Derrick: Folge 20 - Schock

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Derrick: Folge 20 - Schock

Beitragvon Blap » 2. Mär 2011, 11:26

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Cover der Derrick Collectors Box 2, welche die Folgen 16-30 enthält


Folge 20 - Schock (Deutschland 1976)

Dr. Schöller (Dieter Eppler) verabschiedet sich von seiner Lebensgefährtin, bei der er mit seinem Sohn Ralf (Jörg Matthias Förster) zu Besuch war. In seinem Auto überrascht er einen Dieb, es kommt zu einer Auseinandersetzung, Schöller wird erschossen. Der Täter Alfred Recke (Vadim Glowna) ergreift die Flucht, der kleine Ralf hat den Mord genau beobachtet, was auch Recke nicht entgangen ist. Recke arbeitet für den schmierigen Lusseck (Dirk Galuba), welcher polizeilich seit einiger Zeit bekannt ist. Als Derrick von Lusseck eine Liste mit dessen Mitarbeiten verlangt, gerät der Gauner unter massiven Druck. Recke berichtete von dem Jungen, der die Tat mit angesehen hat, Lusseck will das Problem endgültig aus der Welt schaffen...

"Schock" bietet mit Vadim Glowna einen tragischen Täter an, der letztlich zweifach einen unbezahlbaren Preis für seine Verfehlungen entrichten muss. Dirk Galuba ist aktuell gut im Geschäft, er gehört zum Stammpersonal der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe", die seit einigen Jahren sehr erfolgreich läuft. Dieter Eppler hat leider nur einen kurzen Auftritt, Karin Baal sehen wir als Ehefrau von Recke (Glowna). Jan Hendriks ist erneut in einer kleinen Rolle zu sehen, Günther Stoll als dritter Mann hinter Tappert und Wepper. Johanna von Koczian taucht wieder als Freundin Derricks auf, die beiden haben unterhaltsame Szenen miteinander, Koczian wird darüber hinaus in die Hamdlung einbezogen. Wie so oft, erfreut die Folge mit einer erstklassigen Besetzung.

Bei Folge 19 (Tote Vögel singen nicht) haute Regisseur Alfred Vohrer ordentlich auf den Putz. Auch bei Folge 20 baut er auf bewährtes Personal, mit dem er teilweise schon in der Wallace Arä zusammenarbeitete. Doch Vohrer lässt die wilde Wutz dieses Mal nicht von der Leine. Im Gegensatz zu Folge 19, wirkt diese Episode weitaus ruhiger, trockener und "seriöser". Doch Vohrer ist ein Regisseur, der immer dann besonders gut ist, wenn er sich in "Sex & Crime" suhlen darf. Zunächst mutet "Schock" fast ein wenig dröge an. Doch die bitterböse Tragödie, die einen der "Bösewichter" eiskalt erwischt, wertet die Folge ungemein auf. Im Finale kann Vohrer dann doch nicht aus seiner Haut, eine Prise Geballer und Krawall poltern über den Bildschirm. Während der letzten Minuten kommt interessante Musik zum Einsatz, leider nur in geringer Dosierung.

Knappe 7/10 (gut)
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