Derrick: Folge 66 - Hanna, liebe Hanna

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Derrick: Folge 66 - Hanna, liebe Hanna

Beitragvon untot » 23. Mär 2011, 20:15

Erstausstrahlung: 04.01.1980

Marga Klein ist enttäuscht und besorgt, weil sie ihr Vater nicht wie versprochen vom Bahnhof abgeholt hat, denn das ist sonst nicht seine Art, auch in der Penion in der er abgestiegen ist, ist er nicht anzutreffen.
Der Portier gibt an, das er Herrn Klein am Vortag bereits zum letzten Mal gesehen hat, als Marga dann auch noch einen mysteriösen Anruf erhält, gerät sie in Panik.
Sie wendet sich an die Polizei und erstattet eine Vermisstenanzeige, Margas Vater wird am Tag darauf tot in einem Waldstück aufgefunden, er starb an einer tödlichen Dosis Pflanzenschutzmittel.
Am Fundort gesicherte Fußabdrücke und Scheifspuren, schließen einen Selbstmord aus.

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Mit:
Ute Christensen (Magda Klein)
Herbert Fleischmann (Ernst Windorf)
Christine Wodetzky (Hanna Windorf)
Jürgen Goslar (Ewald Balke)
Volker Eckstein (Hugo Gresko)
Rudolf Wessely (Bächler)
Gaby Herbst (Elisa)
Rolf Castell (Inspektionsleiter)
Bernd Helfrich (Polizeibeamter)
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Re: Derrick: Folge 66 - Hanna, liebe Hanna

Beitragvon Blap » 31. Jul 2011, 14:01

Die Fortsetzung der "Mega-Derrick-Sause"

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Cover der Derrick Collectors Box 5, welche die Folgen 61-75 enthält


Folge 66 - Hanna, liebe Hanna (Deutschland 1980)

Magda Klein (Ute Christensen) reist aus Kassel an, sie will in München ihren Vater treffen. Dieser war ins Land der Bajuwaren gefahren, um seine Ex-Frau Hanna Windorf (Christine Wodetzky) um eine Finanzspritze zu bitten. Doch Madgas Vater ist verschwunden, hat nicht in seinem Pensionszimmer übernachtet. Derrick bekommt zufällig die Besorgnis der jungen Frau mit, als diese auf dem Revier eine Vermisstenmeldung aufgibt. Am nächsten Morgen schaut Harry vorbei, er soll Magda bei der Suche nach ihrem Vater unterstützen. So trifft Magda nach vielen Jahren auf ihre Mutter Hanna, die die Familie damals für ein "besseres" Leben verlassen hatte. Hanna wirkt beim Wiedersehen überfordert, regelrecht geschockt, was Harry freilich sofort zur Notiz nimmt. Ganz anders verhält sich Hannas Ehemann Ernst (Herbert Fleischmann). Der wohlhabende Geschäftsmann freut sich sehr darüber, endlich die Tochter seine Gattin kennenzulernen, lädt sie sofort in sein Haus ein. Wenig später wird die Leiche von Magdas Vater im Wald aufgefunden...

Derrick der gute Geist ist immer zur Stelle, zur Not kümmert er sich sogar um Vermisstenfällle. Warum auch nicht, wozu hat er einen Harry an seiner Seite? Vielleicht war es die gute Nase des Ermittlers, die den Mord bereits witterte. Die Zierde dieser Folge ist für mich Herbert Fleischmann. Ich sehe den Nürnberger stets gern, hier bricht er die üblichen "Stiefvater-Klischees" auf, hat damit die interessanteste Rolle erwischt. Ute Christensen spielt die verzweifelt suchende Tocher recht ordentlich, Christine Wodetzky gefällt mir als überspannte Mutter sehr gut. Jürgen Goslar sehen wir als Mitarbeiter Fleischmanns, Volker Eckstein taucht häufiger in der Reihe auf, einmal mehr als verdächtige Gestalt. Rudolf Wessely soll nicht unerwähnt blieben, er sorgt als schrullig-sympathischer Hotelfritze für ein wenig Auflockerung.

"Hanna, liebe Hanna" gehört nicht zu den stärksten Folgen, kann aber -wie immer- auf ein zuverlässiges Ensemble bauen. Das Drehbuch ist leider keine Glanzleistung, zu vorhersehbar und überraschungsarm plätschert die Erzählung vor sich hin. Passenderweise hält sich auch die Musik von Frank Duval sehr zurück, über dem Abspann tönt eine harmlos-belanglose Kompostion. Nicht wirklich schlecht, dennoch unscheinbar und schnell aus dem Gedächtnis verschwindend. Regisseur Theodor Grädler kämpft gegen den schlappen Plot, bewahrt die Episode vor dem Absturz in den Keller.

6/10 (obere Mittelklasse)
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Re: Derrick: Folge 66 - Hanna, liebe Hanna

Beitragvon dr. freudstein » 21. Aug 2011, 15:18

Nee, keine tolle Folge. Vieles ließ sich schon erahnen, wie es weitergeht. Hat mich zunächst auch verwundert, wieso DERRICK so hilfsbereit ist, obwohl ein Vermisstenfall ja gar nicht sein Gebiet ist. Aber er hat ja ein gutes Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt. Und Harry Klein hilft seiner Namensvetterin gerne aus, schließlich wird er ja von Steuerzahlern entlohnt. Ob das erlaubt war, wage ich zu bezweifeln, mische mich da aber auch nicht ein.

Ich mag eigentlich keine Bewertung mehr abgeben, weil die sich (fast) immer mit der vom Blap gleicht. Jetzt schon wieder :o :palm: Aber okay, eine gute Folge kann keine sehr gute sein, da muß einfach Einigkeit herrschen.

Also:
6/10 :oops: :oops: :oops:
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