnlich sieht, passiv zur Auflösung führt, ist zwar schon bald Tradition, nervt mich bislang aber nicht. Mal schauen, wie viele Musiker Folgen noch kommen werden, ich hab ja noch einiges vor mir und freue mich nicht auf den Tag, wenn ich wirklich alle Boxen durch hab.
Aber bis dahin ist es ja noch lange hin.

8/10 ist mir dieser Fall wirklich wert :thup:
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Re: Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon Die Kroete » 11. Mai 2013, 16:02

Horst Buchholz spielt zwar wieder echt grandios, trotzdem ist diese Folge wahrlich nicht die Beste, denn sie steckt voller Klischees:

Ein Rock(oder Pop-)-Gitarrist ist wohl immer Heroinabhängig und lebt natürlich in einer Kommune, wie soll es auch anders sein ?! :bang:

Die Ermordete hat eine Schwester, die zwar nicht ihr Zwilling ist, ihr aber trotzdem zum verwechseln ähnlich sieht. Hallo! :o

Von der Auflösung des Falls, will ich besser gar nicht erst reden. :kicher:

Um dem Ganzen aber noch eins drauf zu setzen, wird Derrick am Ende, dann auch noch zum Verkuppler. Blöder gehts nimmer! :palm:

Bei aller Liebe, ich möchte wirklich mal wissen, was daran gut sein soll!? :doof:

4,5/10 ...mehr ist da wahrlich nicht rauszuholen und das hauptsächlich, nur wegen der schauspielerischen Leistung vom Horschti :!:
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Re: Derrick: Folge 47 - Solo für Margarete

Beitragvon untot » 16. Mai 2013, 02:27

Ach Kroetieee, mach Dich locker, kipp Dir ein paar Bierchen hinter die Bluse und guck die Folge nochmal.... :mrgreen:
Der Nonsens ist doch klasse! :nick:
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