Derrick: Folge 75 - Eine unheimlich starke Persönlichkeit

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Derrick: Folge 75 - Eine unheimlich starke Persönlichkeit

Beitragvon untot » 30. Mär 2011, 17:09

Erstausstrahlung: 19.09.1980

Mit einem klaren Ja beantwortet Alberta Renz Derrick's Frage, ob sie von der Geliebten ihres Mannes, Ursula Momm gewusst habe.
Ihr Mann habe nie ein Geheimnis aus seinen Affären gemacht, das wäre für ihn nicht in Frage gekommen, dazu war er eine zu starke Persönlichkeit, sagt Frau Renz.
Robert Renz war vor dem Haus seiner Geliebten erschossen worden, mit der er satt seiner Frau auf dem Firmenjubiläum zugegen war, was Frau Renz sehr gekränkt hat, das gibt sie unumwunden zu.
Als diese ihren Sohn in Nürnberg über den Tod seines Vaters informieren will, geht Erich nicht ans Telefon, ein weiterer Verdächtiger für Derrick, für den es diesmal wieder kein leichter Fall zu werden scheint...

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Mit:
Siegfried Wischnewski (Robert Renz)
Anaid Iplicjian (Alberta Renz)
Nikolaus Büchel (Erich Renz)
Rose Renee Roth (Luise)
Franziska Bronnen (Ursula Momm)
Herbert Fleischmann (Mahler)
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Re: Derrick: Folge 75 - Eine unheimlich starke Persönlichkei

Beitragvon Nello Pazzafini » 30. Mär 2011, 19:31

ein sehr guter fall, ist mir sehr gut im gedächtnis geblieben, Wischnewski hab ich immer gern, Fleischmann macht das Kraut noch richtig fett, super!
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Re: Derrick: Folge 75 - Eine unheimlich starke Persönlichkei

Beitragvon dr. freudstein » 27. Aug 2011, 23:24

Ja, auch kein Krimi zum Mitraten, aber sehr unterhaltend mit guten alten Bekannten :nick:

sehr gut
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Re: Derrick: Folge 75 - Eine unheimlich starke Persönlichkei

Beitragvon Blap » 4. Sep 2011, 00:29

Die Fortsetzung der "Mega-Derrick-Sause"

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Cover der Derrick Collectors Box 5, welche die Folgen 61-75 enthält


Folge 75 - Eine unheimlich starke Persönlichkeit (Deutschland 1980)

Robert Renz (Siegfried Wischnewski) ist ein knallharter und erfolgreicher Geschäftsmann. Er hält Freundlichkeit und Milde für Schwächen, drückt seine Lebensweise ohne Kompromisse durch. Darunter leiden seine Ehefrau Alberta (Anaid Iplicjian) und sein Sohn Erich (Nikolaus Büchel). Als in der Firma eine Jubiläumsfeier ansteht, hat sich Alberta Renz bereits nett zurechtgemacht, möchte den festlichen Abend an der Seite ihres Gatten verbringen. Robert Renz bügelt sie jedoch mit kalter Bestimmtheit ab, denn Ursula Momm (Franziska Bronnen) wird ihn auf die Feier begleiten. Völlig selbstverständlich bekennt sich Renz zu seiner Geliebten, nun auch zu einem offiziellen Anlass. Frau Renz hat Kenntnis von der Liebschaft, diese Form der Demütigung sprengt jedoch den bisher üblichen Rahmen. Einige Stunden später wird Robert Renz vor dem Wohnhaus seiner Mätresse niedergeschossen, er überlebt den Anschlag nicht. Ist sein Sohn Erich der Mörder, der nach einem Telefonat mit seiner Mutter wütend von Nürnberg in Richtung München raste...?

...und wieder ein Familendrama mit tödlichen Folgen. Siegfried Wischnewski kann zu Beginn eine herbe Duftmarke setzen, die Darstellung des rücksichtslosen Erfolgsmenschen gelingt ihm ausgesprochen gut. Anaid Iplicjian wahrt stets die Contenance, was Nikolaus Büchel als unterdrücktem Sohn nicht gelingen mag. Der Tod des Vaters wirkt zumindest vordergründig wie eine Befreiung, der auf einen unwichtigen Posten abgeschobene Sohn wittert bessere Zeiten. Rose Renee Roth sehen wir als Hausdame der Familie Renz, die wenig Verständnis für die Umtriebe ihres Arbeitsgebers zeigt. Roth erfreut mit einem Hauch von Schrulligkeit, überschreitet dabei nie die Grenze zur Nervensäge. Franziska Bronnen kommt als Geliebte gut davon, die Rolle der Ursula Momm zieht sich nicht den Zorn des Zuschauers zu. Der von mir sehr geschätzte Herbert Fleischmann taucht in einer Nebenrolle auf, in diesem Fall als leitender Angestellter im Unternehmen des Mordopfers.

Wie immer gibt sich das Ensemble keine Blöße, die Darbietung von Nikolaus Büchel mutet nur auf den ersten Blick überzogen an. Sie ist der überschaubaren Laufzeit geschuldet, die eine entschleunigte Charakterentwicklung kaum ermöglicht. Erik Ode inszenierte diese Folge mit handwerklicher Routine, hat aber mit dem nicht wirklich einfallsreichen Drehbuch zu kämpfen. Fritz Wepper versucht sich als Wadenbeisser, Horst Tappert spielt mit dieser ab und an auftretenden unverschämten Lässigkeit, mit der er schelmisch gegen das maue Drehbuch angeht. Nikolaus Büchel lässt in seinem kleinen 3er-BMW laut AC/DC rocken. Später besteigt er doch lieber Papis dicken Jaguar, lauscht symbolträchtig der bevorzugten Musik seines verstorbenen Erzeugers. Während des Abspanns ertönt eine sehr schöne Komposition von Frank Duval. Fans wird solide Unterhaltung geboten, die Story versinkt jedoch im tristen Mittelmaß. Dank der guten Schauspieler und der gelungenen Atmosphäre:

6/10 (obere Mittelklasse)
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